Robin Rhode | Walk Off

Erste umfangreiche Ausstellung Robin Rhodes in Europa. Bis 06. 01.2008 sind u.a. Zeichnungen, Fotografien, Animationen und Skulpturen zu sehen — ergänzt durch einen Aktionsraum, in dem Rhode eine Wandzeichnung produzieren und gemeinsam mit Tänzer Jean-Baptiste Andréund Komponist Thomas Larcher eine Performance erarbeiten wird. Robin Rhode lebt und arbeitet in Berlin / Johannesburg.

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Rhode eignet sich vorübergehend Flächen im öffentlichen Raum an, zeichnet mit Kreide Objekte darauf und tritt anschließend mit diesen in Interaktion: er malt ein Fahrrad auf den Boden und versucht, es wegzuschieben, er zeichnet ein Auto auf eine Wand und versucht, es mit einer Brechstange zu öffnen. diese Verbindung von Zeichnung und Performance ist für die Kunst Robin Rhodes charakteristisch: der vorgestellte zeichnerische Raum wird Wirklichkeit, weil der Künstler ihn wie Wirklichkeit behandelt.

Während die frühen Arbeiten Rhodes nur mit der Greifbarkeit von Gegenständen spielen, wird diese bei seinen skulpturalen Arbeiten eingelöst; sie haben den gegenständlichen Aggregatzustand erreicht. allerdings hat ihnen Rhode nur eine beschränkte Lebensdauer mitgegeben: in der Arbeit „Soap & Water“ (2007) etwa steht neben einem Fahrrad aus lindgrüner Seife ein mit Wasser gefüllter Blecheimer — putzt man das Fahrrad, löst es sich in Lauge auf …

Robin Rhode | Walk Off
| Haus der Kunst München
| 16. September bis 06. Januar 2008

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Katalog Robin Rhode. Walk Off

KATALOG | Robin Rhode | Walk Off
| Gebundene Ausgabe: ca. 208 Seiten
| ca. 550 farbige Abbildungen,
| 30 x 22,5 cm, Halbleinen
| Sprache: Deutsch

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Erste üppig bebilderte Monografie zu Robin Rhode.

Die Faszination für das unkonventionelle Werk des südafrikanischen Perfomancekünstlers Robin Rhode (*1976 in Kapstadt) nimmt nach Ausstellungsbeteiligungen in Europa, den USA und Afrika weiter zu.

Auf einzigartige Weise versteht er es, Themen des Alltags-, Kultur- und Großstadtlebens in Johannesburg aufzugreifen. Durch die Verbindung von Zeichnung und Performance ergibt sich dabei ein mitunter grotesker Effekt: zum Beispiel, wenn Rhode ein Auto auf eine Wand zeichnet und anschließend versucht, sich mit einer Brechstange Zugang zu verschaffen. Der zeichnerische Raum wird Wirklichkeit, weil der Künstler ihn zur Wirklichkeit erhebt.

2005 war Robin Rhode bei der Biennale Venedig oder auch im New Yorker MoMA zu sehen – nun ist der Künstler endlich in Deutschland zu entdecken. Der opulent bebilderte Band bietet einen ersten repräsentativen Querschnitt durch sein Schaffen, darunter eine eigens für das Haus der Kunst in München realisierte Werkserie; der Schwerpunkt liegt auf raumgreifenden Zeichnungen sowie neuen skulpturalen Werken, begleitet von Foto-, Film- und Videoarbeiten.

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