Shirin Neshat

Juli 6, 2007 | Comments Off

shirin-neshat-zarin-2005-production-still-2 | Photo: Larry Barns NAFAS Kunstmagazin -
Britta Schmitz |

Shirin Neshat, die aus der Perspektive zweier sehr voneinander abweichender kultureller Hintergründe arbeitet, fokussiert in ihren Projekten den visuellen Diskurs auf gesellschaftliche Entwicklungen im zeitgenössischen Islam bzw. konkret auf iranische Verhältnisse.

Kunst aus der islamischen Welt: Shirin Neshat - Ein Portrait.

Obwohl sie die kulturspezifischen Phänomene explizit herausarbeitet, gelingt es ihr sehr subtil, den Tenor einer universelleren Sprache anzustimmen und nicht nur ein differenziertes Bild über ihr Herkunftsland zu vermitteln, sondern auch einen aufschlussreichen Einblick in die Verfasstheit der “westlichen” Wahrnehmung anzustoßen.

Die Frage nach der Herangehensweise in ihrer Arbeit beantwortet sie folgendermaßen: “Es ist für mich unabdingbar, ein Thema von innen heraus darzustellen, um etwas Reines zu schaffen und nicht dem Druck von Parallelen zwischen zwei Kulturen zu erliegen.”

NAFAS - Artikel lesen

Shirin Neshat (* 1957 in Qazvin, Iran) ist eine iranische Künstlerin, Filmemacherin und Fotografin. Sie lebt in New York.

shirin-neshat-zarin-2005-production-still-1 | Photo: Larry Barns INTERVIEW von John LeKay mit Shirin Neshat | Heyoko magazine (english)

| VIDEO | Zarin | Shirin Neshat 2005 | Ausschnitt

Zarin ist eine junge Frau, die seit ihrer Kindheit als Prostituierte arbeitet und plötzlich alle Kunden ohne Gesicht wahrnimmt. Aus Angst, verrückt zu sein und für ihre Sünden bestraft zu werden, entflieht sie dem Bordell, um sich im Hammam rein zu waschen. Auch hier wird sie nicht erlöst und flieht, bedeckt mit ihrem hellen Tschador, weiter durch die Stadt in die Moschee, wo gerade die Aschura-Rituale stattfinden. Aber das Beten hilft ihr auch nicht und sie rennt hinaus aus der Stadt, in eine ungewisse Zukunft. Britta Schmitz

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Shirin Neshat
| bis 16. September 2007 auf der PRAGUEBIENNALE 3

Diana im Wunderland

Juli 6, 2007 | Comments Off

TAZ - Johanna Schmeller |

Festival Plus heißt das jährliche Sommer-Projekt von Kent Nagano, und in diesem Jahr hat sich der Dirigent zum Ziel gesetzt, Kunst und Musik, Licht und Klang zusammenzubringen. Keine leichte Aufgabe. Also wurde die Künstlerin Diana Thater aus Los Angeles als Kuratorin zu Hilfe geholt und gebeten, sechs ihrer jungen Kollegen mitzubringen.

Pflichtvorgabe ist das Motto “Drawling and stretching and fainting in coils”. Entnommen ist dieser Satz Carrolls Hymne auf den ungebremsten Fluss der Gedanken, rund um die neugierige Alice. Die koreanische Komponistin Unsuk Chin setzte den Stoff jüngst in einer gleichnamigen Oper um, die Uraufführung bildet ein Highlight des Festivals. Weitere Konzerte sollen das visuelle Spektakel komplettieren - allen voran ein Abend mit dem Jazztrompeter und Echo-Gewinner Till Brönner.

Ein Bodenbelag des 26-jährigen Leonel Estevez wird das hohe Foyer zur “Kaninchenhöhle” (Thater) machen. Inspiriert vom Werk Carrolls hat Estevez von Hand Gedichte in einen Teppich gefräst. Thater: “Ich habe schon früher mit Estevez gearbeitet. Er ist jung, ja, aber - well, I trust him.” Jill Spector, ebenfalls jung, ebenfalls von der amerikanischen Ostküste, wird den Königssaal mit Vorhängen und bunt kostümierten Skulpturen schmücken. Und Diana Thater selbst hat mit T. Kelly Mason ein Spiegelkabinett geschaffen, in das ein Musikfilm projiziert werden soll.

TAZ - Artikel lesen

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|”Drawling and stretching and fainting in coils
| bis 31. Juli 2007
| Nationaltheater und Pinakothek der Moderne, München

Die in Los Angeles lebende Medien- und Installationskünstlerin Diana Thater (*1962) gestaltet, mit sechs weiteren, wiederum von ihr eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern eine Ausstellung an verschiedenen Orten zwischen Oper und Museum. Die Beiträge von Leo Estevez, Jeremy Gilbert-Rolfe, T. Kelly Mason (Lichtdesign), Katy Schimert, Jill Spector, Dawson Weber sowie von Diana Thater selbst beschäftigen sich mit Motiven aus Lewis Carrolls Roman »Alice in Wonderland«.

TAGESSPIEGEL - Kolja Reichert |

Geräuschlandschaften in Berliner Wasserspeichern.

Die Wasserspeicher in der Nähe des Kollwitzplatzes, zwischen 1853 und 1892 erbaut, sind eindrucksvolle Kathedralen des Industriezeitalters. Seit Jahren finden hier Konzerte und Kunstprojekte statt. Das Gelände mit dem Park, der sich über die Speicher wölbt, ist frisch saniert. Darunter wird die Singuhr Hörgalerie den Sommer über ihre eigenartigen Geräuschlandschaften inszenieren.

„Vice Versa“ heißt die Eröffnungsausstellung. Unter Leitung des kanadischen Klangkünstlers Robin Minard haben sich Studenten des Weimarer Studios für elektroakustische Musik mit den Eigenheiten der Räume auseinandergesetzt.

Ein kleines, unscheinbares Fenster in einer Holztür gibt den Blick auf das Zentrum der Installation frei: Eine über 20 Meter lange Stahlsaite spannt sich durch den Schwimmerturm und strahlt golden im Licht kleiner Halogenleuchten. Ein Körperschallerzeuger versetzt sie in Schwingung, diese wird abgenommen, über die Lautsprecher verstärkt und durch die bis zu 18 Sekunden langen Nachhallzeiten des Gewölbes aufgefächert. Eine harmonische, sakrale Atmosphäre entsteht. „Hi-Fi“ nennt es Robin Minard nüchtern.

TAGESSPIEGEL - Artikel lesen

Wer nicht sehen kann, muss hören
| Vice Versa | Singuhr Hörgalerie | Klanginstallation,
| Großer und Kleiner Wasserspeicher, Belforter Straße / Prenzlauer Berg, Berlin
| bis 22. Juli 2007 | lange Nacht bis 24 Uhr

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  • Kunst | Presseschau

    Auswahl aktueller Veröffentlichungen zum Themenschwerpunkt Kunst in der deutschsprachigen Internet - Medienlandschaft. Die Artikel werden hier kurz angerissen, teilweise thematisch gebündelt - mit Video/Audio, Katalog- & Medien - Informationen ergänzt - und sind direkt mit den Online-Medien verlinkt.

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  • Ausstellungen | Hamburg

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    Hamburg-Harburg
    SONJA VORDERMAIER
    GEELKE GAYCKEN

    Reihe Ordnung sagt | MACHT
    04.09. - 02. November 2008

    Die Installation vereint exzessiven Gestaltungswillen mit wortwörtlich zur Schau gestellter Gestaltungsmacht. Formen, Strukturen und Materialien werden nach ihren Möglichkeiten befragt und in ein sinnliches Erlebnis für die Ausstellungsbesucher überführt.

    Mit dieser Ausstellung setzt der Harburger Kunstverein den im Jahr 2007 begonnenen und bis 2009 geplanten Ausstellungszyklus Reihe:Ordnung sagt fort, der unter verschiedenen Schlagworten (Arbeit, Liebe, Geld, Sex, Macht, Freiheit, Zukunft) zeitgenössische KünstlerInnen, -gruppen und Ausstellungsmodelle vorstellt und ihren ästhetischen Zugriff auf das jeweilige Thema verhandelt. MACHT ist der fünfte Teil der Reihe und wird von Vordermaier und Gaycken mit einer für das Publikum begehbaren Installation realisiert. Macht wird hierbei definiert als das Vermögen, das Mögliche wirklich werden zu lassen.

    Die Hamburger Künstlerinnen Sonja Vordermaier und Geelke Gaycken verfolgen das Konzept, neue Dimensionen von Wahrnehmungen zu schaffen. Dabei berücksichtigen sie gleichermaßen die vorgegebenen formalen Kriterien wie Größe und Aufbaustruktur des über 100 Jahre alten, ehemaligen Wartesaals der 1. Klasse des Fernbahnhofs Harburg, als auch die besondere Beschaffenheit des Arbeitsmaterials selbst. Symmetrien der prunkvollen Architektur werden in der Installation aufgenommen, durch „Antiraster“ konterkariert und teilweise aufgelöst.

    Kunstverein Harburger Bahnhof
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