BUCH | Ausgebrannt | Andreas Eschbach

Juni 3, 2007 | Comments Off

eschbach-ausgebrannt.jpgKlappentext

Stellen Sie sich vor, der Liter Superbenzin würde über 4 Euro kosten. Ein Albtraum? Ja. Bloß wäre es erst der Anfang. Denn das Ölzeitalter wird nicht erst mit dem letzten Barrel enden. Es endet, sobald mehr verbraucht wird, als gefördert werden kann. Und dieser Moment ist näher, als die meisten ahnen. Das Problem: Niemand hat einen Plan für die Zeit danach.

Auch Markus Westermann weiß von all dem nichts, als er es endlich in die USA geschafft hat und mit seiner Karriere voll durchstarten will. Als er Karl Walter Block kennen lernt, sieht er seine Chance gekommen. Der alte Öltechniker behauptet, dass in den Tiefen der Erde noch genug Öl für die nächsten tausend Jahre schlummert - und dass nur er die Methode kennt, wie man es findet. Er braucht nur noch einen kompetenten Geschäftspartner. Jemanden wie Markus.

Nur allzu bereitwillig glaubt die Welt den Versprechungen des Duos. Nach ersten Erfolgen ist gar von einer Renaissance des Ölzeitalters die Rede. Doch der Schein trügt. Als in Saudi-Arabien das größte Ölfeld der Welt versiegt und die Saudis alles daransetzen, die erschreckende Wahrheit zu vertuschen, kommt es nicht nur im Nahen Osten zu Unruhen. Die Menschheit steht plötzlich vor ihrer größten Herausforderung. Das Ende der Welt, wie wir sie kennen, bahnt sich an. Einzig Markus ist überzeugt, das Ruder noch einmal herumreißen zu können …

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Hubert Spiegel von der FAZ schreibt:

“… verstehen wir nach 749 Seiten dann auch, warum Eschbach der erfolgreichste deutsche Science-Fiction Autor ist. Wer dieses Buch liest, wird sich noch lange bei jedem Halt an der Tankstelle an den genialischen ersten Satz erinnern: „Selbst mit dem letzten Tropfen Benzin kann man noch beschleunigen.“”

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Andreas Eschbach: „Ausgebrannt“.
Science Fiction | Roman | 2007 | 749 Seiten | gebunden

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Die schönsten Franzosen kommen aus New York

Juni 3, 2007 | Comments Off

met-in-berlin-2007-katalog.jpg

Die Befreiung des Lichts |

TAGESSPIEGEL online -
Nicola Kuhn |

Französische Meisterwerke des 19. Jahrhunderts aus New York in Berlin

Das wichtigste Ausstellungsereignis dieses Sommers in Berlin frönt tatsächlich der reinen Augenlust, einerseits.

 

Andererseits führen die für vier Monate aus den Vereinigten Staaten importierten 150 Gemälde und Skulpturen so aufschlussreich die Entwicklungslinien des 19. Jahrhunderts vor, als wäre es Kunstgeschichte am lebenden Objekt.

Gerade darin aber besteht einer der beglückenden Momente des Metropolitan-Gastspiels in Berlin: dass es sich nicht nur dem impressionistischen Jubel hingibt, wie es im Vorfeld zeitweilig schien, sondern die verschlungenen Wege hin zu diesem glücklichen Augenblick aufzeigt und die Folgen dieser neu gewonnenen Freiheit für die Kunst darstellt. Denn davor steht die harte realistische Malerei eines Jean-François Millet, eines Honoré Daumier mit ihren Wäscherinnen und Unkrautjäterinnen, denen wiederum die großen Salonmaler wie Ernest Meissonnier und Jules Bastien-Lepage mit den Heldensagen der französischen Geschichte gegenüberstehen – genau so in der Ausstellung inszeniert. Die Befreiung durch das Licht aber führt zur Unabhängigkeit für Form und Farbe, womit das Tor zum 20. Jahrhundert, zu van Gogh, Gauguin, Matisse, Picasso aufgestoßen wird.

TAGESSPIEGEL - Artikel lesen

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Impressionismus als Event

FR online - Elke Buhr

Natürlich setzt eine Präsentation wie dieses “Met in Berlin” mit einer gewissen Hemmunglosigkeit auf diese Hits - man nehme Renoirs pastellige Mädchen dazu, die schon zu ihrer Zeit vom Kunstmarkt mit Freuden aufgenommen wurden, und es wird einem schier schwindelig vor Harmonie und stiller Idylle.

Mehr zu denken gibt einem dagegen heute ein so genannter Salonmaler wie Jules Bastien-Lepage, der schnell vergessen wurde. Seine Johanna von Orléans von 1879 ist ein Bastard zwischen Impressionismus und Akademie-Malerei: Vor lauter wucherndem Wald implodiert es in Flächigkeit, echte Geister erscheinen, und Johanna steht vorne und leidet in fast fotorealistischer Lebendigkeit. Wenn schon Eskapismus, dann bitte so bizarr, dass es wehtut.

FR - Artikel lesen

jules-bastien-lepage-johanna-von-orleans.jpgJohanna von Orleon, 1879
Jules Bastien-Lepage (Frankreich, 1848–1884)
Öl auf Leinwand; 100 x 110 in. (254 x 279.4 cm)
Geschenk von Erwin Davis, 1889 | MET, New York

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Bilder von der Sommerfrische

ZEIT online - Hanno Rauterberg

Die Berliner Nationalgalerie zeigt »Schöne Franzosen« aus dem New Yorker Metropolitan Museum.

Berlin konnte es nicht fassen: Das sollte Kunst sein? Dieses »unselige Haschen nach Originalität«, diese »platte Naturnachahmung«, so viel »Armut, Nüchternheit und Phantasielosigkeit«? – »Haben Sie wirklich Geld für diesen Dreck ausgegeben?«, fragte der Maler Adolph Menzel den Kunstsammler Carl Bernstein. Da hatte er gerade die ersten impressionistischen Bilder gesehen, in Bernsteins Wohnzimmer.

Damals, vor gut 120 Jahren, galten französische Maler allgemein als schlimme »Nihilisten der Kunst«. Einer ihrer Anführer, Édouard Manet, wurde lauthals verlacht: ein »grotesker Pinsel im Dienst eines kranken Gehirns«. Heute gelten die »Gottlosen« von einst als Götter. So glühend Monet und Manet, Seurat und Degas vor 120 Jahren verachtet wurden, so innig werden sie nun verehrt.

ZEIT - Artikel lesen

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Die schönsten Franzosen kommen aus New York
MET in Berlin
| bis 7. Oktober 2007
| Neue Nationalgalerie, Berlin

KATALOG | Französische Meisterwerke des 19. Jahrhunderts
aus dem Metropolitan Museum of Art, New York.
zur Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie Berlin, 2007,
150 Farb- / 47 SW-Abbildungen, 29,5 cm, 286 Seiten

Made In Germany | Teil 2 |

Juni 3, 2007 | Comments Off

made-in-germany-2007.jpg

 

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Glotzt nicht so deutsch! |

TAGESSPIEGEL online - Nicola Kuhn |

Man mag sich ärgern über diese Art von Ranking, die auch „Germany’s Next Top-Artist“ überschrieben sein könnte. Und doch ist den Machern von „Made in Germany“ Aufmerksamkeit gewiss, denn hier findet eine Kanonisierung der aussichtsreichsten Midcareer-Künstler statt.

Das Konzept hat Veit Görner, heute Leiter der Kestnergesellschaft, vom Kunstmuseum Wolfsburg mitgebracht, wo vor elf Jahren mit der Ausstellung „German Open“ schon einmal auf einen Schlag die entscheidenden Namen der nächsten Jahre zu sehen waren. Heute sind Franz Ackermann, Daniel Richter, Jonathan Meese oben angelangt. Nun geht die nächste Generation an den Start.

TAGESSPIEGEL - Artikel lesen

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Made in Berlin

ARTNET - Gerrit Gohlke

„Made in Germany“ heißt die Ausstellung, mit der drei Hannoveraner Ausstellungshäuser sich als Vorprogramm zu den globalisierten Programmen der documenta und der Skulpturprojekte ins Spiel gebracht haben.

Leider aber geben die drei kuratierenden Direktoren Stephan Berg, Veit Görner und Ulrich Krempel nicht eine einzige explizite Antwort auf die Frage nach den Spuren des Territorialen in der Kunst. „Made in Germany“ ist eine Ausstellung, die lobenswerte Werke, aber kein Thema hat. Erstaunlicher noch: Sie ist nicht einmal ein kartographischer Erfolg. Mit weniger als vier Prozent ostdeutschen Künstlern kommt das reformierte Erbe der DDR gar nicht vor. Die Chance, mit etwas mehr konzeptueller Distanz die Verwandlung der jungen sächsischen Malerei in dem erfolgreichsten kulturellen Exportprojekt „made in Germany“ nachzuzeichnen und vielleicht gar zu kritisieren, wird sinnlos vertan.

ARTNET - Artikel lesen

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Schwer überschaubarer Überblick

DEUTSCHLANDRADIO Kultur - Volkhard App

Einen Querschnitt von Positionen zeitgenössischer Kunst aus Deutschland will die Ausstellung “Made in Germany” in Hannover bieten. Der Kunstverein, die Kestnergesellschaft und das Sprengel Museum zeigen in ihren Häusern Arbeiten von 52 deutschen und ausländischen Künstlern, die in Deutschland arbeiten.

Versprochen haben die vielen Köche, die sechs Kuratorinnen und Kuratoren und die drei Direktoren, im Grunde nicht zuviel: Einen Querschnitt durch die aktuelle Kunstproduktion wollten sie bieten, einen Überblick geben über die hiesige, international geprägte Szene. Ein wenig mehr Zusammenhang hätten sie ruhig stiften können.
Wegen der vielen starken Einzelwerke, die die schwächeren in den drei Häusern mühelos überspielen, ist “Made in Germany” aber unbedingt sehenswert.

DEUTSCHLANDRADIO - Beitrag lesen

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KATALOG | Made in Germany. Aktuelle Kunst aus Deutschland:
Young Contemporary Art from Germany

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|”Made in Germany” | 25. 5. - 26. 8. 2007

| kestnergesellschaft Hannover
| Sprengel Museum Hannover
| Kunstverein Hannover

siehe auch Made In Germany | Teil 1

Ich kann über das Älterwerden nur lachen

Juni 3, 2007 | Comments Off

SPIEGEL online - Jenny Hoch

Wolfgang Tillmans, 38, wurde in den Neunziger Jahren als Junge-Leute-Fotograf berühmt. Inzwischen verweigert er sich diesem Image und konzentriert sich auf abstrakte Arbeiten. Mit SPIEGEL ONLINE sprach er über seine Lust am Monochromen, das Älterwerden und seine Politisierung als Homosexueller.

SPIEGEL ONLINE: Sie wurden berühmt als Chronist Ihrer Generation und der Technobewegung. Verweigern Sie sich mit Ihren abstrakten Arbeiten diesem Schubladendenken?

Tillmans: Mich interessiert am meisten der Fortschritt, neue Bilder zu machen. Auch wenn ich an bestimmten Bildtypen seit über 15 Jahren arbeite, will ich jeden einzelnen weiterentwickeln und mich nicht wiederholen, nur weil etwas gut lief. Damals gab es für mich eine Notwendigkeit, diese Bilder von jungen Leuten zu zeigen. Jetzt interessiert mich eben gerade kein Bild von einem Zwanzigjährigen in Trainingsjacke. Inzwischen halte ich eher eine Verlangsamung des Sehens für nötig. Monochrome Bilder kann man nicht so leicht konsumieren. Außerdem fotografiere ich nicht, um zu verstehen, sondern das, was ich verstanden habe.

SPIEGEL - Interview lesen

Wolfgang Tillmans “Beugung”
Kunstverein München | bis zum 2. September 2007

Das Nichts in der Oper

Juni 3, 2007 | Comments Off

TAZ - Kito Nedo |

Holla! Den Wendepunkt einer künstlerischen Karriere sollte die Performance von Gregor Schneider im Magazin der Staatsoper markieren. Heraus kam eher eine Anekdote

Die Erwartungen an den Donnerstagabend waren hoch, die Informationen im Vorfeld spärlich. Nur so viel war klar: der Künstler Gregor Schneider, Schöpfer der spektakulären Total-Installation “Totes Haus ur”, mit der er vor sechs Jahren auf der Biennale in Venedig schlagartig zu Weltruhm gelangte, kommt nun endlich auch nach Berlin, um im Magazin der Staatsoper unter den Linden eine einmalige Performance zu liefern. Der Titel verriet nicht mehr als den Zeitraum der Aufführung: “19-20:30 Uhr 31.05.2007″. Alle Zeichen standen auf Überraschung.

Zu sehen gab es nämlich außer einer grauen Stellwand, die den Ausgang abschirmte, durch welchen die Schlange das Haus schließlich wieder verließ, gar nichts. Gregor Schneider nutzte seinen Berliner Opernabend für eine Luftnummer und die schale Demütigung seines Publikums: die Inszenierung der Warteschlange als Kunstevent.

TAZ - Kommentar lesen

Kunstmessen schiessen wie Pilze aus dem Boden

Juni 3, 2007 | Comments Off

NZZ - Marc Spiegler | Aus dem Englischen von Gerhard Mack |

In Europa und den USA stöhnen Galeristen und Sammler über den Messeboom. Andere Weltregionen entdecken erst ihren Bedarf. Als Motor des Kunstmarkts sind die «Art Fairs» unentbehrlich.

Bei der Eröffnung der Frieze Art Fair 2006 in London hatte die deutsche Kunstsammlerin Ingvild Goetz plötzlich eine Eingebung: «Zuerst stand ich zwei Stunden lang Schlange, um hineinzukommen, als die Messe endlich eröffnet war, rannte ich schwitzend durch die schmalen Gänge. Ich fand mich unversehens in einem Wettkampf um Kunst und sagte mir: “Das bin nicht ich.” Nach vier Stunden ging ich von der Messe weg und war seither nie mehr dort.» Die gewichtige Münchner Sammlerin beschwerte sich in einem Brief über diese «unwürdige» Art des Kunstsammelns und fuhr auch letzten Oktober nicht hin, obwohl die Messeleitung ihr eine Einladung zur Super- VIP-Vorbesichtigung schickte.

NZZ - Artikel lesen

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  • Kunst | Presseschau

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  • Ausstellungen | Hamburg

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    Hamburg-Harburg
    SONJA VORDERMAIER
    GEELKE GAYCKEN

    Reihe Ordnung sagt | MACHT
    04.09. - 02. November 2008

    Die Installation vereint exzessiven Gestaltungswillen mit wortwörtlich zur Schau gestellter Gestaltungsmacht. Formen, Strukturen und Materialien werden nach ihren Möglichkeiten befragt und in ein sinnliches Erlebnis für die Ausstellungsbesucher überführt.

    Mit dieser Ausstellung setzt der Harburger Kunstverein den im Jahr 2007 begonnenen und bis 2009 geplanten Ausstellungszyklus Reihe:Ordnung sagt fort, der unter verschiedenen Schlagworten (Arbeit, Liebe, Geld, Sex, Macht, Freiheit, Zukunft) zeitgenössische KünstlerInnen, -gruppen und Ausstellungsmodelle vorstellt und ihren ästhetischen Zugriff auf das jeweilige Thema verhandelt. MACHT ist der fünfte Teil der Reihe und wird von Vordermaier und Gaycken mit einer für das Publikum begehbaren Installation realisiert. Macht wird hierbei definiert als das Vermögen, das Mögliche wirklich werden zu lassen.

    Die Hamburger Künstlerinnen Sonja Vordermaier und Geelke Gaycken verfolgen das Konzept, neue Dimensionen von Wahrnehmungen zu schaffen. Dabei berücksichtigen sie gleichermaßen die vorgegebenen formalen Kriterien wie Größe und Aufbaustruktur des über 100 Jahre alten, ehemaligen Wartesaals der 1. Klasse des Fernbahnhofs Harburg, als auch die besondere Beschaffenheit des Arbeitsmaterials selbst. Symmetrien der prunkvollen Architektur werden in der Installation aufgenommen, durch „Antiraster“ konterkariert und teilweise aufgelöst.

    Kunstverein Harburger Bahnhof
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