Dalí & Film

Juli 9, 2007 | Comments Off

salvador-dali-on-set-of-alfred-hitchcocks-spellbound-1945-image-rights-of-salvador-dali-reserved.jpgKUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer |
PT Tate Modern |

Noch bis 09. September 2007 präsentiert die Tate Modern die Ausstellung Dalí & Film.

Die erste Ausstellung, die die enge Verbindung zwischen der Malerei und den Filmen von Salvador Dalí (1904 – 1989) untersucht.

 

Durch seine Zusammenarbeit mit Luis Buñuel, Alfred Hitchcock und Walt Disney entstanden einige der unvergesslichsten und einflussreichsten Szenen des avantgardistischen Kinos.

Dalí & Film ist chronologisch angeordnet und fasst mehr als einhundert Werke aus Sammlungen der ganzen Welt zusammen, darunter über 60 Gemälde. Parallel dazu sind Dalís wichtigste Filmprojekte zu sehen, wie zum Beispiel Un Chien andalou, L’Âge d’or (1929/30), Spellbound (1945) oder Destino (1946), sowie die dazu gehörige Fotografien, Zeichnungen und Manuskripte.

Die zwei Filme, die er als Co-Autor mit Luis Buñuel 1929/30 drehte, Un Chien andalou ( Ein andalusischer Hund ) und L’Âge d’or ( Das Goldene Zeitalter ), zeugen von Dalís lebhafter Fantasie und seiner Beschäftigung mit den für den Surrealismus so wichtigen Theorien Freuds, besonders dessen Traumdeutung und Theorie zum Unterbewussten. “Ein andalusischer Hund” beinhaltet eindringliche Bilder, wie zum Beispiel das Zerschneiden eines Augapfels mit einem Rasiermesser.

VIDEO | Ein andalusischer Hund | Schwarzweiß, 17 Minuten
| Der Film von Luis Buñuel und Salvador Dalí gilt als Meisterwerk des surrealistischen Films. Bei der Premierenvorstellung 1929 in Paris trug Buñuel sicherheitshalber Steine in den Taschen, um sich gegen das vielleicht aufgebrachte Publikum wehren zu können. Aber die Gästeliste garantierte den Erfolg: Picasso, Man Ray, André Breton, Le Corbusier, Aragon, Max Ernst, Magritte, Cocteau und Eluard.

 

| FILMBESPRECHUNG | Der andalusische Hund

“Der Inhalt, das Drehbuch dieses radikalen Werkes geht auf zwei Träume beider Künstler zurück. Jedoch filterten Buñuel und Dalí alle Bilder und Ideen hinfort, die zu einer Erklärung oder logischen Rationalität hätten führen können. Ja, “Der andalusische Hund” sollte die Irritation, die Eliminierung des Verstandesmäßigen und der Psychologie in ihrer Totalen sein. Eine traditionelle Narration sucht man ebenfalls wie eine logisch aufeinander aufbauende, sukzessive Szenenabfolge vergebens. Kein Schnitt, keine Aktion auf der Leinwand sollte erklärbar, nicht einmal konkret interpretierbar sein. So dient schon der Titel des Films zur Verunsicherung: Einen Hund gibt es im ganzen Film nicht, und schon gar keinen andalusischen.”

 

dali_lights_dream-dali-study-for-the-dream-sequence-in-spellbound-1945-copyrights-salvador-dali-fundacio-gala-salvadordali-dacs-2007.jpg Dali-Studie für die Traumsequence in “Spellbound”, 1945

Sein ganzes Leben lang beschäftigte Dalí sich mit Filmen. Er entwickelte poetische Texte und Skizzen, Szenarien und Gemälde. Seine traumartigen Visionen entpuppten sich als ideal für Hollywood in den 1940ern und auf der Kinoleinwand wurden Dalís Fantasien zugänglich für ein Massenpublikum. Dalí ergriff die Gelegenheit mit Hitchcock an Spellbound zu arbeiten.

VIDEO | Spellbound | Traumsequenz 1945 | Regie: Alfred Hitchcock |

Die Traumsequenz wurde von Salvador Dalí entworfen und war ursprünglich etwas länger angelegt. Sie enthielt eine Szene in einem Ballsaal mit herabhängenden Klavieren und unbeweglichen Figuren, die vorgeben zu tanzen, gefolgt von dem vorgeblichen Dr. Edwardes alias John Ballantine, der mit Dr. Peterson tanzt, bevor sie sich in eine Statue verwandelt. In der Endfassung des Films fiel diese Szene aus Zeitgründen dem Schnitt zum Opfer. ( wikipedia )

Wie diese Ausstellung zeigen wird, übertrug die berühmte Traumsequenz für Hitchcocks Thriller die Bildsprache Dalís zeitgleich entstandener Gemälde wie Melancholy, Atomic, Uranic Idyll (1945) auf das cinematografische Großformat.

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| bis 9. September 2007 in London

| TATE MODERN London

PUBLIKATIONEN | Salvador Dali

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VIDEO | 1971
| Blick von Orson Welles auf den symphatisch durchgeknallten Meister.
| “Soft Self Portrait”

Urlaub vom System

Juli 9, 2007 | Comments Off

genzken-venedig-biennale-2007-katalog.jpg ARTNET - Hortense Pisano |

Isa Genzken im Deutschen Pavillon auf der Biennale Venedig.

Ein mutiges Statement ist Genzkens Beitrag. Die grelle Gesellschaftssatire übt deutlich Kritik an den Industrienationen. So ist Öl nicht nur der Stoff aus dem Genzkens Plastiktrash besteht. Der Titel ihrer Installation Oil legt obendrein die Assoziation zum Irakkrieg nahe. Genzken: „Ob Krieg, ob nicht, darum geht’s. Um Energie und um Öl.“ Diese Kritik weniger plakativ abzubilden – man denke an die Tierposter oder das Rembrandt-Plakat – hätte der Ausstellung allerdings insgesamt gut getan.

Der Materialfülle fehlt eine sinnstiftende Klammer, die die einzelnen Skulpturen zusammenhält. So ertappt man sich dabei, permanent in die Falle des Details zu treten. Statt Antworten findet man immer nur Neues. Hinter der zersetzenden Kleinteiligkeit lässt sich natürlich eine Strategie der Verunsicherung vermuten. Nimmt Genzken nach ihrer langen Phase der Betonskulpturen und der Architekturmodelle in Venedig einfach Urlaub vom System? „Künstler machen nie Urlaub, obschon das komplette Kunstsystem dringend Urlaub bräuchte.“ Dieser Satz von Isa Genzken liest sich heute wie ein treffender Kommentar zu ihrem Biennale-Beitrag.

ARTNET - Artikel lesen

| siehe auch Astronauten im Nazi-Tempel
| SÜDDEUTSCHE | Holger Liebs 6.2007

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arte-television-europe

 

Isa Genzken bei Biennale in Venedig | 2007
| VIDEO-Reportage ansehen (real video)

arte.tv hält Sie den ganzen Sommer lang über die documenta 12 in Kassel und die Biennale in Venedig auf dem Laufenden. Themenabend, zwei Blogs und Reportagen.
| arte _ Kunstspecial

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| Kunstbiennale in Venedig 10. Juni bis 21. November 2007

| http://www.deutscher-pavillon.org/

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PUBLIKATIONEN

biennale-venedig-2007-katalog.jpg#52nd International Exhibition of Visual Arts 2007:
La Biennale Di Venezia (Taschenbuch)
von Robert Storr

#Isa Genzken | OIL | Biennale Katalog Venedig:
German Pavilion, Venice 2007 (Gebundene Ausgabe, english)
Official publication of the German Pavilion.

#Isa Genzken, La Biennale di Venezia
Der deutsche Beitrag 2007 (Gebundene Ausgabe, deutsch)

Die deutschen Beiträge zur Biennale Venedig 1895-2007. Die Biennale Venedig ist eine seit 1895 alle zwei Jahre stattfindende internationale Kunstausstellung. Von den zuletzt über 70 teilnehmenden Ländern zeigen 28 ihre Kunst in eigenen Pavillons in den Giardini am östlichen Rand des historischen Zentrums.Die erweiterte und überarbeitete Neuausgabe des 1995 veröffentlichten Buches Biennale Venedig. Der deutsche Beitrag 1895-1995 bietet einen Gesamtüberblick über die deutsche Teilnahme an der Biennale Venedig. Das facettenreiche Spektrum der 112-jährigen Kunst- und Ausstellungsgeschichte reicht vom Bau eines eigenen deutschen Pavillons über die Zeit des Nationalsozialismus, die Nachkriegszeit und die iennale-Beteiligungen der DDR bis in die Gegenwart. Die Bebilderte Chronologie erscheint mit ausgewählten Schwarzweiß- und Farbabbildungen von Künstlern und Künstlerinnen, angefangen bei Max Liebermann, Käthe Kollwitz und Emil Nolde, über Willi Baumeister, Gerhard Richter und Joseph Beuys bis zu Hans Haacke, Katharina Fritsch und Isa Genzken. - Der deutsche Pavillon in Venedig im Wandel der Zeit - Eine einzigartige historische Dokumentation.

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  • Kunst | Presseschau

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  • Ausstellungen | Hamburg

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    Hamburg-Harburg
    SONJA VORDERMAIER
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    Reihe Ordnung sagt | MACHT
    04.09. - 02. November 2008

    Die Installation vereint exzessiven Gestaltungswillen mit wortwörtlich zur Schau gestellter Gestaltungsmacht. Formen, Strukturen und Materialien werden nach ihren Möglichkeiten befragt und in ein sinnliches Erlebnis für die Ausstellungsbesucher überführt.

    Mit dieser Ausstellung setzt der Harburger Kunstverein den im Jahr 2007 begonnenen und bis 2009 geplanten Ausstellungszyklus Reihe:Ordnung sagt fort, der unter verschiedenen Schlagworten (Arbeit, Liebe, Geld, Sex, Macht, Freiheit, Zukunft) zeitgenössische KünstlerInnen, -gruppen und Ausstellungsmodelle vorstellt und ihren ästhetischen Zugriff auf das jeweilige Thema verhandelt. MACHT ist der fünfte Teil der Reihe und wird von Vordermaier und Gaycken mit einer für das Publikum begehbaren Installation realisiert. Macht wird hierbei definiert als das Vermögen, das Mögliche wirklich werden zu lassen.

    Die Hamburger Künstlerinnen Sonja Vordermaier und Geelke Gaycken verfolgen das Konzept, neue Dimensionen von Wahrnehmungen zu schaffen. Dabei berücksichtigen sie gleichermaßen die vorgegebenen formalen Kriterien wie Größe und Aufbaustruktur des über 100 Jahre alten, ehemaligen Wartesaals der 1. Klasse des Fernbahnhofs Harburg, als auch die besondere Beschaffenheit des Arbeitsmaterials selbst. Symmetrien der prunkvollen Architektur werden in der Installation aufgenommen, durch „Antiraster“ konterkariert und teilweise aufgelöst.

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    ( Archiv )