Kategorie: Ausstellungen

KIRCHNER – Die Berliner Jahre

Kunsthaus Zürich | bis 21. Mai 2017

Die erstmals in der Schweiz gezeigte große Ausstellung zu den Berliner Jahren von Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) präsentiert Kirchners Schaffen von 1912 bis 1914 in der pulsierenden Großstadt Berlin und auf der idyllischen Ostseeinsel Fehmarn anhand von rund 160 Gemälden, Pastellen, Zeichnungen, Druckgrafiken, Skizzenbüchern und einer Auswahl von Stoffarbeiten, Skulpturen und Fotografien. Die zwei gegensätzlichen Inspirationsorte markieren den Höhepunkt in Kirchners expressionistischem Werk.

LUCAS CRANACH DER ÄLTERE | Meister – Marke – Moderne

Museum Kunstpalast, Düsseldorf | bis 30. Juli 2017

Als einer der Höhepunkte im Reformationsjahr 2017 widmet das Museum Kunstpalast in Düsseldorf dem berühmten Wittenberger Maler eine groß angelegte Werkschau. Zu sehen sind hochkarätige Exponate wie die lebensgroße „Venus“ aus St. Petersburg, Christus und die Ehebrecherin aus Budapest und der sogenannte Prager Altar, dessen weitverstreute Teile für die Laufzeit der großen Schau in Düsseldorf vereint werden. Weitere bedeutende Tafelbilder, Zeichnungen und Drucke dokumentieren die maßgebliche Rolle Cranachs bei der Verbreitung der Reformation und sein geschicktes Agieren im Dienste der bedeutendsten fürstlichen Auftraggeber des 16. Jahrhunderts.

Aufbruch FLORA – Postimpressionistische Meisterwerke

Staatsgalerie Stuttgart | bis 18. Juni 2017

Die Ausstellung präsentiert rund 100 Gemälde und Skulpturen von 15 Künstlern aus der historischen Sammlung Hahnloser. In der Überzeugung, dass man am Puls der Zeit leben müsse, trug das Schweizer Ehepaar Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler zwischen 1906 und 1936 eine umfangreiche Sammlung postimpressionistischer Kunst zusammen. Durch ihre Werke und den freundschaftlichen Austausch, der Künstler und Sammler verband, wurde die Villa Flora, das Wohnhaus der Hahnlosers in Winterthur, zu einem Ort der Einheit von Kunst und Leben und des Aufbruchs in die Moderne. Ihre Strahlkraft wirkte sich über die Grenzen des privaten Mäzenatentums hinaus befruchtend auf das öffentliche Sammeln aus.

PIETER HUGO – Between the Devil and the Deep Blue Sea

Kunstmuseum Wolfsburg | bis 23. Juli 2017

Erstmals in Deutschland zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg mit 254 Fotografien eine institutionelle Einzelausstellung des südafrikanischen Künstlers Pieter Hugo. Was trennt uns und was verbindet uns? Wie leben Menschen jeglicher Couleur mit den Schatten kultureller Unterdrückung oder politischer Dominanz? Hugo, geboren 1976 in Johannesburg, geht diesen Fragen in seinen Porträts, Stillleben und Landschaftsbildern mit besonderer Prägnanz nach. Hugo´s besonderes Interesse gilt dabei den Subkulturen einer Gesellschaft, der Kluft zwischen Ideal und Realität. Obdachlose, Albinos, Aidskranke, Männer, die Hyänen, Schlangen und Affen zähmen, Menschen, die in endzeitlichen Szenarien Elektroschrott sammeln, oder Nollywood-Schauspieler in Kostüm und Pose finden sich in seinen Bildern genauso wie Familie und Freunde.

OTTO DIX – Der böse Blick – Düsseldorfer Jahre

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf | bis 14. Mai 2017

Die intensiven Düsseldorfer Schaffensjahre des Künstlers von 1922 – 1925 bilden das Zentrum dieser 230 Werke umfassenden Ausstellung. Zu sehen sind Porträts, in denen er seine Mitmenschen schonungslos im Bild fixierte und vom Glanz und Elend der 1920er Jahre erzählen. Neben Gemälden, Aquarellen und Grafiken ist sein berühmter Radierzyklus „Der Krieg“ zu sehen, in dem Dix drastisch mit der modernen Kriegsmaschinerie des 1. Weltkrieges abrechnet.

MAGRITTE – Der Verrat der Bilder

Schirn Kunsthalle, Frankfurt | bis 05. Juni 2017

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dem großen belgischen Surrealisten René Magritte eine konzentrierte Präsentation, die sein Verhältnis zur Philosophie seiner Zeit abbildet. Es ist die erste große Einzelausstellung in Deutschland seit 20 Jahren. Die Kunstschau präsentiert Magrittes meisterhafte Bilderrätsel der 1920er- bis 1960er-Jahre und vereint rund 70 Arbeiten, darunter zahlreiche Meisterwerke aus bedeutenden internationalen Museen, öffentlichen und privaten Sammlungen.

PARIS BORDONE – Die Poesie der venezianischen Malerei

Hamburger Kunsthalle | bis 21. Mai 2017

Die Poesie der venezianischen Malerei würdigt das umfangreiche Œuvre des venezianischen Malers Paris Bordone (1500-1571) im Schatten seines Lehrers Tizian und stellt es im Kontext herausragender venezianischer Künstler wie Palma il Vecchio und Lorenzo Lotto vor. Erstmalig werden dabei die Hauptwerke Paris Bordones in einer Schau zusammengeführt – eine derart umfangreiche Würdigung seines facettenreichen Werkes ist im deutschsprachigen und internationalen Raum bisher einmalig.

IMPRESSIONISMUS. Die Kunst der Landschaft

Museum Barberini, Potsdam | bis 28. Mai 2017

Eröffnungsausstellung Museum Barberini, Potsdam: Mit Gemälden von Künstlern wie Claude Monet, Auguste Renoir und Gustave Caillebotte widmet sich die Kunstschau den malerischen Erfindungen des Impressionismus und dem Naturverständnis der Moderne. Die Ausstellung zeigt, dass die impressionistischen Landschaften keineswegs spontane Stimmungsmalerei sind, sondern Experimentierfelder der Künstler. Präsentiert werden Meisterwerke im Kontext von 92 Gemälden, die aus 32 internationalen Museums- und Privatsammlungen stammen. Sie werden in Themenräumen gezeigt, die Bildreihen der wichtigsten Motive vorführen. Ein neuer Blick auf die impressionistischen Künstler und ihre obsessive Beschäftigung mit der individuellen Wahrnehmung von Licht und Natur.

PAULA MODERSOHN-BECKER – Der Weg in die Moderne

Bucerius Kunst Forum, Hamburg | bis 01. Mai 2017

Das Bucerius Kunst Forum präsentiert eine konzentrierte Neubetrachtung des Werks der deutschen Ausnahmekünstlerin Paula Modersohn-Becker. Die Schau will durch gezielt gewählte – teils auch weniger bekannte – Gemälde und Zeichnungen einen neuen Blick auf das herausragende Werk von Paula Modersohn-Becker ermöglichen. Während Modersohn-Beckers eigenwilliger und avantgardistischer Stil zu ihren Lebzeiten als irritierend oder befremdlich empfunden wurde, gilt er heute als revolutionär und zukunftsweisend. Die Einzelausstellung veranschaulicht anhand von rund 80 Werken die singuläre Bedeutung ihres kurzen künstlerischen Schaffens in einer Zeit zwischen zwei grundverschiedenen Künstlergenerationen: den Spätimpressionisten und den Expressionisten.

CLAUDE MONET – Licht, Schatten und Reflexion

Fondation Beyeler, Riehen b. Basel | bis 28. Mai 2017

Zu ihrem 20. Geburtstag präsentiert die Fondation Beyeler CLAUDE MONET. Die Ausstellung ist ein Fest des Lichts und der Farben. Sie beleuchtet die künstlerische Entwicklung des französischen Malers von der Zeit des Impressionismus bis zu den berühmten Seerosenbildern. Die Ausstellung zeigt 62 Gemälde aus bedeutenden Museen Europas, der USA und Japans, darunter dem Musée d’Orsay, Paris; dem Metropolitan Museum, New York; dem Museum of Modern Art, New York; dem Museum of Fine Art, Boston und der Tate, London. Eine Besonderheit sind 15 Gemälde aus unterschiedlichem Privatbesitz, die äußerst selten öffentlich zu sehen sind und lange nicht mehr im Monet-Kontext gezeigt wurden.

VELÁZQUEZ und das goldene Zeitalter der spanischen Kunst

München | Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung | bis 26. März 2017

El Siglo de Oro – das goldene Zeitalter der spanischen Kunst – zählt zu den bedeutendsten wie populärsten Kapiteln der europäischen Kulturgeschichte. Erstmals kann in diesem Sommer in Berlin die faszinierende Vielfalt der Malerei und Skulptur des 17. Jahrhunderts auch außerhalb Spaniens umfassend erlebt werden – mit über 150 Meisterwerken von Velázquez, El Greco, Francisco de Zurbarán und Bartolomé E. Murillo sowie bislang kaum bekannten Künstlern wie Alonso Cano und Gregorio Fernández.

Werkstatt für PHOTOGRAPHIE 1976 – 1986

Berlin | bis 12. Februar 2017 / Essen | bis 19. Februar 2017 / Hannover | bis 19. März 2017

In einer städteübergreifenden Kooperation realisieren das Museum Folkwang, C/O Berlin, das Sprengel Museum Hannover ein gemeinsames Ausstellungsprojekt. Ausgehend von der Berliner „Werkstatt für Photographie“ und der jungen Essener Szene entdeckt die Ausstellung ein wichtiges Kapitel der deutschen Geschichte für Fotografie neu – jenseits der Erfolgsgeschichte der Düsseldorfer Schule.

GEORGIA O’KEEFFE – Die Sinnlichkeit der Welt

Kunstforum Wien | bis 26. März 2017

Das Bank Austria Kunstforum Wien zeigt – in Kooperation mit der Tate Modern, London, und der Art Gallery of Ontario, Toronto – die bisher größte O’Keeffe-Ausstellungstour außerhalb der Vereinigten Staaten. Mit der Präsentation von 85 Werken O’Keeffes – und weiteren 60 Fotografien von befreundeten Fotografen – von insgesamt 50 Leihgebern bietet die Ausstellung die Möglichkeit, das malerische Werk dieser Ausnahmekünstlerin vollständig kennenzulernen.

MAX BECKMANN in New York

The Metropolitan Museum of Art, New York | bis 20. Februar 2017

Die Max-Beckmann-Kunstschau zeigt die besondere Verbindung des Künstlers mit New York City. Die Ausstellung umfasst 14 Gemälde, die Beckmann in New York von 1949 bis 1950 entwarf, sowie 25 Werke von 1920 bis 1948 aus New Yorker Sammlungen. Die Ausstellung versammelt mehrere Gruppen von ikonischen Werken, darunter Selbstporträts; Mythische, expressionistische Interieurs; Robuste, bunte Porträts von Frauen und Performern; Landschaften; Und Tyrannen.

OTTO DIX – Der Isenheimer Altar

Musée Unterlinden, Colmar | bis 30. Januar 2017

Anlässlich des 125. Geburtstags von Otto Dix und der 500. Jährung der Entstehung des Isenheimer Altars untersucht die Ausstellung – als erste große Präsentation moderner Kunst des neu eröffneten Musée Unterlinden – den Einfluss des spätmittelalterlichen, 1512 bis 1516 entstandenen Meisterwerks von Matthias Grünewald auf das Schaffen von Otto Dix (1891–1969). Anhand von 100 Gemälden und Zeichnungen, von denen zahlreiche aus Privatsammlungen stammen und hier zum ersten Mal gezeigt werden, belegt die Ausstellung, dass Dix zeitlebens von Grünewald fasziniert war und sich in seinem Schaffen immer wieder neu mit dessen ungeheurer, für seine Zeit revolutionärer Bildsprache beschäftigte.

GESCHLECHTERKAMPF – Franz von Stuck bis Frida Kahlo

Städel Museum, Frankfurt | bis 19. März 2017

Die Ausstellung behandelt die künstlerische Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Anhand einer Auswahl von etwa 140 Werken der Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie sowie Filmen macht es sich das groß angelegte Ausstellungsprojekt zur Aufgabe, besonders prägnante künstlerische Positionen zu bestimmen und in einen Dialog zu stellen. Vor dem Hintergrund der intensiven Diskussion um Genderfragen und die sich stetig wandelnde Rolle von Frau und Mann bietet das Projekt einen Einblick in die Komplexität der Problematik und beleuchtet die kunsthistorische Dimension eines hochrelevanten gesellschaftspolitischen Themas.

OMER FAST – Reden ist nicht immer die Lösung

Martin-Gropius-Bau, Berlin | bis 12. März 2017

Omer Fast (* 1972) gehört zu den markantesten Film- und Videokünstlern seiner Generation. Er kreiert in seinen Filmen eine Narration, die die Grenzen zwischen eigener und medialer Erzählung sowie aktueller und historischer Ereignisse in Frage stellt. Sein Werk verweist auf das Spannungsverhältnis zwischen Dokumentation und Fiktion. Der Martin-Gropius-Bau zeigt sieben seiner Projekte in einer ersten großen Soloausstellung in Berlin. Verbunden wurden die sieben Videowerke durch drei inszenierte ( für den Martin-Gropius-Bau konzipierte ) Warteräume, ähnlich derer beim Arzt, am Flughafen oder bei der Ausländerbehörde.

Hinter dem Vorhang. Verhüllung und Enthüllung seit der Renaissance. Von Tizian bis Christo

Museum Kunstpalast, Düsseldorf | bis 22. Januar 2017

In dem letzten von ihm erarbeiteten Ausstellungsprojekt widmet sich Beat Wismer, der 2017 scheidende Generaldirektor des Museum Kunstpalast dem vielfältigen Themenspektrum von Verhüllung und Enthüllung in der Kunst. Gezeigt werden bedeutende Kunstwerke aus sechs Jahrhunderten. Werden Stoffe beiseite geschoben, lenken sie die Aufmerksamkeit auf das Enthüllte und schüren die Neugier, noch Verstecktes zu entdecken. Das faszinierende künstlerische Wechselspiel zwischen Verbergen und Zeigen, Verhüllen und Enthüllen mit Vorhang, Schleier oder Draperien steht im Fokus von Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen und Installationen, die den Bogen von Renaissance und Barock über die Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst spannen.

Der Traum vom PARADIES – Max und Lotte Pechsteins Reise in die SÜDSEE

Städtisches Kunstmuseum Spendhaus, Reutlingen | bis 22. Januar 2017

Die Reisetagebücher von Max und Lotte Pechstein, die erstmals für die Ausstellung ausgewertet wurden und ausgestellt werden, offenbaren sowohl die unterschiedlichen Perspektiven als auch die Diskrepanz zwischen Ideal und Wirklichkeit. Nach Pechsteins Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg wurde Palau zum Schlüsselmotiv seiner Kunst. Die Ausstellung möchte beantworten, welche Rückschlüsse Pechsteins Werke auf das Leben und die Kultur der Palauer tatsächlich zulassen und inwiefern diese gleichzeitig auch als Zeugnisse der gesellschaftlichen und künstlerischen Vorstellungen der spät-wilhelminischen Gesellschaft zu verstehen sind.

This Was Tomorrow – POP ART in Great Britain 1947-1968

Kunstmuseum Wolfsburg | bis 19. Februar 2017

„Swinging London“ in Wolfsburg: 60 Jahre nach Richard Hamiltons bahnbrechender Multimedia-Installation „Fun House“, realisiert für die Ausstellung „this is tomorrow“ in London, vereint diese Großausstellung zahlreiche Gemälde, Skulpturen, Collagen, Architekturmodelle, Installationen und Zeichnungen sowie Film, Musik und Fotografie zu einem einzigartigen Panorama der Pop Art in Großbritannien. Der Bogen der Ausstellung spannt sich von Eduardo Paolozzis frühen Pariser Collagen von 1947 bis zum Höhe- und Endpunkt des „Swinging London“ 1968. Die große Ausstellungshalle des Kunstmuseums wird zur veritablen „City of the Sixties“, zum Stadtparcours mit Künstlerhäusern, Straßen und Plätzen.

Francis BACON – Unsichtbare Räume

Staatsgalerie Stuttgart | bis 08. Januar 2017

Die Ausstellung »Francis Bacon. Unsichtbare Räume« widmet sich erstmals einem zentralen Aspekt im Werk von Francis Bacon (1909-1992), der als einer der bedeutendsten modernen Maler Großbritanniens gilt. Sie zeigt, wie Bacons »unsichtbare« Räume die Isolation der dargestellten Figuren betonen und die Aufmerksamkeit auf deren psychologisches Befinden lenken. Die geniale Bildstrategie des figurativen Ausnahmekünstlers wird anhand von 40 großformatigen Gemälden, darunter vier monumentalen Triptychen, sowie bislang selten gezeigten Papierarbeiten systematisch erkundet.

Lockruf der DÉCADENCE – Deutsche Malerei und Bohème 1840-1920

Museum Georg Schäfer, Schweinfurt | bis 08. Januar 2017

Mit dieser Epochenschau bietet das Museum Georg Schäfer einen Einblick in den Zusammenhang des Freiheitsrufs „L’art pour L’art“ („Die Kunst um der Kunst willen“) zur Décadence-Bewegung, die ab 1860 von Paris ausging. Gemeinsam erfassten beide bald ganz Europa. Gezeigt werden 135 z.T. großformatige themenbezogene Gemälde und Zeichnungen von 64 Künstlerinnen und Künstlern, darunter befinden sich zahlreiche Leihgaben aus europäischen Sammlungen. Hinzu kommt Literatur der Bohème.

PICASSO – Skulpturen

BOZAR Centre for Fine Arts, Brüssel | bis 05. März 2017

Nach dem MoMA in New York und dem Musée national Picasso in Paris präsentiert das BOZAR Centre for Fine Arts bildhauerische Arbeiten von Picasso und zeigt somit zum ersten Mal in der Geschichte eine Retrospektive seines bildhauerischen Werks in Belgien. Mit mehr als 80 Skulpturen, rund zwanzig Gemälden und Keramiken sowie afrikanischen und ethnischen Kunstobjekten aus der Privatsammlung des Künstlers unternimmt „Picasso. Sculptures“ einen außergewöhnlichen Streifzug durch die intime Welt Picassos und bietet die Möglichkeit, den ästhetischen Ansatz des Meisters aus einem ganz neuen Blickwinkel zu betrachten.

Der figurative POLLOCK

Kunstmuseum Basel | bis 22. Januar 2017

Untrennbar mit dem Namen Jackson Pollock sind dessen abstrakte Drip Paintings verbunden, die auf dem Boden seines Ateliers entstanden. Davor, in den 1930er- und 40er-Jahren, setzte sich Pollock mit figurativen Bildsprachen auseinander. Die Ausstellung gibt einen repräsentativen Überblick über Pollocks künstlerische Entwicklung als figurativer Maler von der Mitte der 1930er- bis zu den 1950er-Jahren. Insgesamt sind rund 100 Gemälde und Arbeiten auf Papier zu sehen, neben wichtigen Arbeiten aus Privatsammlungen auch hochkarätige Werke aus Museumssammlungen in Europa, Japan, Australien und den USA.

POSTWAR – Kunst zwischen Pazifik und Atlantik, 1945-1965

Haus der Kunst, München | bis 26. März 2017

Die Ausstellung untersucht erstmals in der jüngeren Ausstellungsgeschichte die turbulente und ereignisreiche Nachkriegszeit als ein globales Phänomen. In acht Kapiteln führt die Ausstellung den Besucher durch die ersten 20 Jahre nach dem Krieg. Dabei macht sie sichtbar, wie die Kunstschaffenden auf die Traumata von Holocaust, Hiroshima und Nagasaki reagierten; wie die zwei politischen Blöcke im Kalten Krieg die Künste instrumentalisierten und so den Gegensatz von Sozialistischem Realismus und Abstraktion festschrieben. Diese eingehende, global ausgerichtete Ausstellung zur Kunst der Nachkriegszeit zeigt Malerei, Plastik, Installationen, Collagen, Performances, Filme, Künstlerbücher, Dokumente und Fotografien, insgesamt 350 Werke von 218 Künstlern aus 65 Ländern.

MAX LIEBERMANN – Vom Freizeitvergnügen zum modernen Sport

Kunsthalle Bremen | bis 26. Februar 2017

Sport durchdringt heute nahezu alle Lebensbereiche. Er gehört zum modernen Lifestyle, er wird zum populären Massenspektakel oder verleiht elitäres Prestige. Der Siegeszug des Sports begann in Deutschland vor über hundert Jahren. Max Liebermann war der erste deutsche Künstler, der sich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzte. Die Sonderausstellung „Max Liebermann – Vom Freizeitvergnügen zum modernen Sport“ in der Kunsthalle Bremen untersucht Max Liebermanns Blick auf Bewegung und Sport und erzählt zugleich die Geschichte vom Reiten, Tennis und Polo in der Kunst.

Der Farbholzschnitt in Wien um 1900

Albertina, Wien | bis 22. Januar 2017

Mit einer Ausstellung zum Farbholzschnitt in Wien zwischen 1900 und 1914 widmet sich die Albertina einem bislang wenig beachteten Kapitel des Wiener Jugendstils und präsentiert 100 herausragende Werke aus der eigenen Sammlung. Mit der Betonung von Umrisslinien, der Stilisierung der Motive sowie dem Spiel mit Farbkontrasten entsprechen ihre Werke ganz dem neuen Formideal des Jugendstils. Zu den Künstlerinnen und Künstlern, die diese Technik begeistert aufgriffen und modernisierten, zählten auch zahlreiche Mitglieder der Wiener Secession. Um die Wende zum 20. Jahrhundert fügte sich dieses vorrangig illustrative Medium durch seine Reproduzierbarkeit und leichte Verfügbarkeit ideal in ihr Konzept einer „Kunst für alle“, die sämtliche Lebensbereiche durchdringen sollte.

SEURAT, SIGNAC, VAN GOGH – Wege des Pointillismus

Albertina, Wien | bis 8. Januar 2017

Die Albertina kommt mit einer hochkarätigen Ausstellung daher, die den Beginn der Moderne mit dem Pointillismus als ihrem Geburtshelfer um ein wesentliches Kapitel vervollständigt: 100 ausgewählte Meisterwerke der Hauptvertreter Seurat und Signac sowie beeindruckende Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen moderner, von der Punktekunst faszinierter Meister wie Van Gogh, Matisse und Picasso illustrieren die atemberaubende Strahlkraft sowie den bedeutenden Einfluss dieser Kunstrichtung.

Ernst Ludwig KIRCHNER – Hieroglyphen

Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin | bis 26. Februar 2017

Mit der Ausstellung Ernst Ludwig Kirchner: Hieroglyphen werden die Werke Kirchners aus der Sammlung der Nationalgalerie erstmals geschlossen vorgestellt. Kaum ein Museum in Deutschland kann die Vielfalt im Schaffen dieses Künstlers so eindrücklich wiedergeben wie gerade die Nationalgalerie mit ihrem Bestand. Ergänzt durch markante Leihgaben, die Kirchners Konzept der ‚Hieroglyphe‘ verdeutlichen, und Arbeiten der zeitgenössischen Künstler Rosa Barba und Rudolf Stingel bietet die Ausstellung einen neuen Einblick in das Schaffen des Expressionisten.