Hieronymus BOSCH – Visionen eines Genies

Het Noordbrabants Museum, Holland | bis 08. Mai 2016

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Hieronymus Bosch (etwa 1450–1516) [Public domain], via Wikimedia Commons
Saint John the Baptist in the Desert - Google Art Project

Das Werk von Bosch (ca. 1450–1516, auch unter dem Namen Jeroen Bosch bekannt) mit seiner ausdrucksstarken Formsprache und ausschweifenden Fantasie hat bis heute nichts an seiner Faszination eingebüßt. Monster, Teufel und surreale Wesen bevölkern die Welt seiner Bilder und erregen bereits seit Jahrhunderten die Fantasie der Betrachter. Im niederländischen ’sHertogenbosch lebte und arbeitete der Künstler – dort wird nun, 500 Jahre nach seinem Todestag, die bisher größte und bedeutendste Ausstellung präsentiert.


Der größte Teil seines Œuvres kehrt für wenige Monate nach ’s Hertogenbosch zurück. Hier erblickte der Künstler das Licht der Welt, hier entstanden seine Meisterwerke und hier erhielt er auch seinen Künstlernamen Bosch.

Die im Het Noordbrabants Museum in ’s Hertogenbosch gezeigten Werke stammen aus führenden Museen der ganzen Welt – etwa aus dem Prado in Madrid (Der Heuwagen), dem Pariser Louvre (Das Narrenschiff), der National Gallery of Art in Washington (Tod eines Geizhalses) oder der Gallerie dell’Accademia in Venedig (Der Einsiedler-Altar).

Bosch-Jahr 2016: Die Ausstellung markiert den Höhepunkt des Nationalen Veranstaltungsjahres „Hieronymus Bosch 500 “. Den 192 Seiten umfassenden Begleitband zur Bosch-Ausstellung mit den aktuellen Forschungsergebnissen hat der Belser-Verlag veröffentlicht.

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Noordbrabants Museum, Niederlande | bis 08. Mai 2016

Hieronymus BOSCH – Visionen eines Genies

Pressetext | Noordbrabants Museum, Niederlande
Kuratoren: Matthijs Ilsink, Jos Koldeweij, Charles de Mooij 
Website Bosch Research and Conservation Project

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KATALOG | Hieronymus Bosch: Visionen eines GeniesBroschiert, Fester Einband
192 Seiten
140 Abbildungen
Verlag: Belser
Sprache: Deutsch
22,7 x 2 x 26,9 cm

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Der Band – strukturiert in sechs Themenbereiche – umfasst den gesamten Werdegang Boschs und zeigt wichtige neue Ergebnisse zu den 25 bekannten Gemälden und 20 Zeichnungen. Detailliert behandelt er u.a. Boschs Triptychon „Heuwagen“, seine Rolle als technischer Zeichner, seine Heiligendarstellungen und den „Garten der Lüste“Der offizielle deutschsprachige Ausstellungskatalog zeigt die künstlerische und inhaltliche Bedeutung der Werke, die Bosch geschaffen hat, basierend auf den neuesten Forschungsergebnissen des Bosch Research and Conversation Projects.

Mit voraussichtlich 20 Gemälden (Holztafeln und Triptychen) und 19 Zeichnungen ist es die größte Übersichtsausstellung zu Hieronymus Bosch (ca. 1450-1516, ’s-Hertogenbosch) aller Zeiten.

Die Ausstellung ist höchste Ehrbezeugung für diesen bedeutendsten Künstler des Mittelalters, den es in den Niederlanden gegeben hat: noch nie zuvor wurden derart viele Werke dieses „Schöpfers der Teufel” zusammengeführt. Einmalig kehrt der größte Teil seines Œuvres nach ’s?Hertogenbosch zurück – jene Stadt, in der er als Jheronimus van Aken geboren wurde, in der er seine Meisterwerke schuf und aus deren Namen er seinen Künstlernamen herleitete. Die Ausstellung markiert den Höhepunkt des Nationalen Veranstaltungsjahrs Hieronymus Bosch 500, das im Jahre 2016 aus Anlass des 500. Todesjahres des Künstlers begangen wird.

Außerordentliche Anzahl von Leihgaben

Die Dutzenden von Leihgaben stammen aus führenden Museen der ganzen Welt, wie unter anderem dem Museo Nacional del Prado (Madrid), dem Museum Boijmans Van Beuningen (Rotterdam), der Gallerie dell’Accademia/Palazzo Grimani (Venedig) und dem Metropolitan Museum (New York). Unter den Leihgaben finden sich Werke wie Das Steinschneiden und die Versuchung des heiligen Antonius (Museo Nacional del Prado, Madrid), Das Narrenschiff (Musée du Louvre, Parijs), Der Tod des Geizhalses (National Gallery of Art, Washington) sowie der Einsiedler-Altar (Gallerie dell’Accademia, Venedig). Die der Ausstellung überlassene außerordentlich hohe Zahl von Leihgaben bietet den Besuchern die einzigartige Gelegenheit, die revolutionäre und phantasiedurchwirkte Bildsprache des Hieronymus Bosch gründlich zu studieren.

VIDEO | Jheronimus Bosch – Visions of genius [ Ausstellungs-Trailer ]

Hieronymus Bosch

Bildprägend sind bei Bosch die berühmten Fabelwesen, dämonischen Figuren, Engel und Heiligen, die seine Zeichnungen und Holztafeln bevölkern. Sein charakteristisches Werk, voller Illusionen und Sinnestäuschungen, wundersamer Ungeheuer und Albträume, visualisiert in unnachahmlicher Weise die großen Themen seiner Zeit: Verführbarkeit, Sünde und Bußfertigkeit. In der Zeit um das Jahr 1500 herum, beim Übergang vom Mittelalter zur Renaissance, spiegelte Bosch in seinen Gemälden und Bildern auf rätselhafte Art das Verhältnis zwischen Mensch, Welt und Schöpfer. Hieronymus Bosch gilt als genialer Künstler, der in seinem Werk Welten zeigte, die jenseits des Vorstellungsvermögens seiner Zeitgenossen lagen. Als Künstler zählt er zur absoluten Weltspitze, wirkte für die nachfolgenden Generationen als Vorbild und vermag junge Künstler bis auf den heutigen Tag zu inspirieren.

„Hieronymus Bosch ist der bedeutsamste und ursprünglichste Künstler des Mittelalters, den unser Land hervorgebracht hat. Es ist fantastisch, dass im Jahre 2016 der größte Teil seines Œuvres in seiner Geburtsstadt ’s-Hertogenbosch zu sehen sein wird. Grandios ist ferner, dass sich eine neue Generation mit seinem in jeder Hinsicht einzigartigen Werk vertraut machen kann.”

Charles de Mooij, Direktor des Het Noordbrabants Museum

Umfassende wissenschaftliche Forschung | Basis für die Ausstellung: Bosch Research and Conservation Project

Die Vorbereitungen für die Ausstellung im Noordbrabants Museum begannen bereits 2007. Die Basis für die außergewöhnlichen Leihgaben der Ausstellung wurden mit dem „Bosch Research and Conservation Project (BRCP)“ gelegt, einer ehrgeizigen, groß dimensionierten internationalen kunsthistorischen Untersuchung, die gemeinsam mit der Stichting Jheronimus Bosch 500 und der Radboud Universiteit Nijmegen gestaltet wurde. Ein Team aus internationalen Fachleuten unter Leitung von Jos Koldeweij und Matthijs Ilsink hat in den vergangenen sechs Jahren zum ersten Mal nahezu das gesamte Œuvre von Meister Bosch weltweit mithilfe neuester Techniken intensiv und systematisch untersucht und dokumentiert. Hieraus ergab sich eine Zusammenarbeit mit allen Museen, die Gemälde und Zeichnungen von Bosch in ihrer Sammlung haben, wodurch die Ausstellung realisiert werden konnte. Die lange erwarteten Ergebnisse des Bosch Research and Conservation Project bilden den Ausgangspunkt der Ausstellung im Jahr 2016.

Hieronymus Bosch - Das vollstaendige Werk

BUCH | Hieronymus Bosch. Das vollständige Werk

Hardcover
mit 2 Ausklappseiten und Leseband
300 Seiten
Verlag: TASCHEN
Sprache: Deutsch
32,3 x 5,3 x 46,7 cm

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Mit neuen, nach den letzten Restaurierungen der Gemälde erstmals publizierten Fotos stellt der Band das vollständige Werk vor. Alle Gemälde werden ganzseitig und in überraschenden Ausschnitten gezeigt. Die über ein Meter lange Falttafel des Garten der Lüste und zahlreiche Detailabbildungen erlauben es, die Bilderfindungen des Künstlers wirklich zu entdecken. Der Band setzt in Umfang und Qualität neue Maßstäbe.

„“Die Versuchung des heiligen Antonius“ etwa zelebriert Fischer mit nicht weniger als 20 Abbildungen. Sie reichen von der eine Doppelseite füllenden Gesamtansicht des Triptychons über die Abbildungen von Schlüsselszenen bis hin zu Detailansichten der verschiedensten Fantasiewesen. Da sich manche Seiten zudem aufklappen lassen, sind Boschs Kreaturen fast in Postergröße zu studieren. … fast beängstigend detailliert; zumal die Druckqualität durchweg herausragend ist.“ [ Monster im Großformat, Eva Hepper für Deutschlandradio Kultur ]

Bosch-Jahr 2016

Die Stadt Hertogenbosch, ihre Einwohner und Besucher gedenken des 500. Todesjahres des mit Hieronymus Bosch (ca. 1450-1516) wichtigsten mittelalterlichen Malers der Niederlande in Form der mehrjährigen, internationalen Kultur-Veranstaltungsreihe „Hieronymus Bosch 500“ bereits seit 2010 und tun dies bis zum 500. Todesjahr in 2016. Dank des als unerschöpfliche Inspirationsquelle wirkenden Œuvres von Hieronymus Bosch leben seine Zeit und Themen in unterschiedlichen festlichen Veranstaltungen wieder auf: erlesene Musik-, Tanz- Theater- und Zirkusproduktionen, Ausstellungen, Projekten im öffentlichen Raum, Lichtpräsentationen, Büchern, Spielen und Apps. Alles für (und mit) ein breites und vielfältiges Publikum aller Altersgruppen aus dem In- und Ausland. Hieronymus Bosch 500 lässt den berühmtesten Sohn der Stadt an den Ort zurückkehren, an dem er alles ersann und schuf – nach ’s-Hertogenbosch.

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PRESSESCHAU

Meister der Monster und Fabelwesen

Von Philipp Eins für Deutschlandradio Kultur | Artikel lesen

Nackte Männer treiben durch ein Meer aus Feuer und Glut. Sie werden am Spieß geröstet, über Messerklingen gezogen oder von Monstern mit Krötenköpfen verschlungen. So stellte sich der niederländische Renaissancemaler Hieronymus Bosch die Hölle vor. Schon vor mehr als 500 Jahren versetzte er mit apokalyptischen Darstellungen sein Publikum in Angst und Schrecken.

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Lustgärtner, Höllenforscher

Benedikt Erenzfür die ZEIT | Artikel lesen

Den Surrealisten der zwanziger Jahre erschien er als Zeitgenosse. Von den Dadaisten und Dalíisten bis zu den Malerfürstlein der DDR hat er viele inspiriert. Auch den Psychedelikern des Rock und Pop war der Höllenforscher und Lustgärtner nicht fremd, und tatsächlich kam die Vermutung auf, er sei im Atelier auf Speed gewesen. LSD? Bilsenkraut?


Hieronymus Bosch – Visionen eines Genies

Ausstellung bis 08. Mai 2016

Het Noordbrabants Museum in s’-Hertogenbosch, Verwersstraat 41, Den Bosch, Holland

Öffnungszeiten
Täglich von 9 bis 19 Uhr

Eintrittspreise
Für die Ausstellung gilt ein Zuschlag von 10,00 € auf den regulären Eintrittspreis für Erwachsene.
Erwachsene: 22,00 € (inkl. Zuschlag)
Bis 18 Jahre: 2,00 €
Keine Preisnachlässe für Studenten/Senioren/CJP

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