Kategorie: Ausstellungen

ARNO RINK. Ich Male!

Museum der bildenden Künste Leipzig | bis 19. August 2018

Mit rund 65 Gemälden, zahlreichen großformatigen Zeichnungen sowie biographischen Fotografien und Dokumenten veranschaulicht die als Retrospektive angelegte Ausstellung den künstlerischen Kosmos von Arno Rink (1940- 2017). Die Ausstellung, an deren Vorbereitung Arno Rink selbst noch mitgearbeitet hat, versucht einen tieferen und persönlicheren Einblick in sein künstlerisches Schaffen zu ermöglichen als es bisher möglich war.

Entfesselte Natur

Hamburger Kunsthalle | bis 14. Oktober 2018

Mit einer großen epochen- und medienübergreifenden Ausstellung geht die Hamburger Kunsthalle mit bedeutenden Kunstwerken dem Thema der bildlich-künstlerischen Aufbereitung von Naturkatastrophen nach und beleuchtet dabei auch das Scheitern des Menschen an der Natur, etwa in Folge seiner Technikgläubigkeit. Entfesselte Natur zeigt über 200 Exponate, darunter Gemälde, Zeichnungen, Graphiken, Skulpturen, Fotografien, Filme und Videoarbeiten.

PICASSO 1932 – Liebe, Ruhm, Tragödie

Tate Modern, London | bis 09. September 2018

45 Jahre nach dem Tod des Künstlers zeigt die Tate Modern erstmals eine Einzelausstellung von Pablo Picassos Werk, eine der ambitioniertesten Ausstellungen in der Geschichte des Museums. Picasso 1932 – Liebe, Ruhm, Tragödie nimmt die Besucher mit auf eine monatliche Reise durch das Jahr 1932, eine Zeit, die in Picassos Leben und Werk so entscheidend ist, dass sie sein „Jahr der Wunder“ genannt wird. Mehr als 100 herausragende Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier demonstrieren seinen fruchtbaren und unermüdlichen Erfindungsreichtum, der den Menschen und den Künstler in seiner ganzen Komplexität und Fülle enthüllt.

ANTON CORBIJN – The Living and the Dead

Bucerius Kunst Forum, Hamburg | bis 06. Januar 2019

Das Hamburger Bucerius Kunst Forum widmet Anton Corbijn (geb. 1955), dem niederländischen Photographen und Filmemacher eine Ausstellung, die anhand seiner Arbeit an der Schnittstelle von freier und angewandter Photographie der Frage nachspüren will, wann Fotografie Kunst wird. Im Mittelpunkt der Schau steht die am stärksten autobiographische Serie des Künstlers, a. somebody, aus dem Jahr 2002, in der er sich in die Rolle verstorbener Rockstars von John Lennon bis Kurt Cobain hineinversetzt (und die auch einige bisher unveröffentlichte Aufnahmen enthält). Gezeigt werden rund 120 Arbeiten Corbijns aus 40 Schaffensjahren, darunter etwa 20 bisher unveröffentlichte Fotografien. Die Ausstellung stellt den meist im Auftrag entstandenen Musikerporträts rund 40 freie Arbeiten des Künstlers gegenüber.

PAUL KLEE – Konstruktion des Geheimnisses

Pinakothek der Moderne, München | bis 17. Juni 2018

„Konstruktion des Geheimnisses“ ist die erste große Sonderausstellung zum Werk von Paul Klee in der Pinakothek der Moderne. Sie wird den umfangreichen Münchner Bestand zusammen mit über 120 Leihgaben aus bedeutenden Klee-Sammlungen in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan präsentieren. Die Ausstellung zeigt die ungebrochene Aktualität von Klees Werk, das sich den existentiellen Konflikten des modernen Menschen widmet. Die Kunstschau findet in Kooperation mit dem Franz Marc Museum in Kochel am See statt. Dort werden parallel „Paul Klee. Landschaften“ ausgestellt.

STREET. LIFE. PHOTOGRAPHIE

Deichtorhallen Hamburg / Haus der Photographie | bis 21. Oktober 2018

Der „urban space“ – die unmittelbar erfahrbare städtische Lebenswelt – ist ein schillerndes Sujet innerhalb fotografischer Bildwelten. Die Ausstellung beleuchtet im Rahmen der 7. Triennale der Photographie Hamburg 2018 eines der spannendsten Themen der Fotografie im 20. und 21. Jahrhundert: die Street Photography und umfasst 52 fotografische Positionen mit über 320 Werken. Klassiker wie Diane Arbus, Robert Frank, Lee Friedlander, William Klein und Martin Parr werden in der Ausstellung gemeinsam mit jungen internationalen Positionen wie Maciej Dakowicz, Mohamed Bourouissa, Ahn Jun, Doug Rickard und Harri Pälviranta präsentiert.

Neue Gärten! GARTENKUNST zwischen Jugendstil und Moderne

Liebermann-Villa am Wannsee, Berlin | bis 27. Mai 2018

Die Ausstellung „Neue Gärten – Gartenkunst zwischen Jugendstil und Moderne“ in der Liebermann-Villa zeigt die Ursprünge der Gartenreformbewegung und ihre Auswirkung auf die Gartenkunst um 1900. Mit ausgewählten Gemälden, Plänen und Dokumenten macht sie den Liebermann-Garten als herausragendes Beispiel dieser Kunst erkennbar. Um 1900 wandelten sich Kunst und Architektur grundlegend. Mit der Geburt des Reformgartens manifestiert sich dies auch in Gärten und Parks. Bekannte Architekten wie Joseph Maria Olbrich oder Peter Behrens widmeten sich der architektonischen Gartengestaltung. Maler wie Max Liebermann und Emil Nolde porträtierten ihre eigenen Gärten.

THOMAS GAINSBOROUGH – Die moderne Landschaft

Hamburger Kunsthalle | bis 27. Mai 2018

Erstmals in Deutschland widmet die Kunsthalle dem englischen Künstler eine große Ausstellung. Mit rund 80 Werken verspricht sie eine große Entdeckung dieses herausragenden Malers für das deutsche Publikum. Die Ausstellung knüpft an eine lange Tradition der Hamburger Kunsthalle an, die seit dem Zyklus Kunst um 1800 des ehemaligen Direktors Werner Hofmann immer wieder die Zeit des Umbruchs um 1800 als Beginn der Moderne in den Fokus rückt. Ergänzend zu der deutschen Romantik, die in der Sammlung der Kunsthalle stark vertreten ist, und der französischen Kunst dieser Zeit, stellt die Schau mit Gainsborough England als weiteres Zentrum der europäischen Landschaftsmalerei vor.

PETER PAUL RUBENS – Kraft der Verwandlung

Städel Museum Frankfurt, Ausstellungshaus | bis 03. Juni 2018

Die zuvor in Wien gezeigte prachtvolle Kunstschau wartet mit zahlreichen internationalen Leihgaben auf und thematisiert einen bisher wenig beachteten Aspekt in Rubens’ Schaffensprozess: Sie zeigt, wie tief er in den Dialog mit Kunstwerken berühmter Vorgänger und Zeitgenossen eintrat und wie dies sein etwa fünfzigjähriges Schaffen prägte. Seine Bezugnahme auf Werke von Künstlern unterschiedlicher Epochen ist häufig erst auf den zweiten Blick erkennbar – in der Ausstellung kann der Besucher die zuweilen überraschenden Korrelationen durch den direkten Vergleich nun im Detail nachvollziehen.

Karl SCHMIDT-ROTTLUFF: Expressiv, Magisch, Fremd

Bucerius Kunst Forum, Hamburg | bis 21. Mai 2018

Zum ersten Mal untersucht die Ausstellung die Faszination Karl Schmidt-Rottluffs für außereuropäische Kunst und Kultgegenstände und seine Rezeption der magischen Kraft dieser Objekte. Immer wieder stellte er afrikanische und ozeanische Masken und Skulpturen in seinen Werken dar und adaptierte deren spezifische magische Ausdruckskraft. Die Ausstellung zeigt Plastiken, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik und setzt diese in einen Dialog mit Objekten aus der Sammlung afrikanischer und ozeanischer Kunst aus dem Nachlass des Künstlers.

BASQUIAT. Boom for Real

Schirn Kunsthalle, Frankfurt | bis 27. Mai 2018

Jean-Michel Basquiat (1960–1988) zählt heute zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Mehr als 30 Jahre nach seiner letzten Einzelpräsentation in einer öffentlichen Sammlung in Deutschland widmet die Schirn Kunsthalle Frankfurt dem Werk des US-amerikanischen Künstlers eine große Ausstellung. In über 100 Werken wird erstmals Basquiats Beziehung zu Musik, Texten, Film und Fernsehen seiner Zeit in einem übergeordneten kulturellen Zusammenhang deutlich.

FEMINISTISCHE AVANTGARDE der 1970er Jahre

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe | bis 08. April 2018

Mit Werken von mehr als 30 Künstlerinnen zeigt das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien in einer umfassenden Ausstellung einen Überblick über die Anfänge der internationalen feministischen Kunstbewegung. Anhand von über 150 Arbeiten aus der SAMMLUNG VERBUND, Wien zeigt die Ausstellung, wie Künstlerinnen in den 1970er Jahren zum ersten Mal in der Kunstgeschichte kollektiv ein eigenes „Bild der Frau“ kreieren.

Glanz und Elend in der Weimarer Republik – Von OTTO DIX bis JEANNE MAMMEN

Schirn Kunsthalle, Frankfurt | bis 25. Februar 2018

Die Themenausstellung zur Kunst im Deutschland der Jahre 1918 bis 1933 vereint rund 200 Gemälde, Grafiken und Skulpturen von 62 bekannten sowie von bislang wenig beachteten Künstlerinnen und Künstlern, darunter Max Beckmann, Kate Diehn-Bitt, Otto Dix, Dodo, George Grosz, Carl Grossberg, Karl Hubbuch, Lotte Laserstein, Alice Lex-Nerlinger, Elfriede Lohse-Wächtler, Jeanne Mammen, Oskar Nerlinger, Franz Radziwill, Christian Schad, Rudolf Schlichter und Georg Scholz. Im Fokus der Ausstellung steht das Unbehagen einer Epoche, das sich in den Motiven und Inhalten wie auch in einem breiten stilistischen Spektrum zeigt. Direkte, ironische, wütende, anklagende und oftmals auch prophetische Kunstwerke verdeutlichen den Kampf um die Demokratie und zeichnen das Bild einer Gesellschaft in der Krise und am Übergang.

Gefeiert und Verspottet – FRANZÖSISCHE MALEREI 1820-1880

Kunsthaus Zürich | bis 28. Januar 2018

Das Kunsthaus Zürich zeigt die französische Kunst im Spannungsfeld zwischen der akademischen «Salonmalerei», die im Laufe des 19. Jahrhunderts ihrem Ende entgegenlief, und der sich davon emanzipierenden, individuellen Impulsen folgenden Malerei. Romantik, Naturalismus, Realismus und der Impressionismus kämpfen erbittert um die Gunst des Publikums. Wer damals geschmäht wurde, gilt heute als Star und umgekehrt. Anhand von etwas mehr als 100 Gemälden werden verschiedene Strömungen der französischen Malerei im 19. Jahrhundert einander gegenübergestellt. Dabei werden nicht nur starke Gegensätze, sondern auch Gemeinsamkeiten aufgedeckt.

MATISSE – BONNARD: Es lebe die Malerei!

Städel Museum Frankfurt, Ausstellungshaus | bis 14. Januar 2018

Zwei herausragende Protagonisten der Klassischen Moderne erstmals gemeinsam in Deutschland: Henri Matisse (1869–1954) und Pierre Bonnard (1867–1947). Im Mittelpunkt der groß angelegten Ausstellung steht die über 40 Jahre andauernde Künstlerfreundschaft der beiden französischen Maler. Beide setzten sich intensiv mit den gleichen künstlerischen Sujets auseinander: Interieur, Stillleben, Landschaft und besonders auch dem weiblichen Akt. Anhand von rund 120 Gemälden, Plastiken, Zeichnungen und Grafiken eröffnet die Schau einen Dialog zwischen Matisse und Bonnard und bietet damit neue Perspektiven auf die Entwicklung der europäischen Avantgarde vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

REBECCA HORN – Hauchkörper als Lebenszyklus

Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg | bis 02 April 2018

Rebecca Horn (geb. 1944) ist eine der wichtigsten, innovativsten und experimentierfreudigsten Künstlerinnen Deutschlands. Als Bildhauerin, Zeichnerin, Literatin, Filmemacherin, Video-, Installations- und Performancekünstlerin hat sie in den letzten Jahrzehnten ein umfassendes und stringentes Werk geschaffen, das eine eigene Poesie des Mechanischen entwirft. Für ihr Lebenswerk wurde sie 2017 mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis ausgezeichnet.

MAX BECKMANN. Welt-Theater

Kunsthalle Bremen | bis 04. Februar 2018

Motive aus dem Varieté, Zirkus und Jahrmarkt, von Akrobaten, Clowns und Schauspielern prägten das Werk Max Beckmanns von den frühen 1920er Jahren bis zu seinem Lebensende 1950. „Max Beckmann. Welttheater“ ist die erste Ausstellung, die sich diesem Aspekt im Werk Beckmanns umfassend widmet. Der Künstler wird in diesem Rahmen anhand bedeutender Gemälde, Skulpturen, Papierarbeiten und von ihm verfassten Theatertexten als „Theaterdirektor, Regisseur und Kulissenschieber“ vorgestellt. Ausgangspunkt sind die reichen Bestände der Kunsthalle Bremen, die mit ihren Gemälden und dem fast vollständigen druckgraphischen Œuvre des Künstlers eine der größten Beckmann-Sammlungen Deutschlands besitzt. Diese wird ergänzt durch Leihgaben aus bedeutenden deutschen und internationalen Museen und Privatsammlungen.

PAUL KLEE – Die abstrakte Dimension

Fondation Beyeler, Riehen b. Basel | bis 21. Januar 2018

Die Ausstellung mit retrospektivem Charakter umfasst 110 Werke des Künstlers aus allen Schaffensphasen – beginnend mit dem Jahr 1912 – und versammelt wertvolle Leihgaben aus zahlreichen renommierten Institutionen und Privatsammlungen in Europa und Übersee. Die präsentierten Werke gewähren Einblick in die entscheidenden Etappen von Paul Klees biographischer und künstlerischer Entwicklung: vom produktiven Dialog der 1910er-Jahre mit Künstlerkollegen in Paris und München über die berühmte Tunisreise von 1914, den Dienst als Soldat im Ersten Weltkrieg und das Bauhaus-Jahrzehnt von 1921 bis 1931, bis hin zu den Reisen nach Ägypten und Italien in den späten 1920er-Jahren und schliesslich dem opulenten Spätwerk der 1930er-Jahre. Neben den Hauptwerken werden bis jetzt nur selten ausgestellte und wenig bekannte Arbeiten gezeigt, die den Künstler in einem überraschend neuen Licht erscheinen lassen.

PETER BIALOBRZESKI – Die zweite Heimat

Deichtorhallen Hamburg / Haus der Photographie | bis 07. Januar 2018

Zwischen 2011 und 2016 reiste Peter Bialobrzeski durch Deutschland und kam mit 30.000 Belichtungen von Orten und von Unorten zurück. „Er war unterwegs in Andernach, Berlin, Bottrop, Eisenhüttenstadt, Hamburg, Hagen, Haßloch, Meißen, Frankfurt, Offenbach, Wolfsburg, vor allem aber im weiten Dazwischen, im Fremdvertrauten eben, wo sich Garagentore, Laternen und Tankstellen aneinanderreihen“ (Henning Sußebach). Bialobrzeski unternimmt mit der Serie mehr als 30 Jahre nach Steven Shores berühmter Publikation „Uncommon Places“ den Versuch einer fotografischen Bestandsaufnahme deutscher Befindlichkeit. Er selber spricht von der „Erforschung der sozialen Oberfläche Deutschlands“.

CHAGALL | Jahre des Durchbruchs 1911-1919

Kunstmuseum Basel | bis 21. Januar 2018

Die Ausstellung widmet sich dem Frühwerk Marc Chagalls. Gezeigt werden ca. 120 Gemälde aus den Sammlungen des Kunstmuseums Basel und der Stiftung Im Obersteg sowie hochkarätige Leihgaben aus Schweizer und internationalen privaten und öffentlichen Sammlungen, ergänzt durch dokumentarische ethnografische Fotografien des russischen Künstlers Solomon Judowin.

DANNY LYON – Message to the Future

C/O-Berlin | bis 03. Dezember 2017

Das C/O Berlin zeigt eine umfassende Retrospektive des amerikanischen Fotografen und Dokumentarfilmers Danny Lyon (*1942). Als engagierter und scharfer Beobachter dokumentiert Lyon seit über 50 Jahren gesellschaftspolitische Themen, Randgruppen und Subkulturen, wobei er sich tief in das Geschehen hineinbegibt und stets eine besondere Nähe zu den Menschen aufbaut, die vor seiner Kamera stehen. Die Werkschau versammelt mit rund 175 Fotografien sowohl die wichtigsten Serien der späten 1960er- und 70er-Jahre als auch die weniger bekannten Filme, Collagearbeiten und Materialien aus Danny Lyons privatem Archiv.

PETER SAUL – Pop, Funk und Anti-Helden

Sammlung Falckenberg, Hamburg-Harburg | bis 28. Januar 2018

Die Sammlung Falckenberg präsentiert in den Phoenix-Hallen einen umfassenden Überblick über das bislang wenig beachtete surreale PopArt-Werk des US-Malers Peter Saul. Präsentiert werden rund 60 Arbeiten, darunter wegweisende Werkgruppen. Die Ausstellung wird durch eine umfängliche Präsentation mit Werken aus der Sammlung Falckenberg ergänzt. unter anderem von John Baldessari, Werner Büttner, André Butzer, Erró, Philip Guston, Mike Kelley, Martin Kippenberger, Paul McCarthy, John Miller, Manuel Ocampo, Albert Oehlen, Joyce Pensato, Raymond Pettibon, Richard Prince, Daniel Richter und Philippe Vandenberg.

GENIALE DILLETANTEN – Subkultur der 1980er

Albertinum, Dresden | bis 19. November 2017

Sub-Kultur der 1980er Jahre in West- und Ostdeutschland: Im Albertinum Dresden trifft die westdeutsche Subkultur der 1980er Jahre auf die alternative Musik- und Kunstszene in der DDR jener Zeit. „Geniale Dilletanten“ lautete 1981 der absichtlich falsch buchstabierte Titel eines Musikfestivals in Berlin. Er wurde zum Synonym für die kurze Epoche des Aufbruchs der künstlerischen Alternativszene in Deutschland. Den Akteuren ging es um das unabhängige Produzieren von Platten, Konzerten und Ausstellungen, die Neugründung von Magazinen, Galerien und Clubs, aber auch um lautstarken Protest gegen den kulturellen Mainstream. Die Ausstellung präsentiert die große Bandbreite dieser Subkultur ausgehend von sieben Musikbands sowie Künstlern, Filmemachern und Designern.

MAX PECHSTEIN – Künstler der Moderne

Bucerius Kunst Forum, Hamburg | bis 03. September 2017

Mit der Ausstellung „Max Pechstein. Künstler der Moderne“ präsentiert das Bucerius Kunst Forum erstmals das Schaffen des deutschen Expressionisten in einer Einzelschau in Hamburg. Sie würdigt den Künstler Max Pechstein (1881-1955) als wegweisenden Vertreter der Moderne und lässt sein vielschichtiges Werk vor dem Hintergrund verschiedener biografischer und geografischer Schwerpunkte neu aufleben.

HANS OP DE BEECK – Out Of The Ordinary

Kunstmuseum Wolfsburg | bis 03. September 2017

Die Retrospektive als Gesamtkunstwerk: Auf mehr als 2200 Quadratmetern in und um die große Ausstellungshalle können die Besucher des Kunstmuseums Wolfsburg eintauchen in die faszinierende Kunst-Welt von Hans Op de Beeck. „Out of the Ordinary“ im Doppelsinn: Aus dem unmittelbaren Lebensalltag heraus entstehen bei dem belgischen Multimedia-Künstler (*1969) seltsam verfremdete Orte und Situationen, die, oft modellhaft, im präzisen Einsatz von fließendem Wasser, magischen Musikeinspielungen oder eindringlichen Filmbildern im Wortsinn außerordentlich werden.

EGON SCHIELE – Selbsthingabe und Selbstbehauptung

Albertina, Wien | bis 18. Juni 2017

Als Auftakt zum Schiele-Gedenkjahr 2018 zeigt die Albertina eine umfassende Ausstellung von Egon Schieles Werk. Sie positioniert sein radikales Œuvre in einer zwischen Moderne und Tradition gespaltenen Epoche. 160 seiner schönsten Gouachen und Zeichnungen führen in ein künstlerisches Werk ein, das sein großes Thema in der existenziellen Einsamkeit des Menschen findet und in drastischem Gegensatz zu den Wertvorstellungen der Gesellschaft des Fin de Siècle steht.

KIRCHNER – Die Berliner Jahre

Kunsthaus Zürich | bis 21. Mai 2017

Die erstmals in der Schweiz gezeigte große Ausstellung zu den Berliner Jahren von Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) präsentiert Kirchners Schaffen von 1912 bis 1914 in der pulsierenden Großstadt Berlin und auf der idyllischen Ostseeinsel Fehmarn anhand von rund 160 Gemälden, Pastellen, Zeichnungen, Druckgrafiken, Skizzenbüchern und einer Auswahl von Stoffarbeiten, Skulpturen und Fotografien. Die zwei gegensätzlichen Inspirationsorte markieren den Höhepunkt in Kirchners expressionistischem Werk.

LUCAS CRANACH DER ÄLTERE | Meister – Marke – Moderne

Museum Kunstpalast, Düsseldorf | bis 30. Juli 2017

Als einer der Höhepunkte im Reformationsjahr 2017 widmet das Museum Kunstpalast in Düsseldorf dem berühmten Wittenberger Maler eine groß angelegte Werkschau. Zu sehen sind hochkarätige Exponate wie die lebensgroße „Venus“ aus St. Petersburg, Christus und die Ehebrecherin aus Budapest und der sogenannte Prager Altar, dessen weitverstreute Teile für die Laufzeit der großen Schau in Düsseldorf vereint werden. Weitere bedeutende Tafelbilder, Zeichnungen und Drucke dokumentieren die maßgebliche Rolle Cranachs bei der Verbreitung der Reformation und sein geschicktes Agieren im Dienste der bedeutendsten fürstlichen Auftraggeber des 16. Jahrhunderts.

Aufbruch FLORA – Postimpressionistische Meisterwerke

Staatsgalerie Stuttgart | bis 18. Juni 2017

Die Ausstellung präsentiert rund 100 Gemälde und Skulpturen von 15 Künstlern aus der historischen Sammlung Hahnloser. In der Überzeugung, dass man am Puls der Zeit leben müsse, trug das Schweizer Ehepaar Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler zwischen 1906 und 1936 eine umfangreiche Sammlung postimpressionistischer Kunst zusammen. Durch ihre Werke und den freundschaftlichen Austausch, der Künstler und Sammler verband, wurde die Villa Flora, das Wohnhaus der Hahnlosers in Winterthur, zu einem Ort der Einheit von Kunst und Leben und des Aufbruchs in die Moderne. Ihre Strahlkraft wirkte sich über die Grenzen des privaten Mäzenatentums hinaus befruchtend auf das öffentliche Sammeln aus.