OMER FAST – Reden ist nicht immer die Lösung

Martin-Gropius-Bau, Berlin | bis 12. März 2017

Omer Fast (* 1972) gehört zu den markantesten Film- und Videokünstlern seiner Generation. Er kreiert in seinen Filmen eine Narration, die die Grenzen zwischen eigener und medialer Erzählung sowie aktueller und historischer Ereignisse in Frage stellt. Sein Werk verweist auf das Spannungsverhältnis zwischen Dokumentation und Fiktion. Der Martin-Gropius-Bau zeigt sieben seiner Projekte in einer ersten großen Soloausstellung in Berlin. Verbunden wurden die sieben Videowerke durch drei inszenierte ( für den Martin-Gropius-Bau konzipierte ) Warteräume, ähnlich derer beim Arzt, am Flughafen oder bei der Ausländerbehörde.

Hinter dem Vorhang. Verhüllung und Enthüllung seit der Renaissance. Von Tizian bis Christo

Museum Kunstpalast, Düsseldorf | bis 22. Januar 2017

In dem letzten von ihm erarbeiteten Ausstellungsprojekt widmet sich Beat Wismer, der 2017 scheidende Generaldirektor des Museum Kunstpalast dem vielfältigen Themenspektrum von Verhüllung und Enthüllung in der Kunst. Gezeigt werden bedeutende Kunstwerke aus sechs Jahrhunderten. Werden Stoffe beiseite geschoben, lenken sie die Aufmerksamkeit auf das Enthüllte und schüren die Neugier, noch Verstecktes zu entdecken. Das faszinierende künstlerische Wechselspiel zwischen Verbergen und Zeigen, Verhüllen und Enthüllen mit Vorhang, Schleier oder Draperien steht im Fokus von Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen und Installationen, die den Bogen von Renaissance und Barock über die Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst spannen.

Der Traum vom PARADIES – Max und Lotte Pechsteins Reise in die SÜDSEE

Städtisches Kunstmuseum Spendhaus, Reutlingen | bis 22. Januar 2017

Die Reisetagebücher von Max und Lotte Pechstein, die erstmals für die Ausstellung ausgewertet wurden und ausgestellt werden, offenbaren sowohl die unterschiedlichen Perspektiven als auch die Diskrepanz zwischen Ideal und Wirklichkeit. Nach Pechsteins Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg wurde Palau zum Schlüsselmotiv seiner Kunst. Die Ausstellung möchte beantworten, welche Rückschlüsse Pechsteins Werke auf das Leben und die Kultur der Palauer tatsächlich zulassen und inwiefern diese gleichzeitig auch als Zeugnisse der gesellschaftlichen und künstlerischen Vorstellungen der spät-wilhelminischen Gesellschaft zu verstehen sind.

This Was Tomorrow – POP ART in Great Britain 1947-1968

Kunstmuseum Wolfsburg | bis 19. Februar 2017

„Swinging London“ in Wolfsburg: 60 Jahre nach Richard Hamiltons bahnbrechender Multimedia-Installation „Fun House“, realisiert für die Ausstellung „this is tomorrow“ in London, vereint diese Großausstellung zahlreiche Gemälde, Skulpturen, Collagen, Architekturmodelle, Installationen und Zeichnungen sowie Film, Musik und Fotografie zu einem einzigartigen Panorama der Pop Art in Großbritannien. Der Bogen der Ausstellung spannt sich von Eduardo Paolozzis frühen Pariser Collagen von 1947 bis zum Höhe- und Endpunkt des „Swinging London“ 1968. Die große Ausstellungshalle des Kunstmuseums wird zur veritablen „City of the Sixties“, zum Stadtparcours mit Künstlerhäusern, Straßen und Plätzen.

Francis BACON – Unsichtbare Räume

Staatsgalerie Stuttgart | bis 08. Januar 2017

Die Ausstellung »Francis Bacon. Unsichtbare Räume« widmet sich erstmals einem zentralen Aspekt im Werk von Francis Bacon (1909-1992), der als einer der bedeutendsten modernen Maler Großbritanniens gilt. Sie zeigt, wie Bacons »unsichtbare« Räume die Isolation der dargestellten Figuren betonen und die Aufmerksamkeit auf deren psychologisches Befinden lenken. Die geniale Bildstrategie des figurativen Ausnahmekünstlers wird anhand von 40 großformatigen Gemälden, darunter vier monumentalen Triptychen, sowie bislang selten gezeigten Papierarbeiten systematisch erkundet.

Lockruf der DÉCADENCE – Deutsche Malerei und Bohème 1840-1920

Museum Georg Schäfer, Schweinfurt | bis 08. Januar 2017

Mit dieser Epochenschau bietet das Museum Georg Schäfer einen Einblick in den Zusammenhang des Freiheitsrufs „L’art pour L’art“ („Die Kunst um der Kunst willen“) zur Décadence-Bewegung, die ab 1860 von Paris ausging. Gemeinsam erfassten beide bald ganz Europa. Gezeigt werden 135 z.T. großformatige themenbezogene Gemälde und Zeichnungen von 64 Künstlerinnen und Künstlern, darunter befinden sich zahlreiche Leihgaben aus europäischen Sammlungen. Hinzu kommt Literatur der Bohème.