Dr. Faustus’ Pakt mit der Subversion

Dezember 1, 2006 | Comments Off

HANDELSBLATT - Olga Grimm-Weissert 2005

“Fast wie Faust entschloss sich Falckenberg im reifen Alter von 50 Jahren zu einer Neuorientierung seines Lebens. Für seinen Pakt mit dem Subversiven verkaufte Falckenberg nicht seine Seele, sondern er kauft Kunst. Nicht nur der späte Start unterscheidet ihn von vielen Sammlerkollegen: Durch seine präzisen und stets ironischen Essays über Gegenwartskunst, Künstler und Sammler besticht er auch als Experte.

Mit Intelligenz, Sinn für Strategie, juristischem Sachverstand und eisernem Willen hat Harald Falckenberg sich im internationalen Kunstbetrieb eine Sonderstellung erobert.”

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Frauen sammeln anders, Männer auch

Dezember 1, 2006 | Comments Off

ARTNET - Jens Hinrichsen - 2005

Goetz meets Falckenberg

“Hellblau und Rosa, Schaukelpferd und Plüschprinzessin: Irritierend geschlechtsübergreifend wirkt das Kinderzimmer, das Mike Kelley unter dem Titel Unisex Love Nest (1999) installiert hat und das sich heute im Besitz der Sammlerin Ingvild Goetz befindet. Statt Nestwärme verbreitet das säuberliche Sammelsurium von Kissen, Kitsch und Kommoden ein unkommodes Gefühl von Leere und geraubter Kindheit. Multipliziert wird die unterschwellige Trauer, die in Kelleys Installation schwingt, durch den etwas unheimlichen Ort ihrer Aufstellung: Zwei Stockwerke der Hamburg-Harburger Phoenix-Fabrikhallen.”

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Möglichkeit der Unmöglichkeit

Dezember 1, 2006 | Comments Off

ARTNET - Belinda Grace Gardner 2006

Peter Weibel in der Sammlung Falckenberg

“„Man stelle sich das Leben als gewundene Fahrt auf einem langen dunklen Fluss vor (…)“. So in etwa begrüßte Peter Weibel das Publikum zur Eröffnung seiner Schau „Das offene Werk 1964-1979“ in der Phoenix Kulturstiftung, Sitz der Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg. Dann unterbrach und korrigierte er sich und ließ die Zuhörenden das Leben als Film über eine Fahrt auf einem dunklen Fluss imaginieren – einem Film mit japanischen Untertiteln. Der Umkehrschluss Weibels existenzialistischer Miniparabel: Irgendwie leben wir vermutlich immer im falschen Film. Beziehungsweise, das Leben selbst existiert lediglich als abgeleitete Simulation. Und dessen Sinn präsentiert sich zudem nur in eher unverständlicher Sprache.”

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  • Kunst | Presseschau

    Auswahl aktueller Veröffentlichungen zum Themenschwerpunkt Kunst in der deutschsprachigen Internet - Medienlandschaft. Die Artikel werden hier kurz angerissen, teilweise thematisch gebündelt - mit Video/Audio, Katalog- & Medien - Informationen ergänzt - und sind direkt mit den Online-Medien verlinkt.

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  • Ausstellungen | Hamburg

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    Hamburg-Harburg
    SONJA VORDERMAIER
    GEELKE GAYCKEN

    Reihe Ordnung sagt | MACHT
    04.09. - 02. November 2008

    Die Installation vereint exzessiven Gestaltungswillen mit wortwörtlich zur Schau gestellter Gestaltungsmacht. Formen, Strukturen und Materialien werden nach ihren Möglichkeiten befragt und in ein sinnliches Erlebnis für die Ausstellungsbesucher überführt.

    Mit dieser Ausstellung setzt der Harburger Kunstverein den im Jahr 2007 begonnenen und bis 2009 geplanten Ausstellungszyklus Reihe:Ordnung sagt fort, der unter verschiedenen Schlagworten (Arbeit, Liebe, Geld, Sex, Macht, Freiheit, Zukunft) zeitgenössische KünstlerInnen, -gruppen und Ausstellungsmodelle vorstellt und ihren ästhetischen Zugriff auf das jeweilige Thema verhandelt. MACHT ist der fünfte Teil der Reihe und wird von Vordermaier und Gaycken mit einer für das Publikum begehbaren Installation realisiert. Macht wird hierbei definiert als das Vermögen, das Mögliche wirklich werden zu lassen.

    Die Hamburger Künstlerinnen Sonja Vordermaier und Geelke Gaycken verfolgen das Konzept, neue Dimensionen von Wahrnehmungen zu schaffen. Dabei berücksichtigen sie gleichermaßen die vorgegebenen formalen Kriterien wie Größe und Aufbaustruktur des über 100 Jahre alten, ehemaligen Wartesaals der 1. Klasse des Fernbahnhofs Harburg, als auch die besondere Beschaffenheit des Arbeitsmaterials selbst. Symmetrien der prunkvollen Architektur werden in der Installation aufgenommen, durch „Antiraster“ konterkariert und teilweise aufgelöst.

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    ( Archiv )