ECKERSBERG – Faszination Wirklichkeit

Kunsthalle, Hamburg | bis 16. Mai 2016

Christoffer Wilhelm Eckersberg (1783-1853) Junge Frau vor einem Spiegel, 1841, Öl auf Leinwand, 33,5 x 26 cm [Public domain], via Wikimedia CommonsAusschnitt

Christoffer Wilhelm Eckersberg (1783-1853): Junge Frau vor einem Spiegel, 1841,
Öl auf Leinwand, 33,5 x 26 cm [Public domain], via Wikimedia Commons [Ausschnitt]

Erstmals in Europa außerhalb Dänemarks zeigt die Hamburger Kunsthalle im Rahmen einer umfangreichen Retrospektive das Werk Christoffer Wilhelm Eckersbergs (1783–1853), der Schlüsselfigur des Goldenen Zeitalters der dänischen Malerei.
Die Ausstellung umfasst mit rund 90 Gemälden sowie ca. 40 Zeichnungen und Druckgraphiken aus allen Schaffensphasen zugleich sämtliche Hauptwerke des Künstlers.


In nahezu allen Gattungen tätig, hat der bedeutendste dänische Maler der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert mit seiner forcierten Wirklichkeitssicht ungewöhnliche Perspektiven eröffnet. Eckersbergs Bildwelten vereinen scheinbare Zufälligkeit mit kalkulierter Konstruktion und frappierender Detailtreue. In ihrer Unmittelbarkeit und kompositorischen Radikalität muten die Bilder vielfach wie eine Vorwegnahme des fotografischen Blicks an.

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Kunsthalle, Hamburg | 11. Februar bis zum 16. Mai 2016

Eckersberg – Faszination Wirklichkeit

Das goldene Zeitalter der dänischen Malerei

Pressetext: Hamburger Kunsthalle | www.hamburger-kunsthalle.de
Kurator: Markus Bertsch

Im Mai 1814 kaufte sich Eckersberg einen tragbaren Malkasten und einen Klappstuhl, um in der Ewigen Stadt und der römischen Campagna zu malen. Er begründete damit in Rom die dänische Tradition der Freilichtmalerei. Innovationen im direkten Naturstudium bildeten neben der Geometrie und Perspektive die wichtigsten Bestandteile seiner Lehre an der Kopenhagener Akademie, wo er annähernd 40 Jahre lang als Professor wirkte. Durch seine progressive Verknüpfung von Tradition und Innovation, sowie von Klassizität und Wirklichkeitsnähe wurde Eckersberg nicht nur der bedeutendste dänische Maler in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, sondern zugleich eine prägende Figur in der europäischen Kunstentwicklung jener Zeit.

Eckersberg – Faszination Wirklichkeit - Katalog - 700

KATALOG | Eckersberg – Faszination Wirklichkeit.
Das goldene Zeitalter der dänischen Malerei

Gebundene Ausgabe,
Hardcover
Michael Imhof Verlag
ca. 304 Seiten,
ca. 300 Abbildungen
Sprache: Deutsch
ca. 23 x 30 cm

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Das umfangreiche, hochwertige Katalogbuch zur Hamburger Retrospektive bildet sämtliche Exponate, darunter auch alle Hauptwerke, ganzseitig ab. Acht Essays bieten vertiefende Betrachtungen zu zentralen Aspekten von Eckersbergs Schaffen und verorten ihn innerhalb des europäischen Kunstdiskurses. Informative Einzelkommentare zu den Exponaten runden die Publikation ab. Mit Fachbeiträgen aus deutscher und dänischer Perspektive.

Eckersbergs Bildwelten verbinden scheinbare Zufälligkeit und kalkulierte Konstruktion, Nüchternheit und Zauber. Gleichsam wie bildgewordene Augenblicke oder eingefrorene Momentaufnahmen anmutend, vermögen seine Werke auch den heutigen Betrachter zu fesseln und fordern dessen Sehgewohnheiten heraus. In ihrer Unmittelbarkeit und kompositorischen Radikalität muten Eckersbergs Werke vielfach wie eine Vorwegnahme des fotografischen Blicks an.

In ungewöhnlicher Breite sind dabei in Eckersbergs Werk sämtliche Gattungen vertreten: Bildnisse, die sich der Raffinesse der französischen Porträtkunst ebenso verpflichtet erweisen wie dem dänischen Drang nach Objektivität, Historiengemälde, deren Protagonisten ihre Herkunft aus dem Aktsaal nicht verleugnen können und Genreszenen, die in ihrer forcierten Momenthaftigkeit wie aus der Zeit gefallen wirken. Nicht zu vergessen seine Landschaften: Ob er die Topographie Roms alszufällig gewählten Ausschnitt inszeniert, Wasser, Licht und Himmelsphänomene auf seinen Marinen dokumentiert oder aber der dänischen Natur in all ihrer Schlichtheit huldigt – stets spricht aus Eckersbergs Bildern seine konsequente Wirklichkeitsverpflichtung.

Zu den Leihgebern gehören das Statens Museum for Kunst, Kopenhagen, zahlreiche weitere dänische Institutionen, darunter die Königlich Dänische Kunstakademie, die Sammlung Hirschsprung, das Thorvaldsens Museum oder das Kunstmuseum Ribe, überdies amerikanische und deutsche Museen sowie diverse private Leihgeber.

Die Ausstellung entstand in Kopenhagen mit dem Statens Museum for Kunst, wo sie bis zum 24. Januar 2016 zu sehen war. Als weitere Station zeigt die Fondation Custodia, Paris, die Ausstellung.

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VIDEO | SMK TV: C.W. Eckersberg – Portrait
( Statens Museum for Kunst, Kopenhagen )

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Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
Donnerstag 10 bis 21 Uhr, vor Feiertagen 10 bis 18 Uhr
Montag geschlossen

Eintrittspreise [Sonderausstellung ]

Regulär 8 €
Ermäßigt 4 €
Familienkarte 18 €
Goldener Freitag  für Senioren ab 65 Jahren inkl. Kaffee-und-Kuchen-Angebot im Café  10 €
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren Eintritt frei

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