AMELIE VON WULFFEN

KW Institute for Contemporary Art, Berlin | bis 24. Mai 2021
Amelie von Wulffen ohne Titel 2016 Galerie Barbara Weiss 1200 AMELIE VON WULFFEN
Amelie von Wulffen - ohne-Titel, 2016 ( Detail )
Courtesy die Künstlerin und Galerie Barbara Weiss, Berlin

Mit der Einzelausstellung von Amelie von Wulffen (1966, DE) widmen sich die KW Institute for Contemporary Art einer Berliner Künstlerin, die sich schon lange international als eine der wichtigsten deutschen Malerinnen etabliert hat. Die Ausstellung in den KW stellt die erste institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin in Berlin dar und präsentiert neben einer Auswahl bereits existierender Arbeiten eine umfassende Gruppe an Neuproduktionen.


Seit den 1990er Jahren hat Amelie von Wulffen ein komplexes und eigenwilliges Werk entwickelt, das Fragen nach den historischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen von Malerei aufwirft und dabei in einem hohen Maße selbstreflexiv vorgeht. Dies erstreckt sich auch auf die Figur der Künstlerin selbst, die immer wieder in unterschiedlicher Gestalt in ihren Arbeiten auftaucht und dabei oft ihre persönliche Familienchronik mit nationaler Geschichte und existentiellen Fragen nach einem kulturellen und spezifisch deutschen Erbe verknüpft.

In von Wulffens Bildern werden ästhetische Widersprüche gezielt kontrastiert und verschiedene Malstile der Kunstgeschichte und der Hobbykunst miteinander verwoben, womit deren assoziatives Gewicht lustvoll neu besetzt wird. Ihr Werk erscheint vor diesem Hintergrund wie eine Meta-Reflexion der ästhetischen Widersprüche im Nachkriegsdeutschland und gegenwärtiger Pop- und Politkultur, in die die Künstlerin auch kunstgewerbliche Zitate wie Möbel und architektonische Versatzstücke miteinbezieht.

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KW Institute for Contemporary Art, Berlin | bis 24. Mai 2021

Amelie von Wulffen

Pressetext: KW Berlin | www.kw-berlin.de
Kuratorin: Anna Gritz
Assistenzkuratorin: Kathrin Bentele
AMELIE VON WULFFEN Bilder 1998 2016 Katalog 700 AMELIE VON WULFFEN

MONOGRAFIE | AMELIE VON WULFFEN.
Bilder 1998-2016

328 Seiten
mit 230 farbigen, meist ganzseitigen Abbildungen,
Ausstellungsverzeichnis, Bibliographie,
Herausgeber : König, Walther
Text in dt. & engl. Sprache
23.37 x 2.79 x 29.72 cm

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Eine Monographie zu Amelie von Wulffen ist längst überfällig. Seit über zwanzig Jahren entwickelt die Künstlerin ein formal und stilistisch breit angelegtes Werk (Collagen, installative Arbeiten, Animationsfilme, Zeichnungen, Skulpturen und Malerei), das sich in dieser Publikation in seiner inhaltlichen Beharrlichkeit zeigt.

Im Niederschlag des Privaten und Persönlichen nimmt Amelie von Wulffen eine deutliche Abrechnung mit der deutschen (Kultur-)Geschichte vor, und argumentiert als eindringliche Chronistin der Verdrängung. Der beißende Humor, der ihre Arbeiten durchdringt, macht vor keiner menschenmöglichen Niederung Halt, wenn auch nicht immer so direkt wie in ihren Zeichnungen und Comics.

Die Texte dieser reich bebilderten Monografie untersuchen von Wulffens Beitrag zum Malerei-Diskurs, psychoanalytische Aspekte und zeigen die Malerin als Role Model für eine junge Künstlerinnen-Generation.


Wie schon frühere Bildzyklen von Wulffens handeln auch ihre neuen Bilder von den teils abgründigen Dimensionen von Familie als einem Ort, an dem neben Liebe und Kultur auch bleierne Probleme und Verdrängtes weitergegeben werden. Besonders emotional werden diese Arbeiten durch die Dimension des Abschieds von den Eltern. In einer szenographischen, gemalten Genreinstallation werden neue Kleinskulpturen platziert – eine Art dramatische Wunderkammer verhandelt hier das Verhältnis von Mensch und Natur, das auch in Zeiten der totalen Umweltzerstörung noch von romantischen Landschafts- und Naturprojektionen bestimmt wird. Begleitet werden diese neuen Arbeiten von ausgewählten existierenden Malereien, Zeichnungen, Möbeln, Skulpturen und Filmen der Künstlerin.

In ihren komplexen und selbstreflexiven Arbeiten verhandelt die Berliner Malerin Amelie von Wulffen (1966, DE) seit den 1990er Jahren das Verhältnis von Innen- und Außenwelt als Konfliktlinie von Ängsten, emotionalen Traumata und Schuld, aber auch von Sehnsüchten und unterdrückten Fantasien vor dem Hintergrund ihrer persönlichen Familienchronik und nationaler Geschichte. Von Wulffens Bilder sind oft melancholisch, ihnen haftet eine nervöse, wehmütige, beinahe selbstironisch-hysterische Spannung an. Trotz ihres oft düsteren Grundtenors erscheinen sie den Betrachterinnen zugewandt. Die Arbeiten legen unerwartete, bisweilen schmerzhafte Assoziationen nahe, in denen sich auch die Künstlerin als Figur zur Disposition stellt. In eine märchenhafte Sprache gehüllte Halb- und Fabelwesen agieren neben historischen Figuren in traumartigen Szenarien. Alltägliches und (Kunst-)Historisches wird gleichermaßen verhandelt und verschiedene Malstile und ästhetische Widersprüche gezielt kontrastiert.


VIDEO | Amelie von Wulffen, Ausstellungsrundgang mit Kuratorin Anna Gritz, 2020


Amelie von Wulffens Ausstellung in den KW Institute for Contemporary Art ist die erste institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin in ihrer Wahlheimat Berlin und präsentiert umfangreiche Neuproduktionen neben einer Reihe früher Arbeiten, in denen Berlin schlaglichtartig erscheint. Die Gegenüberstellung zeigt interessante Bezüge und Kontinuitäten und stellt alten Kerngedanken neue Antriebe gegenüber. Die Ausstellung beginnt mit einer Serie von Bleistiftzeichnungen, Die graue Partizipation (2001), die das Berlin der Nachwendezeit heraufbeschwören. Auf Konzerten oder bei Clubbesuchen aufgenommene Fotografien zeichnete von Wulffen anschließend im Atelier ab – mit tastendem Strich versuchte sie, sich die Situationen des jeweiligen Vorabends neu anzueignen. Thematisiert wird, neben Gefühlen der eigenen Entfremdung von „den Anderen“, das Auseinanderfallen von Sehen, Denken und Empfinden. Was ist Sehen im Verhältnis zur Wirklichkeit und zum eigenen Erleben, und wo lagert sich das Gesehene ab?

Im Nachbarraum hängen Selbstportraits von Wullffen vornehmlich aus der Serie Bitte keine heiße Asche einfüllen (2009), die die Malerin in unterschiedlichen Stimmungen und mit verschiedenen Attributen abbilden. Die Frage nach der Konstitution des „Selbst“ wird zu einem fragilen Spiel verschiedener (Selbst-)Darstellungsformen. Das eigene zeichnerische (Un-) Vermögen wird produktiv gemacht und die Rolle technischer Hilfsmittel wie ein Foto oder Spiegel bei der Selbstwahrnehmung beleuchtet. Wie, so fragt von Wulffen, kommt die Welt (Ich) ins Bild?

Amelie von Wulffen Noch hier 2020 700 AMELIE VON WULFFEN
Amelie von Wulffen, Noch hier?, 2020
Öl auf Leinwand, Courtesy die Künstlerin und Galerie Barbara Weiss, Berlin

Oft geht von Wulffens Malerei über die Leinwand hinaus und bezieht den Ausstellungsraum direkt in ihre Arbeit mit ein. Auch Schulstühle, Bauernschränke oder selbstgebautes Mobiliar können als Bildträger dienen. Die Malerei führt dabei die andernfalls separierten Elemente in einem fiktionalen Raum zusammen. In dem selbst entworfenen Kompositmöbel „Der verkannte Bimpfi“ (2016) werden Bett, Klavier und Beichtstuhl zu einem Apparat kultureller und moralischer (Selbst-)Züchtigung kombiniert, der durch Malerei zu einem adoleszenten Nest subversiv umgewidmet wird. Volkstümelnde Landschaftsmalerei und Straßen-Impressionismus zweiten Grades kollidieren hier mit TV-Sternchen amerikanischer Serien der 1970er Jahre und frei erfundener Psycho-Figuration. Der Titel geht auf das gleichnamige, bekannte Erziehungsbuch zurück, das Generationen von deutschen Kindern anhand eines anthropomorphisierten Pilzes über Falschurteile, Hetze, Schuld und Verrat aufklärte.

Von Wulffen KW Berlin Installationsansicht 2021 1200 AMELIE VON WULFFEN
Installationsansicht Amelie von Wulffen KW Berlin, 2021
Courtesy die Künstlerin und Galerie Barbara Weiss, Berlin; Foto: Frank Sperling

Ein verstohlener Wunsch nach Rehabilitation scheint auf. Anthropomorphismus steht für das Bedürfnis des Menschen, sich in allem zu spiegeln und ist ein wiederkehrendes Motiv in von Wulffens Arbeiten, so auch in ihrer Aquarellserie „This is how it happened“ (2011–2020), die in Form emblematischer Portraits an Kinderbücher und Werbegrafik erinnert. Obst, Gemüse, Schrauben, Werkzeuge oder Pinsel durchleben teils banale, teils dramatische Situationen; die freundliche Bildsprache kollidiert mit alltäglicher Grausamkeit.

Seit 2011 begleiten Comics von Wulffens Malerei, in denen sie ihren eigenen Platz in der (Kunst-)Welt, soziale Zugehörigkeiten und den eigenen Marktwert als Künstlerin thematisiert. Daraus resultierende Situationen – sei es der Platz am coolen („kühlen“) Tisch beim Eröffnungsessen, der die Dynamik und das soziale Rangeln um Status in der Kunstszene spiegelt, oder die Ernüchterung, die einen beim Ego-Googlen angesichts des absteigenden Graphen des Artfacts-Rankings befällt –, verhandelt die Diashow „Am kühlen Tisch“ (2013). Selbstironisch werden Versagensängste, Frustration, Einsamkeit, Konkurrenz und andere existentielle Fragen mit den zumeist oberflächlichen Markern der Kunstszene verbandelt, wenn auch nur, um deren vermeintliche Relevanz durch Verweise auf „reale“ weltgeschichtliche Krisen zu entkräften.


AMELIE VON WULFFEN Comics Katalog 700 AMELIE VON WULFFEN

PUBLIKATION | AMELIE VON WULFFEN.
Alle Comics 2010 – 2020

Taschenbuch
208 Seiten
mit 161 ganzseitigen Abbildungen
Herausgeber : König, Walther
18.9 x 2.2 x 26.1 cm

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Begleitend zur Berliner Ausstellung erscheint ein Sammelband mit von Wulffens gesammelten Comics von 2011 bis 2020, der eine scheinbar beiläufige Seite ihres Schaffens zeigt. Neben November (2011) und Am kühlen Tisch (2013) versammelt der Band auch weniger bekannte, kürzere Comics der letzten Jahre. Von Wulffens Comics, die die sozialen Codes der Kunstwelt, das tägliche Leben als Künstlerin und (alp)traumartige, surreale Psychogeographien zum Thema haben, beleuchten mal feinfühlig, mal bitterböse Versagensängste, Frustration, Einsamkeit, Konkurrenz, den guten Geschmack und sexuelle Eskapaden und stellen die klare Grenzziehung zwischen High und Low, künstlerischem Geniestreich und Dilettantismus in Frage.


Die Architekturcollagen aus dem Jahr 1998 basieren auf Fotografien modernistischer, meist Ostberliner Gebäude, darunter das ehemalige Palasthotel, die Tschechische Botschaft und das damalige Western-Lokal am Alexanderplatz.

Von Wulffen transformiert die fotografierte Realität und erweitert sie malerisch, wodurch sich deren physische Präsenz gegenüber der Fotografie stark intensiviert. Es entstehen hybride Räume aus Fotografie und Malerei. Die Malerei wird auf diese Weise in ihrer Abgrenzung zur Fotografie nach ihren spezifischen Möglichkeiten befragt.


VIDEO | Kunst nach 1945: Amelie von Wulffen

Im Rahmen der Städel-Filmreihe „Kunst nach 1945″ stellt Amelie von Wulffen (geboren 1966 in Breitenbrunn) ihre elfteilige Werkserie „Stadtcollagen“ im Städel Museum vor, die Ende der 1990er-Jahre entstand. Was inspirierte die Künstlerin zu dieser Serie? Woher stammen die Fotografien, die sie für ihre Collagen verwendet — und was haben sie mit ihrer eigenen Lebensgeschichte zu tun? In welchen Medien arbeitet Amelie von Wulffen noch? Diesen und weiteren Fragen spürt der Film nach.


Daneben läuft der Knetgummi-Animationsfilm Pedigree (1996–1999, koproduziert mit Michael Graessner). Audio-Fragmente aus Filmen von Michelangelo Antonioni und Andrei Tarkowski bereiten hier das akustische Bett aus Politik und Liebe, in dem sich vor einem dramatisch gefärbten Himmel die leidenschaftliche Begegnung eines Paares vollzieht.

VIDEO | Amelie von Wulffen and Michael Graessner, Pedigree, 1996/1999


In den letzten Jahren erscheinen vermehrt Indize und Systeme der Ordnung in von Wulffens Arbeiten. Ein übermalter Bauernschrank öffnet sich, darin finden sich Grabsteinreihen aus Keramik, deren Formen sich auch in den anderorts gemalten Eisvariationen der LangneseWerbetafeln spiegeln. Weitere unheimliche formale Verbindungen finden sich in der Aufreihung der Kinder auf Weihnachtsgrußkarten in einem der Bilder oder in der Film- und Serienübersicht von Netflix. Die freie Wahl beschränkt sich auf Dexter oder House of Cards, auf Nucki Nuss oder Mini Milk. Diese scheinbar selbstverständliche Logik der Reihung und Entsprechung verstaut von Wulffen wiederum innerhalb komplexer Verschachtelungen. Objekte im Objekt, Bilder im Bild, die sich wie Fenster auf immer neue Realitätsebenen öffnen und so die Grenze des Bildes und dessen Teilhabe an der Realität in Frage stellen.

Amelie von Wulffen Biene Maja 700 AMELIE VON WULFFEN
Installationsansicht Amelie von Wulffen, Biene Maja, 2020; Rückseite: Bernsteinzimmer, 2019/20; 
Coutesy die Künstlerin und Galerie Barbara Weiss, Berlin; Foto: Frank Sperling

Mit einer neuen szenografischen Genreinstallation bespielt Amelie von Wulffen die Halle der KW. Eine dramatische Wunderkammer, in der das Verhältnis von Mensch und Natur verhandelt wird, das auch angesichts der totalen Umweltzerstörung noch von romantischer Landschafts- und Naturprojektion bestimmt ist. Auf bemalten Sockeln erhebt sich eine Armee anthropomorpher Objektcollagen, die wie „Wutbürger“ den Betrachter*innen anklagend entgegentreten. Diese liebevoll gefertigten Monstrositäten wirken wie ans Ufer gespülte Überbleibsel. Ihre kleinen Körper – aus Muscheln, Holz und Moos zusammengesetzt – könnten aus einem ethnologischen Museum stammen – oder sind es Kreuzungen aus Souvenir-Merchandise, Nippes und Meissener Porzellanfiguren? Sie verkörpern das Aufbegehren einer sterbenden Welt, die nicht länger für Ferien, Erholung und Alltagsfluchtfantasien zur Verfügung steht. Die mit Seestücken bemalten Holzsockel lassen sich neben der pittoresken Schönheit des Meeres auch als apokalyptische Vision lesen; das trübe Wasser steht bereits kniehoch im Raum. Stürmisches, verfärbtes Licht, angespülte Trümmer und Ölfelder beschwören die Folgen der Umweltzerstörung und Kriegsszenarien herauf. Zwischen all dem liegt ein scheinbar sterbender, alter Mann auf einem Bett. Auf seiner Brust sitzt eine kleine gemalte Muschelfigur. Handelt es sich um eine Grabbeigabe? An diesem Punkt schlägt die Szenerie um, und man befindet sich in der Grabkammer eines Pharaos. Im Zentrum der Gruppe lehnt eine Exkrement-Figur aus Pappmaché verhalten an einem Baumstamm. Schmeißfliegen-Mutationen aus Miesmuscheln kündigen eine ökologische Katastrophe an, auch die umliegenden Wände sind teils braun beschmiert. Nackt, nur mit einem Portemonnaie ausstaffiert, scheint das Exkrement-Wesen, das sich auch als Verkörperung der Künstlerin lesen lässt, die kleinen Artefakte wie auf einem Trödelmarkt zum Kauf anzubieten. Die Figur ist nicht zuletzt auch ein Verweis auf den Comic The Boulder (Die Findlinge) (2017), in dem von Wulffen auf die Rustikalität und Braunlastigkeit deutscher Malerei reflektiert. Wie in vielen ihrer Arbeiten scheint auch hier die deutsche Geschichte als schwere Erbschaft auf.

Weitere neue Arbeiten um die Installation herum behandeln abermals die abgründigen Dimensionen von Familie, in der neben Liebe und Kultur auch bleierne Probleme und Verdrängtes weitergegeben werden. Besonders emotional werden diese durch die Dimension des Abschieds von den Eltern. Der Rückzug in eine von Träumen bestimmte Logik wird hier zum Programm, in dem sich die Erinnerungen an kindliche Grausamkeit, die vergebliche Suche nach Wiedergutmachung und die Hoffnung auf einen Ausstieg aus dem Kreislauf der Schuld mit der Frage vermischen, ob der Mensch gänzlich inkompatibel mit seiner Umwelt ist.

Die Malerin Amelie von Wulffen hat anlässlich ihrer Einzelausstellung in den KW eine Edition von Schmeißfliegen-Mutationen aus Miesmuscheln und Pappmaché produziert, die der neuproduzierten szenografischen Genreinstallation in der Halle der KW entlehnt wurden.


PRESSESCHAU

VIDEO | Die deutsche Malerin Amelie von Wulffen – der XX-Faktor 06 | euromaxx, 2011

Amelie von Wulffen hat sich mit ihren Collagen aus Malerei und Fotografie einen Platz in der Kunstszene erobert, ohne sich von den männlichen Seilschaften irritieren zu lassen.Amelie von Wulffen wurde 1966 im bayerischen Breitenbrunn geboren und zählt heute zu der schmalen Zahl an international erfolgreichen deutschen Künstlerinnen. Von 1987 bis 1994 studierte sie an der Kunstakademie in München bei Daniel Spoerri und Olaf Metzel. Sie zog nach Berlin, um sich als Künstlerin zu etablieren. Als der Kunstmarkt zu boomen begann, schaffte auch Amelie von Wulffen den internationalen Durchbruch: 2003 stellt sie auf der Biennale in Venedig aus. Zwei Jahre später präsentiert das renommierte Centre Pompidou in Paris ihr Werk in einer Einzelausstellung.


Warten auf Goldene Zitronen

Wilhelm Klotzek für rbb24 | Artikel lesen

Nach der monatelangen Schließung kultureller Einrichtungen erfrischt es, die Arbeiten von Amelie von Wulffen zu sehen. Beschmierte Wände und Schmeiß-Fliegen aus Miesmuscheln umschwirren ihre Arbeiten und sprechen dem ausgehungerten Kunstbetrachter aus der Seele.

Die Künstlerin Amelie von Wulffen liefert uns in ihrer Ausstellung einen schonungslosen Blick auf den Wahnsinn dieser Welt. Sie erschafft diese Perspektive, durch größtmögliche Distanzlosigkeit. Sie geht als gutes Beispiel voran, unsere Rollenbilder, Nationalismen und alltäglichen Abgründe kritisch zu erkunden.


KW Institute for Contemporary Art

www.kw-berlin.de

Amelie von Wulffen

Ausstellung bis 24. Mai 2021

Faltblatt zur Ausstellung (PDF)

KUNST-WERKE BERLIN e. V.

Öffnungszeiten
Mittwoch–Montag 11–19 Uhr
Donnerstag 11–21 Uhr
Dienstag geschlossen
Eintritt: 8 €


SOCIAL MEDIA anonym mit Hilfe des c't-Projektes Shariff

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