Gesellschaftsbilder

September 15, 2007 | Comments Off

eberhard-havekost-laub-2007KUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer | PT Kunstverein Hamburg |

Der Hamburger Kunstverein zeigt eine umfangreiche Schau mit zeitgenössischer Malerei und Wandbildern. Die überwiegend großformatigen Arbeiten von Minerva Cuevas, Caroline von Grone, Eberhard Havekost, Victor Man, Gunter Reski, Wilhelm Sasnal, Dierk Schmidt, Wawrzyniec Tokarski, Corinne Wasmuht und Johannes Wohnseifer sind noch bis zum 30. Dezember 2007 zu sehen.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Malerei und Gesellschaft. Sie untersucht unter anderem, inwieweit Kunst Gesellschaft repräsentiert, sich in einen dokumentarischen Modus hierzu setzt oder in Form einer interventionistischen Praxis gesellschaftliche Strategien ergreift.

Die Konzentration auf das historisch aufgeladene und durch den Markt am stärksten korrumpierte Medium Malerei mag auf den ersten Blick überraschen, ist aber bewusst als Gegenentwurf zur weit verbreiteten Auffassung gewählt, dass es heute der Malerei an einem gesellschaftlich verankertem Theorieverständnis mangele und sie nicht in der Lage sei, soziale, politische und ökonomische Themen adäquat zu verhandeln. Das Spektrum der vorgestellten Arbeiten reicht von politisch motivierten Wandbildern, die in der Tradition lateinamerikanischer Muralisten stehen, über sich an der Historienmalerei orientierende Darstellungen bis hin zu Projekten im Öffentlichen Raum.

| Hamburger Kunstverein
| GESELLSCHAFTSBILDER
| bis 30. Dezember 2007

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Abb.: Wawrzyniec Tokarski | Fotos: Jens Ullheimer

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  • Ausstellungen | Hamburg

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    Hamburg-Harburg
    SONJA VORDERMAIER
    GEELKE GAYCKEN

    Reihe Ordnung sagt | MACHT
    04.09. - 02. November 2008

    Die Installation vereint exzessiven Gestaltungswillen mit wortwörtlich zur Schau gestellter Gestaltungsmacht. Formen, Strukturen und Materialien werden nach ihren Möglichkeiten befragt und in ein sinnliches Erlebnis für die Ausstellungsbesucher überführt.

    Mit dieser Ausstellung setzt der Harburger Kunstverein den im Jahr 2007 begonnenen und bis 2009 geplanten Ausstellungszyklus Reihe:Ordnung sagt fort, der unter verschiedenen Schlagworten (Arbeit, Liebe, Geld, Sex, Macht, Freiheit, Zukunft) zeitgenössische KünstlerInnen, -gruppen und Ausstellungsmodelle vorstellt und ihren ästhetischen Zugriff auf das jeweilige Thema verhandelt. MACHT ist der fünfte Teil der Reihe und wird von Vordermaier und Gaycken mit einer für das Publikum begehbaren Installation realisiert. Macht wird hierbei definiert als das Vermögen, das Mögliche wirklich werden zu lassen.

    Die Hamburger Künstlerinnen Sonja Vordermaier und Geelke Gaycken verfolgen das Konzept, neue Dimensionen von Wahrnehmungen zu schaffen. Dabei berücksichtigen sie gleichermaßen die vorgegebenen formalen Kriterien wie Größe und Aufbaustruktur des über 100 Jahre alten, ehemaligen Wartesaals der 1. Klasse des Fernbahnhofs Harburg, als auch die besondere Beschaffenheit des Arbeitsmaterials selbst. Symmetrien der prunkvollen Architektur werden in der Installation aufgenommen, durch „Antiraster“ konterkariert und teilweise aufgelöst.

    Kunstverein Harburger Bahnhof
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