Deichtorhallen Hamburg – Ausstellungen 2022

Die Deichtorhallen Hamburg widmen sich der zeitgenössischen Kunst und der Fotografie. Mit ihren drei Häusern – Halle für aktuelle Kunst, Haus der Photographie und Sammlung Falckenberg – an zwei Standorten und einer Ausstellungsfläche von 10.000 qm sind sie eines der größten Ausstellungshäuser dieser Art in Europa.

Die Ausstellungen in den Deichtorhallen bilden die unmittelbare Gegenwart ab, überschreiten dabei Grenzen und Genres. Im Zusammenspiel mit der außergewöhnlichen Architektur der drei Ausstellungshäuser entstehen spektakuläre Ausstellungen auf hohem Niveau, die oftmals in Kooperation mit internationalen Museen umgesetzt werden.


AUSSTELLUNGSPROGRAMM


VIDEO | A Space Program, Trailer

TOM SACHS.
Space Program: Rare Earths

Ausstellung: 19. September 2021 bis 10. April 2022

Tom Sachs (*1966) gilt als einer der bekanntesten US-amerikanischen Vertreter der zeitgenössischen Kunst. Internationale Bekanntheit erlangte er durch seine Reimagination moderner Ikonen und seine raumgreifenden, immersiven Installationen. SPACE PROGRAM: RARE EARTHS, von Tom Sachs für die Halle für aktuelle Kunst konzipiert, ist die Fortsetzung seiner spekatkulär inszenierten Reisen zum Mond, Mars und zu Jupiters eisigem Mond Europa.
Für diese umfassende Ausstellung wird Sachs sich auf eine vollkommen neue Mission begeben und die Ausstellungshalle in eine interaktive, rund 3.000 Quadratmeter umfassende Weltraum-Landschaft mit zahlreichen Installationen verwandeln.


Frida Orupabo Untitled 2019 Frida Orupabo 1000 Deichtorhallen Hamburg 8211 Ausstellungen 2022
Frida Orupabo, Untitled 2019 © Frida Orupabo

JACK DAVISON
OMER FAST
FRIDA ORUPABO

Ausstellung bis 23. Januar 2022
PHOXXI. HAUS DER PHOTOGRAPHIE TEMPORÄR

Der Brückenschlag zwischen historischer Fotografie und der digitalen Gegenwart des 21. Jahrhunderts steht im Mittelpunkt der ersten Ausstellungsprojekte im PHOXXI, dem temporären Haus der Photographie. Die Ausstellungen von Jack Davison, Omer Fast und Frida Orupabo zeigen Erweiterungen der analogen Fotografie ins Digitale, Dreidimensionale und Bewegtbild.


TomiUngerer Give1967 DiogenesVerlagAGZuerich TomiUngererEstate FotoMuseesdelaVilledeStrasbourg MathieuBertola Deichtorhallen Hamburg 8211 Ausstellungen 2022
Tomi Ungerer: Give, Plakat gegen den Vietnamkrieg, 1967, Offset-Druck, 68 × 53 cm,
Sammlung Musée Tomi Ungerer – Centre international de l‘Illustration
© Diogenes Verlag AG, Zürich/Tomi Ungerer Estate
Foto: Musées de la Ville de Strasbourg/Mathieu Bertola

TOMI UNGERER.
It’s All About Freedom

Ausstellung: 27. November 2021 bis 24. April 2022
Sammlung Falckenberg, Hamburg

Ein thematischer Strang der Ausstellung wird den Verbindungen zwischen Motiven aus Ungerers Kinderbüchern und Motiven aus dessen politischen sowie biographischen Büchern nachspüren. Zudem werden bisher nicht veröffentlichte Werke und Werkgruppen zu sehen sein.

Die Werkauswahl generiert sich aus einem über 300 Werke umfassenden Konvolut aus dem Nachlass Ungerers aus Cork, Irland. Dieses wird mit Werken aus dem Straßburger Musée Tomi Ungerer Centre international de l‘illustration ergänzt.


GUTE AUSSICHTEN 2020/2021
JUNGE DEUTSCHE FOTOGRAFIE

11. Februar – 1. Mai 2022

Das neue Ausstellungsprogramm 2022 beginnt mit GUTE AUSSICHTEN 2020/2021 – JUNGE DEUTSCHE FOTOGRAFIE. Im PHOXXI werden vom 11. Februar – 1. Mai 2022 die Preisträgerinnen des renommierten Nachwuchspreises für Fotografie-Absolventinnen präsentiert. Im 17. Jahrgang von gute aussichten wählte die Jury acht Preisträger*innen aus, welche ihre Modelle und Motive in zahlreiche mögliche Wirklichkeiten, die allesamt das Schöne, das Schäbige oder das Schwankende offenbaren, zerlegen.


8. Triennale der Photographie Hamburg 2022

Die unter dem organisatorischen Dach der Deichtorhallen Hamburg ausgerichtete 8. Triennale der Photographie Hamburg 2022 wird in insgesamt zwölf Ausstellungen das Thema »Currency« aus verschiedenen Blickwinkeln und in unterschiedlichen Interpretationen beleuchten. Vom Fotoalbum aus der Kolonialzeit über bildgewordene Phantasien, experimentelle Aufnahmen bis zur sozialen Dokumentarfotografie reicht die Auseinandersetzung mit den vielfältigen Möglichkeiten, mit denen Fotografien produziert, zirkuliert und interpretiert werden.

Im Rahmen der Triennale präsentieren alle drei Häuser der Deichtorhallen Hamburg ab dem 20. Mai 2022 ihre Ausstellungsprojekte: Die umfangreiche, von einem internationalen Kuratorinnenteam kuratierte Gruppenausstellung in der Halle für aktuelle Kunst CURRENCY: PHOTOGRAPHY BEYOND CAPTURE untersucht die künstlerische Auseinandersetzung mit Fotografie im »retinalen Zeitalter«, in dem Bilder nicht nur Themen und Ereignisse dokumentieren, sondern das Sehen und Gesehenwerden grundlegend prägen. Die Ausstellung zeigt bis zum 18. September 2022 Fotografie nicht als Dokument von Essenz oder verbindlicher Wahrheit, sondern als Rahmen und Kontext für erzählerische Erfindungen. CURRENCY betrachtet, wie Wissen gewonnen wird und wie dieses über die konzeptuellen Ansätze des Mediums Fotografie neu gedacht werden kann.

Die ebenfalls im Rahmen der Triennale laufende zweiteilige Ausstellung BEHIND THE SCENES im PHOXXI dreht sich um Prozesse von Austausch und Veränderung, mit denen die Sammlung F.C. Gundlach konfrontiert ist. Christoph Irrgangs Fotografien bieten Einblicke in den Mikrokosmos dieser privaten Sammlung, deren kultureller Wert als machtvolle »Währung« vor Augen geführt wird. Im zweiten Teil der von Sabine Schnakenberg kuratierten Ausstellung thematisieren die Photonews Redakteur*innen Anna Gripp und Denis Brudna das Geschehen auf der Paris Photo, der weltweit größten Messe für Fotografie, als »Börse« dieses Mediums.

CHARLOTTE MARCH

21. Mai – 21. August 2022

Die groß angelegte Werkschau von CHARLOTTE MARCH (1929–2005) in der Sammlung Falckenberg legt im Rahmen der Triennale den Fokus auf die bisher wenig bekannten Arbeiten der für ihre Mode- und Werbeaufnahmen bekannten Hamburger Fotografin. Ihr Interesse an den Menschen und wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten, ihr Blick auf die Ränder der Gesellschaft und der Stadt führt sie auch an marginalisierte Orte und zeigt uns die Lebensumstände von Bonbon-Machern, Schmieden und Kassiererinnen wie auch das Leben auf der Reeperbahn.


JASON EBEYER
ALIX MARIE
PAUL MPAGI SEPUYA

Die Herbstsaison eröffnet vom 9. September 2021 bis 8. Januar 2022 mit den jungen Künstlerinnen JASON EBEYER (1992), ALIX MARIE (1989), PAUL MPAGI SEPUYA (1982). Sie beschäftigen sich unter Anwendung verschiedener künstlerischer Methoden mit dem menschlichen Körper, Sexualität und Gender. Die von Ingo Taubhorn kuratierte Ausstellung stellt diese aktuellen Diskurse um Genderfluidität und die Hinterfragung gesellschaftlicher Betrachtungen von Körperlichkeit mit den ausgewählten Positionen in ein spannungsvolles Gefüge.


ARBEITSSTIPENDIUM FÜR BILDENDE KUNST
DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG

10. September bis 23. Oktober 2022

Seit 1981 vergibt die Behörde für Kultur und Medien jährlich das ARBEITSSTIPENDIUM FÜR BILDENDE KUNST DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG und unterstützt bildende Künstlerinnen dabei, sich nach Beendigung ihrer Ausbildung künstlerisch weiterzuentwickeln, neue Projekte zu verfolgen und Netzwerke aufzubauen. In Kooperation mit der Sammlung Falckenberg werden zwanzig Künstlerinnen, die in den Jahren 2020 und 2021 ausgezeichnet wurden, eine Auswahl ihrer Arbeiten vom 10. September bis 23. Oktober 2022 präsentieren.


IN THE HEART OF ANOTHER COUNTRY
WERKE AUS DER SHARJAH ART FOUNDATION

28. Oktober 2022 bis 14. März 2023

Die zeitgenössische Kunst des Nahen und Mittleren Ostens seit den 1960er-Jahren steht im Fokus der von Omar Kholeif konzipierten Ausstellung IN THE HEART OF ANOTHER COUNTRY – WERKE AUS DER SHARJAH ART FOUNDATION in der Halle für aktuelle Kunst. Erstmals wird damit im deutschsprachigen Raum vom 28. Oktober 2022 bis 14. März 2023 Kunst aus dem arabischen Raum von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart in einer umfassenden Ausstellung vorgestellt. Die Sammlung der Sharjah Art Foundation präsentiert Künstler*innen, deren Kunst größtenteils im Exil entsteht. Dabei steht einerseits die Bewahrung der jeweiligen kulturellen Wurzeln und zum anderen das künstlerische Schaffen in Abgrenzung vom und zugleich Öffnung zum dominierenden westlichen Kunstgeschehen im Vordergrund.


GEPRESST GEDRÜCKT GEQUETSCHT.
DIETER ROTH UND DIE DRUCKGRAPHIK

3. Dezember 2022 bis 19. März 2023

Der deutsch-schweizerische Künstler und Dichter Dieter Roth (1930 in Hannover, †1998 in Basel) zählt zu den prominentesten Vertreterinnen der Konkreten Poesie. Die Deichtorhallen Hamburg widmen ihm in der Sammlung Falckenberg eine große Ausstellung, in der sein druckgrafisches Werk mit Mittelpunkt steht. Die Ausstellung präsentiert vom 3. Dezember 2022 bis 19. März 2023 mit rund 1.100 Werken die Motivschwerpunkte seines künstlerischen Schaffens in 16 Sektionen – von Landschaftsbildern über Stillleben hin zu Selbstbildnissen. Dieter Roths Œuvre gilt als eines der facettenreichsten und interdisziplinärsten der bildenden Kunst.


Zusätzlich starten die Deichtorhallen Hamburg im März 2022 in Kooperation mit Kampnagel ein Residenzprogramm zu Kunst und Digitalität, das im Fonds Digital der Kulturstiftung des Bundes gefördert ist. Bis Ende 2024 werden die Deichtorhallen Hamburg und Kampnagel insgesamt fünf dreimonatige Staffeln planen, in denen jeweils drei Resident*innen neue Möglichkeiten der Produktion an der Schnittstelle von Kunst und Technologie erproben. Das Residenzprogramm eröffnet im März 2022 mit HOW TO BEAM: DO-IT-YOURSELF TELEPORTATION FOR HYBRID TIMES, gehostet von der kanadischen Künstlerin Darsha Hewitt und wird im Herbst mit dem britischen Kunst- und Designstudio Hyphenlabs fortgesetzt.


Deichtorhallen Hamburg / Sammlung Falckenberg

Deichtorhallen Hamburg GmbH
Deichtorstraße 1
20095 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 32103-0
Telefax: +49 (0)40 32103-230
E-Mail: [email protected]
Internet: www.deichtorhallen.de


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