WANDERLUST | Von Caspar David Friedrich bis Auguste Renoir

Alte Nationalgalerie, Berlin | bis 16. September 2018

Der Ausstellung in der Alten Nationalgalerie Berlin liegt die Idee vom Wandern als authentische Erfahrung, als identitätsstiftende Praktik zugrunde, mit der sich die Landschaftsmalerei grundlegend erneuerte. Es sind Kunstwerke vorwiegend des 19., aber auch des frühen 20. Jahrhunderts zu sehen. Mit Rousseaus Parole „Zurück zur Natur!“ und Goethes Sturm-und-Drang-Dichtung wird das Wandern um 1800 zum Ausdruck eines modernen Lebensgefühls. Angesichts der rasanten gesellschaftlichen Umbrüche seit der Französischen Revolution entwickelt sich in einer Gegenbewegung eine neue Form der entschleunigten Selbst- und Welterkenntnis, die bis heute nachwirkt.

ARNO RINK. Ich Male!

Museum der bildenden Künste Leipzig | bis 19. August 2018

Mit rund 65 Gemälden, zahlreichen großformatigen Zeichnungen sowie biographischen Fotografien und Dokumenten veranschaulicht die als Retrospektive angelegte Ausstellung den künstlerischen Kosmos von Arno Rink (1940- 2017). Die Ausstellung, an deren Vorbereitung Arno Rink selbst noch mitgearbeitet hat, versucht einen tieferen und persönlicheren Einblick in sein künstlerisches Schaffen zu ermöglichen als es bisher möglich war.

Entfesselte Natur

Hamburger Kunsthalle | bis 14. Oktober 2018

Mit einer großen epochen- und medienübergreifenden Ausstellung geht die Hamburger Kunsthalle mit bedeutenden Kunstwerken dem Thema der bildlich-künstlerischen Aufbereitung von Naturkatastrophen nach und beleuchtet dabei auch das Scheitern des Menschen an der Natur, etwa in Folge seiner Technikgläubigkeit. Entfesselte Natur zeigt über 200 Exponate, darunter Gemälde, Zeichnungen, Graphiken, Skulpturen, Fotografien, Filme und Videoarbeiten.

PICASSO 1932 – Liebe, Ruhm, Tragödie

Tate Modern, London | bis 09. September 2018

45 Jahre nach dem Tod des Künstlers zeigt die Tate Modern erstmals eine Einzelausstellung von Pablo Picassos Werk, eine der ambitioniertesten Ausstellungen in der Geschichte des Museums. Picasso 1932 – Liebe, Ruhm, Tragödie nimmt die Besucher mit auf eine monatliche Reise durch das Jahr 1932, eine Zeit, die in Picassos Leben und Werk so entscheidend ist, dass sie sein „Jahr der Wunder“ genannt wird. Mehr als 100 herausragende Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier demonstrieren seinen fruchtbaren und unermüdlichen Erfindungsreichtum, der den Menschen und den Künstler in seiner ganzen Komplexität und Fülle enthüllt.

ANTON CORBIJN – The Living and the Dead

Bucerius Kunst Forum, Hamburg | bis 06. Januar 2019

Das Hamburger Bucerius Kunst Forum widmet Anton Corbijn (geb. 1955), dem niederländischen Photographen und Filmemacher eine Ausstellung, die anhand seiner Arbeit an der Schnittstelle von freier und angewandter Photographie der Frage nachspüren will, wann Fotografie Kunst wird. Im Mittelpunkt der Schau steht die am stärksten autobiographische Serie des Künstlers, a. somebody, aus dem Jahr 2002, in der er sich in die Rolle verstorbener Rockstars von John Lennon bis Kurt Cobain hineinversetzt (und die auch einige bisher unveröffentlichte Aufnahmen enthält). Gezeigt werden rund 120 Arbeiten Corbijns aus 40 Schaffensjahren, darunter etwa 20 bisher unveröffentlichte Fotografien. Die Ausstellung stellt den meist im Auftrag entstandenen Musikerporträts rund 40 freie Arbeiten des Künstlers gegenüber.

PAUL KLEE – Konstruktion des Geheimnisses

Pinakothek der Moderne, München | bis 17. Juni 2018

„Konstruktion des Geheimnisses“ ist die erste große Sonderausstellung zum Werk von Paul Klee in der Pinakothek der Moderne. Sie wird den umfangreichen Münchner Bestand zusammen mit über 120 Leihgaben aus bedeutenden Klee-Sammlungen in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan präsentieren. Die Ausstellung zeigt die ungebrochene Aktualität von Klees Werk, das sich den existentiellen Konflikten des modernen Menschen widmet. Die Kunstschau findet in Kooperation mit dem Franz Marc Museum in Kochel am See statt. Dort werden parallel „Paul Klee. Landschaften“ ausgestellt.