Hamburger Kunsthalle – Ausstellungen Herbst/Winter 2020/21

Die drei nahe der Alster gelegenen, markanten Gebäude der Hamburger Kunsthalle beherbergen eine der wichtigsten öffentlichen Kunstsammlungen Deutschlands. Die Kunsthalle ist eines der wenigen Häuser, die einen Rundgang durch acht Jahrhunderte Kunstgeschichte ermöglichen.

Mehr als 700 Werke sind ständig ausgestellt. Schwerpunkte bilden die norddeutsche mittelalterliche Malerei mit den Altären von Meister Bertram und Meister Francke, die niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts, die deutsche Malerei des 19. Jahrhunderts mit den umfangreichen Werkgruppen von Caspar David Friedrich, Philipp Otto Runge, Adolph Menzel und Max Liebermann sowie die Klassische Moderne mit Werken von Max Beckmann, Wilhelm Lehmbruck, Ernst Ludwig Kirchner, Edvard Munch und Paul Klee. Im Bereich der zeitgenössischen Kunst geben unterschiedliche zeitgenössische Positionen der Hamburger Kunsthalle eine gewichtige Stimme im aktuellen Kunstgeschehen.


AUSSTELLUNGSPROGRAMM 2020 / 2021

Sc casa de cambio quer 1000 700x350 Hamburger Kunsthalle 8211 Ausstellungen Herbst Winter 2020 21
SOL CALERO - Casa de Cambio, 2016
Art Basel Statements, Basel
© Courtesy die Künstlerin, ChertLüdde, Berlin und Crèvecoeur, Paris
Foto: Andrea Rosetti

DIE ABSURDE SCHÖNHEIT DES RAUMES.
7 Künstler*innen vs. Ungers

4. Sep 2020 – 07. März 2021

Die Hamburger Kunsthalle zeigt mit dem Ausstellungsprojekt Die Absurde Schönheit des Raumes neu entstandene Arbeiten von sieben jungen Künstlerinnen, die von der Architektur und den Räumen der Galerie der Gegenwart des Architekten Oswald Mathias Ungers inspiriert sind. Die ortsspezifischen Werke für den weißen Gebäudekomplex der Kunsthalle mit seiner streng durchkomponierten quadratischen Formgebung im Inneren und Äußeren, werden von den Künstlerinnen besonders als »Raumkunst« begriffen. Sie nehmen in spezifischer Weise Bezug auf die Innen- und Außenwirkung der Räume. Die Spannweite der künstlerischen Positionen reicht von installativer Malerei über Raumbespielung und malerischer Assemblage bzw. collagenartigen Kompositionen bis hin zu Projektionen die im Zusammenhang mit Malerei stehen.


Gerhard richter oswald 1000 700x548 Hamburger Kunsthalle 8211 Ausstellungen Herbst Winter 2020 21
GERHARD RICHTER - Oswald, 1964 ( Detail )
Öl auf Leinwand, 129 x 109 cm
© Gerhard Richter 2020 (0118)
Foto: Gerhard Richter Images

FRÜHER WAR SCHON IMMER JETZT.
Malerei seit 1947 neu präsentiert

4. Sep 2020 – 05. Sep 2021

Mit Früher war schon immer jetzt lotet die Hamburger Kunsthalle den Bereich zwischen den Polen »Jetzt« und »Ewigkeit« aus: Zu erleben sind ausgewählte Gemälde der Sammlung, die ab dem Jahr 1947 entstanden sind. Die Präsentation stellt vermeintlich Unvereinbares nebeneinander, in dem sie die figurative Malerei der DDR mit der gebrochenen Figuration nach 1945 in Frankreich zusammenbringt, Minimal auf Pop Art treffen lässt und gestische Abstraktion auf ironische Figuration. Gemälde sind Ausdruck ihrer Zeit und der Individualität ihrer Erschaffer*innen. Sie werden älter, ihre Inhalte altern aber nicht. Ihr »Früher« ist für uns bei jeder Betrachtung ein »Jetzt«. Malerei ist ebenso Zeugnis des Momentes ihrer Erschaffung, als auch ewig. Präsentiert in der Galerie der Gegenwart steht mit den Werken zugleich die alle Museen beschäftigende Frage im Raum, wann die Gegenwart beginnt und ob sie ein Zeitraum ist.


Max beckmann m nnlich weiblich katalog 2 1000 700x451 Hamburger Kunsthalle 8211 Ausstellungen Herbst Winter 2020 21
Abb. aus dem begleitendem Katalog / Prestel Verlag

MAX BECKMANN.
weiblich-männlich

25. Sep 2020 – 24. Jan 2021

Max Beckmann. weiblich–männlich untersucht erstmals die zahlreichen, oft widersprüchlichen Rollen von Weiblichkeit und Männlichkeit in den Werken von Max Beckmann (1884–1950), einem großen Künstler der Moderne und kraftvollen Interpreten seiner Zeit. Mit rund 150 Gemälden, Plastiken und Arbeiten auf Papier zeigt die Ausstellung die eindrucksvolle Breite des Themas und ermöglicht ein tieferes Verständnis von Beckmanns facettenreicher Kunst. Wichtige Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland – darunter der Nachlass Beckmann, das Saint Louis Art Museum, die Harvard Art Museums und das Stedelijk Museum in Amsterdam – ergänzen den umfangreichen Beckmann-Bestand der Hamburger Kunsthalle.
Die Ausstellung befragt Beckmanns Bilder sowohl auf ihre historische Bedeutung als auf ihre Aktualität für unsere Zeit.


DE CHIRICO Magische Wirklichkeit Katalog 1000 700x511 Hamburger Kunsthalle 8211 Ausstellungen Herbst Winter 2020 21
Abb.: Katalog Cover, Detail / Hirmer Verlag

DE CHIRICO.
Magische Wirklichkeit

22. Jan 2021 – 25. April 2021

Mit Magische Wirklichkeit ist in Hamburg erstmalig eine Ausstellung zu dem italienischen Künstler Giorgio de Chirico (1888-1978) zu sehen, dem Begründer der sogenannten Metaphysischen Malerei. Im Zentrum der groß angelegten Schau stehen de Chiricos ikonische Gemälde aus der wegweisenden Phase von 1909 bis 1919, in welcher er, begleitet von Giorgio Morandi und Carlo Carrà sowie seinem Bruder, dem Komponisten Alberto Savinio, mit der Pittura metafisica die Grundlagen für eine »andere Moderne« legt.

Insgesamt sind über 60 Meisterwerke von de Chirico, sowie von Arnold Böcklin, Max Klinger, Carlo Carrà, Giorgio Morandi, Alberto Magnelli, Alexander Archipenko und anderen zu entdecken. Zusammengetragen wird eine bislang ungesehene Dichte und Qualität an teils kaum gereisten Leihgaben aus bedeutenden internationalen Museen, darunter das Museum of Modern Art, das Metropolitan Museum of Art und die Pierre and Tana Matisse Foundation in New York, das Art Institute of Chicago, das Chrysler Museum of Art in Norfolk, Virginia, das Philadelphia Museum of Art, die Peggy Guggenheim Collection in Venedig und die Tate Gallery London sowie aus hochkarätigen Privatsammlungen weltweit, ergänzt um ausgewählte Exponate der Sammlung der Hamburger Kunsthalle.


Installationsansicht khk warhol campbells soup marilyn 1000 700x299 Hamburger Kunsthalle 8211 Ausstellungen Herbst Winter 2020 21
Abb.: Warhol - Campbells Soup / Marilyn | Installationsansicht Hamburger Kunsthalle

SERIEN.
Druckgraphik von Warhol bis Wool

26. Feb 2021 – 27. Juni 2021

Das Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle besitzt einen herausragenden Bestand druckgraphischer Serien, die mit Ausnahme von Andy Warhols (1928–1987) Siebdrucken, bisher nur selten oder noch nie gezeigt worden sind. Die Ausstellung SERIEN bietet die Möglichkeit, diese verborgenen Schätze in Kombination mit einigen ergänzenden Leihgaben zu erleben und einen neuen Blick auf das serielle druckgraphische Medium in seiner Tradition und Weiterentwicklung in der Kunst der Gegenwart zu entdecken.

Beteiligte Künstler*innen: Josef Albers, Ulla von Brandenburg, John Cage, Nina Canell, David Hockney, Jenny Holzer, Donald Judd, Maria Lassnig, Sol LeWitt, Roy Lichtenstein, Richard Lindner, Robert Mangold, Brice Marden, Bruce Nauman, Nam June Paik, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Dieter Roth, Fred Sandback, Thomas Schütte, Frank Stella, Rosemarie Trockel, Victor Vasarely, Wolf Vostell, Andy Warhol, Christopher Wool u.a.


HAMBURGER KUNSTHALLE

Glockengießerwall 5
20095 Hamburg
Tel. +49-(0)40-428131-200
Fax +49-(0)40-4283-409
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