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Jörg Immendorf | Werke aus Bremer Sammlungen und Skulpturen im öffentlichen Raum Bremens
Juli 15, 2007 | Comments Off
KUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer | PT Neues Museum Weserburg |
Die Ausstellung in der Weserburg ist seit langem projektiert und nun ungewollt die erste Präsentation des Werkes nach dem Tod des Künstlers. Mit zwei Bremer Privatsammlungen, die dem Sammlermuseum Weserburg eng verbunden sind, aber ungenannt bleiben möchten, wurde vereinbart, mit Werken aus ihrem Besitz eine umfassende Ausstellung Jörg Immendorffs in Bremen zu realisieren.
Hintergrund dieser Idee war der Traum, eine große Skulptur Immendorffs im öffentlichen Raum Bremens aufzustellen und diesen herausragenden Anlass mit einer umfassenden Ausstellung parallel zu führen. Dieser Traum wird nun Wirklichkeit. Als langfristige Dauerleihgabe wird ein großes Affentor von Jörg Immendorff vor der Sparkasse Bremen, Am Brill, also in unmittelbarer Nähe der Weserburg, ihren neuen Ort der Zukunft finden. Darüber hinaus wird eine weitere Skulptur des Künstlers auf dem Bahnhofsvorplatz für die Dauer der Ausstellung aufgestellt. Bremen zeigt damit einmal mehr, dass die Kunst im öffentlichen Raum in dieser Stadt einen bedeutenden Raum einnimmt.
| bis 16. September 2007
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Immendorff, Deutschland und die Affen
DEUTSCHLANDRADIO Kultur
Das Neue Museum Weserburg in Bremen zeigt die erste umfassende Jörg-Immendorff-Schau nach dem Tod des Künstlers im Mai. Zu sehen sind rund 70 Werke. Der Direktor der Weserburg, Carstens Ahrens, betonte, man sei in der glücklichen Lage, Stücke aus den meisten Werkphasen des Künstlers zeigen zu können. Und da sind ganz zentral “Cafe Deutschland” und “Cafe de florida”.
| AUDIO | Telefongespräch
von Claus Vogelgesang mit Carstens Ahrens, den Direktor der Weserburg
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KATALOG
| Jörg Immendorff. Male Lago.
Katalog zur Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie in Berlin 2005/2006
Beiträge von Anette Hüsch, Jörg Immendorff, Pamela Kort, Peter-Klaus Schuster & Robert Storr. Interview von Hans Ulrich Obrist. 880 Seiten durchgehend mit teils farbigen, ganz- bzw. doppelseitigen Abbildungen sowie 17 (12 farbigen) Textabbildungen, Ausstellungsverzeichnis, Bibliographie, Chronologie, broschiert. - Text in deutscher & englischer Sprache.
Ich habe immer versucht, zwei Dinge zusammen zu bekommen: Einmal meine Kunst zu zeigen, und dann aber auch den Lastwagen, auf dem meine Kunst fährt.” J.I. / Wie Jörg Immendorff die rote Stadt in der Halle der Berliner Nationalgalerie aufbaut - sechs Häuser mit Wegen und Plätzen, in denen er Bilder aus 40 Jahren zeigt - so inszeniert er das fast 900 Seiten umfassende großformatige Buch. / Sechs Kapitel - LIDL, Politbilder, CafC) Deutschland, das Labor und Arbeiten aus den letzten zwei Jahren -, in denen er die Exponate perfekt ganzseitig farbig reproduziert, stehen als Inseln in einem Meer von 650 Seiten: Dokumente, Flugblätter, Photos, Statements, Zeichnungen und Aquarelle - viele davon unpubliziert und mit Symbolen, Silhouetten und Stempeln farbig wie Wasserzeichen überdruckt.
So gelingt es Immendorff, sein Leben als künstlerischen Parcours in diesem ungewöhnlichen Buch zu zeigen. Es sind die Dialoge mit sich selbst und einigen seiner Vorgänger und Zeitgenossen mit seinen Mitteln, an denen er uns teilhaben läßt. Es ist eine Geschichte oft gescheiterter Träume, voller Vitalität und Hoffnung.
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Jörg Immendorf | Das Sehen nach den Nachruf-Phrasen
TAZ - Benno Schirrmeister
Affig: Das Bremer Museum Weserburg zeigt die erste Ausstellung nach dem Tod des Malers Jörg Immendorffs, die als Werkschau durchgehen kann.
Wirklich gut an Immendorff ist: Bei ihm liegen die Werkzeuge, um die Tünche abzukratzen, oft in den Gemälden und sonst wenigstens direkt daneben: “Das Bild muss die Funktion der Kartoffel übernehmen”, zitiert sich Immendorff zum Beispiel in einer Dokumentation eines Lidl-Happenings. Und das ist ein guter Leitsatz, um wieder zum Sehen zu kommen. Denn grob wie Knolle ist der Strich, und vulgär wie Kartoffeln sind die Farben, wenn auch nicht spießig, sondern eher wild. Und ist nicht das Repertoire an Formen, Chiffren erschütternd plump, und sind nicht die Motive fürchterlich alltäglich?
Da ist zum Beispiel: der Affe. Wann genau ist Immendorff auf den Affen gekommen? Keine Ahnung. Spielt auch keine Rolle, denn ein abgedroscheneres Bild als den Affen als Eben- und Ersatzbild des Menschen, als Spiegelung des Ich wird man sich auch damals kaum haben vorstellen können. In der Bremer Ausstellung jedenfalls stammt der älteste aus dem Jahr 1990, Öl auf Leinwand, die Rückansicht eines bronzefarbenen Mannes auf Ultramarin-Grund, und statt eines Kopfes ein comichafter Schimpansenschädel. Einen blauen Köcher mit grünlichem Gurt umgeschnallt. Und drinnen statt Pfeilen: Borstenpinsel.
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| siehe auch Jörg Immendorff “hört auf zu malen”
| Nachruf-Special anlässlich seines Todes 5.2007
| mit einem VIDEO des Goethe-Institutes


