Werner Herzog | The Wild Blue Yonder
ZEIT online – Diedrich Diederichsen |
Wir sind dann mal weg
Wackelkameras fangen fremde Lebensformen ein, schwarz-weiße Bilder künden unklar von der Frühzeit des Fliegens, zweifelhafte Wissenschaftler winken mit windigen Weltformeln.
Irgendwann, so der Plot, nimmt die Menschheit den alten Roswell-Zwischenfall von 1947 doch noch ernst. Die Ufologen hatten immer schon Recht: Damals ist wirklich ein Schiff von Außerirdischen auf der Erde notgelandet, was die Regierung natürlich vertuscht hat. Mit neuen Methoden hat man den Space-Schrott noch einmal inspiziert und dabei aus Versehen todbringende Essenzen freigesetzt. Um die Menschheit zu retten, musste Ende der neunziger Jahre unter strikter Geheimhaltung eine Astronautencrew nach einer Ersatz-Erde suchen und dabei alle bisherigen kosmischen Geschwindigkeitsbeschränkungen durch den Einsatz neuer astrophysikalischer Erkenntnisse überwinden: Wurmlöcher, wenig stabile Zeittunnel und das Ausnutzen von stellarer Anziehungskraft helfen dabei.
Herzog hat in seinem Film inszenierte und echte Nasa-Bilder von Weltraumreisen fröhlich gemischt. Auffällige Locations und verrücktes Filmmaterial aus dem weiteren Umfeld der Weltraumforschung bilden dokumentarische Belege für die Geschichte, die der Alien uns erzählt. So hat man das Gefühl, dass die Geschichte mit viel Humor all das narrativ zusammenschustert, was dem Regisseur an interessantem Material über den Weg lief.
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VIDEO
| Trailer zu Werner Herzogs “The Wild Blue Yonder” 2005
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| Paul Weller | PromoVideo | “Wild Blue Yonder” 2006
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