History Will Repeat Itself

Juni 30, 2007 | Comments Off

KUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer | PT HMKV Dortmund |

Strategien des Reenactment in der zeitgenössischen (Medien-)Kunst und Performance in der PHOENIX Halle Dortmund.

In der zeitgenössischen Kunst – hier vor allem der Medienkunst und Performance – findet sich in den letzten Jahren immer häufiger das Reenactment als künstlerische Strategie. So ließ beispielsweise der britische Künstler Jeremy Deller, Turner-Preisträger 2004, für seine Arbeit “The Battle of Orgreave” (2001) eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen Bergarbeitern und Polizisten aus dem Jahr 1984 von ehemaligen Teilnehmern und Laien-Darstellern nachstellen.

Als Reenactment (dt. Nachstellung, Wiederaufführung) bezeichnet man die historisch korrekte Nachstellung vergangener gesellschaftlich relevanter Ereignisse, wie bedeutende Schlachten oder andere historische Begebenheiten. In einem Reenactment werden Zuschauer zu unmittelbaren Zeugen – manchmal sogar zu Teilnehmern – eines wiederholten historischen Geschehens, das sich vor ihren Augen abspielt.

Im Unterschied zu populärkulturellen Reenactments, wie z.B. der Nachstellung historischer Schlachten, sind künstlerische Reenactments keine performativen Re-Inszenierungen weit zurückliegender Situationen und Ereignisse, sondern es werden solche (durchaus traumatischen) Ereignisse wiederholt, die als bedeutsam für die Gegenwart erachtet werden. Künstlerische Reenactments sind keine affirmative Bestätigung der Vergangenheit, sondern vielmehr Befragungen der Gegenwart mittels des Rückgriffs auf historische Ereignisse, die sich dem kollektiven Gedächtnis unwiderruflich eingeschrieben haben. Reenactments sind künstlerische Hinterfragungen medialer Bilder, die sich der Realität der Bilder zu versichern versuchen, gleichzeitig jedoch auf die Medienbasiertheit des kollektiven Gedächtnisses verweisen.

Die Ausstellung History Will Repeat Itself beleuchtet aktuelle Strategien künstlerischer Reenactments und stellt die Positionen von 22 internationalen KünstlerInnen vor. Sie ist das erste umfassende Ausstellungsprojekt zum Thema Reenactment in Deutschland.

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| Hartware MedienKunstVerein HMKV Dortmund

| bis 23. September 2007

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Die Ausstellung findet in Dortmund parallel zur Documenta 12 (Kassel) und den skulptur.projekten münster in der spektakulären, 2.200 qm großen PHOENIX Halle Dortmund statt, die der Hartware MedienKunstVerein HMKV seit Ende 2003 nutzt. Die 1895 erbaute Halle steht auf dem Gelände des ehemaligen Stahlwerks Phoenix-West in Dortmund-Hörde.

moderne-jugend.jpgKUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer | PT MiK Rendsburg |

Die Museen im Kulturzentrum in Rendsburg präsentieren – nach der Flick-Collection in Berlin und der Sammlung Großhaus in Schleswig – eine weitere bedeutende Sammlung von berühmten Gemälden aus einem uns vertrauten Kosmos: die ENTENHAUSEN COLLECTION.

Viele wissen kaum, dass das Band zwischen Donald Ducks Wohnort Entenhausen und der realen Welt der Kunst enger geknüpft ist, als es uns auf den ersten Blick scheinen mag. In vielen der Comics tauchen an den verschiedensten, oft unscheinbaren Stellen fiktive Kunstgemälde auf. Ihre stilistische Nachbarschaft zu Pendants in der wirklichen Welt der Kunstgeschichte ist dabei mehr als offensichtlich.

Die Ausstellung „Berühmte Gemälde aus Entenhausener Privatbesitz“ – entstanden nach einer Idee von Friedrich Bitzhenner, Sigrun Brunsiek und Josef Spiegel – holt diesen umfassenden Kosmos der Entenhausener Kunstgeschichte aus ihrem Schattendasein ins Licht der Öffentlichkeit. Zum ersten Mal hat das Publikum Gelegenheit, die gesamte Vielfalt und stilistische Souveränität der Entenhausener Kunstgeschichte kennenzulernen, zu genießen – aber auch kritisch in ihren Beziehungen zur Welt der realen Kunst, Kunstgeschichte und Kunstkritik zu würdigen.

Viele der Gemälde aus den Comicgeschichten sind für die Ausstellung als „echte Gemälde“ in Öl und Acryl von dem Maler Peter Trautner (Unna) nachgestaltet worden, so dass dem Besucher die originale Bild-Anmutung der Comic-Bildstaffagen von Donald und Co. So werkgetreu wie möglich nahegebracht wird.

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| BUCH | Berühmte Gemälde aus Entenhausener Privatbesitz

| Museen im Kulturzentrum, Rendsburg
[ Arsenalstraße 2-10, 24768 Rendsburg / Schleswig-Holstein ]
| bis 02. September 2007

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| D.O.N.A.L.D.
Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus

Thomas Zipp - Planet Caravan?

Juni 30, 2007 | Comments Off

thomas-zipp-muehlheim-2007.jpgKUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer | PT Kunstmuseum Mühlheim |

Is there life after death? - a futuristic world fair
Thomas Zipp bis 23. September in Mühlheim.

Betritt man die Rauminstallationen des in Berlin lebenden Malers Thomas Zipp, so tritt man ein in einen assoziativen Gedankenkosmos, der bildmächtig ausgreift in die Geschichte der Neuzeit und der Moderne mit ihren Utopien und Zukunftsvisionen. Schon der Titel der Mülheimer Schau  zeigt an, dass die Ausstellung rockt, dass hier keine linear lesbaren Geschichtsverkettungen gezeigt werden, sondern Fragen aufgeworfen sind, die – vom mittelalterlichen Memento Mori über die Erfindung von Glühbirne und Atombombe bis hin zur globalen Mobilität – den Menschen in der Gegenwart und mit all seiner Endlichkeit in den Mittelpunkt der Überlegungen stellen.

Ausgehend von der Gewissheit, dass Vergangenheit Zukunft gestaltet, breitet Thomas Zipp kulturelle Ideen und philosophische Gedanken aus verschiedenen Perspektiven und in düster anmutender Atmosphäre vor uns aus. Die Medien Malerei, Skulptur und Grafik verwebt er mit überzeugendem Tiefgang, gepaart mit Humor und Ironie zu dichten begehbaren Installationen, in deren Mittelpunkt in der Mülheimer Ausstellung eine riesige Weltkugel steht. Der Globus vereint Ansichten von Mond und Erde und ist übersät mit Namen von Astro- und Kosmonauten sowie  von Nobelpreisträgern der Naturwissenschaften, die leitmotivisch durch die Ausstellung führen.

Mobile Malereien auf Stelzen erzählen von Ur- und Endzeitlandschaften, auf die Nobelpreisträger mit glänzenden, zombieartigen Augen blicken. Kepler, Tycho de Brahe oder Luther sind Vertreter ihrer Hypothesen, Wahrheiten und Welterklärungsmodelle. Strahlen und Licht verkörpern unsichtbare Energien – sie können gleichwohl für Jenseitserfahrungen, Drogenrausch oder die Atomspaltung stehen. Raumvorstellungen und anderes reflektiert der Künstler stets sowohl aus Sicht der Kunst wie aus derjenigen der Wissenschaft.

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| Kunstmuseum Mühlheim

| bis 23. September 2007

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| BUCH

Thomas Zipp: Achtung! Vision - Samoa.
The Family of Pills & The Return of the Subreals

(Gebundene Ausgabe)
von Gertrude Wagenfeld-Pleister (Vorwort), Zdenek Felix (Autor), Thomas Groetz (Autor), Veit Loers (Autor), Guido W Baudach (Herausgeber)

sammlung-goetz-thomas-zipp-england-attack-subreals.jpg| “England | Attac Of The Subreals” | Sammlung Goetz, München
| Foto: Jens Ullheimer

Thomas Zipp (*1966 in Heppenheim) hat an der Städelschule in Frankfurt bei Thomas Bayrle und Martin Kippenberger sowie an der Slade School of Fine Art in London studiert. Er ist in 2007 auch auf der Ausstellung “Made In Germany” in Hannover vertreten.

In den Bildwelten Zipps berühren sich Gedankenströme des New Age mit einer provokativen spirituellen Ironie. Religion, Kult und Mythos, Drogen und Gewalt - der in Berlin lebende Künstler hält sich nicht mit Belanglosigkeiten auf, seine Haltung ist entschieden: ein Plädoyer für den »Stachel im Fleisch«. Was die anspielungsreichen Arbeiten Zipps jedoch über die Motive hinaus so verstörend erscheinen lässt, ist der Verzicht auf jede Form der Hierarchisierung oder Wertung. Der Band versammelt Gemälde, Zeichnungen, Collagen und Installationen des Künstlers, die seit 2003 entstanden sind.

Yoko Ono | Fenster für Deutschland

Juni 27, 2007 | Comments Off

KUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer | PT Kunsthalle Bremen |

Yoko Ono in einer Ausstellung mit konzeptuellen “Instructions for Paintings” in der Kunsthalle und einer Plakat-Aktion im Stadtraum Bremen.

Komponistin, Filmemacherin, Fluxus-Künstlerin: Yoko Ono machte sich schon vor der Heirat mit John Lennon in Künstlerkreisen einen Namen. Ihr New Yorker Loft wird Anfang der 1960er Jahre zum Treffpunkt der avantgardistischen Kunstszene mit zahlreichen Happenings und Performances. Doch Ono arbeitete auch konzeptionell: 1962 werden in Tokyo erstmals ihre “Instructions for Paintings” ausgestellt.

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BUCH | Grapefruit: A Book of Instructions and Drawings by Yoko Ono

yoko-ono-grapefruit-buch-1964.jpgTunafish
Sandwich
Piece

Imagine one thousand suns in the
sky at the same time.
Let them shine for one hour.
Then,
let them gradually melt
into the sky.
Make one tunafish sandwich and eat.

 

[ Yoko Ono - aus “Grapefruit: A Book of Instructions and Drawings - 1964 ]

Burn this book after you´ve read it.” - Yoko Ono

This is the greatest book i´ve ever burned.” - John Lennon

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Die Kunsthalle Bremen zeigt im Kupferstichkabinett rund 90 dieser Blätter, auf denen die Künstlerin Sätze über die mögliche Vorstellung von Malerei fixiert hat. Erstmals sind dabei 32 handschriftliche “Instructions” in deutscher Sprache zu sehen, die Yoko Ono eigens für die Ausstellung in Bremen geschaffen hat. Hinzu kommen rund 35 Anweisungen in japanischer und etwa 30 in englischer Sprache sowie Video- und Audioarbeiten.

| Kunsthalle Bremen

| bis 5. August 2007

| Yoko Ono auf wikipedia

| Yoko Ono | Special auf Radio Bremen | mit Videos

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VIDEO | “Cut Piece” 1966 | Performance Carnegie Hall Lonndon | Das Publikum kann nach eigenem Ermessen mit Scheren Onos Kleidung, Haare, Fingernägel usw. abschneiden

 

VIDEO | “Eye Blink” 1966 | Fluxus Film

 

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Instructions for Paintings

DEUTSCHLANDRADIO Kultur - Rainer B. Schossi

1962 wurden in Tokio erstmals Yoko Ono´s “Instructions for Paintings” ausgestellt, kleine kalligrafierte Blätter, auf denen sie über die spirituelle Verwandlung von Malerei durch technische Reproduzierbarkeit meditiert.

Direktor Wulf Herzogenrath spricht im Katalog von einem “epochalen Gesamtwerk” der Künstlerin, damit meint er weniger die physisch messbare Größe dieses Oeuvres, sondern dessen vielfältigen Facetten: Bilder und Texte, Poesie und Musik, Performance, Installation und Videokunst. yoko-ono-gemaelde-das-nur-existiert-wenn-es-kopiert-wird-1964.jpg

Besonders spannend ist Yoko Onos Beitrag zur Frage von Kopie und Original. Eine ihrer “Instructions” bezieht sich auf ein “Gemälde das nur existiert wenn es kopiert oder fotografiert wird”. Hier sind wir wohl am programmatischen Kern ihrer Kunst: ” Lass Leute deine Gemälde kopieren oder fotografieren. Zerstöre die Originale.”

DEUTSCHLANDRADIO - Beitrag lesen

peter-blake-sgt-pepper-cover-ausschnitt-1967.jpgKUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer |

Der Pop Art-Künstler und Mitglied der britischen Royal Academy wird 75 Jahre alt. Die Tate Liverpool ehrt den “Sergeant Pepper Cover Artist”  mit einer Retrospektive.

Um 1959 beginnt er, angeregt durch Reproduktionen von Robert Rauschenberg und Jasper Johns ( dessen Frühwerk bis 23.9.07 im Kunstmuseum Basel gezeigt wird ), collageartige Bilder von Popmusikern und Filmstars zu malen sowie Assemblagen aus gebrauchten Materialien, Postkarten und anderem zu fertigen. Er wurde einer der bekanntesten Künstler der britischen Pop Art und gestaltete u.a. das weltberühmte Album-Cover des Beatles-Tonträgers “Sergeant Pepper’s Lonely Hearts Club Band” (1967) für gerüchterweise 200 Pfund. 1975 gehört Blake zu den Gründungsmitgliedern der “Brotherhood of Ruralists“.

“It’s not a fake it’s a Peter Blake
It’s navy blue, it’s crimson lake
It takes the cake and no mistake,
For goodness’ sake take a look at those Blakes”
[ Ian Dury And The Blockheads - Peter The Painter ]

Die Tate Liverpool zeigt nun die erste retrospektive Werkschau seiner Arbeiten seit 1983.

| Peter Blake: A Retrospective
| TATE Liverpool
| 29. Juni  bis 23. September 2007

| Peter Blake | BilderGalerie | Telegraph.co.uk

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peter-blake-retrospective-tate-liverpool-2007-katalog.jpgKATALOG | Peter Blake: A Retrospective 2007
Englisch
216 Seiten, broschiert,
270 x 210 mm,
200 teils ganzseit. Abb.,
davon 65 farbige Abb.,
Ausst’verz., Chronologie

Die Tate Liverpool präsentiert 2007 die erste Retrospektive der Arbeit von Peter Blake in Großbritannien seit 1983. Blake ist eine Schlüsselfigur in der Geschichte der britischen Pop Art,  und einer der einflußreichsten englischen Künstler der Gegenwart.

Blake hat eine Vielfalt von Medien verwertet. Von Malerei und Zeichnungen über Collagen bis zu Skulpturen. Der Katalog zur Retrospektive konzentriert sich hauptsächlich auf Malerei.

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Der Papa der Pop-Art

FAZ - Julia Voss
im Gespräch mit Peter Blake

Wer glaubt, die Pop-Art sei in Amerika erfunden worden, der irrt. Sie kam aus England - und sie ist untrennbar mit Peter Blake verbunden. Was in den sechziger Jahren das „Swinging London“ hieß, ist heute als „Cool Britannia“ zurückgekehrt. Wiederholt sich die Geschichte? Oder doch nicht? Zeit für eine Retrospektive, die dem 1932 geborenen Künstler von der Tate Liverpool eingerichtet wird und sein Werk von den vierziger Jahren bis zur Gegenwart zeigt. Und Zeit für ein Gespräch mit einem, der es wissen muss.

Ihr Entwurf für Robbie Williams’ CD „Swing When You’re Winning“ von 2001 wurde von der Plattenfirma EMI abgelehnt.

Peter Blake: “Das ist ein Phänomen des Musikgeschäfts: Robbie mochte das Cover, sein Management mochte es. Es war eigentlich schon durch. Und dann - ich glaube, es war irgendwer im Marketing, der auch ein kleines bisschen Macht hatte - hieß es: So geht es nicht. Mein Bild war nach Fotografien gemalt, die in dem Studio aufgenommen worden waren, wo auch Frank Sinatra Musik eingespielt hatte. Und nun wollte die Plattenfirma doch lieber die Fotografien nehmen. Sie bezahlten mich, aber es war irgendwie albern: Sie mochten die Fotos lieber als mein Bild. Alle anderen fanden es gemalt interessanter. Verhindert hat es am Ende eine Person. Im Musikgeschäft gibt es diese Leute, mit dieser Art von Macht.”

FAZ - Gespräch lesen

Beastie Boys | The Mix Up 2007

Juni 26, 2007 | Comments Off

beastie-boys-the-mix-up-2007.jpgKUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer |

Die Beastie Boys verzichten auf ihrem neuen Tonträger “The Mix-Up” gänzlich auf Samples und Vocals.

Dabei ist keine Remix-Platte alter Stücke entstanden, wie man denken könnte, sondern tatsächlich die erste Instrumental-Arbeit der Beastie Boys mit echten Gitarren, Bass, Schlagzeug, Keyboards und Percussion. Als Gäste hatte das Brooklyn-Trio Money Mark und Percussionist Alfredo Ortiz ins Studio geladen.

… hier zeigen sich die Beastie Boys als feinnervige, ungewohnt zurückhaltende Interpreten eines in der Black Music der Siebziger verorteten Stilgemischs. Da verweben sich zarte Spinnfäden von Blaxploitation-Soundtracks, Funkadelic-Grooves, Meters- Funk und Philly-Soul zu instrumentalen Mustern, die oft mehr symbolische Verweiskraft als eigene Identität ausstrahlen. (TAGESSPIEGEL - Jörg Wunder)

Die Beastie Boys sind auf dem Montreux Jazz Festival am 9. und 10. Juli 2007 zu sehen.

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Beastie Boys | The Mix Up

Beastie Boys | web site mit freien vocal-samples

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VIDEO _ Promo | The Rat Cage | Beastie Boys S/W-Kurzfilm

 

Die New Yorker Freunde von Freiheit und Abenteuer haben schon seit einiger Zeit Vocal-Samples zum ReMixen freigegeben, was weltweit zu neuen Versionen ihrer Arbeiten geführt hat.

Hier zwei Beispiele [ Netsamurai KlangKommando ]
Intergalactic | wmV | AUDIO _ VIDEO 
mit video-samples von u.a. DEVO  und audio-samples u.a. von Serge Gainsbourg “Intoxicated Man” )

| The Brouhaha | wmA | AUDIO
( mit audio-samples u.a. von Serge Gainsbourg und Brigitte Bardot “Bonnie&Clyde” )

Die Buergelmaschine erklärt die Kunst

Juni 26, 2007 | Comments Off

EXOT | Zeitschrift für komische Literatur |

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. ( Karl Valentin )

Die “Buergelmaschine” entlastet Kuratoren und automatisiert den “Dialog mit den Besuchern”.

Der Buergelsche Zitatenschatz vom “weichen Raum”, “Migration der Form” u.s.w. wurde mit Zitaten von BAZON BROCK und renommiertem Kunstfeuilleton aufgefüllt und kräftig durchgeschüttelt. Daraus generiert die “Buergelmaschine” durch Zugabe von frei gewählten Bildtiteln eine individuelle Analyse jeden Kunstwerks.

zur BUERGELMASCHINE und Kunst erklären lassen

bazonbrock-rechts-studentenpartei-1967.jpgARTNET - Bazon Brock |

Steht die documenta 12 für eine Selbstermächtigung von Kuratoren, die nicht wahrhaben wollen, dass die von ihnen verachtete kommerzielle Sphäre längst intelligentere Kunstvermittlung betreibt als sie selbst? Und erinnert die proklamierte Radikalität des „bloßen Lebens“ nicht an die höfische Verklärung des harten bäuerlichen Daseins durch Marie Antoinette? Eine kritische Betrachtung.

Die Ursachen für den d-12-Schrecken ohne Ende kann man getrost im Unabhängigkeits- gleich Willkürpathos der herrscherlichen Macher sehen, die sich keiner öffentlichen Diskussion stellen und keiner internen Kritik ausgesetzt sind, weil sie sich ohnehin nur mit einen Netzwerk von Opportunisten und armen Würstchen umgeben, denen die Aussicht auf ein anständiges Honorar sogar das Abnicken offensichtlicher Unsinnigkeiten wert ist.

Als Journalist überträgt man eben ganz unverschämt, will sagen unverdächtig, die zahlungsgewichteten Anzeigenmitteilungen gemeinsam mit den honorierten Meinungsäußerungen, die in Wahrheit demokratisch legitimierter Medienfaschismus sind.

ARTNET - Artikel lesen

ARTNET _ documenta12 _ Dossier

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Documenta 12 - KATALOG

| Documenta 12 - BILDBAND

| DOCUMENTA | BÜCHER

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Kassel, bis 23. September 2007

siehe auch
weitere archivierte Beiträge
zum Thema DOCUMENTA

KUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer | PT Kunstmuseum Basel |

Das Kunstmuseum Basel zeigt das Frühwerk des 1930 geborenen Amerikaners Jasper Johns.

Die exklusiv in Europa gezeigte Ausstellung konzentriert sich auf das wegweisende Frühwerk von Jasper Johns, das Mitte der 50er Jahre einsetzte, u.a. mit dem berühmten Werk „Ziel­scheibe mit vier Gesichtern“ aus dem Museum of Modern Art, New York. Johns benutzte zeichenhafte Elemente der Populärkultur wie eine Zielscheibe oder die amerikanische Flagge, um sie sozusagen als Ready-Mades in gestische Malerei umzusetzen:

„Es sind Dinge, die in unserer Vorstellungskraft bereits existieren. Das gibt mir die Freiheit, auf anderen Ebenen zu arbeiten.“ (Johns) 

Mit gestischer Pinselhandschrift malt er alltägliche Gegenstände, montiert aber auch auf unmittelbare Weise reale Objekte auf die Leinwand und schafft so eine vieldeutige Beziehung zwischen dem fiktiven Raum der Malerei und der alltäglichen Gebrauchs- und Konsumwelt. Johns distanziert sich von der ungegenständlichen Absolutheit des Abstrakten Expressionismus und entwickelt neue Bildtechniken. Sein Frühwerk ist nicht nur entscheidend für die Entstehung der Pop Art, sondern auch für manch andere Neuerung in der Malerei.

Die in Zusammenarbeit mit der National Gallery Washington entstehende Ausstellung präsentiert rund siebzig zentrale Leihgaben von Museen und Privatsammlungen aus den USA und Europa.

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| bis 23. September 2007
| Kunstmuseum Basel

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| KATALOG | Jasper Johns

jasper-johns-basel-2007-katalog.jpg250 farbige Abbildungen
gebunden mit Schutzumschlag
Format: 292 x 203 mm | Sprache: deutsch

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Jasper Johns regte Mitte der 1950er Jahre mit seinen Flaggen und Zielscheibenbildern nicht nur eine kunsttheoretische Diskussion an, sondern wurde auch mit einem Schlag berühmt. Er gilt heute als Wegbereiter für Kunstströmungen wie Pop Art, Minimalismus und Konzeptkunst.

Dieser Ausstellungskatalog über sein wegweisendes Frühwerk verdeutlicht anhand 70 seiner wichtigsten Werke die prozesshafte Weiterentwicklung von Themen wie der Zielscheibe oder der Benennung der Grundfarben. Die hochkarätigen Texte geben dem Leser neben dem visuellen Kunstgenuss einen ausführlichen Überblick über den Künstler, seine Ideen und Werke.

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Pop in aller Ewigkeit

DEUTSCHLANDRADIO Kultur - Christian Gampert
 
Sein Bild “Three flags” hat der amerikanische Künstler und Pop-Art-Pionier Jasper Johns 1959 für 900 Dollar verkauft. Als er erleben durfte, wie es rund 20 Jahre später für eine Million Dollar ans New Yorker Whitney Museum verkauft wurde, da soll er amüsiert gewesen sein, nichts als amüsiert. Das Kunstmuseum Basel zeigt Johns Werk.

Dass man die Frühphase dieses Werks wie unter dem Mikroskop beobachten kann, in minimalen Verschiebungen und Vorwärtsbewegungen, ist das Verdienst dieser ungeheuer dichten Basler Ausstellung. Sie kreist einen Zeitraum ein, in dem das kalkulierte gestische Wüten des Abstrakten Expressionismus sich langsam mit anderen Bewegungen überlagert: Jasper Johns hatte früh schon mit Robert Rauschenberg zu tun, öffnete sich aber über John Cage und den Choreografen Merce Cunningham auch der Geräuschmusik und der abstrahierten Bewegung.

DEUTSCHLANDRADIO - Beitrag lesen

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Jasper Johns | An Allegory of Painting | 1955-1965  

| bis 23. September 2007
| Kunstmuseum Basel

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siehe auch Jasper Johns im Kunstmuseum Basel | 7.2007
mit Beiträgen der NZZ und der FAZ

John Baldessari | Music

Juni 24, 2007 | Comments Off

john-baldessari-music-2007-katalog.jpgKUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer | PT KV/KM Bonn

John Baldessari und die Musik erklingen in Bonn. Erstmalig kooperieren Bonner Kunstverein und Kunstmuseum in einem gemeinsam entwickelten Projekt miteinander.

Während JOHN BALDESSARI eigens für den Bonner Kunstverein eine raumbezogene und interaktive Präsentation entwickelt, verfolgt die Ausstellung im Kunstmuseum Bonn sein multimediales Werk ausgehend von den siebziger Jahren bis 2006 mit dem Fokus auf musikalische Elemente. Am Beispiel von mehr als 50 Arbeiten (Gemälden, Fotografien, Videos und Mixed Media) aus internationalen musealen und privaten Sammlungen wird im Kunstmuseum Bonn die Vielfalt von BALDESSARIS Bildsprache bis heute anschaulich nachvollziehbar.

Die Einladung des Kunstvereins nahm BALDESSARI zum Anlass, eine Installation mit Bezug auf LUDWIG VAN BEETHOVEN zu schaffen. Die Schwerhörigkeit des Musikers und Komponisten war Impuls zur Fragestellung BALDESSARIS nach Prozessen und Fähigkeiten des Hörens.

BEETHOVEN’S TRUMPET (WITH EAR) OPUS # 127, 130, 131, 132, 133, 135 ist eine sechsteilige Arbeit jeweils bestehend aus einem überdimensionierten Ohr mit Hörrohr. Letzteres ist im Original im Beethoven-Haus Bonn zu sehen. Die Installationen im Raum reagieren auf Ansprache durch den Besucher, der seinerseits Antwort erhält in Form von Musikfragmenten BEETHOVENS.

| Kunstmuseum Bonn und Bonner Kunstverein
| Bis 29. Juli 2007

| KATALOG | John Baldessari: Music

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Meister des Sampling

NZZ - Kerstin Stremmel |

Bonner Doppelausstellung mit Arbeiten zur Musik von John Baldessari.

Bei gutem Timing wird der Ausstellungsbesuch im Bonner Kunstmuseum von einer Kakofonie untermalt, die Mut macht, selbst zu singen: «John Baldessari Sings LeWitt» heisst das Video aus dem Jahr 1972, in dem der Künstler kunsttheoretische Grundlagen der Conceptual Art zu populären Melodien wie «Old MacDonald Had a Farm» vorträgt.

VIDEO | Baldessari Sings LeWitt | 1972 | Ausschnitt

… scheint in Baldessaris Vortrag sein Interesse am Vermittlungsaspekt auf, was durchaus als Einwand gegen eine bisweilen hermetische Attitüde der Konzeptkunst und ihrer Apologeten verstanden werden darf. Auch viele weitere Exponate beziehen ihren Reiz aus jener Öffnung hin zum Alltäglichen und Populären, die Puristen stören kann, den Ausstellungsbesuch jedoch kurzweilig macht.

NZZ - Artikel lesen

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  • Kunst | Presseschau

    Auswahl aktueller Veröffentlichungen zum Themenschwerpunkt Kunst in der deutschsprachigen Internet - Medienlandschaft. Die Artikel werden hier kurz angerissen, teilweise thematisch gebündelt - mit Video/Audio, Katalog- & Medien - Informationen ergänzt - und sind direkt mit den Online-Medien verlinkt.

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  • Ausstellungen | Hamburg

    Kunstverein Hamburg
    Hamburg-Zentrum
    BOJAN SARCEVIC | Only After Dark
    | bis 21. September 2008

    Die Kunst von Bojan Sarcevic ist geprägt durch das Spannungsverhältnis von sozialer Relevanz und dem Anspruch auf Autonomie.

    Vor diesem Hintergrund wäre auch das Aufgreifen des Formenvokabulars der 1910er und 1930er Jahre in seinem Werk zu deuten. Denn gerade in dieser Zeitspanne kristallisierte sich der für das 20. Jahrhundert so entscheidende Konflikt zwischen der Vorstellung einer vollkommen zweckfreien Kunst, die sich in erster Linie auf die ästhetische Gestaltung beruft und einer politisch agitatorischen Haltung, mit dem Anspruch, durch Kunst die Gesellschaft zu verändern. Vor diesem Hintergrund könnte man auch den im Kunstverein in Hamburg präsentierten Werkzyklus Only After Dark deuten. Für diese fünf erstmals in Deutschland vollständig präsentierten 16 mm Filme hat der Künstler abstrakte Objekte, kleine Skulpturen aus Holz, Metall und anderen Materialien mit der Kamera suggestiv abgetastet.

    Jeweils eigens hierfür komponierte Musik unterstreicht den atmosphärischen dichten und mysteriösen Charakter, der zusätzlich durch die an konstruktivistische Architektur erinnernden Pavillons unterstrichen wird, in denen sie präsentiert werden. Dabei oszillieren die von ihm inszenierten und dann gefilmten Modelle zwischen Landschaft, Architektur, Design und Kulisse. Die gesellschaftliche Bedingtheit dieser Bereiche wird von Bojan Sarcevic in einen bewussten Widerspruch zur formalen Eleganz der Inszenierung gesetzt.

    Hamburger Kunstverein


    Kunstverein Harburger Bahnhof
    Hamburg-Harburg
    SONJA VORDERMAIER
    GEELKE GAYCKEN

    Reihe Ordnung sagt | MACHT
    04.09. - 02. November 2008

    Die Installation vereint exzessiven Gestaltungswillen mit wortwörtlich zur Schau gestellter Gestaltungsmacht. Formen, Strukturen und Materialien werden nach ihren Möglichkeiten befragt und in ein sinnliches Erlebnis für die Ausstellungsbesucher überführt.

    Mit dieser Ausstellung setzt der Harburger Kunstverein den im Jahr 2007 begonnenen und bis 2009 geplanten Ausstellungszyklus Reihe:Ordnung sagt fort, der unter verschiedenen Schlagworten (Arbeit, Liebe, Geld, Sex, Macht, Freiheit, Zukunft) zeitgenössische KünstlerInnen, -gruppen und Ausstellungsmodelle vorstellt und ihren ästhetischen Zugriff auf das jeweilige Thema verhandelt. MACHT ist der fünfte Teil der Reihe und wird von Vordermaier und Gaycken mit einer für das Publikum begehbaren Installation realisiert. Macht wird hierbei definiert als das Vermögen, das Mögliche wirklich werden zu lassen.

    Die Hamburger Künstlerinnen Sonja Vordermaier und Geelke Gaycken verfolgen das Konzept, neue Dimensionen von Wahrnehmungen zu schaffen. Dabei berücksichtigen sie gleichermaßen die vorgegebenen formalen Kriterien wie Größe und Aufbaustruktur des über 100 Jahre alten, ehemaligen Wartesaals der 1. Klasse des Fernbahnhofs Harburg, als auch die besondere Beschaffenheit des Arbeitsmaterials selbst. Symmetrien der prunkvollen Architektur werden in der Installation aufgenommen, durch „Antiraster“ konterkariert und teilweise aufgelöst.

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    ( Archiv )