MAX BECKMANN – Day and Dream | Eine Reise von Berlin nach New York

Max Ernst Museum Brühl | bis 11. April 2021
Max Beckmann Nachtgarten bei Cap Martin 800 MAX BECKMANN 8211 Day and Dream Eine Reise von Berlin nach New York
Max Beckmann, Nachtgarten bei Cap Martin, 1944, Öl auf Leinwand,
Privatbesitz Süddeutschland Courtesy Grisebach GmbH Berlin,
Foto: Fotostudio Bartsch, Karen Bartsch, Berlin

Das Wichtigste ist jedenfalls, dass man lebt und weiter so intensiv wie möglich diese gespensterhafte Welt zu einer Realität des Bildes bringt. Die einzig wirkliche Realität, die es gibt.
Max Beckmann (Paris, 17. März 1939)

Das Max Ernst Museum Brühl des LVR zeigt eine Ausstellung zu Max Beckmann (1884–1950) unter dem Titel „Day and Dream. Eine Reise von Berlin nach New York“. Rund 140 Arbeiten mit Schwerpunkt auf dem grafischen Werk des in Leipzig geborenen und in New York gestorbenen Künstlers beleuchten wichtige Stationen, Personen und Themenkomplexe aus seinem Leben.


Max Beckmanns bewegte Biografie steht im Zeichen von zwei Weltkriegen, Flucht vor den Nationalsozialisten, Exil und nicht zuletzt großer Reiselust: Von Berlin, Frankfurt am Main und Amsterdam zog es ihn schließlich nach New York. Der häufige Wechsel seiner Lebensstationen wurde prägend für sein Werk..

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Max Ernst Museum Brühl | bis 11. April 2021

MAX BECKMANN – Day and Dream.
Eine Reise von Berlin nach New York

Pressetext: Max Ernst Museum Brühl | maxernstmuseum.lvr.de
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KATALOG | MAX BECKMANN. Day and Dream.
Eine Reise von Berlin nach New York

LESEPROBE

Hardcover
240 Seiten
mit 214 farbigen und 24 s/w Abb.
Wienand (30. September 2020)
Sprache : Deutsch
24.8 x 3.2 x 29.5 cm

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Diese Publikation legt den Fokus auf das druckgrafische Werk von Max Beckmann (1884–1950). Darunter befinden sich mehrere bedeutende Mappenwerke wie das titelgebende Day and Dream oder die Berliner Reise. Sie beleuchten wichtige Stationen und Personen aus dem Leben Beckmanns sowie Motive und Themen seines komplexen Schaffens. Akzentuiert wird diese reichhaltige Auswahl durch einige Arbeiten auf Papier und Gemälde. Außergewöhnliche Handprobedrucke, die der Künstler für seine erste Frau Minna Tube mit persönlichen Widmungen versah, belegen nicht nur seine Verbundenheit zu ihr, sondern zeugen auch von seiner ausgeprägten Sensibilität als Grafiker.


In der Ausstellung wird der Bogen von frühen Arbeiten auf Papier über fünf große Mappenwerke, darunter die titelgebende Suite „Day and Dream“, Einzelblätter und Gemälde bis zu einer seiner seltenen Bronzeplastiken gespannt. Die Präsentation ermöglicht Einblicke in 50 Schaffensjahre, wobei der Fokus auf Beckmanns druckgrafischem und zeichnerischem Werk aus den Jahren 1911 bis 1924 liegt. Erstmals in größerer Auswahl ausgestellt sind Handprobedrucke, die der Künstler seiner ersten Frau Minna Tube zwischen 1913 und 1923 schenkte und mit persönlichen Widmungen versah. Sie veranschaulichen Max Beckmanns Sensibilität als Grafiker.

Rund 140 Arbeiten auf Papier, Gemälde und Druckgrafiken, darunter Lithografie-Mappenwerke wie die titelgebenden „Day and Dream“ und „Berliner Reise“, sind in Brühl zu sehen.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Nachlass Beckmann. Sie wurde von Ralph Jentsch als Gastkurator und dem Team des Max Ernst Museums vorbereitet.


Day and Dream

Im Auftrag des New Yorker Kunsthändlers Curt Valentin entstehen die 15 Lithografien der Mappe Day and Dream von März bis Juni 1946 im Amsterdamer Exil. Ursprünglich waren lediglich 10 Zeichnungen geplant, die unter dem Titel Time-motion erscheinen sollten. Zeit und Bewegung, Abläufe und Prozesse, aber auch Bewegungslosigkeit sind deshalb Themen, die in den Darstellungen angesprochen werden. Nach der Bühneninszenierung mit dem Titel Magic Mirror folgen Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament als Abschluss der Suite. Sowohl im biblischen Sündenfall als auch in der Begegnung zwischen Christus und Pilatus geht es um den zeitlichen Prozess der Erkenntnis, um die Frage: Was ist Wahrheit?

Erst nach dem Druck der Auflage erhält die Suite den Titel „Day and Dream“, der gegenüber dem abstrakteren Begriffspaar Time-motion für den amerikanischen Markt attraktiver klang. Durch die Surrealisten waren Themen wie Tageswirklichkeit und Nachtbewusstsein seit den 1930er Jahren in den Vereinigten Staaten von Amerika zum Thema einer Kunst geworden, mit der sowohl die Wahrnehmung behandelt als auch die Realität erweitert wurde.

Anderthalb Jahre nach der Veröffentlichung der Auflage mit 90 nummerierten sowie 10 unnummerierten Exemplaren aquarelliert Max Beckmann einzelne Blätter von fünf Mappen. Durch die beiden Querformate wird die Folge strukturiert, die als grafisches Triptychon bezeichnet werden kann.


Audiofeature zur Ausstellung

Grafik Audiofeature "Max Beckmann. Day and Dream. Eine Reise zum Hören."
Max Beckmann, Selbstbildnis mit steifem Hut, 1921, Kaltnadel, Privatbesitz Deutschland

Unter dem Titel „Day and Dream. Eine Ausstellung zum Hören“ erkundet das Feature die bewegte Biografie des in Leipzig geborenen und in New York gestorbenen Künstlers, die im Zeichen von zwei Weltkriegen, der Flucht vor den Nationalsozialisten, dem Amsterdamer Exil und nicht zuletzt einer großen Reiselust stand.

Max Beckmanns ehemaliges Frankfurter Atelier, seine Familie, Freunde und Förderer, künstlerische Techniken sowie ausgewählte Werke der Ausstellung stehen im Mittelpunkt des Hörstücks, das mit Geräuschen sowie Zitaten unterhaltsam gestaltet ist.

Die Mitwirkenden des Features – die Enkelin von Max Beckmann und Kunsthistorikerin Mayen Beckmann sowie viele Museumsmitarbeitende – tragen zu einem informativen und sinnlichen Hörerlebnis bei.


VIDEO | Digitale Eröffnung der Ausstellung „Max Beckmann – Day and Dream“


Max Ernst Museum Brühl

Max Beckmann – Day and Dream.
Eine Reise von Berlin nach New York

Ausstellung bis 11. April 2021

Bitte beachten Sie die Informationen zum Schutz- und Hygienekonzept des Museums
zur Eindämmung der Corona-Epidemie unter: https://maxernstmuseum.lvr.de


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