Haus der Kunst München – Ausstellungen Herbst/Winter 2020/21

Das Haus der Kunst ist ein öffentliches Museum ohne eigene Sammlung und ein weltweit führendes Zentrum für zeitgenössische Kunst. Es ist der Untersuchung der Geschichte und der Geschichten der zeitgenössischen Kunst verpflichtet; im Mittelpunkt der Arbeit des Haus der Kunst stehen Ausstellungen, Recherche und Wissensvermittlung.

Das Haus der Kunst schärft den Blick auf die zeitgenössische Kunst, indem es unterschiedliche Standpunkte einbezieht und ein interdisziplinäres Programm von höchster künstlerischer Qualität und kultureller Relevanz anbietet. So schafft es einen kritischen Kontext, um die historische Dimension des Zeitgenössischen zu untersuchen, zu definieren und zu vermitteln.


AUSSTELLUNGSPROGRAMM 2020 / 2021

Michael Armitage Paradise Edict 1000 700x280 Haus der Kunst M nchen 8211 Ausstellungen Herbst Winter 2020 21
Michael Armitage - The Chicken Thief (Detail), 2019 
© Michael Armitage. Photo © White Cube (Theo Christelis)

Michael Armitage.
Paradise Edict

4.9.2020 – 14.2.2021

Der britisch-kenianische Maler Michael Armitage (geb. 1984 in Nairobi, Kenia) ist binnen kürzester Zeit zu einer der spannendsten jungen malerischen Stimmen der Gegenwartskunst avanciert. In seinen großformatigen, farbintensiven Ölgemälden bezieht er sich auf ostafrikanische Maltraditionen ebenso wie auf europäische. Als Farbträger für seine Gemälde fungiert das tuchähnliche Material Lubugo, das seine Malerei in den ostafrikanischen Raum verortet. Seine wirkmächtigen Bilder sind Ausdruck essentieller Aspekte des Menschseins: Grausamkeit, Sexualität, Liebe ebenso wie Mythologien und Traumzustände.
Ca. 70 Werken ostafrikanischer Künstler ist im Sinne einer Hommage ein eigener Raum gewidmet.


Archiv Galerie 2020/21
Archives in Residence: euward Archiv

18.9.2020 – 25.4.2021

Seit dem Jahr 2000 vergibt die Münchner Augustinum Stiftung den euward – den einzigen Kunstpreis von internationalem Rang für Kunst im Kontext geistiger Behinderung.
Das euward Archiv ist im Rahmen der Serie „Archives in Residence“ zu Gast im Haus der Kunst und macht einen Teil seiner Bestände erstmals öffentlich zugänglich. Dokumente, Fotografien und audiovisuellen Medien erzählen von vielseitigen Begabungen und Leidenschaften, aber auch von Verletzungen und dem Ringen nach Anerkennung. Die Präsentation versteht sich als Einladung, unsere Vorstellungen von inklusiver Kultur und diverser Gesellschaft neu zu diskutieren.


Kapwani Kiwanga Plot 1000 700x350 Haus der Kunst M nchen 8211 Ausstellungen Herbst Winter 2020 21
Kapwani Kiwanga - Untitled. A Study, 2020 Digital collage

Kapwani Kiwanga
Der Öffentlichkeit – Von Freunden Haus der Kunst

9.10.2020 – 25.4.2021

Das Haus der Kunst widmet die siebte Ausgabe der Serie DER ÖFFENTLICHKEIT – VON DEN FREUNDEN HAUS DER KUNST der kanadischen Künstlerin Kapwani Kiwanga (geb. 1978 in Hamilton, Kanada).
Kiwanga verwandelt die Mittelhalle des Museums durch große halbtransparente Vorhänge, deren Farbverläufe in Grün- und Pastelltönen einen Bezug zum Englischen Garten herstellen und die Grenzen zwischen Innen und Außen verschwimmen lassen. Dieses vielschichtige Environment wird durch aufblasbare Skulpturen ergänzt, in denen sich Objekte und Pflanzen befinden. Von Glasterrarien inspiriert, nehmen sie Bezug auf botanische Techniken aus der viktorianischen Zeit.
Die Installation wird im November und März durch performative und skulpturale Interventionen in die nähere Umgebung und an der Fassade des Haus der Kunst ergänzt.


Cyrill Lachauer Sammlung Goetz 1000 700x350 Haus der Kunst M nchen 8211 Ausstellungen Herbst Winter 2020 21
Cyrill Lachauer - Cockaigne | I am not sea, I am not land, 2020, 
(Filmstill: Justin), © the artist, Courtesy Sammlung Goetz, Medienkunst, München

Cyrill Lachauer.
I am not sea, I am not land
Sammlung Goetz im Haus der Kunst

23.10.2020 – 11.4.2021

Cyrill Lachauer entwickelt seine umfangreichen Projekte auf langen Reisen, bei denen er tief in die lokalen Kulturen des jeweiligen Ortes eintaucht. In seiner neuen Arbeit “I am not sea, I am not land“ beschäftigt er sich mit den Ideen und Vorstellungen von Land und Landschaft. Den Auftakt zur Ausstellung bildet die Filmprojektion einer vom Künstler bearbeiteten Sequenz aus dem Film „Man of Aran“ von 1934. Darin macht eine vom Wind aufgepeitschte See eine klare Grenzziehung zwischen Festland und Meer unmöglich. Im Weiteren nimmt uns Lachauer mit zu Tänzen und Bergen, zu Diamantsuchern und Hobos. Sie alle eint das Schicksal von Grenzgänger*innen.


HAUS DER KUNST MÜNCHEN

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