GEORGIA O’KEEFFE – Leben und Werk

Die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung München zeigt bis zum 13. Mai 2012 die erste umfangreiche Retrospektive der amerikanischen Künstlerin Georgia O’Keeffe (1887–1986) in Deutschland. Rund 75 Gemälde, Papierarbeiten und Skulpturen geben einen Überblick ihres Schaffens.

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Begleitet von 50 Fotografien u. a. von Alfred Stieglitz, Arnold Newman, Paul Strand und Ansel Adams werden die Künstlerin als Person und die Landschaften, die sie prägten, lebendig.

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung München | bis 13. Mai 2012

GEORGIA O’KEEFFE – Leben und Werk

Pressetext: Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung München | www.hypo-kunsthalle.de

Die wegweisende Pionierin der amerikanischen Kunst ist in Europa erstaunlich selten gezeigt worden. Dank der Zusammenarbeit mit dem Georgia O’Keeffe Museum in Santa Fe, ist diese außergewöhnliche Ausstellung möglich, die in drei europäischen Ländern zu sehen ist. Nach der ersten Station in Rom in der Fondazione Roma/Palazzo Cipolla wird die Schau im Anschluss an München noch im Helsinki City Art Museum präsentiert.

Georgia O´Keeffe – Summer Days,1936

Barbara Buhler Lynes, Kuratorin des Georgia O’Keeffe Museums und Herausgeberin des Werkverzeichnisses der Künstlerin, hat diese Retrospektive über mehrere Jahre erarbeitet. Ihre Auswahl stellt mit prägnanten Beispielen alle Werkphasen O’Keeffes vor: auf erste abstrakte Arbeiten der 1910er Jahre und Gemälde mit Blumen und Naturformationen der 1920er folgen die berühmten Stadtansichten New Yorks und Bilder von Lake George.

Die weiten Landschaften New Mexicos, die dort typische Architektur und Stillleben mit Tierschädeln bilden einen Höhepunkt, doch auch die großformatigen Arbeiten ihres Spätwerks fehlen nicht in dieser Ausstellung. Im Dialog mit den Fotografien sowie Filmen und Arbeitsmaterialien der Künstlerin, die erstmals außerhalb des O’Keeffe Museum gezeigt werden, wird Leben und Werk dieser außergewöhnlichen Frau gleichermaßen anschaulich.

In den 1920er Jahren revolutioniert O’Keeffe die traditionelle Blumenmalerei, indem sie großformatige Bilder von Blüten malt, die sie wie durch eine Lupe gesehen aus der extremen Nahsicht zeigt. Ihre Gemälde von Gebäuden in New York, die zumeist aus derselben Zeit stammen, gelten als die amerikanischen Großstadtbilder schlechthin.

Georgia O´Keeffe - Pink Dish and Green Leaves - 1928

Bereits 1929 verbringt sie zum ersten Mal einen Teil des Jahres im Norden New Mexicos. In ihrem Werk zeigen sich von da an ortstypische Motive: Knochen und Steine, als Fundstücke aus der Wüste, ebenso wie einzigartige geologische Formationen oder die Lehmarchitektur der indianischen Ureinwohner, sogenannte Adobe-Häuser. Ab 1949 lebt sie bis zu ihrem Tod, mit 98 Jahren, in dieser Landschaft. Ihre Bilder davon sind bis heute Inbegriff des amerikanischen Westens.

Georgia O’Keeffe ist eine der wichtigsten und bedeutendsten amerikanischen Malerinnen des 20. Jahrhunderts. Am Beispiel ihres Werkes wird die Loslösung der amerikanischen Kunst von der Tradition Europas veranschaulicht. Ihr Leben verdeutlicht aber auch die Emanzipation weiblicher Künstlerinnen und prägt maßgeblich nachfolgende Generationen. Mit verantwortlich für diese einzigartige Position innerhalb der Kunstgeschichte Amerikas ist ihre Bekanntschaft und spätere Ehe mit Alfred Stieglitz (1864–1946). Sein Engagement und seine Tätigkeit als ihr Galerist haben ihre Karriere von Anfang befördert. Als Fotograf schätzte Alfred Stieglitz die junge Georgia O’Keeffe gleichermaßen als Künstlerin wie als Modell.

Katalog mit Abbildungen sämtlicher in allen drei Stationen gezeigten Werken und Texten von Barbara Buhler Lynes, Walter Grasskamp, Sarah Greenough, Karin Koschkar, Christiane Lange und Carol Troyen.

KATALOG | Georgia O’Keeffe; Leben und Werk: Retrospektive

Gebundene Ausgabe
224 Seiten,
84 Farbtafeln,
45 Abbildungen in Farbe und
44 in Schwarz-Weiß
Sprache: Deutsch
28,6 x 28 x 2,6 cm

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Der Katalog zur Ausstellung der Hypo-Kunsthalle München bietet einen Überblick über ihr gesamtes Schaffen mit einer repräsentativen Auswahl ihrer Gemälde, Papierarbeiten in verschiedenen Techniken und Skulpturen.

Die Malerin Georgia O’Keeffe (1887–1986) gilt als wegweisend für die amerikanische Kunst. Von den ersten abstrakten Bildern der 1910er Jahre über großformatige Blumen- und Naturstücke der 1920er bis zu den berühmten Stadtansichten New Yorks und den weiten Landschaften New Mexicos stellt dieses Katalogbuch die ganze Bandbreite ihres Œuvres vor.

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Georgia O’Keeffe: Life & Work

Hardcover
176 pages
Publisher: Skira (March 6, 2012)
Language: English
11 x 0.9 x 11.8 inches

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The catalog for the exhibit of the Hypo-Kunsthalle Munich presents an overview of her entire life with a representative selection of her paintings and works on paper in various techniques and sculptures.

Photographs by Alfred Stieglitz and other notable photographers, such as Ansel Adams, Todd Webb, and Don Worth, show further facets of her life and work. An illustrated chronology and a bibliography complete the catalog.

In her long career as an artist Georgia O’Keeffe put to the test a range of artistic possibilities and motifs through often enigmatic pictures. Although her symphonic color compositions belonged to a classically developed repertoire of the art of the 20th century, she documented with monumental intensity the disengagement of American art from the traditions of Europe as well as the radical emancipation of an artist. Moreover, the photographs, furnishings, clothing and work materials in this catalog point to an extraordinary woman, whose life is inextricably linked with the solitude in the landscapes of New Mexico. In the photographs of her gallery owner and later husband Alfred Stieglitz (1864-194) she even found herself as an art object through his famous photos of her which were considered shockingly erotic at the time.

In ihrer langen Künstlerlaufbahn hat Georgia O’Keeffe in oft rätselhaften Bildern nach der Natur ein wahres Spektrum künstlerischer Möglichkeiten und Motive erprobt. Ihre symphonischen Farbkompositionen gehören zum klassisch gewordenen Repertoire der Kunst des 20. Jahrhunderts.

Ihre Arbeiten dokumentieren mit monumentaler Intensität die Loslösung der amerikanischen Kunst von den Traditionen Europas ebenso wie die radikale Emanzipation einer Künstlerin. Darüber hinaus zeigen in diesem Katalog Fotografien, Möbel, Kleidung und Arbeitsmaterial eine außergewöhnliche Frau, deren Leben untrennbar mit der Einsamkeit in den Landschaften New Mexicos verbunden ist.

In den Fotografien ihres Galeristen und späteren Ehemanns Alfred Stieglitz (1864–1946) fand sie sich selbst als Objekt der Kunst wieder, seine berühmten Fotos von ihr wurden seinerzeit als schockierend erotisch empfunden. Die Facetten ihres Lebens und Schaffens werden durch Aufnahmen bekannter Fotografen wie Ansel Adams, Todd Webb und Arnold Newman ergänzt.

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VIDEO | Georgia O’Keeffe – A LIFE IN ART

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15 minute biography using archival footage from the Georgia O’Keeffe Museum in Santa Fe

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Barbara Buhler Lynes, curator of the Georgia O’Keeffe Museum and publisher of the catalogue raisonné of the artist’s works, has prepared this retrospective over a number of years. Using incisive examples, her selection presents every stage of O’Keeffe’s work from her first abstractions dating from 1910 onwards, paintings of flowers and natural formations from the 1920s to the famous cityscapes of New York and the pictures of Lake George. One highlight of the show is the group of works depicting the vast landscapes of New Mexico, its distinctive architecture and still lifes with animal skulls, yet the exhibition also features her later large-scale works. The life and work of this extraordinary woman is vividly presented through a dialogue with photographs and films, as well as the artist’s working materials, here shown for the first time outside the O’Keeffe Museum.

In the 1920s, O’Keeffe revolutionised the tradition of flower painting with her large-format works of blossoms, presenting them close up as if viewed through a magnifying glass. Her paintings of buildings in New York, most of which date from the same period, are considered the epitome of American cityscapes. In 1929 she first began spending part of the year in Northern New Mexico. From then on, her work depicts motifs typical of the area: bones and rocks found in the desert, unique geological formations or the distinctive adobe architecture of the native American Indians. From 1949 until her death at the age of 98, she remained in this landscape. Even today, her paintings are the embodiment of the American West.

Georgia O’Keeffe is one of the most important and outstanding American woman painters of the 20th century. Her work serves to demonstrate in vivid fashion the detachment of American art from the traditions of Europe. However, her life also illustrates the emancipation of women artists and had a decisive impact on subsequent generations. A contributing factor to her unique position in American art history was her relationship with and later marriage to Alfred Stieglitz (1864–1946). His dedication and his function as her gallerist promoted her career from the very beginning. As a photographer, Alfred Stieglitz held the young Georgia O’Keeffe in high esteem, both as an artist and as a model.

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