Gerhard Richter | das Kölner Domfenster

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Gerhard Richter – Zufall. „4900 Farben“ und Entwürfe zum Kölner Domfenster

Parallel zur Weihe des neuen Fensters, das Gerhard Richter für den Kölner Dom entworfen hat, zeigt das Museum Ludwig Entwürfe für das Fenster sowie ein neues, großformatiges Farbtafelbild.

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Die unterschiedlichen Entwurfsvarianten geben einen Einblick in das komplexe Zusammenspiel von Zufall und Kalkül, das dem auf 72 Farbtönen aufbauenden Glasmosaik im Dom zugrunde liegt, das sich zwischen dem Maßwerk auf etwa 113 Quadratmetern entfaltet. Richters Bild „4096 Farben“ von 1974 bildet einen ebenso spannungsvollen wie aufschlussreichen Bezugspunkt, auf den die ersten Entwürfe zurückgehen; derzeit ist es im Kontext der permanenten Sammlung mit Werken Gerhard Richters im 2. Obergeschoss des Museum Ludwig zu sehen.

Mit „4900 Farben“ einer gerade fertiggestellten, etwa 6,5 m im Quadrat messenden Lacktafelarbeit wird der Bogen in die aktuellste Auseinandersetzung Richters mit dem Thema gespannt. Trotz vergleichbarer, vorrangig auf Zufallslosung basierender Farbwürfelung besitzt das Werk in seiner Materialität und Auswahl der 25 Farbtöne eine wiederum völlig andere Anmutung, die dem Domfenster einen weiteren Aspekt hinzugesellt.

Museum Ludwig, Köln
| bis 13. Januar 2008

www.gerhard-richter.com

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Ein Ozean aus Glas im Kölner Dom

FAZ – Werner Spies Artikel lesen

Der Künstler komponierte das Fenster nicht, er fütterte einen Zufallsgenerator mit Daten. An dem Ergebnis, das die Maschine vorschlug, nahm der Künstler so gut wie keine Veränderungen vor.

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Gottes Würfel

TAGESSPIEGEL online – Nicola Kuhn Artikel lesen

Es ist ein Überraschungsmoment, denn das von Gerhard Richter gestaltete Domfenster befindet sich räumlich und inhaltlich im Schwebezustand — zwischen religiöser Aufladung durch den Kontext und gleichzeitiger Beharrung auf der Autonomie eines modernen Kunstwerks, zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

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Gerhard Richter. Das Kölner Domfenster - DVD

DVD | Richter: Das Kölner Domfenster

Mit Bonusfilm: In der Werkstatt: Gerhard Richter

Ein Film von Corinna Belz. Schriften des Gerhard Richter Archiv Dresden, Bd. 2. Köln 2008. DVD mit einem erläuternden Booklet. 45 min. – Text in dt. Sprache mit Untertiteln in engl. & franz. Sprache.

Sprache: Deutsch
Region: Alle Regionen
Bildseitenformat: 16:9
FSK: Ohne Altersbeschränkung

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Zwei Filme über den Maler Gerhard Richter sind auf dieser DVD zu sehen.

  • Die halbstündige Dokumentation „Gerhard Richter. Das Kölner Domfenster“ (2007) bietet in einer Langzeit-Beobachtung einen Einblick in den komplexen Entscheidungs- und Produktionsprozeß des Fensters für das südliche Querhaus im Kölner Dom. Die Autorin hat Gerhard Richter und den Fortgang der Arbeiten über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren begleitet. Anschaulich zeigt der Film die zahlreichen Entwicklungsschritte in denen aus der ursprünglichen, so einfachen wie überzeugenden Bildidee eines Farbfeldes das endgültige Werk entsteht. Oft nimmt die Kamera dabei als stiller Beobachter an den Diskussionen und Entscheidungen des Künstlers unmittelbar Teil.
  • Als Bonus-Material macht die DVD den 1969 entstandenen und über Jahrzehnte verschollenen Film „In der Werkstatt: Gerhard Richter“ (15 min) von Hannes Reinhardt wieder zugänglich. Der Film bietet einen Blick in das Atelier des Künstlers und dokumentiert den Malprozeß Richters an dem Bild „Ruhrtalbrücke (228)“.

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Lieblingsort der Deutschen

„Angriff gegen die Falschheit und die Gläubigkeit, wie Abstraktion zelebriert wurde, mit verlogener Ehrfurcht — Andachtskunst, diese Quadrate, Kirchenkunstgewerbe.“

Mit harten Worten beschrieb Gerhard Richter 1986 rückblickend die Beweggründe für seine 1966 einsetzende Produktion von abstrakten Farbtafelbildern. Der Geschichte geometrisch-konstruktiver Kunst mit ihren zum Teil universellen und spiritualistischen Geltungsansprüchen stand er damals äußerst skeptisch gegenüber. [ Hubertus Butin ]

Doch Ende der 1990er Jahre änderte er seine Haltung:

„Heute stehe ich dem ,Heiligen’, der spirituellen Erfahrung weniger ablehnend gegenüber. Sie ist Teil von uns und wir brauchen sie.“

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Zufall und Erleuchtung

NZZ – Petra Kipphoff Artikel lesen

Die Domfenster … sind … durch den Wechsel des Lichteinfalls im Zustand der ständigen Veränderung. Gerade in diesem wechselnden Licht und gerade an diesem Ort wird das Fenster dann allerdings doch zu einem paradigmatischen Kunstwerk des ausgehenden 20. Jahrhunderts.

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