MAX BECKMANN – Die Stillleben

Kunsthalle, Hamburg | bis 18. Januar 2015
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Max Beckmann (1884-1950) - Totenkopfstillleben, 1945
Öl auf Leinwand, 55,2 x 89,5 cm
Museum of Fine Arts, Boston | Gift of Mrs. Culver Orswell, 67.984
©VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Das facettenreiche Werk von Max Beckmann (1884—1950) wurde vielfach erforscht und ausgestellt. Das Interesse lag dabei meist auf seinen Figurenbildern, mythologischen Werken, Landschaften oder Selbstporträts. Den faszinierenden Stillleben Beckmanns widmet nun die Hamburger Kunsthalle erstmalig eine umfassende Ausstellung — bisher hat es eine solche Schau weder in Deutschland noch im Ausland gegeben.

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Das Stillleben ist in allen Schaffensphasen Beckmanns präsent: von den frühesten Gemälden über die Kriegsjahre, die Frankfurter Zeit, das Amsterdamer Exil bis zu den letzten Jahren in den USA. In seinen Kompositionen mit verblühenden Blumen und erloschenen Kerzen setzt Beckmann die unmittelbare Gegenwart des Lebens in ein Spannungsverhältnis mit Vergänglichkeit. Mit der Darstellung von Früchten, Muscheln oder Meerestieren feiert er die Welt in ihrem Reichtum an Farbe und Form, Material und Stofflichkeit.

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Hamburger Kunsthalle | Ausstellung bis 18. Januar 2015

MAX BECKMANN – Die Stillleben

Pressetext: Hamburger Kunsthalle www.hamburger-kunsthalle.de

Gerade in seinen Stillleben formt Beckmann das für ihn typische komplexe Bildgefüge aus. Indem er immer wieder Interieurs, Landschaften oder Figuren in seine Stillleben integriert, eröffnet er aufregende Grenzbereiche zu anderen Gattungen und spielt virtuos mit unterschiedlichen Ebenen von Wirklichkeit.

In zahlreichen Werken stellt Beckmann Objekte aus seinem privaten Umfeld dar. Einige dieser Objekte, wie zum Beispiel eine chinesische Keramikkröte, sind in der Ausstellung zu sehen. Als reale Gegenstände beleuchten sie die Frage, wie Beckmann mit dem Material umgeht, aus dem er seine Bilder formt, wie viel darin der Realität entnommen und wie viel erdacht ist.

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MAX BECKMANN – Die Stillleben

Eröffnung: Donnerstag, 4. September 2014, um 19 Uhr

Ausstellung: 5. September 2014 bis 18. Januar 2015

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Indem Beckmann immer wieder Landschaften, weibliche Akte oder Selbstporträts in seine Stillleben integriert, eröffnet er aufregende Grenzbereiche zu anderen Gattungen und spielt virtuos mit unterschiedlichen Ebenen von Wirklichkeit.

Ausstellung und Katalog schließen eine Lücke in der Würdigung des OEuvres eines der größten Meister der Moderne.

KATALOG | Max Beckmann – Die Stillleben

Mit Beiträgen von Anna Heinze, Simon Kelly, Bärbel Küster,Karin Schick, Uwe M. Schneede, Heike Schreiber und Christiane Zeiller

Gebundenes Buch, Pappband,
200 Seiten,
23,0 x 28,0 cm,
142 farbige Abbildungen,
42 s/w Abbildungen
Sprache: Deutsch

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Großzügig bebildert, aufwendig ausgestattet und mit Lesebändchen versehen, ist dies ein Buch, das alle Sinne anspricht.

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Max Beckmann (1884-1950) - Großes Fisch-Stillleben, 1927,
Öl auf Leinwand, 96 x 140,5 cm | Hamburger Kunsthalle
© VG Bild-Kunst, 2013 | Photo: Elke Walford

Die Ausstellung, die von zwei wichtigen Werken im Bestand der Hamburger Kunsthalle ausgeht, darunter das Gemälde Großes Fisch-Stillleben (1927), versammelt rund 70 Gemälde und einige Aquarelle aus den Jahren 1905 bis 1950. Bedeutende, auch selten gezeigte Werke aus privaten und öffentlichen Sammlungen Europas, der Schweiz und der USA veranschaulichen die eindrucksvolle Vielfalt des Themas.

Das Stillleben war für Beckmann ein Experimentierfeld, auf dem er Komposition und Räumlichkeit erproben konnte. Die oft wie Bühnenbilder arrangierten Werke feiern aber auch die Welt in ihrem Reichtum an Farbe, Form und Stofflichkeit und verweisen — mit verblühenden Blumen oder erloschenen Kerzen — zugleich auf die Stillleben der Alten Meister und die Vergänglichkeit allen Lebens.

Max Beckmann zählt zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der Ausstellungen und Publikationen der letzten Jahre standen aber meist die Figurenbilder, Porträts und Landschaften; Beckmanns faszinierende Stillleben hingegen wurden kaum gewürdigt. Die Ausstellung der Hamburger Kunsthalle zeigt nun mit rund 80 Gemälden und Aquarellen aus internationalen Museen und Sammlungen den Großteil der Stillleben, die sich wie ein roter Faden durch alle Schaffensphasen ziehen: von den frühesten Gemälden ab 1905 über die Kriegsjahre, die Frankfurter Zeit, die Amsterdamer Emigration bis zu den letzten Lebensjahren in den USA.

Max Beckmann. Die Stillleben ist ausschließlich in der Hamburger Kunsthalle zu sehen.

Kuratorin: Dr. Karin Schick; Assistenz: Anna Heinze

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Hamburger Kunsthalle | Galerie der Gegenwart | Glockengießerwall

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