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Robin Rhode | Walk Off
September 14, 2007 | Comments Off
KUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer | PT HdK München |
„Walk Off“ ist die erste umfangreiche Ausstellung Robin Rhodes in Europa. Bis 06. Januar 2008 sind u.a. Zeichnungen, Fotografien, Animationen und Skulpturen zu sehen – ergänzt durch einen Aktionsraum, in dem Rhode eine Wandzeichnung produzieren und gemeinsam mit dem Tänzer Jean-Baptiste André und dem Komponist Thomas Larcher eine Performance erarbeiten wird. Robin Rhode lebt und arbeitet in Berlin und Johannesburg.
Rhode eignet sich vorübergehend Flächen im öffentlichen Raum an, zeichnet mit Kreide Objekte darauf und tritt anschließend mit diesen in Interaktion: er malt ein Fahrrad auf den Boden und versucht, es wegzuschieben, er zeichnet ein Auto auf eine Wand und versucht, es mit einer Brechstange zu öffnen. diese Verbindung von Zeichnung und Performance ist für die Kunst Robin Rhodes charakteristisch: der vorgestellte zeichnerische Raum wird Wirklichkeit, weil der Künstler ihn wie Wirklichkeit behandelt.
Während die frühen Arbeiten Rhodes nur mit der Greifbarkeit von Gegenständen spielen, wird diese bei seinen skulpturalen Arbeiten eingelöst; sie haben den gegenständlichen Aggregatzustand erreicht. allerdings hat ihnen Rhode nur eine beschränkte Lebensdauer mitgegeben: in der Arbeit „Soap & Water“ (2007) etwa steht neben einem Fahrrad aus lindgrüner Seife ein mit Wasser gefüllter Blecheimer – putzt man das Fahrrad, löst es sich in Lauge auf …
Robin Rhode | Walk Off
| Haus der Kunst München
| 16. September bis 06. Januar 2008
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KATALOG | Robin Rhode | Walk Off
| Gebundene Ausgabe: ca. 208 Seiten
| ca. 550 farbige Abbildungen,
| 30 x 22,5 cm, Halbleinen
| Sprache: Deutsch
Erste üppig bebilderte Monografie zu Robin Rhode.
Die Faszination für das unkonventionelle Werk des südafrikanischen Perfomancekünstlers Robin Rhode (*1976 in Kapstadt) nimmt nach Ausstellungsbeteiligungen in Europa, den USA und Afrika weiter zu.
Auf einzigartige Weise versteht er es, Themen des Alltags-, Kultur- und Großstadtlebens in Johannesburg aufzugreifen. Durch die Verbindung von Zeichnung und Performance ergibt sich dabei ein mitunter grotesker Effekt: zum Beispiel, wenn Rhode ein Auto auf eine Wand zeichnet und anschließend versucht, sich mit einer Brechstange Zugang zu verschaffen. Der zeichnerische Raum wird Wirklichkeit, weil der Künstler ihn zur Wirklichkeit erhebt.
2005 war Robin Rhode bei der Biennale Venedig oder auch im New Yorker MoMA zu sehen - nun ist der Künstler endlich in Deutschland zu entdecken. Der opulent bebilderte Band bietet einen ersten repräsentativen Querschnitt durch sein Schaffen, darunter eine eigens für das Haus der Kunst in München realisierte Werkserie; der Schwerpunkt liegt auf raumgreifenden Zeichnungen sowie neuen skulpturalen Werken, begleitet von Foto-, Film- und Videoarbeiten.
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VIDEO | Street Level
| Mark Bradford, William Cordova and Robin Rhode
| Nasher Museum
| 29. März – 29. Juli 2007
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Bang, da hatt’ ich’s!
FR online - Elke Buhr

Wenn das Timing stimmt: Der junge südafrikanische Künstler Robin Rhode bringt die Straße ins Museum.
… Robin Rhode, geboren wurde er 1976 in einem schwarzen Viertel von Cape Town. Jetzt sitzt er in seinem Atelier in Berlin-Wedding zwischen großformatigen Kohlezeichnungen und erklärt den Ausgangspunkt seiner Kunst. Es war ein bestimmter Initiationsritus an seiner Highschool: “Die älteren Kinder gingen mit den Kleinen auf die Jungentoilette. Dort malten sie mit Kreide Objekte an die Wand und zwangen die Kleinen, etwas mit diesen Objekten zu machen. Sie malten zum Beispiel eine Kerze an die Wand, und die Kleinen mussten sie ausblasen. Oder sie malten ein Fahrrad, und die Kinder mussten darauf fahren - wenn sie es nicht schafften, bekamen sie einen Klaps, oder ihnen wurde etwas weggenommen. Es war ein Spiel, und gleichzeitig eine Begegnung mit Erniedrigung und Scheitern.”
Schon auf der Kunsthochschule in Südafrika, inmitten einer erdrückenden Mehrheit von weißen Studenten, hat Robin Rhode begonnen, aus dem fies-schönen Highschool-Spiel eine ganz eigene künstlerische Form zu destillieren. Er malt mit Kreide oder Kohle auf Straßen, Galerienwände, Mauern, und interagiert dann mit den gemalten Gegenständen - ganz ernst und gleichzeitig sehr witzig, mal rau, mal poetisch. Rhode steht dabei zwischen Performance, klassisch gegenständlicher Zeichnung und den Codes der Straße, des Alltags und der Popkultur; er mischt High und Low, so wie er die Konventionen des westlichen Kunstsystems mit der urbanen visuellen Sprache Südafrikas konfrontiert. Und die Kunstwelt liebt ihn dafür.
Robin Rhode | Walk Off
Haus der Kunst München
16. September bis 06. Januar 2008

