Beethoven, Shelley, Hooligan |

Die Transformation von Beethoven-Fan Alex vom vogelfreien Bösewicht zum Sträfling, der in einem Experiment der Regierung mit dem Ziel, Kriminelle zu resozialisieren, unorthodoxen medizinischen Methoden ausgeliefert ist und so seinerseits zum Opfer wird. 

Alex ist Anführer eines Quartetts von “Droogs”, einer bösartigen Clique junger Rowdys, die ihre Nächte damit verbringen, Autos zu stehlen, Schlägereien mit rivalisierenden Gangs zu suchen, Einbrüche zu begehen und Frauen zu vergewaltigen. Der düstere satirische und sozialkritische Roman von Anthony Burgess aus dem Jahr 1962 wurde von Stanley Kubrick eindrucksvoll verfilmt.

“Ein außergewöhnliches Buch … Burgess ist es damit gelungen, einen Weg radikaler Offenheit zu beschreiten.” FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

BUCH - A Clockwork Orange | DVD - Uhrwerk Orange

VIDEO | Trailer |

 _____________________________________________________________

Ausgerechnet die Maske des romantischen Dichters Shelley trägt einer der vier jungen Hooligans, die in das Haus des Schriftstellers F. Alexander eindringen … Hinter der Shelley-Maske steckt auch Nietzsches Erkenntnis, dass bisweilen die vornehmsten Menschen «von einer scheusslichen Abfolge von Mord, Niederbrennung, Schändung, Folterung mit einem Übermuthe und seelischem Gleichgewichte davongehen, wie als ob nur ein Studentenstreich vollbracht sei».

Sein Roman dementiert auf konsequente Weise den humanistischen Traum, die Menschen durch Kultur zu höheren Wesen zu machen. Seine Botschaft lautet: Die anthropoide Substanz ist abscheulich; weder Konditionierung noch Gewalt noch Kunst noch Masken können daran etwas ändern.

NZZ | Manfred Schneider | Hooligan und Spiesser - Artikel lesen

  •  

  • Lesezeichen hinzufügen bei ...

  • Kunst | Presseschau

    Auswahl aktueller Veröffentlichungen zum Themenschwerpunkt Kunst in der deutschsprachigen Internet - Medienlandschaft. Die Artikel werden hier kurz angerissen, teilweise thematisch gebündelt - mit Video/Audio, Katalog- & Medien - Informationen ergänzt - und sind direkt mit den Online-Medien verlinkt.

  • RSS - FEED

  •  

     

  • Recent Posts

  •  

  • Ausstellungen | Hamburg

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    Hamburg-Harburg
    SONJA VORDERMAIER
    GEELKE GAYCKEN

    Reihe Ordnung sagt | MACHT
    04.09. - 02. November 2008

    Die Installation vereint exzessiven Gestaltungswillen mit wortwörtlich zur Schau gestellter Gestaltungsmacht. Formen, Strukturen und Materialien werden nach ihren Möglichkeiten befragt und in ein sinnliches Erlebnis für die Ausstellungsbesucher überführt.

    Mit dieser Ausstellung setzt der Harburger Kunstverein den im Jahr 2007 begonnenen und bis 2009 geplanten Ausstellungszyklus Reihe:Ordnung sagt fort, der unter verschiedenen Schlagworten (Arbeit, Liebe, Geld, Sex, Macht, Freiheit, Zukunft) zeitgenössische KünstlerInnen, -gruppen und Ausstellungsmodelle vorstellt und ihren ästhetischen Zugriff auf das jeweilige Thema verhandelt. MACHT ist der fünfte Teil der Reihe und wird von Vordermaier und Gaycken mit einer für das Publikum begehbaren Installation realisiert. Macht wird hierbei definiert als das Vermögen, das Mögliche wirklich werden zu lassen.

    Die Hamburger Künstlerinnen Sonja Vordermaier und Geelke Gaycken verfolgen das Konzept, neue Dimensionen von Wahrnehmungen zu schaffen. Dabei berücksichtigen sie gleichermaßen die vorgegebenen formalen Kriterien wie Größe und Aufbaustruktur des über 100 Jahre alten, ehemaligen Wartesaals der 1. Klasse des Fernbahnhofs Harburg, als auch die besondere Beschaffenheit des Arbeitsmaterials selbst. Symmetrien der prunkvollen Architektur werden in der Installation aufgenommen, durch „Antiraster“ konterkariert und teilweise aufgelöst.

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    ( Archiv )