Der junge PICASSO – Blaue und Rosa Periode

Fondation Beyeler, Riehen/Basel | bis 26. Mai 2019

Picasso, Paris 1904 | Foto: Ricard Canals i Llambí, RMN-Grand Palais, 
Ausschnitt, gemeinfrei via wikipedia

Die Fondation Beyeler widmet sich den frühen Gemälden und Skulpturen Pablo Picassos (1881–1973) aus der sogenannten Blauen und Rosa Periode bis hin zum frühen Kubismus. Die umfassende Ausstellung und der begleitende Katalog zeigen rund 80 meist nur sehr selten ausgeliehene Meisterwerke aus renommierten Museen und Privatsammlungen weltweit.


Erstmals in Europa überhaupt werden die Meisterwerke dieser bedeutenden Phase, allesamt Meilensteine auf Picassos Weg zum berühmtesten Künstler des 20. Jahrhunderts, in dieser Dichte und Qualität gemeinsam präsentiert. Die Bilder dieser Schaffenszeit zählen zu den schönsten und emotionalsten der Moderne und zu den kostbarsten Kunstwerken überhaupt und werden voraussichtlich in dieser Fülle nicht mehr gemeinsam, an einem Ort versammelt, zu sehen sein.

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Fondation Beyeler, Riehen/Basel | bis 26. Mai 2019

Der junge PICASSO – Blaue und Rosa Periode

Pressetext:
Fondation Beyeler, Riehen/Basel

Kurator: Raphaël Bouvier

KATALOG | Picasso: Blaue und Rosa Periode

LESEPROBE

Gebundene Ausgabe
238 Seiten
171 Abbildungen
Hatje Cantz Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3775745048
27,40 x 31,00 cm

Im Alter von gerade einmal 20 Jahren begibt sich das aufstrebende Künstlergenie Picasso (1881–1973) auf die Suche nach neuen Bildthemen und Ausdrucksformen, die er auch gleich zur Vollendung führt. In rascher Folge wechseln die Stile und Bildwelten – eine künstlerische «Revolution» löst die andere ab.

Die Ausstellung richtet den Fokus auf die Blaue und Rosa Periode und damit auf sechs Schaffensjahre im Leben des jungen Picasso, die als zentral für sein gesamtes OEuvre gelten können. Zudem eröffnet sie die Perspektive auf die epochale Entstehung des Kubismus um 1907, der sich aus dem vorangegangenen Schaffen entwickelt. Damit schliesst die Ausstellung an die eigene Sammlung der Fondation Beyeler an, deren frühestes Picasso-Werk, eine bedeutende Studie zu den Demoiselles d’Avignon, in eben diesem Jahr entsteht.

Picassos früher Werdegang wird in der chronologisch konzipierten Ausstellung exemplarisch am Bild des Menschen vor Augen geführt. In immer wieder neuen Anläufen umkreist der zwischen Paris und Barcelona pendelnde Künstler die menschliche Figur. In der von der Farbe Blau dominierten Phase ab 1901 blickt er auf die Misere und die seelischen Abgründe der Menschen am Rande der Gesellschaft, um dann um 1905, nun in Paris etabliert, in der sogenannten Rosa Periode den Hoffnungen und Sehnsüchten der Zirkusleute – Gaukler, Akrobaten und Harlekine – Bildwürdigkeit zu verleihen.

Auf der Suche nach einer neuen künstlerischen Authentizität verbringt Picasso gegen Mitte des Jahres 1906 mehrere Wochen im spanischen Pyrenäendorf Gósol, wo zahlreiche Gemälde und Skulpturen entstehen, die klassische und archaische Körperideale vereinen. In der fortschreitenden Deformierung und Zergliederung der Figur, wie sie in den danach wieder in Paris geschaffenen, «primitivistischen» Darstellungen vor allem des weiblichen Akts anschaulich werden, kündigt sich schliesslich die kubistische Bildsprache an, die ab 1907 zur Entfaltung gelangt.

PABLO PICASSO, FEMME EN CHEMISE (MADELEINE), 1904–1905
Öl auf Leinwand, 72,7 x 60 cm
London, Tate, Hinterlassen C. Frank Stoop, 1933
© Succession Picasso / 2018, ProLitteris, Zürich
Foto: © Tate, London 2018

In den berührenden und zauberhaften Werken der Blauen und Rosa Periode, die in Spanien und Frankreich entstehen, gestaltet Picasso als junger, aufstrebender Künstler Werke von allgemeingültiger Aussagekraft. Existenzielle und universelle Themen wie Leben, Liebe, Sexualität, Schicksal und Tod finden ihre Verkörperungen in zartschönen, jungen Frauen und Männern ebenso wie in Kindern und vom Leben gezeichneten Greisen, die Empfindungen wie Glück und Freude, aber auch Einsamkeit und Melancholie in sich tragen.

In der umfassenden Ausstellung zu sehen sind rund 80 meist nur sehr selten ausgeliehene Gemälde und Skulpturen aus renommierten Museen in Europa, den USA, Kanada, Russland, China und Japan, die zu den berühmtesten Meisterwerken weltweit zählen.

Die Leihgaben kommen aus namhaften Museen wie dem Musée national Picasso, Paris, dem Metropolitan Museum of Art, New York, der Tate, London, der National Gallery in Washington, D. C., dem Moskauer Pushkin State Museum of Fine Arts, dem National Museum of Art in Osaka, dem Centre Pompidou und dem Musée de l’Orangerie in Paris, dem Museu Picasso in Barcelona, dem Centro de Arte Reina Sofía in Madrid, der Art Gallery of Ontario in Toronto und vielen anderen. Zahlreiche weitere Werke stammen aus bedeutenden Privatsammlungen und können teilweise erstmals seit vielen Jahrzehnten wieder in der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Das Ausstellungsprojekt, das mit seiner mehrjährigen Vorbereitungszeit das bisher aufwendigste und kostspieligste in der Geschichte der Fondation Beyeler ist, wird zweifellos einer der kulturellen Höhepunkte des Jahres 2019 in Europa sein. Die zu erwartenden Exponate sind allesamt absolute Publikumsmagneten in ihren Heimatmuseen.

Die Ausstellung wird von der Fondation Beyeler organisiert und entstand in Kooperation mit den Musées d’Orsay et de I’Orangerie, Paris, sowie dem Musée National Picasso-Paris.

Vidéo exposition | Picasso bleu et rose au Musée d’Orsay 2018/19


PRESSESCHAU

Das Blau vor dem Sturm

Gottfried Knapp für die SZ | Artikel lesen

Unvergleichlicher Picasso: Die Fondation Beyeler in Basel kombiniert zwei Ausstellungen zu einem wunderbaren Gesamtüberblick über das Werk des Proteus der Moderne.


VIDEO | Der Meister, sein Sohn und die Blaue und Rosa Periode in der Fondation Beyeler / SWR

Es gibt viele Ausstellungen über und mit Werken von Picasso. Aber die Schau in der Fondation Beyeler in Basel bringt etwas zusammen, was es so wohl noch nie zu sehen gab. 80 Meisterwerke der Blauen und Rosa Periode aus aller Welt. Ein Schatz der Kunstgeschichte, deren Versicherungswert vier Milliarden Schweizer Franken beträgt.


VIDEO | Picasso – Sein Erbe | Dokumentation von Hugues Nancy und Olivier Widmaier Picasso (Reihe „Lido“)

Er war vermutlich der eifrigste Käufer von südfranzösischen Schlössern, der ruheloseste Verführer der Frauen – und der größte Maler des 20. Jahrhunderts! Pablo Picasso zählt zu den wichtigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Durch einen beispiellosen Zugang zu Familienarchiven und Exklusivinterviews mit Familienangehörigen werden in diesem Film neue Einblicke in Picassos Kunst und in sein Familienleben ermöglicht.

Den Autoren Hugues Nancy und Olivier Widmaier Picasso gelingt durch die Verbindung von Picassos Privatleben mit den jeweiligen Schaffensperioden ein sehr persönliches Porträt über den Künstler. Aus der Picasso-Familie haben sich in dieser Geschlossenheit erstmalig seine frühere Lebensgefährtin Francoise Gilot sowie die Kinder Maya Widmaier-Picasso, Claude Ruiz-Picasso und der Enkel Bernard Ruiz-Picasso für Interviews zur Verfügung gestellt. Mit ihrer Hilfe sowie durch Interviews mit engen Freunden gelingt es dem Film, das Rätsel Picassos zumindest teilweise zu entschlüsseln.


FONDATION BEYELER
Baselstrasse 101
CH-4125 Riehen / Basel

www.fondationbeyeler.ch

Öffnungszeiten:
Täglich 10-18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr

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