PIETER HUGO – Between the Devil and the Deep Blue Sea

Kunstmuseum Wolfsburg | bis 23. Juli 2017

Pieter Hugo - WITH MY SON, JAKOB HUGO, NATURES VALLEY,
aus der Seie „KIN”, 2006-2013
2014, c-print, © Pieter Hugo, | Priska Pasquer, Köln

Erstmals in Deutschland zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg mit 254 Fotografien eine institutionelle Einzelausstellung des südafrikanischen Künstlers Pieter Hugo, der weit über sein Land und seinen Kontinent hinaus Bedeutung hat.


Was trennt uns und was verbindet uns? Wie leben Menschen jeglicher Couleur mit den Schatten kultureller Unterdrückung oder politischer Dominanz? Hugo, geboren 1976 in Johannesburg, geht diesen Fragen in seinen Porträts, Stillleben und Landschaftsbildern mit besonderer Prägnanz nach.

Nach Einzelausstellungen im Fotomuseum Den Haag, dem Musée de l’Elysée Lausanne, dem Müpa Budapest und der Fondation Henri Cartier-Bresson Paris, zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg als erstes Museum in Deutschland einen umfassenden Überblick über Serien wie „Looking aside“, „Kin“, „The Hyena & Other Men“, „Permanent Error“, „There’s A Place in Hell For Me and My Friends“ oder „Nollywood“, durch die Pieter Hugo bekannt geworden ist, sowie über die jüngst entstandenen Projekte „1994“, „Rwanda“ und „Californian Wildflowers“.

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Kunstmuseum Wolfsburg | bis 23. Juli 2017

PIETER HUGO – Between the Devil and the Deep Blue Sea

Pressetext: Kunstmuseum Wolfsburg www.kunstmuseum-wolfsburg.de

KATALOG | PIETER HUGO. Between the Devil and the Deep Blue Sea

LESEPROBE

mit einem Vorwort von Ralf Beil, einem Essay von Uta Ruhkamp sowie eigens erstellten Texten des Künstlers zu allen Fotoserien bis dato.

Gebundene Ausgabe, Klappenbroschur
304 Seiten
200 farbige Abbildungen, 85 s/w Abbildungen
Prestel Verlag
Sprache: Deutsch
25 x 2,5 x 30,2 cm

Aufgewachsen im postkolonialen Südafrika, wo er 1994 das offizielle Ende der Apartheid erlebte, hat Hugo ein feines Gespür für soziale Dissonanzen. Sensibel bewegt er sich mit seiner Kamera durch alle sozialen Schichten, nicht nur in seiner Heimat, sondern auch in Ländern wie Rwanda, Nigeria, Ghana oder China.

Wie gehen Menschen jeden Alters und verschiedenster Herkunft mit ihrem historischen Gepäck und ihren Lebensumständen um? In seinen Fotografien erfasst Pieter Hugo die sichtbaren und unsichtbaren Spuren und Narben gelebter Biografien und erlebter Landesgeschichte.

Hugo´s besonderes Interesse gilt dabei den Subkulturen einer Gesellschaft, der Kluft zwischen Ideal und Realität. Obdachlose, Albinos, Aidskranke, Männer, die Hyänen, Schlangen und Affen zähmen, Menschen, die in endzeitlichen Szenarien Elektroschrott sammeln, oder Nollywood-Schauspieler in Kostüm und Pose finden sich in seinen Bildern genauso wie Familie und Freunde.

VIDEO | Ausstellungsfilm, Kunstmuseum Wolfsburg

Seine Fotografien sind hierarchielos, zollen jedem den gleichen Respekt. Mehr Künstler als Anthropologe oder Dokumentarist, verfügt Hugo über eine prägnante Bildsprache, mit der er einerseits betont neutral und anderer­seits empathisch den „Augenblick des Zulassens freiwilliger Verletzlichkeit“ (Pieter Hugo) einfängt und so Porträts von eindringlicher Direktheit und Lebensnähe schafft.

Nicht selten steht diese Menschlichkeit im Kontrast zur Härte der sozialen Realität, die die Menschen umgibt. Ganz in diesem Sinne wirken Pieter Hugos Stillleben und Landschaftsaufnahmen bisweilen wie gesellschaftliche Kommentare oder Metaphern und vervollständigen seine soziokulturellen Gesellschaftsporträts.


KIN

VIDEO | Pieter Hugos Südafrika

[ arte Reportage, anlässlich der Ausstellung KIN 2015 in der Fondation Henri Cartier-Bresson, Paris. ]

 


Kunstmuseum Wolfsburg
Hollerplatz 1,
38440 Wolfsburg

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11 – 18 Uhr

Eintrittspreise:
Tageskarte 8 €; ermäßigt 5 €
Familienkarte 12 €, Jahreskarte 30 €
Gruppen ab 12 Personen pro Person 5 €

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