GENIALE DILLETANTEN – Subkultur der 1980er

Albertinum, Dresden | bis 19. November 2017

Sub-Kultur der 1980er Jahre in West- und Ostdeutschland: Im Albertinum Dresden trifft die westdeutsche Subkultur der 1980er Jahre auf die alternative Musik- und Kunstszene in der DDR jener Zeit. „Geniale Dilletanten“ lautete 1981 der absichtlich falsch buchstabierte Titel eines Musikfestivals in Berlin. Er wurde zum Synonym für die kurze Epoche des Aufbruchs der künstlerischen Alternativszene in Deutschland. Den Akteuren ging es um das unabhängige Produzieren von Platten, Konzerten und Ausstellungen, die Neugründung von Magazinen, Galerien und Clubs, aber auch um lautstarken Protest gegen den kulturellen Mainstream. Die Ausstellung präsentiert die große Bandbreite dieser Subkultur ausgehend von sieben Musikbands sowie Künstlern, Filmemachern und Designern.

PETER SAUL – Pop, Funk und Anti-Helden

Schirn Kunsthalle, Frankfurt | bis 03. September 2017

Im Sommer 2017 präsentiert die Frankfurter Schirn erstmals in Europa einen umfassenden Überblick über das bislang wenig beachtete Werk des US-amerikanischen Malers Peter Saul. In seiner ganz eigenen Sprache hat er ab den späten 1950er-Jahren ein Cross­over aus Pop Art, Surrealismus, Abstraktem Expressionismus, San Francisco Funk und Cartoon Culture entwickelt, in dem er politische und soziale Themen anzusprechen versteht. Die Kunstschau zeigt rund 60 Arbeiten, darunter wegweisende Werkgruppen, wie seine Ice Box Paintings, seine Comic-Narrationen und seine Vietnam-Bilder aus den 1950er- und 1960er-Jahren, noch nie ausgestellte Zeichnungen sowie ausgewählte späte Arbeiten der 1980er- bis 2000er-Jahre.

MAX PECHSTEIN – Künstler der Moderne

Bucerius Kunst Forum, Hamburg | bis 03. September 2017

Mit der Ausstellung „Max Pechstein. Künstler der Moderne“ präsentiert das Bucerius Kunst Forum erstmals das Schaffen des deutschen Expressionisten in einer Einzelschau in Hamburg. Sie würdigt den Künstler Max Pechstein (1881-1955) als wegweisenden Vertreter der Moderne und lässt sein vielschichtiges Werk vor dem Hintergrund verschiedener biografischer und geografischer Schwerpunkte neu aufleben.

HANS OP DE BEECK – Out Of The Ordinary

Kunstmuseum Wolfsburg | bis 03. September 2017

Die Retrospektive als Gesamtkunstwerk: Auf mehr als 2200 Quadratmetern in und um die große Ausstellungshalle können die Besucher des Kunstmuseums Wolfsburg eintauchen in die faszinierende Kunst-Welt von Hans Op de Beeck. „Out of the Ordinary“ im Doppelsinn: Aus dem unmittelbaren Lebensalltag heraus entstehen bei dem belgischen Multimedia-Künstler (*1969) seltsam verfremdete Orte und Situationen, die, oft modellhaft, im präzisen Einsatz von fließendem Wasser, magischen Musikeinspielungen oder eindringlichen Filmbildern im Wortsinn außerordentlich werden.

EGON SCHIELE – Selbsthingabe und Selbstbehauptung

Albertina, Wien | bis 18. Juni 2017

Als Auftakt zum Schiele-Gedenkjahr 2018 zeigt die Albertina eine umfassende Ausstellung von Egon Schieles Werk. Sie positioniert sein radikales Œuvre in einer zwischen Moderne und Tradition gespaltenen Epoche. 160 seiner schönsten Gouachen und Zeichnungen führen in ein künstlerisches Werk ein, das sein großes Thema in der existenziellen Einsamkeit des Menschen findet und in drastischem Gegensatz zu den Wertvorstellungen der Gesellschaft des Fin de Siècle steht.

KIRCHNER – Die Berliner Jahre

Kunsthaus Zürich | bis 21. Mai 2017

Die erstmals in der Schweiz gezeigte große Ausstellung zu den Berliner Jahren von Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) präsentiert Kirchners Schaffen von 1912 bis 1914 in der pulsierenden Großstadt Berlin und auf der idyllischen Ostseeinsel Fehmarn anhand von rund 160 Gemälden, Pastellen, Zeichnungen, Druckgrafiken, Skizzenbüchern und einer Auswahl von Stoffarbeiten, Skulpturen und Fotografien. Die zwei gegensätzlichen Inspirationsorte markieren den Höhepunkt in Kirchners expressionistischem Werk.