Annette Messager - Les Messagers

Juli 2, 2007 | Comments Off

annette-messager2.jpgDas Pariser Centre Pompidou zeigt rund 60 raumgreifende Installationen der französischen Künstlerin Annette Messager. Für ihre Ausstellung arbeitet sie mit Studenten der Pariser Kunstakademie.

“Annette Messager archiviert einerseits ihren Alltag durch Zeitungen, Tagebücher, Fotografien, versucht andererseits in der Kunst diese Lebenserfahrung zu kommentieren. Schon in den frühen siebziger Jahren setzte sie sich mit der Rolle der Frau, mit ihrer Rolle als Frau, kritisch auseinander. Zurück blieb davon bis heute sichtbar ihr Vorliebe, ausdrücklich weiblich konnotierte Materialien wie Stoff und Wolle mit dem männlichen Blick auf Frauen zu konfrontieren, respektive verhüllende Materie mit entblößenden Fotografien zu desillusionieren. Wollfäden, Schnüre oder Seile erlauben es ihr darüber hinaus, den Installationen eine gewisse Leichtigkeit und Flexibilität zu geben.

Wie  Regentropfen sinken mitunter genähte Beine, fotografierte Brüste, handschriftliche Zeichnungen oder kommentierte Zeitungsausschnitte auf den Besucher herab. Wenngleich von nahem betrachtet die Arbeiten Messagers schockieren können, erzeugen sie insgesamt eine ausgesprochen poetische und verspielte Atmosphäre.”

Barbara Könches 2000
| zkm | zentrum für kunst und medientechnologie

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annette-messager1.jpgAnnette Messager - Les Messagers

| Centre Pompidou - Paris

| bis zum 17. September 2007

arte-television-europe

 

Annette Messager | Paris 2007
| VIDEO-Reportage ansehen (real video) ARTE.TV-Kultur

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Die 1943 geborene Annette Messager nahm an der Documenta 11 teil und gewann im Jahr 2005 einen goldenen Löwen auf der Biennale in Venedig. Sie vernetzt Dinge und Gedanken, die scheinbar nicht zusammengehören. So lässt sie an langen Bindfäden Schwarzweißfotos, Glühbirnen, Stoffe, Netze, Plastikfolie und ausgestopfte Tiere von der Decke “regnen”. Die chronologisch aufgebaute Ausstellung deckt die letzten dreißig Schaffensjahre der Künstlerin ab.

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  • Kunst | Presseschau

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  • Ausstellungen | Hamburg

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    Hamburg-Harburg
    SONJA VORDERMAIER
    GEELKE GAYCKEN

    Reihe Ordnung sagt | MACHT
    04.09. - 02. November 2008

    Die Installation vereint exzessiven Gestaltungswillen mit wortwörtlich zur Schau gestellter Gestaltungsmacht. Formen, Strukturen und Materialien werden nach ihren Möglichkeiten befragt und in ein sinnliches Erlebnis für die Ausstellungsbesucher überführt.

    Mit dieser Ausstellung setzt der Harburger Kunstverein den im Jahr 2007 begonnenen und bis 2009 geplanten Ausstellungszyklus Reihe:Ordnung sagt fort, der unter verschiedenen Schlagworten (Arbeit, Liebe, Geld, Sex, Macht, Freiheit, Zukunft) zeitgenössische KünstlerInnen, -gruppen und Ausstellungsmodelle vorstellt und ihren ästhetischen Zugriff auf das jeweilige Thema verhandelt. MACHT ist der fünfte Teil der Reihe und wird von Vordermaier und Gaycken mit einer für das Publikum begehbaren Installation realisiert. Macht wird hierbei definiert als das Vermögen, das Mögliche wirklich werden zu lassen.

    Die Hamburger Künstlerinnen Sonja Vordermaier und Geelke Gaycken verfolgen das Konzept, neue Dimensionen von Wahrnehmungen zu schaffen. Dabei berücksichtigen sie gleichermaßen die vorgegebenen formalen Kriterien wie Größe und Aufbaustruktur des über 100 Jahre alten, ehemaligen Wartesaals der 1. Klasse des Fernbahnhofs Harburg, als auch die besondere Beschaffenheit des Arbeitsmaterials selbst. Symmetrien der prunkvollen Architektur werden in der Installation aufgenommen, durch „Antiraster“ konterkariert und teilweise aufgelöst.

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    ( Archiv )