MACK. Das Licht meiner Farben

Ulmer Museum | bis 10. Januar 2016

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Heinz Mack Rhythmus Farbe Licht – Chromatische Konstellation, 2006 
Acryl auf Leinwand 298 x 498 cm 
Atelier Mack © VG Bild-Kunst, Bonn 2015 Foto: Ute Mack

Das Ulmer Museum feiert in diesem Jahr sein 90jähriges Bestehen mit einer großen Sonderausstellung zum Werk von Heinz Mack. Bereits in den späten 1950er Jahren stand der international erfolgreiche Künstler in regem Austausch mit Ulm. Die Präsentation Mack. Das Licht meiner Farben ermöglicht mit 140 Arbeiten einen Überblick über fast 60 Jahre seines Schaffens von 1959 bis heute.


Das zentrale künstlerische Thema von Heinz Mack ist das Licht. Trotz dieser allgegenwärtigen Auseinandersetzung mit der Wirkung und der Darstellung von Licht sowie dem Zusammenspiel von Licht, Farbe, Struktur und Material ist sein Gesamtwerk außerordentlich vielschichtig.

Diesen verschiedenen Aspekten sowie der sichtbaren Präsenz des Lichts in der Malerei und in der Skulptur, trägt die umfassende Werkschau in Ulm Rechnung.

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Ulmer Museum | bis 10. Januar 2016

MACK. Das Licht meiner Farben

www.mack-kunst.com

Im gesamten Erdgeschoss des Museums, in so unterschiedlichen Architekturen wie dem modernen Fried-Bau und den historischen Gewölben des Kiechelhauses und des Ehinger Stadels, entfalten die Arbeiten von Heinz Mack ihre einzigartige Wirkung.

Das Licht meiner Farben gliedert sich, den Ausstellungshäusern entsprechend, in drei Bereiche. Der erste Teil setzt den Schwerpunkt auf die neuere Malerei mit großformatigen und farb- wie lichtintensiven Gemälden. Im zweiten Bereich sind Papierarbeiten aus dem Künstlerbuch zum West-Östlichen Divan zu sehen, der in Anlehnung an die Gedichtsammlung Johann Wolfgang von Goethes (1819) entstand. Diese werden in einen erstmaligen Bezug zu farbigen keramischen Skulpturen gesetzt. Der dritte Ausstellungskomplex beschäftigt sich mit der Farbe Silber im Werk von Heinz Mack.

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KATALOG | MACK. Das Licht meiner Farben

Gebundene Ausgabe
152 Seiten
Verlag: Verlag Kettler
Sprache: Deutsch, Englisch
21,2 x 2,2 x 30,2 cm

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Umfangreicher und reich bebilderter Katalog in Deutsch und Englisch mit Texten von Heinz Mack, Ulrike Schmitt, Stefan Skowron und Gabriele Holthuis

Der Ausstellungskatalog „Heinz Mack: Das Licht meiner Farben“ ermöglicht mit 140 Arbeiten einen Überblick über fast 60 Jahre seines Schaffens von 1959 bis heute. Das zentrale künstlerische Thema von Heinz Mack ist das Licht. Trotz dieser allgegenwärtigen Auseinandersetzung mit der Wirkung und der Darstellung von Licht sowie dem Zusammenspiel von Licht, Farbe, Struktur und Material ist sein Gesamtwerk außerordentlich vielschichtig. Diesen verschiedenen Aspekten sowie der sichtbaren Präsenz des Lichts in der Malerei und in der Skulptur trägt die umfassendePublikation Rechnung.

Heinz Mack

erlangte als Mitbegründer der Künstlergruppe ZERO weltweite Aufmerksamkeit. Entscheidend war für ihn, neben der Reduktion der bildnerischen Mittel auf elementare Medien wie Licht und Farbe, das permanente Experimentieren mit Material, Licht und Bewegung.

Seit 1991 wendet sich Heinz Mack erneut der reinen Farbe in der Malerei zu; es entstehen die sogenannten „Chromatischen Konstellationen“. In seiner Malerei begreift Mack „Farbe als Licht und Licht als Farbe“, was er in seinen Bildern zu erfassen und zu gestalten sucht. Farbintensität korreliert für ihn auch immer mit Lichtintensität, die sich als Farbraum ausbreitet.
Das Immaterielle der Farbe kann die Intensität ebenso bestimmen wie die expressiv aufgetragene Farbe. Es ist das Wesen von Macks chromatischen Bildern, dass die Farben unmerklich und nuancenreich ineinander übergehen, ohne dabei eine weitere wesentliche? Eigenschaft zu verlieren, von Stufe zu Stufe deutlich Farbkontraste zu zeigen. So entstehen Intervalle, Sequenzen, Farbrhythmen und Rapporte – so genannte Schwingungen, die das dynamische Prinzip zwischen den einzelnen Farbstufen umschreiben.

Formen haben in Macks chromatischen Bildern die Bedeutung einer rhythmischen Begrenzung, innerhalb derer das Licht als Farbe zur Erscheinung kommt. Farbtemperaturen entscheiden über die Sinnlichkeit der Farben und sind Bedingungen einer reichen, komplexen Farbstrahlung, in der dynamische und rhythmische Impulse spannungsvolle, harmonikale Beziehungen zueinander unterhalten.

Der erste Teil der Ausstellung im Fried-Bau zeigt vor allem den Maler Heinz Mack mit großformatigen und farb- wie lichtintensiven Gemälden. Zu sehen sind darunter sowohl Bilder als auch Skulpturen, die zuvor noch nie öffentlich ausgestellt waren.

Im Übergang zum zweiten Themenbereich wird Heinz Mack selbst in den Mittelpunkt der Ausstellung gerückt. Anhand von großformatigen Porträts und Dokumentarfilmen erlebt der Besucher den Künstler selbst in Aktion. Im zweiten Ausstellungsbereich sind 62 Arbeiten in Pastell, Acryl, Öl und Tusche aus dem Künstlerbuch zum West-Östlichen Divan [Mehr] zu sehen, das in Anlehnung an die Gedichtsammlung Johann Wolfgang von Goethes (1819) entstand und weltweit erst einmal präsentiert wurde. Die zarten Papierarbeiten werden in einen erstmaligen Bezug zu farbigen keramischen Skulpturen gesetzt. In der Summe entsteht daraus eine Werkschau, die im Dialog mit der Renaissancearchitektur des Kiechelhauses eine historienreiche und durch mediterrane Farben akzentuierte Atmosphäre herstellt.

Von diesem Ambiente taucht der Besucher im sogenannten Ehinger Stadel, der in seinen Fundamenten aus dem 14. Jahrhundert stammt, in den dritten Teil ein, der sich mit der Farbe Silber im Werk von Heinz Mack beschäftigt. Präsentiert werden insgesamt weitere 31 Reliefs, Skulpturen und Collagen, die konzeptuell an die ersten Experimente aus der Zeit von ZERO anknüpfen und einen zeitlichen Bogen von 1959 bis heute spannen. Auch die Collagen werden hier erstmals öffentlich ausgestellt.

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Ulmer Museum Marktplatz 9, 89073 Ulm

Öffnungszeiten
Di–So, Feiertag 11–17 Uhr | Do 11–20 Uhr | Mo geschlossen

Eintritt 8 Euro / 5 Euro ermäßigt
Jeder 1. Freitag im Monat Eintritt frei

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