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Der Gute Ton Zum Wochenende | | | | | | The Go ! Team
September 7, 2007 | Comments Off
SPEX - Walter Wacht im Gespräch mit Ian Parton
Musikalisch klingen sie so Eigen wie kaum eine andere Band. Mit dem Debut-Album »Thunder, Lightning, Strike« entwickelte der britische Bedroom-Producer Ian Parton eine einzigartige Mischung aus Blaxploitation-Sounds, Noise-Rock sowie frühen Funk- und Hiphop-Elementen: Modern, energetisch und äußerst bunt klang dieses Album …
Jetzt veröffentlichen The Go ! Team einen neuen Tonträger:
»Proof of Youth«
Ian Parton: “Ich persönlich wollte genau solche Musik hören. Ich mag die Kombination gegensätzlichster Stile. Die Erfahrung positiver Adrenalinschübe machte ich bei den Filmmusiken der afroamerikanischen B-Movies durch: Diese Hi-Energy-Soundtracks zu den Verfolgungsjagden, die auf Dramatik hin ausgelegten Bläsersätze, der Fanfaren-Sound, das war für mich genau so aufregend wie aufheulende Gitarren und Feedbacks einerseits, oder die Art und Weise wie in Bollywood-Filmen die Saiten geschlagen werden andererseits. Wenn ich diese unterschiedlichen Stile gegenüber stelle, merke ich meist sehr schnell, ob es sich richtig und gut anfühlt.”
The Go! Team - official website
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VIDEO _ Promo | Ladyflash 2006 | The Go ! Team
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Arnulf Rainer / Dieter Roth | Misch- und Trennkunst
September 7, 2007 | Comments Off
KUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer | PT Deichtorhallen |
Die Deichtorhallen in Hamburg zeigen bis zum 6.1.2008 Fotografie, Malerei, Grafik, experimentelle Gemeinschaftsarbeiten, Video und Publikationen, die Arnulf Rainer und Dieter Roth zwischen 1972 und 1979 gemeinsam produziert haben. Diese waren bisher zum Großteil nie öffentlich zu sehen. Ergänzend werden - von 1968 bis 2005 entstandene - Einzelwerke der Künstler präsentiert.
Die Ausstellung zeigt zwölf unterschiedliche Werkkomplexe aus der Zusammenarbeit der beiden Künstler und verknüpft diese mit dem vorhergegangenen und nachfolgenden Werk sowohl von Arnulf Rainer als auch dem von Dieter Roth. Ausgehend von der visuellen Erfindung der Automatenfotos und der Fotoübermalungen von Arnulf Rainer ab 1968 zeichnet die Ausstellung mit rund 160 Werken eine der intensivsten und kreativsten Kollaborationen in der Kunst der letzten Jahrzehnte nach.
Kurator: Robert Fleck
Deichtorhallen Hamburg
| Arnulf Rainer / Dieter Roth
| Misch- und Trennkunst
| bis 6.1.2008
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KATALOG | PUBLIKATION
Rainer Roth: hier Distans
Arnulf Rainer und Dieter Roth & die Wiener Künstlerbohème der Siebziger
| 250 Seiten
| broschiert
| Sprache: Deutsch
»Valentinaden«, Slapstickstücke, hat Arnulf Rainer (* 1928) die Arbeiten genannt, die ab 1972 in Zusammenarbeit mit Dieter Roth (1930–1998) entstanden sind. Mehrere Hundert Bilder, Fotografien und Filme wurden in ihrem gemeinsamen »Kreativitätslabor« hergestellt – sicherlich eine der produktivsten künstlerischen Kooperationen der letzten Jahrzehnte, vor allem aber eine der komischsten. HIER DISTANS ist nicht nur reich bebilderte Dokumentation der Rainer/Roth’schen »Misch- und Trennkunst«, sondern analysiert erzählerisch und anekdotenreich die »Florettduelle« der beiden Künstler, erinnert an die produktiven Zusammenhänge der Wiener Künstlerbohème und ist somit nicht zuletzt ein Versuch über Kooperation, Szenenbildung und die Ökonomien der Avantgardekunst in den siebziger Jahren.
Robert Fleck, 1957 in Wien geboren, ist Direktor der Deichtorhallen Hamburg. Er hat unter anderem bei Gilles Deleuze und Michel Foucault studiert und 1988 in Innsbruck mit einer Arbeit über die Revolution von 1848 promoviert. Die Wiener Künstlerbohème kennt er auch aus seiner Zeit als Assistent in Avantgardegalerien wie der Galerie nächst St. Stephan, Wien.
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Visuelle Duelle
DEUTSCHLANDRADIO Kultur - Anette Schneider
Gemeinschaftsarbeiten von Arnulf Rainer und Dieter Roth in Hamburg
Aus der Zusammenarbeit des österreichischen Malers Arnulf Rainer und des 1998 verstorbenen Schweizer Provokateurs Dieter Roth entstanden zahlreiche Fotoserien. Dabei fotografierten sie sich gegenseitig, um die Bilder danach mit Witz zu übermalen.
… machten sich Kunstwissenschaftler und Galeristen daran, die nun erstmals in diesem Umfang ausgestellten Gemeinschaftswerke mit tieferer Bedeutung zu unterfüttern: Von “Identitätssuche” ist die Rede, vom Nachempfinden der “Körpersprache”, der Verbindung zwischen Altem und Neuem - womit sie genau den Ernst demonstrieren, gegen den Roth und Rainer mit ihrem Tun schon damals angingen:
Arnulf Rainer: Ganz wichtig ist, das damals das Komische in der Kunst noch nicht so voll akzeptiert worden ist, was heutzutage ganz anders ist. Und das war, glaub ich, ein ganz wichtiger Schritt.
Die Erweiterung des Mediums Fotografie und die nassforschen Auftritte von Rainer und Roth griffen zahlreiche Künstler auf: So Martin Kippenberger. Oder - aktuell - Jonathan Meese. Doch gerade weil die Methode der Übermalung längst vertraut ist, wirkt die Ausstellung wie eine rein kunsthistorische Würdigung ihrer Erfinder. Das ist zwar ehrenwert, bleibt aber durch die Masse der gezeigten Arbeiten nicht folgenlos: ein, zwei Serien lang ist es ganz witzig, Rainer und Roth bei ihren Versuchen zuzugucken. Nach der fünften aber wird’s langweilig: Das Prinzip ist durchschaut, Neues kommt nicht hinzu.
DEUTSCHLANDRADIO - Beitrag lesen / anhören
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Wandtexte zur Ausstellung | Auswahl
Arnulf Rainer - Werke von 1968 bis 1978 Arnulf Rainer (geb. 1929 in Baden bei Wien) ist bereits ein international beachteter abstrakter Maler, als er 1968 mit fotografischen Experimenten beginnt. Passbildautomaten in Bahnhöfen und Warenhäusern werden für Selbstportraits zweckentfremdet, mit denen der Künstler neue Bereiche der Expressivität auslotet. Ab 1969 arbeitet Arnulf Rainer auch an der Verbindung fotografischer Arbeiten mit Zeichnung und Malerei. Expressive Gehalte der fotografischen Bilder werden durch spontane Bemalung hervorgehoben und intensiviert. Unter der Bezeichnung „Erweiterte Fotografie“ sind diese Werke sowohl in der Fotografie als auch in der bildenden Kunst dieser Zeit präsent. Arnulf Rainers Einzelausstellung im österreichischen Pavillon der Biennale von Venedig 1978 bildet den Höhepunkt dieses internationalen Einflusses.
Gemeinschaftswerke mit Dieter Roth - 1973 bis 1980 Zwischen Arnulf Rainer und Dieter Roth entwickelt sich eine spannungsvolle Künstlerfreundschaft, in deren Rahmen etwa 700 Werke entstehen. Fotografie, Malerei, Grafik, Video und Performance verbinden sich zu einem Labor permanenter Kreativität. Dieter Roth (geb. 1930 in Hannover) wurde im Zweiten Weltkrieg in die Schweiz evakuiert und absolvierte dort eine Ausbildung als Zeichner und Grafiker. Seine vielfältige Kunst - zwischen Op Art, Malerei, Grafik und Dichtung - macht ihn bereits in den 1960er Jahren zu einer legendären Figur im Bereich der Avantgardekunst. Roth ist auch bereits vor der Kooperation mit Arnulf Rainer für seine Gemeinschaftsarbeiten mit unterschiedlichen Künstlern (von Stefan Wewerka bis zur Fluxus-Szene in den USA) bekannt.
Dieter Roth Museum Hamburg ______________________________________________________________
Das Dieter Roth Orchester spielt kleine Wolken, typische Scheisse und nie gehörte Musik.
Andreas Dorau,
Dieter Roth, Mutter, Ghostigital, Max Müller, Mouse on Mars, Stereo Total u.a.
Herausgegeben 2006 von Wolfgang Müller (Die Tödliche Doris) und Barbara Schäfer.
Die Abstrusitäten, Absurditäten und Surrealismen von Roths Texten erfahren hier in den sinnentleerten Mustern der Popmusik eine schrille und schräge Interpretation, klanglich zwischen New-Wave und DJ-Kultur angesiedelt. ______________________________________________________________
Bei seinen regelmäßigen Aufenthalten in Wien bewohnt Dieter Roth ein Zimmer in Rainers Atelierwohnung. In langen Arbeitssitzungen verschränken beide Künstler unterschiedliche Medien. Rainers „Erweiterte Fotografie“ - mit der Verbindung von Fotografie und Zeichnung - bilden einen wesentlichen Bezugspunkt. Beide Künstler zeigen diese Gemeinschaftsarbeiten in den Jahren 1974 bis 1980 in ihren Einzelausstellungen, veranstalten aber auch spezielle Ausstellungen ihres Gemeinschaftswerks. Sie treten gemeinsam bei Performance-Festivals auf, veröffentlichen Manifesta, publizieren Schallplatten und beziehen mit polemischen „Ratiobriefen“ Stellung zum Kunstbetrieb.
Deichtorhallen Hamburg
Arnulf Rainer / Dieter Roth
Misch- und Trennkunst
bis 6.1.2008


