1912 — MISSION MODERNE – Die Jahrhundertschau des Sonderbundes

Anlässlich des Jubiläums der Sonderbundausstellung zeigt das Wallraf, Köln mit „1912 — Mission Moderne“ bis 30. Dezember 2012 einen spektakulären Rückblick auf diese Jahrhundertschau. Mit mehr als hundert Meisterwerken, die damals zu sehen waren, wird die ursprüngliche Ausstellung in ihren Schwerpunkten und Zielsetzungen rekonstruiert.

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Die Gedächtnisausstellung 1912 Mission Moderne würdigt die Internationale Kunstausstellung des Sonderbundes westdeutscher Kunstfreunde und Künstler zu Cöln 1912 als epochemachende Ausstellung zur Kunstentwicklung des frühen 20. Jahrhunderts.

Die hochkarätigen Exponate kommen aus der ganzen Welt nach Köln. Zu den Leihgebern zählen unter anderen das Amsterdamer Van Gogh Museum, die Staatlichen Museen Berlin, das Art Institute Chicago, die National Gallery London, das Museum of Modern Art in New York, das Munch-Museum Oslo, das Musée d`Orsay in Paris und die National Gallery Washington. Aber auch zahlreiche private Sammler trennen sich für die Retrospektive von Meisterwerken, die teils seit Jahrzehnten nicht mehr öffentlich ausgestellt wurden.

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Wallraff-Richartz-Museum, Köln | 31. August — 30. Dezember 2012

1912 — MISSION MODERNE – Die Jahrhundertschau des Sonderbundes

Pressetext | Wallraff-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Mit der Ausstellung macht das Wallraf die zu Beginn des 20. Jahrhunderts herrschenden künstlerischen Tendenzen wieder sichtbar. Und dank des historischen Abstandes von hundert Jahren wird die faszinierende Retrospektive verdeutlichen, wie revolutionär und bahnbrechend die Sonderbundausstellung für ihre Zeit war.

„Hier ist das Wildeste versammelt, das in Europa gemalt wird. (…) Der Kölner Dom wankt in seinen Grundfesten.“ [ Edvard Munch, 1912 ]

Vor 100 Jahren fand in Köln eine der wichtigsten Ausstellungen der jüngeren Kunstgeschichte statt. Die heute legendäre Kölner Sonderbundausstellung war im Sommer 1912 angetreten, dem konservativen Kaiserreich die moderne Kunst nahe zu bringen — mit durchschlagendem Erfolg. Die Schau wurde in Deutschland zum wichtigsten Wegbereiter für die Moderne. Qualität und Quantität der Exponate waren atemberaubend. Rund 650 Kunstwerke — darunter alleine 130 Gemälde von van Gogh, 26 von Cézanne, 25 von Gauguin, 32 von Munch und 16 von Picasso — waren in der eigens für die Schau errichteten Ausstellungshalle zu sehen. Das Spektrum der ausgestellten Kunst reichte vom Postimpressionismus bis hin zum deutschen Expressionismus, den jungen Malern der Brücke und des Blauen Reiters.

Katalog | 1912 — Mission Moderne | Die Jahrhundertschau des Sonderbundes

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648 Seiten
764 farbige Abbildungen
192 s/w Abbildungen
Sprache: Deutsch
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Der begleitende Katalog zur aktuellen Ausstellung vereint nicht nur die 100 bedeutendsten Exponate von damals, sondern präsentiert eine nahezu vollständige Rekonstruktion der bahnbrechenden historischen Ausstellung in einer ebenso umfangreichen wie detaillierten wissenschaftlichen Aufarbeitung. – Zum 100. Jubiläum der Sonderbundausstellung in Köln
– van Gogh, Cézanne, Gauguin, Picasso u.a. Wegbereiter der Moderne
– Rekonstruktion der legendären Schau von 1912

„Der dickleibige Katalog setzt der Jahrhundertausstellung ein angemessenes Denkmal“ [ Süddeutsche Zeitung ]

„Ein opulenter Bild- und Leseband […], der keine Frage zur früheren und zur aktuellen Ausstellung offen lässt.“ [ Westdeutsche Zeitung ]

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Ehrung für die Väter des Expressionismus

Eva Hepper für DEUTSCHLANDRADIO Kultur | Beitrag lesen

Van Gogh? „Eben doch nur ein Künstler kleineren Stils.“ Picasso? „Mit seinem Kubismus kann man sich wohl unter keinen Umständen befreunden, aber ein paar hübsche andere Sachen bringt er doch auch.“ Kandinsky? Sein „Versuch, die Dinge nur noch als Farbimprovisationen zu nehmen, ist (…) ergebnislos.

Die durchweg ablehnenden bis vernichtenden Urteile der Tagespresse sind heute fast ebenso legendär wie die „Jahrhundertschau“, der sie galten: die Kölner Sonderbundausstellung von 1912. Konzipiert, um dem konservativen Kaiserreich die neuesten Tendenzen in der Kunst nahezubringen, verschaffte sie dem Expressionismus und dessen Vätern den ersten großen gemeinsamen Auftritt.

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