Jasper Johns | An Allegory of Painting | 1955-1965

Sonntag, Juni 24, 2007
By Peter Panter

KUNSTSCHAU Hamburg – Jens Ullheimer | PT Kunstmuseum Basel |

Das Kunstmuseum Basel zeigt das Frühwerk des 1930 geborenen Amerikaners Jasper Johns.

Die exklusiv in Europa gezeigte Ausstellung konzentriert sich auf das wegweisende Frühwerk von Jasper Johns, das Mitte der 50er Jahre einsetzte, u.a. mit dem berühmten Werk „Ziel­scheibe mit vier Gesichtern“ aus dem Museum of Modern Art, New York. Johns benutzte zeichenhafte Elemente der Populärkultur wie eine Zielscheibe oder die amerikanische Flagge, um sie sozusagen als Ready-Mades in gestische Malerei umzusetzen:

„Es sind Dinge, die in unserer Vorstellungskraft bereits existieren. Das gibt mir die Freiheit, auf anderen Ebenen zu arbeiten.“ (Johns) 

Mit gestischer Pinselhandschrift malt er alltägliche Gegenstände, montiert aber auch auf unmittelbare Weise reale Objekte auf die Leinwand und schafft so eine vieldeutige Beziehung zwischen dem fiktiven Raum der Malerei und der alltäglichen Gebrauchs- und Konsumwelt. Johns distanziert sich von der ungegenständlichen Absolutheit des Abstrakten Expressionismus und entwickelt neue Bildtechniken. Sein Frühwerk ist nicht nur entscheidend für die Entstehung der Pop Art, sondern auch für manch andere Neuerung in der Malerei.

Die in Zusammenarbeit mit der National Gallery Washington entstehende Ausstellung präsentiert rund siebzig zentrale Leihgaben von Museen und Privatsammlungen aus den USA und Europa.

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| bis 23. September 2007
| Kunstmuseum Basel

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| KATALOG | Jasper Johns

jasper-johns-basel-2007-katalog.jpg250 farbige Abbildungen
gebunden mit Schutzumschlag
Format: 292 x 203 mm | Sprache: deutsch

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Jasper Johns regte Mitte der 1950er Jahre mit seinen Flaggen und Zielscheibenbildern nicht nur eine kunsttheoretische Diskussion an, sondern wurde auch mit einem Schlag berühmt. Er gilt heute als Wegbereiter für Kunstströmungen wie Pop Art, Minimalismus und Konzeptkunst.

Dieser Ausstellungskatalog über sein wegweisendes Frühwerk verdeutlicht anhand 70 seiner wichtigsten Werke die prozesshafte Weiterentwicklung von Themen wie der Zielscheibe oder der Benennung der Grundfarben. Die hochkarätigen Texte geben dem Leser neben dem visuellen Kunstgenuss einen ausführlichen Überblick über den Künstler, seine Ideen und Werke.

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Pop in aller Ewigkeit

DEUTSCHLANDRADIO Kultur – Christian Gampert
 
Sein Bild “Three flags” hat der amerikanische Künstler und Pop-Art-Pionier Jasper Johns 1959 für 900 Dollar verkauft. Als er erleben durfte, wie es rund 20 Jahre später für eine Million Dollar ans New Yorker Whitney Museum verkauft wurde, da soll er amüsiert gewesen sein, nichts als amüsiert. Das Kunstmuseum Basel zeigt Johns Werk.

Dass man die Frühphase dieses Werks wie unter dem Mikroskop beobachten kann, in minimalen Verschiebungen und Vorwärtsbewegungen, ist das Verdienst dieser ungeheuer dichten Basler Ausstellung. Sie kreist einen Zeitraum ein, in dem das kalkulierte gestische Wüten des Abstrakten Expressionismus sich langsam mit anderen Bewegungen überlagert: Jasper Johns hatte früh schon mit Robert Rauschenberg zu tun, öffnete sich aber über John Cage und den Choreografen Merce Cunningham auch der Geräuschmusik und der abstrahierten Bewegung.

DEUTSCHLANDRADIO – Beitrag lesen

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Jasper Johns | An Allegory of Painting | 1955-1965  

| bis 23. September 2007
| Kunstmuseum Basel

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siehe auch Jasper Johns im Kunstmuseum Basel | 7.2007
mit Beiträgen der NZZ und der FAZ

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