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Norbert Schwontkowski. Some of My Secrets

Kunsthalle Bremen | bis 02. August 2020
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Norbert Schwontkowski - Das letzte Licht, 1998, Ausschnitt, Öl und Pigment auf Leinwand, 190 x 200 cm, Kunsthalle Bremen; Der Kunstverein in Bremen, Dauerleihgabe aus der Sammlung Theewen, Nachlass Norbert Schwontkowski; Contemporary Fine Arts, Berlin, Foto: Marcus Meyer

„Manchmal sitze ich nur und rauche eine Menge Zigaretten. Und ich denke über Kunst nach und frage mich, warum ich Kunst nicht mag, wenn sie zu glatt ist, zu glänzend. Ich versuche in meiner Kunst mehr das Gebrochene (oder Zerbrechliche?) zu zeigen.“ (Norbert Schwontkowski)

Die Kunsthalle Bremen würdigt in einer großen Ausstellung das Werk des 2013 verstorbenen Bremer Malers Norbert Schwontkowski. Die umfassende Werkschau entstand in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bonn und dem Kunstmuseum Den Haag und versammelt rund 80 Gemälde und mehr als 40 Skizzenbücher Schwontkowskis aus seinem Nachlass sowie deutschen und internationalen Sammlungen.


In seinen unerschöpflichen Bilderfindungen widmete sich Norbert Schwontkowski den zentralen Themen der menschlichen Existenz ebenso wie den kleinen Absurditäten des Alltags. Meisterhaft beherrschte er das Spiel mit Andeutungen und dem Surrealen. Seine poetischen wie humorvollen Bilder scheinen dabei stets am Rand des Abgrunds zu balancieren.

Der Titel der Ausstellung geht auf Schwontkowskis gleichnamige Graphikmappe von 1988 zurück, die ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sein wird. Die Bremer Station der Kooperationsausstellung legt zudem einen besonderen Fokus auf Schwontkowskis Wirken in der Hansestadt. Hierfür werden herausragende Leihgaben aus Bremer Privatsammlungen integriert. Ergänzt werden sie durch ausgewählte, erstmals gezeigte Arbeiten aus der Sammlung der Kunsthalle von Bremer Künstlern wie Horst Müller, Wolfgang Hainke und Jub Mönster, die in ihren Werken an den Künstlerfreund Schwontkowski erinnern.

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Kunsthalle Bremen mit dem Kunstmuseum Bonn (31. Oktober 2019 bis 16. Februar 2020) und dem Kunstmuseum Den Haag (Oktober 2020 bis Frühjahr 2021). Es ist die bislang umfassendste museale Präsentation zum Werk des Bremer Malers.


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KATALOG | Norbert Schwontkowski.
Some of My Secrets

LESEPROBE

Ausstellungen im Kunstmuseum Bonn, Kunsthalle Bremen 2019 /2020
Beiträge von Christoph Schreier, Stephan Berg, Christa Bürger, Daniel Koep, Norbert Schwontkowski

Gebundene Ausgabe, Hardcover
192 Seiten
mit 105 farbigen Abb.
Deutsch, Englisch
24,1 x 2,8 x 31,8 cm

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Norbert Schwontkowski (1949 – Bremen – 2013) studierte Malerei an der Hochschule für Gestaltung in Bremen und an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Nach Lehraufträgen in Hamburg, Bremen und Greifswald sowie einer Gastprofessur in Braunschweig wurde er 2005 als Professor für Malerei an die Hochschule für bildende Künste Hamburg berufen.

Norbert Schwontkowski war ein künstlerischer Einzelgänger. Zu skurril und zu eigen-artig ist seine Malerei, die auf alle Gefälligkeit verzichtet. Als Maler einer „Condition humaine“ setzte er den Menschen in seiner Orientierungslosigkeit in den Mittelpunkt seiner Bildwelt. Dieser bleibt ein Suchender, denn Hoffnung gibt es in diesen Bildern keine; weder Religion noch Kunst bieten eine Erlösungsperspektive.

Seine Bilder vermitteln eine tiefe Ernsthaftigkeit, die gleichwohl die Gestalt einer bitter-humorvollen Motivik annehmen kann. Diese Abgründigkeit kennzeichnet seine Werke von Beginn an und sie kennzeichnet sie mehr als jede Stilistik. Norbert Schwontkowski war Schöpfer einer sichtbar eigenen Bildwelt, die noch ihrer Entschlüsselung harrt.


VIDEO

PRESSESCHAU

Und irgendwann schimmert es durch

Radek-Krolczyk für die TAZ | Artikel lesen

Die Bremer Kunsthalle zeigt zum 70. Geburtstag des 2013 verstorbenen Malers Norbert Schwontkowski bislang Ungesehenes aus dem Nachlass.


Warme Körper im kalten All

Till Briegleb für dei Sueddeutsche Zeitung | Artikel lesen

Norbert Schwontkowski hat die Quelle seiner Inspiration einmal so beschrieben: Der Ausgangspunkt für die Kunst sei der Gegensatz zwischen „der Wärme des eigenen Körpers und der Kälte des Weltalls“. Diese Dialektik zwischen dem Profanen und dem Unbegreiflichen zieht sich durch Schwontkowskis gesamte Malerei, oft als das kleine Menschlein auf dem Bild, und die große Frage im Titel. Im Wesen erscheint dieses Lebenswerk wie religiöse Malerei ohne Kirche und Glauben.


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Norbert Schwontkowski – Unser kosmisches Leben, 2013, Öl auf Leinwand, 240 x 200 cm, Familie Brunnet, Berlin, Nachlass Norbert Schwontkowski; Contemporary Fine Arts, Berlin, Foto: Jochen Littkemann

Kunsthalle Bremen

www.kunsthalle-bremen.de

Norbert Schwontkowski. Some of My Secrets

bis 02. August 2020

Öffnungszeiten:
Di bis So  10 – 17 Uhr
jeden letzten Dienstag im Monat  10 – 21 Uhr
Mo geschlossen

Feiertage:
Tag der Deutschen Einheit (03.10.2020): 10 – 17 Uhr
Reformationstag (31.10.2020): 10 – 17 Uhr

 

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