VIDEO VISION | Doug Aitken | Sleepwalkers

Juli 25, 2007 | Comments Off

doug-aitken-sleepwalkers.jpgRückblick auf die größte Videoinstallation der Kunstgeschichte am Museum of Modern Art New York 1/2.2007.

Schlafwandeln in NYC

TAZ - Daniel Schreiber 18.1.2007

Einsamkeit und Ekstase in der nächtlichen Großstadt: Der Medienkünstler Doug Aitken sorgt mit einer gigantischen Videoinstallation am Museum of Modern Art für das Kunstereignis dieses Winters.

Aitken selbst nennt “sleepwalkers” - ein Zyklus unendlich kombinierfähiger 13-Minuten-Videoloops - “einen Stummfilm für das 21. Jahrhundert”. In der Tat, wie kein anderer Film zuvor spiegelt die filmische Installation die urbane Erfahrung des neuen Jahrtausends wider. Der brasilianische Sänger und Schauspieler Seu Jorge (”City of God”) spielt einen Elektriker, der Leuchtreklametafeln am Times Square repariert; die schauspielernde Indie-Rockerin Cat Power (”V for Vendetta”) gibt eine Briefe sortierende Postfrau; Schlagzeuger und Schauspieler Ryan Donowho (”Broken Flowers”) ist ein Fahrradkurier in der Bronx; Indie-Film-Diva Tilda Swinton porträtiert eine schwangere Bürokraft, deren Leben sich in Auflösung befindet; und Hollywood-Grandsenior Donald Sutherland stellt einen in sich gekehrten Manager dar.

In minutiös abgestimmter Synchronizität sieht man sie aufstehen, duschen, sich anziehen und zur nächtlichen Arbeit gehen. Die Wahl von Espresso, Billig-Tee oder Orangensaft oder die Fortbewegung mit U-Bahn, Fahrrad oder Limousine markiert die auffälligen sozialen Unterschiede zwischen den fünf Figuren. Was aber alle verbindet, ist ihre Einsamkeit - jene Einsamkeit, wie man sie nur in der Großstadt erleben kann, wo das Gefühl der Isolation zugleich aufgehoben und verstärkt wird.

TAZ - Artikel lesen

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VIDEODokumentation der Installation | MoMA

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The Museum as Outdoor Movie Screen
 
Die “New York Times” beschreibt Aitkens Arbeit als “ein herausragendes Beispiel von ‘Archivideo’ oder ‘Videotektur’.” Der Künstler nehme einen Zukunftstrend vorweg: die Umfunktionierung bisher statischer Gebäude zu privaten “Sendeflächen”.

NEW YORK TIMES - Artikel lesen [ english ]

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MoMA | Sleepwalkers | Project_Website

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  • Ausstellungen | Hamburg

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    Hamburg-Harburg
    SONJA VORDERMAIER
    GEELKE GAYCKEN

    Reihe Ordnung sagt | MACHT
    04.09. - 02. November 2008

    Die Installation vereint exzessiven Gestaltungswillen mit wortwörtlich zur Schau gestellter Gestaltungsmacht. Formen, Strukturen und Materialien werden nach ihren Möglichkeiten befragt und in ein sinnliches Erlebnis für die Ausstellungsbesucher überführt.

    Mit dieser Ausstellung setzt der Harburger Kunstverein den im Jahr 2007 begonnenen und bis 2009 geplanten Ausstellungszyklus Reihe:Ordnung sagt fort, der unter verschiedenen Schlagworten (Arbeit, Liebe, Geld, Sex, Macht, Freiheit, Zukunft) zeitgenössische KünstlerInnen, -gruppen und Ausstellungsmodelle vorstellt und ihren ästhetischen Zugriff auf das jeweilige Thema verhandelt. MACHT ist der fünfte Teil der Reihe und wird von Vordermaier und Gaycken mit einer für das Publikum begehbaren Installation realisiert. Macht wird hierbei definiert als das Vermögen, das Mögliche wirklich werden zu lassen.

    Die Hamburger Künstlerinnen Sonja Vordermaier und Geelke Gaycken verfolgen das Konzept, neue Dimensionen von Wahrnehmungen zu schaffen. Dabei berücksichtigen sie gleichermaßen die vorgegebenen formalen Kriterien wie Größe und Aufbaustruktur des über 100 Jahre alten, ehemaligen Wartesaals der 1. Klasse des Fernbahnhofs Harburg, als auch die besondere Beschaffenheit des Arbeitsmaterials selbst. Symmetrien der prunkvollen Architektur werden in der Installation aufgenommen, durch „Antiraster“ konterkariert und teilweise aufgelöst.

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    ( Archiv )