KATHARINA SIEVERDING | Fotografien, Projektionen, Installationen 2020-1966

Sammlung Falckenberg, Hamburg | bis 25. Juli 2021
KATHARINA SIEVERDING 1978 KS XI 1978 Schlachtfeld Deutschland 800 KATHARINA SIEVERDING Fotografien Projektionen Installationen 2020 1966
Katharina Sieverding
Schlachtfeld Deutschland XI/78, 1978
Aus der Serie Das Denkmal, 1975–1986
Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin,
Eigentum des Landes Berlin © Katharina Sieverding VG Bild-Kunst Bonn, 2020

Die großangelegte Ausstellung FOTOGRAFIEN, PROJEKTIONEN, INSTALLATIONEN 2020 – 1966 in der Sammlung Falckenberg zeigt rund 100 Arbeiten und spannt einen Bogen durch alle Werkphasen der Künstlerin: Von den frühen großformatigen Fotografie-Montagen der 1960er Jahre über die bildgewaltigen Selbstporträt-Serien und filmischen Werke der 1970er bis 1990er Jahre bis in gegenwärtige Produktionen.


Dies umfasst auch ganz neue, bisher ungezeigte Arbeiten, wie den dokumentarischen Film Metroboards über Sieverdings Kunst im öffentlichen Raum sowie das Werk Gefechtspause, das sich mit dem Lockdown während der Corona-Krise beschäftigt.

Die Ausstellung legt einen besonderen Fokus auf die ungebrochen hohe Aktualität früherer Werke und das Interesse der Künstlerin installative Zugänge zum Medium Fotografie zu schaffen.

————-

Sammlung Falckenberg, Hamburg | bis 25. Juli 2021

KATHARINA SIEVERDING 

Pressetext: Deichtorhallen Hamburg
Katharina Sieverding Kunst und Kapital Katalog 800 700x800 KATHARINA SIEVERDING Fotografien Projektionen Installationen 2020 1966

MONOGRAFIE | Katharina Sieverding.
Kunst und Kapital

LESEPROBE

Gebundene Ausgabe
256 Seiten
300 Abbildungen
Verlag: Hirmer
Sprache: Deutsch
25,1 x 2,7 x 28,7 cm

Amazon kaufen 200 KATHARINA SIEVERDING Fotografien Projektionen Installationen 2020 1966

Der von Sieverding selbst maßgeblich mit konzipierte Band stellt 42 Werkgruppen aus der Zeit von 1967–2017 vor. In Werkabbildungen, Details und Installationsfotos sowie Texten zu Mediennutzung, Selbstbildnis sowie analoger und digitaler Fotografie wird ihr Werk umfassend beleuchtet.

Katalog zur Ausstellung 2017 in der Bundeskunsthalle Bonn.


KATHARINA SIEVERDING (*1944 in Prag)

gehört seit mehr als fünf Jahrzehnten zu den Pionierinnen, die früh die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten von Fotografie erkannt haben und das Medium fortwährend inhaltlich und formal erweitern. Ihr Thema und Kunstprinzip, sagt die Künstlerin, seien »Transformationsvorgänge«, Fragen nach Identität, Gender und Race. Bekannt geworden ist Sieverding durch die beispiellose Konsequenz, mit der sie filmisch und fotografisch ihr zum Teil extrem vergrößertes und auf vielfältige Weise manipuliertes Porträt seit den 1960er-Jahren einsetzt.

Ab den 1970er-Jahren erarbeitet sie großformatige Montagen zur Weltlage, 1977 auf der documenta 6 erstmals international veröffentlicht. Dabei hinterfragt sie die beschleunigten Bildprozesse der Gegenwart kritisch im Sinne einer Verantwortung auch sich selbst gegenüber. Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählen die 1978 entstandene Fotoarbeit Schlachtfeld Deutschland, ein Statement zur RAF-Zeit und 1993 die Berliner Plakataktion Deutschland wird deutscher, mit der Sieverding auf die rechtsradikalen Übergriffe nach dem Mauerfall reagierte. Kurz zuvor realisierte die Künstlerin im Reichstagsgebäude die Gedenkstätte für die verfolgten Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik.

Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt und sind in zahlreichen renommierten Sammlungen vertreten, u.a. im Museum of Modern Art, New York, im San Francisco Museum of Modern Art, im Stedelijk Museum, Amsterdam, in der Nationalgalerie, Berlin, im Museum Folkwang, Essen, und in der Kunstsammlung NRW. 2017 erhielt Katharina Sieverding den Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste, Berlin.


Katharina Sieverding ENCODE XIV 800 KATHARINA SIEVERDING Fotografien Projektionen Installationen 2020 1966
Katharina Sieverding, ENCODE XIV, 2006, Foto: Klaus Mettig, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Farbfotografie, Acryl, Stahlrahmen, Chromogener Abzug auf PE-Papier, 275 x 375 cm
Imaginäre Begegnung zwischen Sieverding und einem Berliner Zeitgenossen
auf dem Bahnsteig des Frankfurt Flughafen Fernbahnhofs vor den Augen Jodie Fosters.

In der ersten Ausstellung des Jahres 2020 zeigte die DZ BANK Kunstsammlung im ART FOYER einen Einblick in das Oeuvre der international renommierten Künstlerin Katharina Sieverding. In diesem Zusammenhang ist eine empfehlenswerte Broschüre entstanden.

BROSCHÜRE | Link zu einer informativen Broschüre zur Sieverding-Ausstellung in der DZ BANK Kunstsammlung, Frankfurt | 14. Februar 2020 bis 22. August 2020

www.dzbank-kunstsammlung.de/fileadmin/user_upload/art_foyer/ausstellungen/2020_02_Sieverding/Katharina_Sieverding.pdf

Flüchtlingspolitik, zwischenmenschliche Beziehungen, Gender: Die großen Themen und Konflikte unserer Zeit bilden den Kern von Katharina Sieverdings Werk. Sie schlagen sich in monumentalen Fotoarbeiten nieder, mit denen Sieverding die Ausdrucksformen der künstlerischen Fotografie ausschöpft. Am bekanntesten sind ihre stark bearbeiteten Selbstporträts, die sie seit rund fünf Jahrzehnten auch im öffentlichen Raum präsentiert. In ihren Werken befasst sich die 75-Jährige mit dem komplexen Zusammenspiel von Ursache und Wirkung in der globalisierten Welt.


VIDEO | Die Künstlerin Katharina Sieverding | Die Frau, die Kunstgeschichte schrieb ZDF, Aspekte

„Katharina Sieverding gilt als Grande Dame der deutschen Fotokunst. Politische Statements im Großformat sind ihr Markenzeichen. Sie diskutiert soziale Konflikte im öffentlichen Raum. Im Zentrum steht die Frage, ob Kunst eine widerständige Kraft entwickeln kann.“ (Arte)


SAMMLUNG FALCKENBERG

KATHARINA SIEVERDING

Fotografien, Projektionen, Installationen 2020-1966

Ausstellung bis 25. Juli 2021

Die Sammlung Falckenberg, Harburg ist eine Dependance der Deichtorhallen, Hamburg.

Katalog zur Hamburger Ausstellung >>


SOCIAL MEDIA anonym mit Hilfe des c't-Projektes Shariff

You may also like