Regiedebüt für Meese

Januar 30, 2007 | Comments Off

26. Januar 2007

TAGESSPIEGEL - Jan Oberländer

Theater-Treibstoff: Jonathan Meese versucht sich an der Berliner Volksbühne erstmals als Regisseur

Meeses Kunst zermürbt, entnervt, überfordert, aber manchmal steigen aus dem hyperaktiven Chaos auch klare, eindringliche, hochpoetische Momente auf, wie Luftblasen, die blubbernd zerplatzen, was sehr schön und anrührend sein kann. Vielleicht meint Meese das, wenn er schreibt: „THEATERGOTT, sei erntefrisch, wie ein klarer Frühlingssee, der gefrorene Ententeich, voller Revolutions-FISHIES“.”

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Der große Kunstrausch

Januar 30, 2007 | Comments Off

17. Januar 2007

FAZ - Niklas Maak

2007 wird das Jahr der Kunst: Der Boom hält an, im Juni eröffnen gleichzeitig die Biennale von Venedig, die Art Basel und die Documenta - aber wo sollen bloß die ganzen guten Kunstwerke herkommen?

Die Ereignisquadriga aus Documenta, Venedig, Art Basel und Münster wird von den Optimisten der Branche schon jetzt als Höhepunkt des Kunst-Booms und endgültiger Durchbruch der Gegenwartskunst als Massenphänomen gefeiert. Nun wird, solange nach wie vor ungebremst Geld aus Hedgefonds und kleineren Privatvermögen, aus Asien und Russland in den Markt spült, die vielbeschworene Kunstmarktblase auch bis auf weiteres nicht platzen, aber bei der Qualität dessen, was man auf Messen und Biennalen zu sehen bekommt, sieht die Lage dann schon gar nicht mehr so rosig aus.”

FAZ - Artikel lesen

 

Die Geheimnisse des späten Picasso

Januar 30, 2007 | Comments Off

26. Januar 2007

FAZ -
Thomas Wagner | Niklas Maak | Henning Ritter | Felisitas von Lovenberg | Peter Richter

In seinen letzten Jahren arbeitete Picasso wie besessen. Doch Publikum und Fachwelt taten sich lange schwer mit den Gemälden und Radierungen. Jetzt ist das Spätwerk neu zu entdecken: im Düsseldorfer K20. Was ist das Besondere an den rasanten letzten Arbeiten? Fünf Antworten.

FAZ - Artikel lesen

SPIEGEL ONLINE - Khue Pham und Anna Reimann

In seinen Werken greift Lennie Lee antisemitische Klischees auf, berüchtigt ist sein Werk “Judensau”. Ein Berliner Kurator lud den britisch-jüdischen Künstler ein - und wieder aus. Zensur oder berechtigte Vorsicht?

Der jüdische Brite Lee hat ein persönliches Motiv für seine Arbeit: Mehrere seiner deutschen Vorfahren wurden im KZ ermordet. Er selbst wurde in Südafrika, damals britische Kolonie, geboren und wuchs in England auf. Dort beschimpfte man ihn täglich als “Jewish pig”, als “Judensau” - jetzt hat der in London lebende Kreative das Hasswort in Kunst verwandelt

SPIEGEL ONLINE - Artikel lesen

 

28. Januar 2007

DIE WELT - Matthias Wulff

Die Ausstellung “Kunst und Propaganda” bietet einen Rückblick auf die Auseinandersetzung der politischen Systeme vor und während des Zweiten Weltkriegs und veranschaulicht den Größenwahn einer Epoche.

Beispiel Nationalsozialismus:
Die ausgestellten Bilder spiegeln Aufstieg und Niedergang der deutschen Diktatur wider. Hervorgetan hatte sich Heinrich Hoffmann, ein enger Vertrauter Adolf Hitlers. Vor dessen Machtergreifung mühte sich der Fotograf die privaten Seiten Hitler zu zeigen. Unfreiwillig komisch wirkt da das Band “Hitler - wie ihn keiner kennt”, in dem der “Führer” mit Hut im Gras liegend posiert, hinter ihm die Berge, vor ihm ein Schäferhund.”

WELT-Artikel lesen

28. Januar 2007

DIE WELT - Barbara Reitter-Welter

Die Äußerungen des Geistes sind nichts anderes als die überfeinerten Schwingungen der großen physischen Natur

Victor Vasarely gilt als Begründer der sogenannten Op Art. Das Kunstmuseum Bayreuth widmet dem in Ungarn geborenen Künstler anlässlich seines zehnten Todestages eine große Retrospektive.

Mit seinen visionären ästhetischen Realisationen wollte Victor Vasarely die Alltagswelt neu gestalten. Er glaubte an eine Einheit von Natur und Technik und propagierte ein Leben, in dem der Künstler sich aktiv an der Veränderung der Gesellschaft beteiligt. Im Sinne einer Demokratisierung sollte Kunst alle Menschen erreichen. Sollte für jeden erschwinglich sein.”

WELT - Artikel lesen

 

28. Januar 2007

DIE WELT - Christiane Hoffmans

Er ist ein Star. Seine Werke werden bei Kunstliebhabern und Finanzinvestoren immer beliebter. Wie kein anderer gestaltet Andreas Gursky seine Bilder ebenso komplex wie dekorativ. Im Februar zeigt das Haus der Kunst in München eine umfassende Retrospektive. Christiane Hoffmans hat ihn in seinem Düsseldorfer Atelier getroffen.

Wegen seiner collagenhaften Arbeitsmethode wurde Gursky häufig mit einem Maler verglichen, doch der Vergleich hinkt. Eigentlich arbeitet der Fotograf wie ein Schriftsteller, der die Eindrücke unterschiedlicher Zeitebenen zu einem einzigen opulent-barocken Motiv verdichten kann. “Ich überzeichne, akzentuiere die Wirklichkeit, denn es gibt ja keine objektive Wirklichkeit, nur die subjektive Sicht darauf”, sagt Gursky.”

WELT - Artikel lesen

28. Januar 2007

DIE WELT - Interview von Claudia Herstatt mit der Galeristin Monika Sprüth

Die Galeristin Monika Sprüth vertritt Andreas Gursky. Die Preise, die dessen Kunst erzielen, sieht sie kritisch.

Heute geht es weniger um die Liebe zur Kunst, sondern oft um reine Investments und Spekulationen. Leute, die Profit machen wollen, kaufen die Gursky-Arbeiten und geben sie innerhalb kurzer Zeit zur Auktion. Dort werden Preise erzielt, die der Handel oft nicht erreichen könnte noch wollte.”
Interview lesen

30. Januar 2007

DIE WELT - Belinda Grace Gardner

“Art has no limits”: Der Satz steht ganz am Rande einer mit Zeichnungen und handschriftlichen Worten übersäten weißen Wand im Hamburger Kunstverein.

Durch das System umfassender Kommunikationsflüsse sind einstmals fast unerreichbar ferne Orte in greifbare Nähe gerückt; doch geht damit eine Nivellierung regionaler Differenzen einher und vor allem die Beherrschung der armen durch die reichen Länder, beziehungsweise durch weltweit agierende Großkonzerne. In allen Beiträgen wird die Globalisierung als eine Dynamik sichtbar, die von der Macht weniger und der Ohnmacht vieler gespeist wird.”

WELT - Artikel lesen

29. Januar 2007

TAGESSPIEGEL - Tanja Wolter/ddp

“Labor”-Kunst eines Alchemisten - Das Museum Frieder Burda zeigt in einer großen Retrospektive das Werk von Sigmar Polke.

Im öffentlichen Kunstbetrieb hat sich Polke stets rar gemacht. Auszeichnungen nimmt er so gut wie nie persönlich entgegen, sein einziges größeres Interview gab er vor mehr als 22 Jahren. Taucht er überraschend doch irgendwo auf, bewegt er sich wie eine flüchtige Erscheinung im Hintergrund, als amüsierter Beobachter abseits des Rampenlichts.”

TAGESSPIEGEL - Artikel lesen

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  • Kunst | Presseschau

    Auswahl aktueller Veröffentlichungen zum Themenschwerpunkt Kunst in der deutschsprachigen Internet - Medienlandschaft. Die Artikel werden hier kurz angerissen, teilweise thematisch gebündelt - mit Video/Audio, Katalog- & Medien - Informationen ergänzt - und sind direkt mit den Online-Medien verlinkt.

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  • Ausstellungen | Hamburg

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    Hamburg-Harburg
    SONJA VORDERMAIER
    GEELKE GAYCKEN

    Reihe Ordnung sagt | MACHT
    04.09. - 02. November 2008

    Die Installation vereint exzessiven Gestaltungswillen mit wortwörtlich zur Schau gestellter Gestaltungsmacht. Formen, Strukturen und Materialien werden nach ihren Möglichkeiten befragt und in ein sinnliches Erlebnis für die Ausstellungsbesucher überführt.

    Mit dieser Ausstellung setzt der Harburger Kunstverein den im Jahr 2007 begonnenen und bis 2009 geplanten Ausstellungszyklus Reihe:Ordnung sagt fort, der unter verschiedenen Schlagworten (Arbeit, Liebe, Geld, Sex, Macht, Freiheit, Zukunft) zeitgenössische KünstlerInnen, -gruppen und Ausstellungsmodelle vorstellt und ihren ästhetischen Zugriff auf das jeweilige Thema verhandelt. MACHT ist der fünfte Teil der Reihe und wird von Vordermaier und Gaycken mit einer für das Publikum begehbaren Installation realisiert. Macht wird hierbei definiert als das Vermögen, das Mögliche wirklich werden zu lassen.

    Die Hamburger Künstlerinnen Sonja Vordermaier und Geelke Gaycken verfolgen das Konzept, neue Dimensionen von Wahrnehmungen zu schaffen. Dabei berücksichtigen sie gleichermaßen die vorgegebenen formalen Kriterien wie Größe und Aufbaustruktur des über 100 Jahre alten, ehemaligen Wartesaals der 1. Klasse des Fernbahnhofs Harburg, als auch die besondere Beschaffenheit des Arbeitsmaterials selbst. Symmetrien der prunkvollen Architektur werden in der Installation aufgenommen, durch „Antiraster“ konterkariert und teilweise aufgelöst.

    Kunstverein Harburger Bahnhof
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