Kategorie: Ausstellungen

MONET. Orte

Museum Barberini, Potsdam | bis 01. Juni 2020

Eine der umfangreichsten Retrospektiven, die dem Künstler jemals an einem deutschen Museum gewidmet wurde. Anhand von über 100 Gemälden spürt sie den Orten nach, die seine Malerei beeinflusst haben – von der Großstadt Paris und den Seine-Dörfern Argenteuil, Vétheuil und Giverny bis zu Reisezielen wie London oder Venedig. Die Schau versammelt zahlreiche Schlüsselwerke aus sämtlichen Schaffensphasen und ist die erste Ausstellung, die Monets künstlerischen Werdegang im Hinblick auf seine Ortswahl und sein Ortsbewusstsein in den Blick nimmt.

FANTASTISCHE FRAUEN. Surreale Welten

Schirn Kunsthalle, Frankfurt | bis 24. Mai 2020

Die Schirn beleuchtet erstmals in einer großen Überblicksausstellung den weiblichen Beitrag zum Surrealismus. Was die Künstlerinnen von ihren männlichen Kollegen vor allem unterscheidet, ist die Umkehr der Perspektive: Durch Befragung des eigenen Spiegelbilds oder das Einnehmen verschiedener Rollen sind sie auf der Suche nach einem (neuen) weiblichen Identitätsmodell. Auch das politische Zeitgeschehen, die Literatur sowie außereuropäische Mythen und Religionen sind Themen, mit denen sich die Surrealistinnen in ihren Werken auseinandersetzen. Die Ausstellung konzentriert sich auf Künstlerinnen, die direkt mit der 1924 in Paris gegründeten surrealistischen Bewegung verbunden waren.

DORA MAAR – Retrospektive

Tate Modern, London | bis 15. März 2020

Die Tate Modern präsentiert die erste britische Retrospektive über das Werk von Dora Maar (1907-97), deren provokante Fotografien und Fotomontagen zu gefeierten Ikonen des Surrealismus wurden. Mit über 200 Werken aus einer Karriere, die mehr als sechs Jahrzehnte umfasst, zeigt diese Ausstellung, wie Maars Blick für das Ungewöhnliche auch auf ihre kommerziellen Aufträge, sozialdokumentarischen Fotografien und Gemälde übertragen wurde – Schlüsselaspekte ihrer Praxis, die bisher wenig bekannt sind.

Pablo PICASSO. Kriegsjahre 1939 bis 1945

Kunstsammlung NRW, K20 Düsseldorf | bis 14. Juni 2020

Die Ausstellung zeigt einen Einblick in das Schaffen des Künstlers während des Zweiten Weltkriegs. Mit Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Zeitdokumenten aus den Jahren 1939 bis 1945 wird von dem Menschen Picasso und den Widersprüchen des Alltags in diesen Zeiten erzählt. Unmittelbar vor Kriegsbeginn am 3. September 1939 war Picasso zunächst von Paris aus nach Südfrankreich geflohen, kehrte im August 1940 aber in die von den Deutschen besetzte Hauptstadt zurück. Nach der Befreiung der Stadt Paris durch die Alliierten im August 1944 wurde er als Überlebender gefeiert.

DAVID HOCKNEY

Bucerius Kunst Forum, Hamburg | bis 10. Mai 2020

David Hockney zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. Ihm widmet das Bucerius Kunst Forum nun mit David Hockney. Die Tate zu Gast eine umfassende Schau. Die retrospektiv angelegte Ausstellung entstand in Kooperation mit der Tate und versammelt rund 100 Werke, die größtenteils aus der Sammlung des britischen Museums stammen. Im Fokus steht Hockneys vielseitiges Schaffen als Maler, Zeichner und Grafiker. Mit Gemälden wie The First Marriage (A Marriage of Styles I), Mr and Mrs Clark and Percy oder My Parents sind einige der Hauptwerke des Künstlers zum ersten Mal in einer Ausstellung in Deutschland versammelt.

EDWARD HOPPER – Amerikanische Landschaften

Fondation Beyeler, Riehen/Basel | bis 17. Mai 2020

In ihrer Frühjahrsausstellung 2020 zeigt die Fondation Beyeler Werke von Edward Hopper (1882–1967), einem der bedeutendsten amerikanischen Maler des 20. Jahrhunderts. Den Schwerpunkt der Ausstellung in der Fondation Beyeler bilden Hoppers ikonische Darstellungen der unendlichen Weite amerikanischer Landschaft und Stadtlandschaft. Es handelt sich dabei um ein Thema, das bisher kaum in den Fokus von Ausstellungen zu Edward Hopper gerückt wurde, aber von zentraler Bedeutung für das Verständnis und die Rezeption seines Werks ist.

Making VAN GOGH – Geschichte einer deutschen Liebe

Städel Museum, Frankfurt am Main | bis 16. Februar 2020

Das Städel Museum zeigt eine umfassende Ausstellung zu einem der berühmtesten Künstler der Welt: Vincent van Gogh (1853–1890). Die bis dato größte und aufwendigste Präsentation in der Geschichte des Städel thematisiert die besondere Rolle, die deutsche Galeristen, Sammler, Kritiker und Museen für die Erfolgsgeschichte des Vorreiters der modernen Malerei spielten. Zum anderen wird die entscheidende Rolle van Goghs als Vorbild für die Kunst des deutschen Expressionismus beleuchtet. Zu sehen sind etwa 140 Gemälde und Arbeiten auf Papier, darunter über 45 zentrale Werke von van Gogh.

MARTIN KIPPENBERGER – Bitteschön Dankeschön

Bundeskunsthalle, Bonn | bis 16. Februar 2020

Martin Kippenberger (1953–1997) war einer der vielseitigsten und wichtigsten deutschen Künstler seiner Generation. Wie kein anderer verkörpert seine Person das Bild des ‚typischen Künstlers‘. Die Ausstellung spiegelt mit gut 360 Arbeiten Werke aus allen Schaffensperioden und den meisten Medien. Die außergewöhnliche Produktion Martin Kippenbergers in all ihren Facetten und Medien – von der Malerei über die Skulptur und Installationen bis hin zu Zeichnungen, Collagen, Editionen, Künstlerbüchern und Plakaten wird sichtbar gemacht.

UTOPIE UND UNTERGANG. Kunst in der DDR

Museum Kunstpalast, Düsseldorf | bis 26. Januar 2020

30 Jahre nach dem Fall der Mauer widmet sich der Kunstpalast mit einer großen Ausstellung der Kunst aus der DDR. Mit einer Auswahl von 13 Künstlerinnen und Künstlern und ca. 130 Werken lenkt die Ausstellung »Utopie und Untergang. Kunst in der DDR« den Blick auf die vielseitige und zugleich widersprüchliche Kunstepoche zwischen 1949 und 1989. In monographischen Werkgruppen werden künstlerische Positionen zwischen Anpassung und Rebellion, Affirmation und Subversion vorgestellt.

TIEPOLO – Der beste Maler Venedigs

Staatsgalerie Stuttgart | bis 02. Februar 2020

»Der beste Maler Venedigs« – so wurde Giovanni Battista Tiepolo (1696–1770) von seinen Zeitgenossen gefeiert. Anlässlich seines 250. Todestags widmet die Staatsgalerie dem wohl bedeutendsten Vertreter der Malerei des 18. Jahrhunderts in Italien eine umfangreiche Ausstellung. Erstmals im deutschsprachigen Raum eröffnet die Schau den Blick auf die gesamte Schaffenszeit des Künstlers und macht die Vielfalt seines Œuvres anschaulich – von eleganten Gemälden aus Mythologie und Geschichte über dramatische religiöse Bilder bis zu Karikaturzeichnungen und Radierungen.

LOTTE LASERSTEIN. Von Angesicht zu Angesicht

Berlinische Galerie | bis 12. August 2019

Lasersteins Œuvre gehört zu den großen Wiederentdeckungen der letzten Jahre. Anhand von rund 58 Werken, darunter 48 Gemälde und 9 Zeichnungen aus ihrer Berliner Erfolgsperiode und ihren schwedischen Exiljahren, nimmt die Ausstellung Lasersteins künstlerische Entwicklung in den Blick. Der Fokus liegt auf ihren Arbeiten der 1920er- und 1930er-Jahre, die den Glanzpunkt ihres Schaffens markieren. In ihren Gemälden zeigte die Künstlerin das sie umgebende Berliner Leben, richtete dabei den Fokus auf Darstellungen der sogenannten „Neuen Frau“ und fing ihre Bildmotive mit einem dezidiert weiblichen Blick ein.

OSKAR KOKOSCHKA Retrospektive

Leopold Museum Wien | bis 08. Juli 2019

Die rund 250 Exponate umfassende Retrospektive trägt sämtlichen Schaffensphasen Kokoschkas mit hochkarätigen Leihgaben aus internationalen Museen und Privatsammlungen Rechnung und präsentiert den vielseitigen Künstler mit Gemälden, Zeichnungen, Aquarellen, Druckgrafiken sowie seiner Arbeit für Kunstzeitschriften wie Der Sturm oder für das Theater. Anhand von politischen Allegorien, agitatorischen Plakaten und historischen Dokumenten wird Kokoschka als großer, durchaus ambivalenter „Homo politicus“ beleuchtet. Vom nationalsozialistischen Regime als „entarteter Künstler“ diffamiert, setzte er sich sein Leben lang für Humanismus und Pazifismus ein.

PICASSO. Das späte Werk

Museum Barberini, Potsdam | bis 16. Juni 2019

Die Ausstellung zeigt, wie Picasso auch in seinen letzten Schaffensjahren innovativ blieb. Mit Gemälden Zeichnungen, Skulpturen, Keramik und Druckgraphik wird das Gestaltungsspektrum im späten Werk Picassos präsentiert. Gezeigt werden zahlreiche Werke, die erstmalig in Deutschland zu sehen sind sowie einige, die zum ersten Mal in einem Museum präsentiert werden. Die Kunstschau rückt die Auseinandersetzung mit dem Künstler von den 1950er bis zu den frühen 1970er Jahren in den Fokus – jene Zeit, in der in Paris die existentialistische Kunst des Informel, in New York der Abstrakte Expressionismus und schließlich in Reaktion darauf die Pop Art entstanden.

Stadt der FRAUEN

Unteres Belvedere, Wien | bis 19. Mai 2019

Die Wiener Frauen der Moderne werden durch die Schau mit ca. 260 Exponaten wieder ins Blickfeld gerückt. Gezeigt werden zum Teil wiederentdeckte oder gar erstmals präsentierte Werke von jenen Künstlerinnen, die zu ihrer Zeit angesehen waren und heute so gut wie unbekannt sind. Sie haben jedoch einen wesentlichen Beitrag zu Kunstrichtungen wie dem Stimmungsimpressionismus, Secessionismus, Expressionismus, Kinetismus oder der Neuen Sachlichkeit geleistet.

JOAQUÍN SOROLLA – Meister des Lichts

National Gallery, London | bis 07. Juli 2019

Die erste britische Retrospektive des Künstlers seit 1908, als Sorolla selbst eine Ausstellung in den Londoner Grafton Galleries veranstaltete, wo er als The World’s Greatest Living Painter beworben wurde. Der in Valencia geborene Künstler hat es wie kein anderer seiner Zeit verstanden, das Licht des Südens in Farbe zu fassen; seine sonnendurchfluteten Bilder haben selbst Zeitgenossen wie Claude Monet tief beeindruckt.

TIZIAN und die RENAISSANCE in Venedig

Städel Museum, Frankfurt am Mai | bis 26. Mai 2019

Das Städel Museum widmet sich im Frühjahr 2019 in der groß angelegten Sonderausstellung „Tizian und die Renaissance in Venedig“ mit über 100 Meisterwerken einem der folgenreichsten Kapitel der europäischen Kunstgeschichte: der venezianischen Malerei der Renaissance. Mit mehr als 20 Arbeiten allein von Tizian versammelt die großangelegte Ausstellung die umfangreichste Werkauswahl des Künstlers, die in Deutschland je zu sehen war.

KP BREHMER – Kunst # Propaganda

Hamburger Kunsthalle | ab 29. März bis 23. Juni 2019

Aus Anlass des 80. Geburtstags des „kapitalistischen Realisten“ KP Brehmer (1938–1997) zeigt die Hamburger Kunsthalle eine umfassende Ausstellung zum Werk des bildenden Künstlers, der sich in seinem Schaffen sehr konkret mit soziopolitischen Themen beschäftigte und in komplexer Weise mit den Bildmedien der Bundesrepublik Deutschland und den Bedingungen der kapitalistischen Bildproduktion und -rezeption auseinandersetzte. Der Titel der Ausstellung „Kunst ? Propaganda“ greift den zentralen Gedankengang KP Brehmers auf: Wie kann, darf oder soll sich politische Kunst einer politischen Rhetorik bedienen, um ihr Ziel zu erreichen – ohne sich dabei selbst instrumentalisieren zu lassen? Allein schon sein Signet steht für diese subversive Strategie: KP – diese beiden charakteristischen Versalien (das Kürzel seines Doppelnamens Klaus Peter) sind als eine Widmung an die Kommunistische Partei zu lesen, deren Mitglied er jedoch nie gewesen ist.

MANTEGNA und BELLINI – Meister der Renaissance

Gemäldegalerie – Staatliche Museen zu Berlin | bis 30. Juni 2019

Erstmals präsentieren die Staatlichen Museen zu Berlin gemeinsam mit der National Gallery, London das eng miteinander verwobene Schaffen der beiden verwandten Künstler Andrea Mantegna (um 1431-1506) und Giovanni Bellini (um 1435-1516). Mit rund 100 Werken handelt es sich um die erste umfassende Ausstellung, die das Oeuvre dieser Meister der italienischen Renaissance vergleichend gegenüberstellt.

NATHALIE DJURBERG & HANS BERG

Schirn Kunsthalle Frankfurt | 26. Mai 2019

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt stellt das Werk des schwedischen Künstlerpaars vor. Zu sehen sind rund vierzig Video- und Soundarbeiten der letzten zwei Jahrzehnte. Die Präsentation ist die bisher umfangreichste und in Deutschland zugleich die erste Überblicksausstellung der zwei schwedischen Künstler. Neben dem Rückblick auf ältere Videos zeigt die Ausstellung einige große Installationen, die bisher nur selten zu sehen waren, sowie neuere Arbeiten, zu denen auch ein Virtual-Reality-Environment zählt.

Der junge PICASSO – Blaue und Rosa Periode

Fondation Beyeler, Riehen/Basel | bis 26. Mai 2019

Die Fondation Beyeler widmet sich im Frühjahr 2019 den frühen Gemälden und Skulpturen Pablo Picassos (1881–1973) aus der sogenannten Blauen und Rosa Periode bis hin zum frühen Kubismus. Die umfassende Ausstellung zeigt rund 80 meist nur sehr selten ausgeliehene Meisterwerke aus renommierten Museen und Privatsammlungen weltweit. Erstmals in Europa überhaupt werden die Meisterwerke dieser bedeutenden Phase, allesamt Meilensteine auf Picassos Weg zum berühmtesten Künstler des 20. Jahrhunderts, in dieser Dichte und Qualität gemeinsam präsentiert.

Welt im UMBRUCH. Kunst der 1920er Jahre

Bucerius Kunst Forum, Hamburg | 09. Februar bis 19. Mai 2019

Das Bucerius Kunst Forum, Hamburg widmet sich ab Februar 2019 mit Welt im Umbruch. Kunst der 20er Jahre der kurzen Epoche zwischen den Weltkriegen. Die Ausstellung beleuchtet diese Zeit der Extreme anhand von rund 45 Gemälden und über 100 Fotografien der Neuen Sachlichkeit bzw. des Neuen Sehens, die hier erstmals in direkte Beziehung zueinander gesetzt werden.

ERNST LUDWIG KIRCHNER – Erträumte Reisen

Bundeskunsthalle, Bonn | bis 03. März 2019

Kirchner gehört zu den bekanntesten Malern des deutschen Expressionismus und zählt als Mitbegründer der Brücke-Gruppe am Anfang des 20. Jahrhunderts zu den wichtigsten Künstlern. Durch das Leben und Werk des Malers zieht sich wie ein roter Faden seine Suche nach dem Exotischen und Ursprünglichen, nach anderen Ländern und Kulturen. Entstanden sind farbenprächtige Bilder aus der Fantasie, in denen er fremde Welten erschuf und doch seiner Lebensrealität stets verhaftet blieb. Anhand ausgewählter Stationen wie Dresden, Berlin, Fehmarn und Davos zeichnet die Ausstellung Kirchners Lebensweg und Schaffen nach. Die retrospektive Ausstellung mit mehr als 180 Kunstwerken veranschaulicht, wie er gesellschaftliche und künstlerische Einflüsse immer wieder neu verarbeitete und dabei auch persönlich und malerisch Neuland betrat.

Henri-Edmond CROSS | Farbe und Licht

Museum Barberini, Potsdam / Berlin | bis 17. Februar 2019

Bei der Schau im Museum Barberini handelt es sich um die erste Retrospektive, die dem Künstler an einem Museum in Deutschland gewidmet ist. Die Ausstellung nimmt die gesamte Entwicklung seines künstlerischen Schaffens in den Blick und präsentiert seinen innovativen Umgang mit Farbe und Licht im erweiterten Kontext der Avantgarde seiner Zeit. Darüber hinaus beleuchtet die Ausstellung Cross’ Interesse an anarchistischem Gedankengut und erörtert die sozialpolitische Dimension seiner gemalten Utopien.

PHILIPPE VANDENBERG – Kamikaze

Hamburger Kunsthalle | bis 24. Februar 2019

Die Hamburger Kunsthalle zeigt mit ca. 80 Bildern sowie über 120 Zeichnungen und Druckgraphiken die bisher größte Werkschau von Philippe Vandenberg (1952–2009) und zugleich erstmalig eine Einzelausstellung des flämischen Künstlers in einem deutschen Museum. In seinem Heimatland Belgien sehr geschätzt, gilt es das radikale und schonungslose Œuvre Vandenbergs international zu entdecken. Jenseits eines einzelnen künstlerischen »Stils« schuf Vandenberg vielschichtige Bilder unserer Zeit, die gleichermaßen von aktueller Relevanz und von existentieller Dimension sind. „Kamikaze“ beschreibt das radikale Arbeits- und Stilprinzip Philippe Vandenbergs, für den die bewußte Destruktion des Vorangegangenen eine Grundbedingung jeder Kreativität war.

Konstruktion der Welt | Kunst und Ökonomie

Kunsthalle Mannheim | bis 03. Februar 2019

Von der Weimarer Republik über die USA bis hin zur Sowjetunion: Zwischen 1919 und 1939 entwickelten sich die visuellen Künste dieser drei Großmächte plötzlich analog. Die Kunstschau zeigt die Facetten des kritischen Realismus und der Neuen Sachlichkeit erstmals im internationalen Vergleich. Dabei werden sowohl die künstlerischen Spuren der vorübergehenden Stabilisierung zwischen den Weltkriegen anschaulich gemacht, als auch das erneute Chaos, das 1929 durch die Weltwirtschaftskrise ausgelöst wurde. Der zweite Teil der Ausstellung ist dem 21. Jahrhundert gewidmet und reflektiert den Wandel des Arbeitsbegriffs.

FREIHEIT – Die Kunst der Novembergruppe

Berlinische Galerie | bis 11. März 2019

Von 1919 bis 1932 realisierte die Novembergruppe knapp 40 Ausstellungen, veröffentlichte Publikationen und veranstaltete Konzerte, Lesungen, Feste und Kostümbälle. So wurde die Gruppe auf vielen Ebenen zur Kunstvermittlerin der Moderne und sorgte für Gesprächsstoff und heftigen Streit. Mit 119 Werken von 69 Künstler*innen, darunter 48 Gemälde, 14 Skulpturen, 12 Architekturmodelle und -zeichnungen wird mit dieser allerersten umfassenden Überblicksschau der 100. Geburtstag, der bekanntesten unbekannten Kreativgemeinschaft in dramatischen Zeiten, gefeiert.

FLORENZ und seine Maler: GIOTTO bis DA VINCI

Alte Pinakothek, München | bis 27. Januar 2019

Mit rund 120 Meisterwerken präsentiert die Ausstellung die bahnbrechenden künstlerischen Innovationen am Geburtsort der Renaissance. Eine umfassende Auswahl herausragender Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen führt in das Zeitalter der Medici und zeigt die Entwicklung der neuzeitlichen Kunst von ihren Anfängen mit Giottos Wirken bis hin zu den Schöpfungen von Leonardo da Vinci. Im Fokus der Präsentation stehen die Ideenwelt und Arbeitsweise der Maler. Mit neuem Selbstbewusstsein erforschten sie die Wirklichkeit und suchten nach den Gesetzen von Harmonie und Schönheit, sie zeichneten nach der Natur und studierten die Werke der Antike. Die Ausstellung eröffnet detaillierte Einblicke in die Arbeitsmethoden der Florentiner Maler und erläutert die engen Zusammenhänge von technischem und stilistischem Wandel.

Italienische MALEREI der 1920er Jahre – Unheimlich REAL

Museum Folkwang, Essen | bis 13. Januar 2019

Die große Herbst-/Winterausstellung „Unheimlich real“ präsentiert in Essen mehr als 80 Gemälde des Magischen Realismus, einer in Deutschland noch nahezu unbekannten Kunstbewegung im Italien der 1920er Jahre. Herausragende Werke wichtiger Protagonisten wie Felice Casorati, Antonio Donghi und Ubaldo Oppi sind ebenso in der Schau vertreten wie die einflussreichen Gemälde von Giorgio de Chirico und Carlo Carrà. Damit findet erstmalig in Deutschland eine umfangreiche Präsentation dieser Werke statt, die Besucher_innen können eine Stilrichtung der Klassischen Moderne neu entdecken. Der Begriff „Magischer Realismus“, vom Kunsthistoriker Franz Roh 1925 geprägt, beschreibt diese rätselhafte Atmosphäre, in welcher die Dinge in der Schwebe bleiben: „Mit ‚magisch‘ im Gegensatz zu ‚mystisch‘ sollte angedeutet sein, dass das Geheimnis nicht in die dargestellte Welt eingeht, sondern sich hinter ihr zurückhält.“

CLAUDE MONET Retrospektive

Albertina, Wien | bis 06. Januar 2019

Die erste umfassende Präsentation von Claude Monet (1840–1926) seit über 20 Jahren in Österreich. Die Ausstellung spannt den Bogen von seinen ersten vorimpressionistischen Werken bis hin zu seinen allerletzten Gemälden, die in seinem Garten in Giverny entstanden sind. Die Retrospektive ist mit 100 Gemälden von über 40 Leihgebern bestückt. Dem bislang wenig untersuchten Farbkonzept und Claude Monets leidenschaftlicher Auseinandersetzung mit der Pflanzen- und Wasserwelt im Garten seines Landhauses in Giverny widmet sich die Albertina in einer großen, monografischen Ausstellung.