Hamburger Kunsthalle stellt 1000 Kunstwerke zu RAFFAEL online

25.06.2020

RAFFAEL, EIGENTLICH RAFFAELLO SANTI ODER SANZIO (1483–1520)
Kopf eines Cherubs, 1509 ( Ausschnitt ) Kohle, 298 x 234 mm
© Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett / bpk Foto: Christoph Irrgang

DAS »RAFFAEL-ALBUM« IST DIE SUBSTANTIELLSTE ONLINE-DATENBANK ZUM KÜNSTLER IN DEUTSCHLAND

Anlässlich des 500. Todestages von Raffael (1483–1520) stellt die Hamburger Kunsthalle am Montag, dem 6. April 2020, 1000 Werke auf ihrer Website in einem »Raffael-Album« zusammen, die sich um den Superstar der Renaissance drehen. Zwar sind diese 1000 Werke bereits aktueller Bestandteil der Sammlung-Online des Museums – die explizite Hervorhebung ist jedoch neu, erleichtert den Zugriff für Benutzer*innen weltweit und verdeutlicht die große Bandbreite, Vielfalt und Qualität des Hamburger Bestandes nachdrücklich.


Das Besondere ist zudem, das sämtliche Objekte wissenschaftlich erschlossen und jeweils Provenienzen angege-ben sind. Gleichzeitig ermöglichen kurze Erläuterungstexte auch für das allgemein interessierte Publikum einen schnellen Einstieg. Mit den Erklärungen und Kommen-tierungen zahlreicher der 1000 Werke sowie mit ihren hoch qualitativen Abbildun-gen ist diese Raffael-Datenbank die substantiellste Online-Präsentation eines deutschen Museums zu diesem faszinierenden Meister.

Das Album besteht aus eigenhändigen Handzeichnungen Raffaels wie Kopf eines Cherubs (1509) sowie aus Reproduktionen von nahezu allen Gemälden und Wandbildern Raffaels, wie beispielsweise zu dem Werk Sixtinische Madonna. Es sind vor allem Druckgraphiken aus vier Jahrhunderten – Raffael selbst war der erste Künstler, der diese Technik zur Verbreitung seiner Bildideen einsetzte. Unter den 1000 Objekten sind aber auch Fotografien seit den 1860er Jahren. Viele Motive Raffaels sind im Lauf der Zeit mehrfach durch nachfolgende Künstler*innen interpretiert worden. So kann der Stil- und Geschmackswandel über die Jahrhunderte nachvollzogen werden. Bereits ab 1800 fand Raffael in der bildenden Kunst auch als historische Figur große Aufmerksamkeit: Rund 100 Werke sind Illustrationen seines Leben und Werkes.

François Forster (1790–1872) nach Raffael, eigentlich Raffaello Sanzio (1483-1520) 
Selbstbildnis Raffaels, 1836 Kupferstich, Radierung, Nadelschrift, 
392 x 295 mm (Platte)
© Hamburger Kunsthalle, Kupfer-stichkabinett / bpk Foto: Christoph Irrgang

Raffael wurde mit ehrenvollen Aufträgen überhäuft und setzte mit seinen Gemälden und Fresken nicht nur für seine Zeit, sondern für Jahrhunderte die Maßstäbe der europäischen Kunst. Die Hamburger Kunsthalle beherbergt insgesamt 1700 Werke zu Raffael. Die Präsentation auf der Website wird im Laufe des Jahres kontinuierlich weiterentwickelt – bis zum Sommer 2020 soll das Gesamtkonvolut wissenschaftlich erschlossen online abrufbar sein.


VIDEO | Raffael in Hamburg: Exklusiver Museumsbesuch

27.04.2020 | Kulturjournal | NDR Fernsehen | Video verfügbar bis 20.04.2021

Die Raffael-Schau in der Hamburger Kunsthalle ist wegen Corona auf 2021 verschoben. Doch damit die Enttäuschung nicht zu groß ist, gibt es online das „Raffael-Album“ zu besichtigen.

RAFFAEL-ALBUM: 1000 Werke online

www.hamburger-kunsthalle.de/das-raffael-album


Raffael: Glaube, Liebe, Ruhm

PUBLIKATION | Raffael: Glaube, Liebe, Ruhm

LESEPROBE

Gebundene Ausgabe
384 Seiten
mit 235 farbigen Abbildungen
Verlag: C.H.Beck
Sprache: Deutsch
25 x 3,3 x 30,5 cm

Raffael (1483 – 1520) gehört neben Leonardo und Michelangelo zu den drei wichtigsten Namen der italienischen Renaissance, ja der Kunstgeschichte überhaupt. Warum aber wurde Raffaels Kunst zum Ideal und zur ästhetischen Norm, mit der sich Generationen von Künstlern auseinandersetzten? Weshalb ist Raffael heute noch interessant? In seiner großen neuen Gesamtdarstellung geht Ulrich Pfisterer diesen Fragen kenntnisreich nach und wirft dabei einen frischen Blick auf das „Phänomen Raffael“.

Bereits den Zeitgenossen galt Raffael als „Gott der Malerei“, als Meister der klassischen Schönheit, als Genie im Umgang mit Farben und Formen, Licht und Schatten – in allen Medien und Techniken, die er erprobte. Ulrich Pfisterer rekonstruiert überzeugend die Zusammenhänge zwischen dem tatsächlichen Leben des Künstlers, seiner wirkungsvollen Selbstinszenierung und den verklärenden Vorstellungen von Zeitgenossen und Nachwelt. Dabei nimmt er Raffaels vielfältiges Werk umfassend in den Blick: von den berühmten Madonnenbildern über die großartigen Fresken im Vatikan bis hin zu seinem Wirken als Architekt, Dichter, Antiquar und Theoretiker. Als Leiter einer großen Werkstatt bewies das Multitalent viel unternehmerisches Geschick und nutzte als einer der ersten die Druckgraphik zur Verbreitung seiner Bildideen und zur Etablierung seines europaweiten Ruhms.

VIDEO | Raffael – es kann nur einen geben

18.06.2020 | artour | MDR Fernsehen Video verfügbar bis 18.07.2020

Die Krise hat es nur verschoben, jetzt wird überall das diesjährige Raffael-Jubiläum gefeiert, mit der größten Schau in Rom. Auch weiterhin wird dabei die Legende des ‚göttlichen‘ Raffael geschleift.


RAFFAEL in der Hamburger Kunsthalle | Ausstellung vom 22. Januar bis 25. April 2021

Ab dem 22. Januar 2021 sind zahlreiche Zeichnungen, Druckgraphiken, Fotografien und Bücher in der Ausstellung RAFFAEL in der Hamburger Kunsthalle als Originale zu sehen.


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