herbie-hancock.jpgLiebesbriefe nach Kanada

ZEIT_online_Musik | Christian Broecking

Der Jazzpianist Herbie Hancock bewundert die Popsängerin Joni Mitchell. Er hat ihr sein neues Album gewidmet und Norah Jones, Tina Turner und Leonard Cohen ans Mikrofon gebeten.

Herbie Hancock ist mittlerweile 67 Jahre alt. River: The Joni Letters ist seine erste Platte, auf der die Texte eine Rolle spielen. Die Arbeit an dem Album sei eine Herausforderung gewesen, erzählt er. Es sei ihm darum gegangen, eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Musik die Hörer dazu motiviere, auf die Worte zu achten. Deshalb spielte er die Lieder langsamer ein als Joni Mitchell. Sie wirbelte damals ihre tiefgründigen Texte um sich, hier wäre das auf Kosten der Inhalte gegangen. Dadurch, dass er die CD wie eine imaginäre Filmmusik zu ihrem Werk anlegte, schuf er Raum. Weniger ist mehr, das war sein Motto.

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Herbie Hancock | River: The Joni Letters | 2007

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hancock-joni-lettes-2007 | kaufen bei amazonHerbie Hancock - River: The Joni Letters
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JAZZECHO - PR | Universal Music Classics & Jazz Division

Etwas, das Joni Mitchell und Herbie Hancock mit anderen großen Künstlern des 20. Jahrhunderts - wie etwa Miles Davis, Wayne Shorter oder auch Pablo Picasso - gemein haben, ist die nie nachlassende kreative Rastlosigkeit, die ihnen in Fleisch und Blut übergegangen ist.

All diese Künstler besaßen seit jeher ein unstillbares Verlangen, ja, einen nachgerade unausweichlichen Drang mit jeder gespielten Note oder jedem Pinselstrich Neuland zu erkunden. Es war genau diese Art von künstlerischer Neugier, die Davis 1963 dazu motivierte, den damals 23jährigen Herbie Hancock gemeinsam mit Wayne Shorter, Ron Carter und Tony Williams in sein Quintett zu holen. Das Quintett ging als eines der wichtigsten Ensembles des 20. Jahrhunderts in die Geschichte des Jazz und der Musik im Allgemeinen ein.

Davis war es auch, der Hancock empfahl “eine Sache nie zu beenden”. Hancock hat, ähnlich wie Joni Mitchell, mit den verschiedensten Genres und Mitteln experimentiert, um seiner unermüdlichen Neugier Ausdruck zu verleihen. Er profilierte sich nicht nur als Jazzmusiker, sondern auch in den Bereichen der elektronischen Musik, des Funk, der Orchester- und Filmmusik.

Auf “River: The Joni Letters” präsentiert er nun - mal mit Gesang, mal rein instrumental - eine Kollektion von Songs, die Joni Mitchell entweder selbst komponiert hat oder die sie bei ihrer kompositorischen Arbeit beeinflußt haben.

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AUDIO | Herbie Hancock | River: The Joni Letters | 2007
| The Jungle Line (Feat. Leonard Cohen)
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AUDIO | Herbie Hancock | River: The Joni Letters | 2007
| Solitude (Piano)
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»Herbie Hancock erzählt im Interview, dass der bemerkenswerteste Cut des zehn Tracks umfassenden ›River – The Joni Letters‹ – das gemeinsam mit Leonard Cohen aufgenommene ›The Jungle Line‹ –, ganz anders entstanden sei, als man es angesichts der unglaublich einfach wirkenden Aufnahme annehmen würde.

Mitnichten hätten Hancock und Cohen den Song in einer gemeinsamen Session aufgenommen. ›Nein, es war Larry Klein, der Leonard Cohens Rezitation von Mitchells Song-Gedicht in einem Studio eingespielt hat. Über einen Server habe ich mir die Gesangsspur heruntergeladen und dann zu Leonards Stimme Klavier gespielt.‹ Das Ergebnis, der nur  mit Klavier und Cohens Stimme aufgenommene Track, ist also eine große Illusion, die perfekte Täuschung, vor allem: ein grandioser Song.«

(Max Dax, Spex #311)

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VIDEO |
Herbie Hanckock - Soundtrack zu Antonioni´s Blow Up - 1966
| Bringing Down The Birds

VIDEO |
Dee Lite - Groove Is In The Heart
| New Yorker Club Hit 1990
| basiert auf dem Hankockschen Thema von
| “Bringing Down The Birds” (Hookline-Sample)

 

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Herbie Hanckock
| Info auf wikipedia

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  • Ausstellungen | Hamburg

    Kunstverein Harburger Bahnhof
    Hamburg-Harburg
    SONJA VORDERMAIER
    GEELKE GAYCKEN

    Reihe Ordnung sagt | MACHT
    04.09. - 02. November 2008

    Die Installation vereint exzessiven Gestaltungswillen mit wortwörtlich zur Schau gestellter Gestaltungsmacht. Formen, Strukturen und Materialien werden nach ihren Möglichkeiten befragt und in ein sinnliches Erlebnis für die Ausstellungsbesucher überführt.

    Mit dieser Ausstellung setzt der Harburger Kunstverein den im Jahr 2007 begonnenen und bis 2009 geplanten Ausstellungszyklus Reihe:Ordnung sagt fort, der unter verschiedenen Schlagworten (Arbeit, Liebe, Geld, Sex, Macht, Freiheit, Zukunft) zeitgenössische KünstlerInnen, -gruppen und Ausstellungsmodelle vorstellt und ihren ästhetischen Zugriff auf das jeweilige Thema verhandelt. MACHT ist der fünfte Teil der Reihe und wird von Vordermaier und Gaycken mit einer für das Publikum begehbaren Installation realisiert. Macht wird hierbei definiert als das Vermögen, das Mögliche wirklich werden zu lassen.

    Die Hamburger Künstlerinnen Sonja Vordermaier und Geelke Gaycken verfolgen das Konzept, neue Dimensionen von Wahrnehmungen zu schaffen. Dabei berücksichtigen sie gleichermaßen die vorgegebenen formalen Kriterien wie Größe und Aufbaustruktur des über 100 Jahre alten, ehemaligen Wartesaals der 1. Klasse des Fernbahnhofs Harburg, als auch die besondere Beschaffenheit des Arbeitsmaterials selbst. Symmetrien der prunkvollen Architektur werden in der Installation aufgenommen, durch „Antiraster“ konterkariert und teilweise aufgelöst.

    Kunstverein Harburger Bahnhof
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