PARIS BORDONE – Die Poesie der venezianischen Malerei

Hamburger Kunsthalle | bis 21. Mai 2017

Paris Bordone (1500–1571) 
Allegorie (Mars, Venus, Victoria und Cupido), um 1560
Öl auf Leinwand, 109 x 176 cm
Kunsthistorisches Museum Wien, Gemäldegalerie
© KHM-Museumsverband

Die Poesie der venezianischen Malerei würdigt das umfangreiche Œuvre des venezianischen Malers Paris Bordone (1500-1571) im Schatten seines Lehrers Tizian und stellt es im Kontext herausragender venezianischer Künstler wie Palma il Vecchio und Lorenzo Lotto vor.


Erstmalig werden dabei die Hauptwerke Paris Bordones in einer Schau zusammengeführt – eine derart umfangreiche Würdigung seines facettenreichen Werkes ist im deutschsprachigen und internationalen Raum bisher einmalig. Die Ausstellung umfasst rund 100 Exponate, darunter überwiegend Gemälde – viele in großen Formaten – sowie Zeichnungen und Druckgraphik aus renommierten nationalen und internationalen Museen.

Die Leihgaben stammen aus: Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Alte Pinakothek, München; Städel Museum, Frankfurt a. M.; Kunsthistorisches Museum Wien; Rijksmuseum Amsterdam; National Gallery London; Scottish National Gallery, Edinburgh; Musée du Louvre, Paris; Staatliche Eremitage, St. Peters-burg; Pushkin Museum, Moskau; Pinacoteca di Brera, Mailand; Galleria degli Uffizi, Florenz; u.a.

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Hamburger Kunsthalle | bis 21. Mai 2017

PARIS BORDONE – Die Poesie der venezianischen Malerei

Paris Bordone, Palma il Vecchio, Lorenzo Lotto, Tizian

Pressetext: Hamburger Kunsthalle | www.hamburger-kunsthalle.de
Kuratorin: Dr. Sandra Pisot

KATALOG | Die Poesie der venezianischen Malerei

Gebundene Ausgabe
304 Seiten
220 Abbildungen in Farbe
Verlag: Hirmer
Sprache: Deutsch
25 x 2,5 x 28,4 cm

Reich bebilderter Katalog mit wissenschaftlichen Essays und Texten.

Venedig war im 16. Jahrhundert das vibrierende Zentrum der großen künstlerischen Innovationen. Unter Verwendung neuartiger Farbpigmente widmeten sich die Maler um Tizian neuen Bildthemen in ungekannter poetischer und sinnlicher Auffassung.

Reich bebildert, vermittelt der Band die Faszination der virtuosen Bildfindungen von allegorischen Darstellungen und mythologischen Szenen bis hin zu erotisch aufgeladenen weiblichen Idealbildnissen und Männerporträts sowie der Rezeption antiker Architektur.

Dabei liegt mit rund 90 Werken der Schwerpunkt auf dem Œuvre Paris Bordones, dessen Schaffen im Schatten Tizians hier in all seinen Facetten entdeckt werden kann.

Paris Bordone gilt als der bedeutendste jener Künstler, die in der Werkstatt Tizians, dem bekanntesten Vertreter der venezianischen Malerei des 16. Jahrhunderts, ausgebildet wurden. Seine Wirkstätte Venedig war zu der Zeit ein Schmelztiegel, in dem die Künstler sich neuen Sujets aus der klassischen Antike zuwandten und neue Stile sowie Techniken entwickelten, um diese darzustellen.

Poesie, Sinnlichkeit, Farbe, Licht, Innovation – diese Leitworte beschreiben das vielseitige künstlerische Schaffen Paris Bordones und seiner Zeitgenossen, das sich in der Ausstellung über thematische Kapitel entdecken lässt.

Präsentiert werden die innovativen Bildfindungen von den allegorischen Darstellungen, den mythologischen Szenen und den pastoralen Landschaften bis hin zu den erotisch aufgeladenen weiblichen Idealbildnissen und den lyrischen Männerporträts sowie die Rezeption antiker Architektur.

In der unmittelbaren Gegenüberstellung zu den wichtigsten Künstlern aus dem nordalpinen Raum wie Lucas Cranach d. Ä., Albrecht Dürer, Jan Massys oder Barthel Beham werden die Wechselwirkungen der venezianischen und der nordalpinen Kunst verdeutlicht.

Barthel Beham (1502–1540) - Vanitas, 1540
Öl auf Holz, 58,5 x 42 cm
Hamburger Kunsthalle
© bpk / Hamburger Kunsthalle
Foto: Elke Walford

Die ausgestellten Arbeiten beeindrucken durch die Virtuosität der malerischen Geschicklichkeit – zu sehen sind Werke mit enormer Brillanz und Leuchtkraft der Farben, die unter Verwendung neuer Farbpigmente erzielt wurde. Diese konnten bei den sogenannten »vendecolori« (dt. Farbenhändlern) erworben werden – ein Berufsstand, den es nur in Venedig seit Beginn des 16. Jahrhunderts gab.

Parallel zu der Ausstellung „Die Poesie der venezianischen Malerei“ werden im Harzen-Kabinett unter dem Titel Holzschnitte aus der Zeit Tizians rund 30 druckgraphische Werke venezianischer Künstler des 16. Jahrhunderts mit Schwerpunkt auf Arbeiten nach Entwürfen Tizians präsentiert.


Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall

Öffnungszeiten

Dienstag – Sonntag 10 – 18 Uhr
Donnerstag 10 – 21 Uhr
Montag geschlossen

Eintrittspreise [Sonderausstellung ]

Wochentags 12 €
Wochenende & Feiertags 14 €
Donnerstag 18 – 21 Uhr 8 €

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