PIPILOTTI RIST – Augapfelmassage

Auf über 1000 Quadratmetern präsentiert die Kunsthalle Mannheim mit Pipilotti Rist: Augapfelmassage bis zum 24. Juni 2012 die bislang größte Werkschau der Künstlerin in Deutschland. Gezeigt werden 30 Videoarbeiten, Skulpturen und raumgreifende Installationen aus den letzten 25 Jahren. 

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Kunsthalle Mannheim | bis 24.06.2012

PIPILOTTI RIST – Augapfelmassage

Pressetext: Kunsthalle Mannheim | www.kunsthalle-mannheim.eu

Die Schweizerin Pipilotti Rist zählt weltweit zu den bekanntesten zeitgenössischen Videokünstlerinnen. Seit den 1980er Jahren schafft sie Videoprojektionen, Skulpturen und Installationen, die durch ihre kreative filmische Ausdruckskraft begeistern. In rauschhaften, farbintensiven Bilderfluten werden — begleitet von betörender Musik und Textfragmenten — Themen wie Körper und Identität erforscht.

„Meine Bilder erzählen von der unzivilisierten Schönheit, der Hingabe an das Leben, sie sollen Energien verleihen“, so die 1962 in der Schweiz geborene Pipilotti Rist über ihre künstlerische Intention.
www.pipilottirist.net

… eine reine Überwältigungsmaschine, in die man geschoben wird, die nach dem Verlassen das flirrende Gefühl auf den Pupillen hinterlässt, zu lange in einem knatschfarbenen Oiliy-Shop der neunziger Jahre verweilt zu sein. Es dauert eine Weile, dann klingen die Bilder ab. Es bleibt wenig zurück. [ FAZ, Swantje Karich ]

Die Kunsthalle Mannheim verwandelt sich in eine eindringlich choreographierte Landschaft für Körper- und Raumerfahrungen. Wo sonst kaum Sitzgelegenheiten angeboten werden, dürfen die Besucher ihre Schuhe ausziehen und es sich auf Teppichboden und Sofakissen bequem machen, um ein Video zu sehen, zu kommunizieren oder einfach abzutauchen.

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VIDEO | Trailer zur Ausstellung

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Ausgehend von zwei frühen Arbeiten aus der hauseigenen Sammlung der Kunsthalle — I´m Not The Girl Who Misses Much (1986) und Pickelporno (1992) — eröffnet sich in Mannheim das ganze visuelle Universum der Pipilotti Rist. Anhand einzelner Werkkomplexe, von experimentellen Videoarbeiten wie Sexy Sad I (1987), über Videoskulpturen (Eindrücke Verdauen, 1996), bis hin zu Rauminstallationen wie Administrating Eternity (2011) nimmt die Ausstellung Rists zentrale Themen in den Blick. Mit ihren humorvollen und subversiven Arbeiten unterläuft die Künstlerin gesellschaftliche Tabus und stellt gängige Denk- und Rollenmuster auf den Prüfstand.

Ein Highlight ist die eigens für die Ausstellung geschaffene, aktuelle Arbeit Administrating Eternity (2011), eine überwältigende visuelle Landschaft, in der Videobilder über die Körper der Besucher rauschen und Maßstabs- und Orientierungssinn außer kraft setzen. Auch durch skulpturale Elemente, wie das acht Meter lange Objekt Eine Spitze in den Westen — ein Blick in den Osten (1992/99) gelingt es der Künstlerin immer wieder eine enge Verbindung zwischen Werk und Betrachtern herzustellen: denn erst wenn die Besucher den Kopf in die Skulptur hineinstecken, können Sie die darin gezeigten Videos sehen. Andere Arbeiten werden nur in sitzender, kniender oder liegender Position sichtbar.

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VIDEO | Pipilotti Rist, I´m Not The Girl Who Misses Much, 1986, Einkanalvideo

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Empfangen werden die Ausstellungsbesucher in Mannheim von riesigen, mit Rauch gefüllten Seifenblasen, die vom Balkon der Kunsthalle aus der Arbeit Nichts (1999) über dem Eingangsbereich in den Himmel schweben. Auch an anderen ungewöhnlichen Orten, wie im Museumsrestaurant, finden sich Werke der Künstlerin, die mit ihrer Kunst selbst vor den Besuchertoiletten nicht Halt macht. Die Ausstellung wird von einem spannenden Rahmenprogramm, unter anderem mit der Aufführung von Pipilotti Rists Spielfilm Pepperminta (2009), Vorträgen und Workshops und einem umfangreichen Kunstvermittlungs-Programm begleitet. www.pepperminta.ch

Die Ausstellung wurde organisiert von der Hayward Gallery, Southbank Centre, London in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Mannheim. Kuratiert von Stephanie Rosenthal, Chef-Kuratorin, Hayward Gallery, London und Stefanie Müller, Kuratorin Kunsthalle Mannheim.

Pipilotti Rist wird auch in einer Ausstellung mit dem Titel „Blutbetriebene Kameras und quellende Räume“ vom 02. Juni bis 25. November 2012 im Kunstmuseum St. Gallen, Schweiz zu sehen sein.

 

Katalog  Pipilotti Rist - Augapfelmassage

Katalog | Pipilotti Rist – Augapfelmassage
herausgegeben von Stephanie Rosenthal, Chef-Kuratorin, Hayward Gallery, London

Gebundene Ausgabe
Pappband,
289 farbige Abbildungen,
2 s/w Abbildungen
200 Seiten
Sprache: Deutsch
29,5 x 23,4 x 2,8 cm

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Die Schweizerin Pipilotti Rist wird international als eine der führenden zeitgenössischen Künstlerinnen gefeiert. Neben Videos, Skulpturen und Installationen von den 1980er-Jahren bis heute zeigt das Buch auch neue Arbeiten, die für die Ausstellungsserie in London, Mannheim und St. Gallen entstanden sind: eine große Audio-Videoinstallation, die als eine neue Art von überwältigender visueller Landschaft subtil und sinnlich daherkommt. Mit einem eigens von der Künstlerin geschaffenen visuellen Essay sowie Texten von Konrad Bitterli, Elisabeth Bronfen, Chrissie Iles, Stefanie Müller und Stephanie Rosenthal gelingt es der innovativ gestalteten Publikation, die künstlerische Sprache Pipilotti Rists erstmals in diesem Umfang auf Papier zu bannen.

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PEPPERMINTA

Pepperminta (Ewelina Guzik) ist eine Anarchistin der Fantasie. Sie wohnt in einer futuristischen Villa Kunterbunt und lebt nach ihren ganz eigenen Regeln. Die junge Frau hat Farben als beste Freunde, Erdbeeren als Haustiere und sie kennt phantastische Rezepte, um die Menschen von ihren nutzlosen Ängsten zu befreien.

DVD | PEPPERMINTA
Regie: Pipilotti Rist
mit Ewelina Guzik, Sabine Timoteo, Sven Pippig
Schweiz (2009) – 84 Minuten

PAL/Region 2
TON: Deutsch ( Dolby Digital 5.1 ), Englisch ( Untertitel ), Französisch ( Untertitel ), Italienisch ( Untertitel ),
WIDESCREEN (1.78:1),
BONUSMATERIAL: Bilden Von, Szene Zugang, Wechselwirkendes Menü

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Pepperminta wünscht sich, dass alle die Welt in ihren Lieblingsfarben sehen. Werwen (Sven Pippig), ein mindestens so pummliger wie scheuer junger Mann, von dessen Sexappeal Pepperminta hingerissen ist, und die schöne Edna (Sabine Timoteo), die mit den Tulpen flüstert, begleiten sie auf ihrer leidenschaftlichen Mission.

Zu Dritt machen sich diese ganz anderen Musketiere auf, für eine menschliche Welt zu kämpfen. Wo immer die Bande auftaucht, bleibt kein Stein mehr auf dem anderen und das Leben der Menschen verändert sich auf wundersame Weise.

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