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“Che” Guevara | 40. Todestag
Oktober 9, 2007 | Comments Off

Der Revolutionär als Allegorie
FR online - Karin Ceballos Betancur |
Romantische Verklärung seiner Person war immer, seit seinem Tod. Vehement betrieben wurde sie allerdings erstmals von denjenigen, die die Zitate abgebrochen haben. Ihnen galt Che Guevara, geboren 1928 in gutbürgerlichen Verhältnissen, ermordet 1967 im bolivianischen Dschungel, als Sinnbild für das Aufbegehren der Unterdrückten, denen die Solidarität der politisierten Studenten galt, als Symbol für die Freiheitskämpfe der Epoche, als Metapher der Revolution.
Die Zeit ist über sie hinweggegangen. Mancher Rebell hat sich später zum egoistischen Machtmenschen gewandelt, in mancher Nation wurde die koloniale Herrschaft nur von neoliberalen Konzepten abgelöst. Viele emanzipatorische Entwürfe sind gescheitert, und so wie es Menschen gibt, die nach der Trennung von einem geliebten Partner alle Bilder zerstören und die gemeinsam verbrachte Zeit in Grund und Boden reden, gibt es auch die Kämpfer von einst, oft kaum mehr als Sympatisanten, die nicht ertragen können, an Ideale erinnert zu werden, deren Scheitern schmerzt, weil es an die eigenen Kompromisse erinnert.
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Der Marlboro-Mann der Linken
TAZ - Toni Keppeler
Vor 40 Jahren wurde Ernesto Rafael Guevara de la Serna in Bolivien ermordet. Der Mythos des Rebellen “Che” lebt weiter, als Mensch war er eitel, launisch und autoritär.
Ernesto Guevara war kein angenehmer Mensch. Er war - neben allen Verdiensten als Guerillero - eitel, launisch und autoritär. Ein ungepflegter Macho, der sich nur sehr selten wusch. Er konnte ungerecht sein und brutal und hatte bisweilen rassistische Ausfälle. Das steht nicht in den Heiligen-Legenden.
Vielleicht war es gut, dass Guevara einen frühen Tod fand. Er würde sich im heutigen Kuba kaum mehr zurechtfinden. Spätestens als Fidel Castro 1993 den US-Dollar als Zahlungsmittel einführte, hätte der Che den Staats- und Parteichef am liebsten ins Arbeitslager geschickt.
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Kuba. Eine Revolution in Bildern
Der großformatige Band ist ein Zeitzeugnis der kubanischen Revolution in beeindruckenden Bildern. Gregory Tozian gibt eine Einführung über den Kampf der kubanischen Rebellen und die Vertreibung Batistas im Jahre 1959. Der größte Teil des Buches ist Fidel Castro, dem Maximo Lider, gewidmet, den Osvaldo und Roberto Salas bereits während seiner Zeit in New York bis hin zum Kalten Krieg mit der Kamera begleitet haben.
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Die Wahrheit über ein Emblem der Moderne
WELT online - Richard Herzinger
Vor vierzig Jahren wurde Ernesto ” Che” Guevara in Bolivien erschossen. Sein Mythos als Erlösergestalt ist ungebrochen. Doch in Wahrheit war der rastlose Guerillaführer ein todessüchtiger Doktrinär, der Stalin verehrte.
Als die Mörder seinen Leichnam nach der Exekution öffentlich zur Schau stellten und anschließend heimlich neben einer Flugzeugpiste verscharrten, sollte damit dem Mythos vom strahlenden Freiheitshelden „Che“ für immer der Garaus gemacht werden. Doch das genaue Gegenteil trat ein: Das Bild des toten, zerschundenen Körpers des 39jährigen Revolutionärs, der den Betrachter mit halbgeöffneten Augen anzublicken scheint, weckten unweigerlich Assoziationen an den gekreuzigten Heiland.
Er hatte langes, lockiges Haar, wie Jesus auf den Heiligenbildchen sah er aus, genau so!“ berichtete eine Krankenschwester über den unheimlichen Eindruck, den die aufgebahrten Leiche auf die Anwesenden machte. Che Guevaras Himmelfahrt als Märtyrer der Verdammten dieser Erde, als PopIkone und Vorbild jugendlichen Rebellionsgeistes, als Projektionsfigur idealistischer ehnsüchte nach dem unbezweifelbar Guten und Wahren konnte beginnen.
In Guevaras Forderung, die Revolution müsse selbst um den Preis von Millionen Opfern in einem Atomkrieg unbeirrt voranschreiten, offenbart sich eine apokalyptische Sehnsucht nach der totalen Auslöschung jener verhassten modernen Zivilisation, in der er nicht leben konnte und wollte.
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Alberto Korda | Che Guevara 1960 | Original-photo | unbeschnitten
KUBA. Bilder einer Revolution
Fotografie von Raúl Corrales, Alberto Korda, Liborio Noval, Osvaldo und Roberto Salas.
Die Ausstellung in der Sammlung Falckenberg Hamburg-Harburg zeigt ca. 200 ihrer Fotos aus der Zeit von 1959 bis 1970. Die wohl bekannteste Fotografie unter ihnen ist das unzählige Male reproduzierte Portrait Che Guevaras von Alberto Korda.
Sammlung Falckenberg, Hamburg
| bis 31. Januar 2008
VIDEO | REVOLUCION: Five Visions ansehen
| director of photography, Chuy Chavez
| independent lens
Okt
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Nicolaes Berchem | Im Licht Italiens
Oktober 9, 2007 | Comments Off
KUNSTSCHAU Hamburg - Jens Ullheimer | PT Projekt-Webseiten |
Bis zum 3. Dezember 2007 präsentiert das Staatliche Museum Schwerin einen breit angelegten Querschnitt durch Berchems (1621/22-1683) gesamtes Lebenswerk. Etwa vierzig Gemälde aus allen Schaffensphasen, ergänzt durch einige Radierungen, belegen die Vielfalt von Kompositionen und Themen und lassen den Betrachter die Faszination erleben, die er auf spätere Künstler und Sammler vor allem im 18. Jahrhundert ausübte.
Obwohl sich nicht nachweisen lässt, dass er selbst jemals in Italien war, wurde er im achtzehnten Jahrhundert aufgrund der vielen Kupferstiche und Radierungen zum bekanntesten italianisierenden Maler der Niederlande. Nicolaes Berchem hatte wie kein anderer ein feines Gespür für die Bedürfnisse des Marktes. Er entwickelte sich zu einem der beliebtesten und bestbezahlten Künstler seiner Zeit, der wiederum zahlreiche Künstler beeinflusst hat.
Die Ausstellung umfasst circa vierzig Gemälde, zwanzig Zeichnungen und etwa zwanzig Radierungen. Die Werke stammen aus öffentlichen und privaten Sammlungen in den Vereinigten Staaten und Europa, beispielsweise aus der Royal Collection, Her Majesty Queen Elisabeth II, in London, der Alten Pinakothek in München und dem Pariser Louvre.
Nicolaes Berchem. Im Licht Italiens
| Staatliches Museum Schwerin
| bis 03. Dezember 2007
Die Ausstellung wird gemeinsam mit dem Frans Hals Museum und dem Kunsthaus Zürich organisiert. Schwerin ist die die letzte Station der Berchem-Schau.
Nicolaes Berchem. Im Licht Italiens
| Projektseite im Internet
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KATALOG zur Ausstellung
Nicolaes Berchem.
Im Licht Italiens
Gebundene Ausgabe
176 Seiten
23,5 x 28,5 cm
180 farbige,
100 s/w Abbildungen
Sprache: Deutsch
Katalog mit Essays, die auf der aktuellen Forschungsarbeit basieren. Die Essays lesen sich wie einzelne Kapitel einer Geschichte über das Leben, Werk und Wirken von Nicolaes Berchem und beschreiben den Markt für italianisierende Gemälde in Haarlem. Die Texte richten sich ausdrücklich an ein breites (nicht fachbezogenes) Publikum. Der Katalog enthält zudem farbige Abbildungen von allen ausgestellten Werken mit entsprechenden Erläuterungen.
Charme des südlichen Lichts
Nicolaes Berchem (1621/22, Haarlem –1683, Amsterdam) ist der Hauptvertreter der italienisierenden Landschaftsmalerei im Goldenen Zeitalter der niederländischen Kunst. Das warme, alles überströmende südliche Licht verleiht seinen reizvollen Landschaften einen unvergleichlich stimmungsvollen Charme, dem sich der Betrachter kaum entziehen kann. Zu seinen Lebzeiten waren die Bilder des Künstlers so geschätzt, dass er zu den wenigen gut bezahlten Malern seiner Zeit gehörte! Zahlreiche brillante Abbildungen und spannende Texte führender Experten laden dazu ein, diesen herausragenden Maler des Goldenen Zeitalters neu zu entdecken. Sein vielfältiges Oevre umfasst u.a. arkadische Hirtenszenen, fantastische Hafenbilder, religiöse und mythologische Darstellungen sowie fesselnde Räuberszenen.
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Wo die schöne Hirtin lagert
TAGESSPIEGEL - Karin Erichsen
Nach Berchems Tod erzielten seine Gemälde astronomische Preise. Auch heute zählen sie zu den Glanzstücken jeder bedeutenden Sammlung alter holländischer Meister.
Das Staatliche Museum Schwerin besitzt eine solche Sammlung und weiß mit diesem Pfund klug zu wuchern.
Die chronologisch gehängte Ausstellung bildet zwar den enormen Facettenreichtum des Künstlers ab, verliert aber nie das Thema aus dem Blick, welches den Weltruhm Berchems begründet: jene italienischen Landschaften, deren idyllische Schönheit zu innerer Einkehr einlädt. Bei deren Betrachtung kann man kaum glauben, dass Berchem das warme Licht Italiens wahrscheinlich nie mit eigenen Augen gesehen hat.
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Nicolaes Berchem. Im Licht Italiens
| Staatliches Museum Schwerin
| bis 03. Dezember 2007
Die Ausstellung wird gemeinsam mit dem Frans Hals Museum und dem Kunsthaus Zürich organisiert. Schwerin ist die die letzte Station der Berchem-Schau.
Nicolaes Berchem. Im Licht Italiens
| Projektseite im Internet

