KUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer | PT Kunstmuseum Basel |

Das Kunstmuseum Basel zeigt das Frühwerk des 1930 geborenen Amerikaners Jasper Johns.

Die exklusiv in Europa gezeigte Ausstellung konzentriert sich auf das wegweisende Frühwerk von Jasper Johns, das Mitte der 50er Jahre einsetzte, u.a. mit dem berühmten Werk „Ziel­scheibe mit vier Gesichtern“ aus dem Museum of Modern Art, New York. Johns benutzte zeichenhafte Elemente der Populärkultur wie eine Zielscheibe oder die amerikanische Flagge, um sie sozusagen als Ready-Mades in gestische Malerei umzusetzen:

„Es sind Dinge, die in unserer Vorstellungskraft bereits existieren. Das gibt mir die Freiheit, auf anderen Ebenen zu arbeiten.“ (Johns) 

Mit gestischer Pinselhandschrift malt er alltägliche Gegenstände, montiert aber auch auf unmittelbare Weise reale Objekte auf die Leinwand und schafft so eine vieldeutige Beziehung zwischen dem fiktiven Raum der Malerei und der alltäglichen Gebrauchs- und Konsumwelt. Johns distanziert sich von der ungegenständlichen Absolutheit des Abstrakten Expressionismus und entwickelt neue Bildtechniken. Sein Frühwerk ist nicht nur entscheidend für die Entstehung der Pop Art, sondern auch für manch andere Neuerung in der Malerei.

Die in Zusammenarbeit mit der National Gallery Washington entstehende Ausstellung präsentiert rund siebzig zentrale Leihgaben von Museen und Privatsammlungen aus den USA und Europa.

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| bis 23. September 2007
| Kunstmuseum Basel

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| KATALOG | Jasper Johns

jasper-johns-basel-2007-katalog.jpg250 farbige Abbildungen
gebunden mit Schutzumschlag
Format: 292 x 203 mm | Sprache: deutsch

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Jasper Johns regte Mitte der 1950er Jahre mit seinen Flaggen und Zielscheibenbildern nicht nur eine kunsttheoretische Diskussion an, sondern wurde auch mit einem Schlag berühmt. Er gilt heute als Wegbereiter für Kunstströmungen wie Pop Art, Minimalismus und Konzeptkunst.

Dieser Ausstellungskatalog über sein wegweisendes Frühwerk verdeutlicht anhand 70 seiner wichtigsten Werke die prozesshafte Weiterentwicklung von Themen wie der Zielscheibe oder der Benennung der Grundfarben. Die hochkarätigen Texte geben dem Leser neben dem visuellen Kunstgenuss einen ausführlichen Überblick über den Künstler, seine Ideen und Werke.

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Pop in aller Ewigkeit

DEUTSCHLANDRADIO Kultur - Christian Gampert
 
Sein Bild “Three flags” hat der amerikanische Künstler und Pop-Art-Pionier Jasper Johns 1959 für 900 Dollar verkauft. Als er erleben durfte, wie es rund 20 Jahre später für eine Million Dollar ans New Yorker Whitney Museum verkauft wurde, da soll er amüsiert gewesen sein, nichts als amüsiert. Das Kunstmuseum Basel zeigt Johns Werk.

Dass man die Frühphase dieses Werks wie unter dem Mikroskop beobachten kann, in minimalen Verschiebungen und Vorwärtsbewegungen, ist das Verdienst dieser ungeheuer dichten Basler Ausstellung. Sie kreist einen Zeitraum ein, in dem das kalkulierte gestische Wüten des Abstrakten Expressionismus sich langsam mit anderen Bewegungen überlagert: Jasper Johns hatte früh schon mit Robert Rauschenberg zu tun, öffnete sich aber über John Cage und den Choreografen Merce Cunningham auch der Geräuschmusik und der abstrahierten Bewegung.

DEUTSCHLANDRADIO - Beitrag lesen

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Jasper Johns | An Allegory of Painting | 1955-1965  

| bis 23. September 2007
| Kunstmuseum Basel

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siehe auch Jasper Johns im Kunstmuseum Basel | 7.2007
mit Beiträgen der NZZ und der FAZ

John Baldessari | Music

Juni 24, 2007 | Comments Off

john-baldessari-music-2007-katalog.jpgKUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer | PT KV/KM Bonn

John Baldessari und die Musik erklingen in Bonn. Erstmalig kooperieren Bonner Kunstverein und Kunstmuseum in einem gemeinsam entwickelten Projekt miteinander.

Während JOHN BALDESSARI eigens für den Bonner Kunstverein eine raumbezogene und interaktive Präsentation entwickelt, verfolgt die Ausstellung im Kunstmuseum Bonn sein multimediales Werk ausgehend von den siebziger Jahren bis 2006 mit dem Fokus auf musikalische Elemente. Am Beispiel von mehr als 50 Arbeiten (Gemälden, Fotografien, Videos und Mixed Media) aus internationalen musealen und privaten Sammlungen wird im Kunstmuseum Bonn die Vielfalt von BALDESSARIS Bildsprache bis heute anschaulich nachvollziehbar.

Die Einladung des Kunstvereins nahm BALDESSARI zum Anlass, eine Installation mit Bezug auf LUDWIG VAN BEETHOVEN zu schaffen. Die Schwerhörigkeit des Musikers und Komponisten war Impuls zur Fragestellung BALDESSARIS nach Prozessen und Fähigkeiten des Hörens.

BEETHOVEN’S TRUMPET (WITH EAR) OPUS # 127, 130, 131, 132, 133, 135 ist eine sechsteilige Arbeit jeweils bestehend aus einem überdimensionierten Ohr mit Hörrohr. Letzteres ist im Original im Beethoven-Haus Bonn zu sehen. Die Installationen im Raum reagieren auf Ansprache durch den Besucher, der seinerseits Antwort erhält in Form von Musikfragmenten BEETHOVENS.

| Kunstmuseum Bonn und Bonner Kunstverein
| Bis 29. Juli 2007

| KATALOG | John Baldessari: Music

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Meister des Sampling

NZZ - Kerstin Stremmel |

Bonner Doppelausstellung mit Arbeiten zur Musik von John Baldessari.

Bei gutem Timing wird der Ausstellungsbesuch im Bonner Kunstmuseum von einer Kakofonie untermalt, die Mut macht, selbst zu singen: «John Baldessari Sings LeWitt» heisst das Video aus dem Jahr 1972, in dem der Künstler kunsttheoretische Grundlagen der Conceptual Art zu populären Melodien wie «Old MacDonald Had a Farm» vorträgt.

VIDEO | Baldessari Sings LeWitt | 1972 | Ausschnitt

… scheint in Baldessaris Vortrag sein Interesse am Vermittlungsaspekt auf, was durchaus als Einwand gegen eine bisweilen hermetische Attitüde der Konzeptkunst und ihrer Apologeten verstanden werden darf. Auch viele weitere Exponate beziehen ihren Reiz aus jener Öffnung hin zum Alltäglichen und Populären, die Puristen stören kann, den Ausstellungsbesuch jedoch kurzweilig macht.

NZZ - Artikel lesen

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  • Kunst | Presseschau

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  • Ausstellungen | Hamburg

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    Hamburg-Harburg
    SONJA VORDERMAIER
    GEELKE GAYCKEN

    Reihe Ordnung sagt | MACHT
    04.09. - 02. November 2008

    Die Installation vereint exzessiven Gestaltungswillen mit wortwörtlich zur Schau gestellter Gestaltungsmacht. Formen, Strukturen und Materialien werden nach ihren Möglichkeiten befragt und in ein sinnliches Erlebnis für die Ausstellungsbesucher überführt.

    Mit dieser Ausstellung setzt der Harburger Kunstverein den im Jahr 2007 begonnenen und bis 2009 geplanten Ausstellungszyklus Reihe:Ordnung sagt fort, der unter verschiedenen Schlagworten (Arbeit, Liebe, Geld, Sex, Macht, Freiheit, Zukunft) zeitgenössische KünstlerInnen, -gruppen und Ausstellungsmodelle vorstellt und ihren ästhetischen Zugriff auf das jeweilige Thema verhandelt. MACHT ist der fünfte Teil der Reihe und wird von Vordermaier und Gaycken mit einer für das Publikum begehbaren Installation realisiert. Macht wird hierbei definiert als das Vermögen, das Mögliche wirklich werden zu lassen.

    Die Hamburger Künstlerinnen Sonja Vordermaier und Geelke Gaycken verfolgen das Konzept, neue Dimensionen von Wahrnehmungen zu schaffen. Dabei berücksichtigen sie gleichermaßen die vorgegebenen formalen Kriterien wie Größe und Aufbaustruktur des über 100 Jahre alten, ehemaligen Wartesaals der 1. Klasse des Fernbahnhofs Harburg, als auch die besondere Beschaffenheit des Arbeitsmaterials selbst. Symmetrien der prunkvollen Architektur werden in der Installation aufgenommen, durch „Antiraster“ konterkariert und teilweise aufgelöst.

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    ( Archiv )