Fujiko Nakayas Nebelskulpturen: Erste umfassende Werkschau außerhalb Japans

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Die Künstlerin und Bildhauerin Fujiko Nakaya (*1933 in Sapporo, Japan) wird im Haus der Kunst in München mit der ersten umfassenden Retrospektive außerhalb Japans gewürdigt. Die Ausstellung läuft vom 8. April – 31. Juli 2022.


Nakayas Nebelskulpturen sind zu einem Synonym für die Künstlerin geworden. Sie bestehen vollständig aus reinem Wasser und fordern damit traditionelle Vorstellungen von Skulpturen heraus. Je nach Temperatur, Wind und Atmosphäre verändern sie sich in jedem Augenblick, es entstehen temporäre, grenzenlose Skulpturen, die sich physisch mit dem Publikum verbinden. Die ephemeren Nebelskulpturen umhüllen die Betrachter*innen und versetzen sie in eine desorientierende, transzendente Verbindung mit der Umgebung.

Früh inspiriert vom aufkeimenden ökologischen Bewusstsein, arbeitet Nakaya seit jeher mit Wasser und Luft – Elementen, die im Zusammenhang mit der Klimakrise mittlerweile besondere Bedeutung erlangt haben.


VIDEO | TATE LIVE EXHIBITION: TEN DAYS SIX NIGHTS

Fujiko Nakaya verwandelte die Südterrasse der TATE mit einer immersiven Nebelskulptur, die von einer Licht- und Klanglandschaft belebt wurde und in Zusammenarbeit mit Ryuichi Sakamoto und Shiro Takatani entstand. Performance mit der Tänzerin und Choreografin Min Tanaka.

Bekannt wurde Fujiko Nakaya als Mitglied des von Robert Rauschenberg und Billy Klüver gegründeten Kollektivs Experiments in Arts and Technology (E.A.T.) in den 1970er-Jahren und erlangte mit über 90 Installationen und Performances internationale Bekanntheit für ihre Nebelkunstwerke. Sie hat mit Künstler*innen aus verschiedenen Genres zusammengearbeitet, aus Architektur, Musik, Tanz und Licht, um die vielseitige Natur von Nebel zu verdeutlichen.

Von ihren selten gezeigten frühen Gemälden bis hin zu ihren Nebelskulpturen, darunter zwei eigens für das Haus der Kunst geschaffene ortsspezifische Werke, über ihre Einkanalvideos, Installationen und Dokumentationen bietet diese anschaulich erlebbare Ausstellung einen umfassenden Überblick über das Werk einer der führenden Künstlerinnen Japans.

FUJIKO NAKAYA Resilience Katalog - Fujiko Nakayas Nebelskulpturen: Erste umfassende Werkschau außerhalb Japans

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Resilience

Taschenbuch
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176 Seiten, 140 Abbildungen
Herausgeber: Hatje Cantz Verlag
Sprache: Deutsch, Englisch
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Von den frühen Gemälden bis hin zu ihren Nebelskulpturen, Einkanal-Videos, Installationen und Dokumentationen, die Nakayas kulturelle und soziale Bezüge zeigen, bietet dieser Band einen umfassenden Überblick über das Schaffen der Künstlerin.

Als eine zentrale Ausstellung der neuen Ausrichtung im Haus der Kunst wird Fujiko Nakayas Arbeit in direkten Bezug zu ihrem sozialen und kulturellen Netzwerk gesetzt. Nakayas besonderer Zugang zu Themen wie Natur, Wissenschaft und Zufall hat das radikale japanische Künstler*innenkollektiv Dumb Type und den deutschen Musiker und Künstler Carsten Nicolai, dessen Arbeit von japanischen Zen-Gärten inspiriert ist, auf unterschiedlichste Weise entscheidend geprägt. Die zeitgleichen Ausstellungen im Haus der Kunst schaffen neue Dialoge, die die drängenden Fragen unserer heutigen Gesellschaft, wie Nachhaltigkeit, Inklusion, Wissenschaft und Natur, in den Vordergrund stellen.

Andrea Lissoni, Künstlerischer Leiter des Haus der Kunst und Kurator der Ausstellung: „In 2022 wird sich unser Programm in Form von Dialogen entfalten. Indem wir bildende Kunst, Performance, Tanz, bewegte Bilder, Musik und diskursive Praktiken zusammenbringen, hoffen wir, die Beziehung des Publikums zur Kunst als immersive, partizipative Erfahrung neu zu definieren.“


Fujiko Nakaya

8. April – 31. Juli 2022
Symposium: 30. Juli 2022
Katalog: erscheint Mai 2022
Haus der Kunst, Prinzregentenstraße 1, 80538 München
www.hausderkunst.de // @HausderKunst

Die Ausstellung wird kuratiert vom Künstlerischen Leiter Andrea Lissoni und der Kuratorin Sarah Johanna Theurer.


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