Yoko Ono | Fenster für Deutschland

Juni 27, 2007 | Comments Off

KUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer | PT Kunsthalle Bremen |

Yoko Ono in einer Ausstellung mit konzeptuellen “Instructions for Paintings” in der Kunsthalle und einer Plakat-Aktion im Stadtraum Bremen.

Komponistin, Filmemacherin, Fluxus-Künstlerin: Yoko Ono machte sich schon vor der Heirat mit John Lennon in Künstlerkreisen einen Namen. Ihr New Yorker Loft wird Anfang der 1960er Jahre zum Treffpunkt der avantgardistischen Kunstszene mit zahlreichen Happenings und Performances. Doch Ono arbeitete auch konzeptionell: 1962 werden in Tokyo erstmals ihre “Instructions for Paintings” ausgestellt.

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BUCH | Grapefruit: A Book of Instructions and Drawings by Yoko Ono

yoko-ono-grapefruit-buch-1964.jpgTunafish
Sandwich
Piece

Imagine one thousand suns in the
sky at the same time.
Let them shine for one hour.
Then,
let them gradually melt
into the sky.
Make one tunafish sandwich and eat.

 

[ Yoko Ono - aus “Grapefruit: A Book of Instructions and Drawings - 1964 ]

Burn this book after you´ve read it.” - Yoko Ono

This is the greatest book i´ve ever burned.” - John Lennon

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Die Kunsthalle Bremen zeigt im Kupferstichkabinett rund 90 dieser Blätter, auf denen die Künstlerin Sätze über die mögliche Vorstellung von Malerei fixiert hat. Erstmals sind dabei 32 handschriftliche “Instructions” in deutscher Sprache zu sehen, die Yoko Ono eigens für die Ausstellung in Bremen geschaffen hat. Hinzu kommen rund 35 Anweisungen in japanischer und etwa 30 in englischer Sprache sowie Video- und Audioarbeiten.

| Kunsthalle Bremen

| bis 5. August 2007

| Yoko Ono auf wikipedia

| Yoko Ono | Special auf Radio Bremen | mit Videos

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VIDEO | “Cut Piece” 1966 | Performance Carnegie Hall Lonndon | Das Publikum kann nach eigenem Ermessen mit Scheren Onos Kleidung, Haare, Fingernägel usw. abschneiden

 

VIDEO | “Eye Blink” 1966 | Fluxus Film

 

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Instructions for Paintings

DEUTSCHLANDRADIO Kultur - Rainer B. Schossi

1962 wurden in Tokio erstmals Yoko Ono´s “Instructions for Paintings” ausgestellt, kleine kalligrafierte Blätter, auf denen sie über die spirituelle Verwandlung von Malerei durch technische Reproduzierbarkeit meditiert.

Direktor Wulf Herzogenrath spricht im Katalog von einem “epochalen Gesamtwerk” der Künstlerin, damit meint er weniger die physisch messbare Größe dieses Oeuvres, sondern dessen vielfältigen Facetten: Bilder und Texte, Poesie und Musik, Performance, Installation und Videokunst. yoko-ono-gemaelde-das-nur-existiert-wenn-es-kopiert-wird-1964.jpg

Besonders spannend ist Yoko Onos Beitrag zur Frage von Kopie und Original. Eine ihrer “Instructions” bezieht sich auf ein “Gemälde das nur existiert wenn es kopiert oder fotografiert wird”. Hier sind wir wohl am programmatischen Kern ihrer Kunst: ” Lass Leute deine Gemälde kopieren oder fotografieren. Zerstöre die Originale.”

DEUTSCHLANDRADIO - Beitrag lesen

peter-blake-sgt-pepper-cover-ausschnitt-1967.jpgKUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer |

Der Pop Art-Künstler und Mitglied der britischen Royal Academy wird 75 Jahre alt. Die Tate Liverpool ehrt den “Sergeant Pepper Cover Artist”  mit einer Retrospektive.

Um 1959 beginnt er, angeregt durch Reproduktionen von Robert Rauschenberg und Jasper Johns ( dessen Frühwerk bis 23.9.07 im Kunstmuseum Basel gezeigt wird ), collageartige Bilder von Popmusikern und Filmstars zu malen sowie Assemblagen aus gebrauchten Materialien, Postkarten und anderem zu fertigen. Er wurde einer der bekanntesten Künstler der britischen Pop Art und gestaltete u.a. das weltberühmte Album-Cover des Beatles-Tonträgers “Sergeant Pepper’s Lonely Hearts Club Band” (1967) für gerüchterweise 200 Pfund. 1975 gehört Blake zu den Gründungsmitgliedern der “Brotherhood of Ruralists“.

“It’s not a fake it’s a Peter Blake
It’s navy blue, it’s crimson lake
It takes the cake and no mistake,
For goodness’ sake take a look at those Blakes”
[ Ian Dury And The Blockheads - Peter The Painter ]

Die Tate Liverpool zeigt nun die erste retrospektive Werkschau seiner Arbeiten seit 1983.

| Peter Blake: A Retrospective
| TATE Liverpool
| 29. Juni  bis 23. September 2007

| Peter Blake | BilderGalerie | Telegraph.co.uk

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peter-blake-retrospective-tate-liverpool-2007-katalog.jpgKATALOG | Peter Blake: A Retrospective 2007
Englisch
216 Seiten, broschiert,
270 x 210 mm,
200 teils ganzseit. Abb.,
davon 65 farbige Abb.,
Ausst’verz., Chronologie

Die Tate Liverpool präsentiert 2007 die erste Retrospektive der Arbeit von Peter Blake in Großbritannien seit 1983. Blake ist eine Schlüsselfigur in der Geschichte der britischen Pop Art,  und einer der einflußreichsten englischen Künstler der Gegenwart.

Blake hat eine Vielfalt von Medien verwertet. Von Malerei und Zeichnungen über Collagen bis zu Skulpturen. Der Katalog zur Retrospektive konzentriert sich hauptsächlich auf Malerei.

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Der Papa der Pop-Art

FAZ - Julia Voss
im Gespräch mit Peter Blake

Wer glaubt, die Pop-Art sei in Amerika erfunden worden, der irrt. Sie kam aus England - und sie ist untrennbar mit Peter Blake verbunden. Was in den sechziger Jahren das „Swinging London“ hieß, ist heute als „Cool Britannia“ zurückgekehrt. Wiederholt sich die Geschichte? Oder doch nicht? Zeit für eine Retrospektive, die dem 1932 geborenen Künstler von der Tate Liverpool eingerichtet wird und sein Werk von den vierziger Jahren bis zur Gegenwart zeigt. Und Zeit für ein Gespräch mit einem, der es wissen muss.

Ihr Entwurf für Robbie Williams’ CD „Swing When You’re Winning“ von 2001 wurde von der Plattenfirma EMI abgelehnt.

Peter Blake: “Das ist ein Phänomen des Musikgeschäfts: Robbie mochte das Cover, sein Management mochte es. Es war eigentlich schon durch. Und dann - ich glaube, es war irgendwer im Marketing, der auch ein kleines bisschen Macht hatte - hieß es: So geht es nicht. Mein Bild war nach Fotografien gemalt, die in dem Studio aufgenommen worden waren, wo auch Frank Sinatra Musik eingespielt hatte. Und nun wollte die Plattenfirma doch lieber die Fotografien nehmen. Sie bezahlten mich, aber es war irgendwie albern: Sie mochten die Fotos lieber als mein Bild. Alle anderen fanden es gemalt interessanter. Verhindert hat es am Ende eine Person. Im Musikgeschäft gibt es diese Leute, mit dieser Art von Macht.”

FAZ - Gespräch lesen

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  • Ausstellungen | Hamburg

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    Hamburg-Harburg
    SONJA VORDERMAIER
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    Reihe Ordnung sagt | MACHT
    04.09. - 02. November 2008

    Die Installation vereint exzessiven Gestaltungswillen mit wortwörtlich zur Schau gestellter Gestaltungsmacht. Formen, Strukturen und Materialien werden nach ihren Möglichkeiten befragt und in ein sinnliches Erlebnis für die Ausstellungsbesucher überführt.

    Mit dieser Ausstellung setzt der Harburger Kunstverein den im Jahr 2007 begonnenen und bis 2009 geplanten Ausstellungszyklus Reihe:Ordnung sagt fort, der unter verschiedenen Schlagworten (Arbeit, Liebe, Geld, Sex, Macht, Freiheit, Zukunft) zeitgenössische KünstlerInnen, -gruppen und Ausstellungsmodelle vorstellt und ihren ästhetischen Zugriff auf das jeweilige Thema verhandelt. MACHT ist der fünfte Teil der Reihe und wird von Vordermaier und Gaycken mit einer für das Publikum begehbaren Installation realisiert. Macht wird hierbei definiert als das Vermögen, das Mögliche wirklich werden zu lassen.

    Die Hamburger Künstlerinnen Sonja Vordermaier und Geelke Gaycken verfolgen das Konzept, neue Dimensionen von Wahrnehmungen zu schaffen. Dabei berücksichtigen sie gleichermaßen die vorgegebenen formalen Kriterien wie Größe und Aufbaustruktur des über 100 Jahre alten, ehemaligen Wartesaals der 1. Klasse des Fernbahnhofs Harburg, als auch die besondere Beschaffenheit des Arbeitsmaterials selbst. Symmetrien der prunkvollen Architektur werden in der Installation aufgenommen, durch „Antiraster“ konterkariert und teilweise aufgelöst.

    Kunstverein Harburger Bahnhof
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