Fortpflanzungssupermarkt

“Definitiv zu viel schlechte/schlappe Musik haben die Zimmermänner gehört. Sie machen’s nach, und heraus kommt noch mehr spannungsarme Musik, von Leuten, denen es offensichtlich zu gut geht. Es schwappt seicht und inhaltsleer vorbei (ihre eigene Einschätzung als “Westcoast-Funk” ist ziemlich treffend), Technik aber kein Gefühl. Du kannst es dir vorstellen, wenn du weißt, daß der Sänger/Gitarrist Ewald Braunsteiner ist. Ewald ist Detlef Diederichsen (22, SOUNDS-Schreiber, Musiker, Diedrichs Bruder, Abitur auf dem Johanneum). Außer Timo Blunck (Tasten/Gesang) und Christian Kellersmann (21, Musikstudent) spielt jetzt die Ex-Saal 3-Rhythmusgruppe mit. (Verkaufte Singles: 2000 und 1000).”
KID P. | Die Wahrheit über Hamburg | SOUNDS 1982 | ( Teil einer – als Totalverriss von Allem und Jedem konzipierter – Städteportraitserie )
In diesem Zusammenhang auch spaßig zu lesen Kid P. war in Berlin! (SOUNDS 1982)
25 Jahre später:
Wir orientieren uns sehr wenig an Rock-Musik
TUXEDOMOON – Eckhard Fürlus und Enno Schierenberg
Gespräch mit Detlef Diederichsen und Timo Blunck
| Die Zimmermänner | Audio-Veröffentlichung “Fortpflanzungssupermarkt” 2007

Timo Blunck: Wir komponieren schon eher klassisch im Pop-Bereich mit Einflüssen von brasilianischer Musik, aber auch von klassischer Pop-Musik, also Beatlelesk, und klassischer Musik. Aber dazu gehören auch Burt Bacharach oder Beach Boys. Da sind wir harmonisch absolut beeinflußt. Wir orientieren uns sehr wenig an Rock-Musik. Die Zimmermänner haben vielleicht hier und da mal ein rockiges Element, aber das wird dann eher eingesetzt als Zitat und dann überhöht und dadurch eher lustig.
Ich finde es immer wieder erschreckend, wie langweilig viele der Bands, deren Namen ich nicht nenne, musikalisch klingen, wenn du den Gesang wegdrehst. Das ist ein dröges Geschrammel, das für mich nichts interessantes zu bieten hat. Und wenn man dann nicht extrem auf die Texte steht oder auf den Sänger, dann ist es für mich einfach musikalisch nicht interessant genug.
Whats so funny about … Zimmermänner
TAZ – Julian Weber
Gute alte Säcke, böse alte Säcke
… hat das Duo seinen skurrilen, harmoniesprengenden Humor unbeschadet ins digitale Zeitalter gerettet. “Im Bett mit Uschi Glas / Und Sting spielt dazu Bass”, näselt Timo Blunck in dem Song “Christiane Paul”. Er sei ein Popkulturjunkie erklärt Blunck und der Austausch über Mode, TV-Serien und Musik sei Teil der gemeinsamen Bandkultur. “Mama, Baby, Joe”, ein aus der Feder von Diederichsen stammender Song, verhandelt dagegen den Alltag einer Patchworkfamilie in Zeiten von Hartz IV. “Mama feiert fünf Jahre arbeitslos in meiner Wohnung / Ich darf die Getränke bezahlen, quasi als Belohnung”, murrt er im Stile eines krisenerprobten Countrysängers. “Das in dem Text vermittelte Gefühl außen vor zu sein, passt auch zu uns als Band.
Promo VIDEO | Christiane Paul | für “Fortpflanzungssupermarkt”
http://myspacetv.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=2012466403






































