Der späte REMBRANDT

Rijksmuseum, Amsterdam | bis 17. Mai 2015

Rembrandt_Harmensz - Selbstporträt als Apostel Paulus, um 1661, Rijksmuseum in Amsterdam - Google Art Project - Ausschnitt

Rembrandt - Selbstporträt als Apostel Paulus, um 1661
Rijksmuseum in Amsterdam - Google Art Project, Ausschnitt
Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons

Mit 40 Gemälden, 20 Zeichnungen und 30 Drucken zeigt „Der späte Rembrandt“ eine erschöpfende Übersicht der Arbeiten des Malers zwischen etwa 1652 und seinem Tod im Jahr 1669.

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Die Gemälde und Zeichnungen der in Zusammenarbeit mit der National Gallery of London entstandenen Ausstellung sind Leihgaben führender internationaler Museen und Privatsammlungen. Viele von ihnen werden erstmals zusammen ausgestellt.

Um an Der späte Rembrandt anzuknüpfen, soll eine Serie von Ausstellungen, Stadtrundgängen und Bootstouren zu den markanten Stellen in Amsterdam organisiert werden, an denen Rembrandt gelebt und gearbeitet hat, einschließlich des Rembrandt-Museums (Rembrandthuis) und der Westkirche (Westerkerk), in der er begraben wurde.

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Rijksmuseum, Amsterdam | bis 17. Mai 2015

Der späte REMBRANDT

Pressetext: Rijksmuseum | www.rijksmuseum.nl
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Rembrandts letzte Lebensjahre waren von tragischen persönlichen Verlusten und finanziellen Rückschlägen geprägt. Trotzdem fertigte er in dieser Zeit seine besten Werke an. Er experimentierte mit Farbe und Licht und erreichte so eine ganz neue emotionale Tiefe in seinen Arbeiten. Auf diese Weise entstanden seine gewagtesten und intimsten Werke.

Vor dem Hintergrund tragischer persönlicher Verluste und andauernder finanzieller Schwierigkeiten begann Rembrandt in seinen späteren Lebensjahren damit, Druck- und Maltechniken experimentell einzusetzen, wobei einige der charakteristischsten, innovativsten und gewagtesten Werke seiner Karriere entstanden. Sein Ruf weltweit wurde letztendlich durch solche späten Meisterwerke wie Selbstportrait mit zwei Kreisen (Kenwood House, London), das Familienporträt (Herzog Anton Ulrich-Museum, Braunschweig), Porträt von Jan Six (Private Collection Six), Jakob segnet die Söhne des Joseph (Gemäldegalerie Alte Meister, Kassel) und Die Judenbraut (Rijksmuseum) geprägt.

Jacob zegent zijn kleinzoons Rembrandt Harmensz van Rijn, ca 1655_1658 Staatliche Museen Kassel_600

Jacob blessing the sons of Joseph, 
Rembrandt Harmensz van Rijn, ca. 1655 - 1658. 
Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Museen, Kassel
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Eines der spektakulärsten Beispiele für die Experimentierfreudigkeit von Rembrandt aus dieser Zeit sind: Lucretia (Minneapolis Institute of Art), ein Gemälde, in dem der Künstler die ungewöhnliche Technik des Auftrags zweier sich überlappender Farbschichten auf dem rechten Ärmel einsetzt und damit den extensiven Gebrauch eines Spachtels demonstriert. Das Bild wird neben Die drei Kreuze präsentiert, einem Höhepunkt der späten Drucktechnik von Rembrandt und einem Werk, das einen dynamischen Kontrast zwischen Licht und Dunkel zum Ausdruck bringt, der mit dieser Technik niemals zuvor erreicht worden ist.

Eine der berühmtesten Zeichnungen von Rembrandt, Schlafende junge Frau (British Museum, London), ist ein typisches Beispiel der späten Schaffensperiode von Rembrandt: die intensive Beobachtung eines intimen Augenblicks. Rembrandt nutzt hier einen ähnlichen Ansatz, um Geschichte in seinen großen Gemälden darzustellen wie in dem epischen Werk Jakob segnet die Söhne des Joseph (Gemäldegalerie Alte Meister, Kassel).

Der späte Rembrandt - KatalogKATALOG | Der späte Rembrand ( Deutschsprachige Version )

Gebundene Ausgabe
304 Seiten,
270 Abbildungen überw. in Farbe
ISBN-13: 978-3777423371
Sprache: Deutsch
23 × 28 cm

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Catalogue | Rembrandt: The Late Works ( English Version )
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Rembrandt war einer der bedeutendsten Künstler des niederländischen Goldenen Zeitalters. Den Höhepunkt seiner Meisterschaft erreichte er im letzten Drittel seines Lebens, in dem seine schönsten Arbeiten entstanden. Mit fulminanten Abbildungen beleuchtet der Band diese zentrale Schaffensperiode neu und gibt einen umfassenden Überblick.

Ein Ärmel, so pastos gemalt, dass man ihn nahezu greifen könnte; eine Frau, die in Verzweiflung über ihr Schicksal nachsinnt; Strahlen göttlichen Lichts, die in eine Szene größter Dunkelheit hereinbrechen — das Werk ab den 1650er-Jahren prägt unser heutiges Rembrandt-Bild. Der Künstler experimentierte mit unzähligen Materialien, Techniken und Motiven und entwickelte so einen für seine Zeit höchst individuellen Stil. Er schuf viele seiner berühmtesten Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken. Die von ausgewiesenen Rembrandt-Experten verfassten Texte behandeln Themen wie Stofflichkeit, Darstellung des Lichts und ungewöhnliche Motivwahl und untersuchen seine technischen Experimente.

Die Ausstellung

ist in zehn Themenbereiche untergliedert: Die späten Selbstporträts, Alltagsbeobachtungen, Rivalität unter Künstlern, künstlerische Konventionen, experimentelle Technik, Licht, Intimität, Kontemplation, innerer Konflikt und Versöhnung.

Der späte Rembrandt entstand in Zusammenarbeit mit the National Gallery London, wo die Ausstellung vom 15. Oktober 2014 — 18. Januar 2015 zu sehen ist. Die Gemälde das Familienporträt (Herzog Anton Ulrich-Museum, Braunschweig), das Selbstbildnis als Zeuxis (Wallraf-Richartz Museum, Köln) und Jakobs mit dem Engel (Gemäldegalerie der Staatlichen Museen, Berlijn, Berlin) sind ausschließlich in Amsterdam zu sehen.

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Rembrandt van Rijn (1606-1669)

VIDEO | The Dutch Master ( Documentary, english )

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THE REAL REMBRANDTDVD | THE REAL REMBRANDT ( 1991, Regie: Kees van Langeraad )

Format: Dolby, HiFi Sound, NTSC, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0) u.a.
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Spieldauer: 54 Minuten
Anzahl Disks: 1

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Wissenschaftliche Verfahren zur Echtheitsbestimmung von Kunstwerken haben die Anzahl der Rembrandt (1606-1669) zugeschriebenen Bilder erheblich reduziert. Zahlreiche Werke, die aus der Hand des Meisters zu stammen schienen, gelten nun als Arbeiten von Künstlern, die ihr Handwerk in Rembrandts Werkstatt durch das Kopieren seines Stils erlernten. Der Film verbindet eine faszinierende Erklärung moderner Authentifizierungsmethoden mit einer umfassenden kunstgeschichtlichen Betrachtung von Rembrandts Werk. Die Bewertung seines Schaffens über die Jahrhunderte hinweg bestätigt erneut die Genialität des alten Meisters.

 

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Rijksmuseum, Museumstraat 1, 1071 XX Amsterdam

Öffnungszeiten

12. Februar bis 17. Mai 2015
Täglich von 9 — 17 Uhr

Kartenverkauf

Die Karten erlauben einen Zutritt in bestimmten Zeitfenstern. Wir empfehlen, die Tickets rechtzeitig zu kaufen.

Online tickets € 17,50 | www.rijksmuseum.nl/de/tickets

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