Glanz und Elend in der Weimarer Republik – Von OTTO DIX bis JEANNE MAMMEN
Die Themenausstellung zur Kunst im Deutschland der Jahre 1918 bis 1933 vereint rund 200 Gemälde, Grafiken und Skulpturen von 62 bekannten sowie von bislang wenig beachteten Künstlerinnen und Künstlern, darunter Max Beckmann, Kate Diehn-Bitt, Otto Dix, Dodo, George Grosz, Carl Grossberg, Karl Hubbuch, Lotte Laserstein, Alice Lex-Nerlinger, Elfriede Lohse-Wächtler, Jeanne Mammen, Oskar Nerlinger, Franz Radziwill, Christian Schad, Rudolf Schlichter und Georg Scholz. Im Fokus der Ausstellung steht das Unbehagen einer Epoche, das sich in den Motiven und Inhalten wie auch in einem breiten stilistischen Spektrum zeigt. Direkte, ironische, wütende, anklagende und oftmals auch prophetische Kunstwerke verdeutlichen den Kampf um die Demokratie und zeichnen das Bild einer Gesellschaft in der Krise und am Übergang.
Gefeiert Verspottet FRANZÖSISCHE MALEREI
Das Kunsthaus Zürich zeigt die französische Kunst im Spannungsfeld zwischen der akademischen «Salonmalerei», die im Laufe des 19. Jahrhunderts ihrem Ende entgegenlief, und der sich davon emanzipierenden, individuellen Impulsen folgenden Malerei. Romantik, Naturalismus, Realismus und der Impressionismus kämpfen erbittert um die Gunst des Publikums. Wer damals geschmäht wurde, gilt heute als Star und umgekehrt. Anhand von etwas mehr als 100 Gemälden werden verschiedene Strömungen der französischen Malerei im 19. Jahrhundert einander gegenübergestellt. Dabei werden nicht nur starke Gegensätze, sondern auch Gemeinsamkeiten aufgedeckt.
MATISSE – BONNARD: Es lebe die Malerei!
Zwei herausragende Protagonisten der Klassischen Moderne erstmals gemeinsam in Deutschland: Henri Matisse (1869–1954) und Pierre Bonnard (1867–1947). Im Mittelpunkt der groß angelegten Ausstellung steht die über 40 Jahre andauernde Künstlerfreundschaft der beiden französischen Maler. Beide setzten sich intensiv mit den gleichen künstlerischen Sujets auseinander: Interieur, Stillleben, Landschaft und besonders auch dem weiblichen Akt. Anhand von rund 120 Gemälden, Plastiken, Zeichnungen und Grafiken eröffnet die Schau einen Dialog zwischen Matisse und Bonnard und bietet damit neue Perspektiven auf die Entwicklung der europäischen Avantgarde vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.
REBECCA HORN – Hauchkörper als Lebenszyklus
Rebecca Horn (geb. 1944) ist eine der wichtigsten, innovativsten und experimentierfreudigsten Künstlerinnen Deutschlands. Als Bildhauerin, Zeichnerin, Literatin, Filmemacherin, Video-, Installations- und Performancekünstlerin hat sie in den letzten Jahrzehnten ein umfassendes und stringentes Werk geschaffen, das eine eigene Poesie des Mechanischen entwirft. Für ihr Lebenswerk wurde sie 2017 mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis ausgezeichnet.
MAX BECKMANN. Welt-Theater
Motive aus dem Varieté, Zirkus und Jahrmarkt, von Akrobaten, Clowns und Schauspielern prägten das Werk Max Beckmanns von den frühen 1920er Jahren bis zu seinem Lebensende 1950. „Max Beckmann. Welttheater“ ist die erste Ausstellung, die sich diesem Aspekt im Werk Beckmanns umfassend widmet. Der Künstler wird in diesem Rahmen anhand bedeutender Gemälde, Skulpturen, Papierarbeiten und von ihm verfassten Theatertexten als „Theaterdirektor, Regisseur und Kulissenschieber“ vorgestellt. Ausgangspunkt sind die reichen Bestände der Kunsthalle Bremen, die mit ihren Gemälden und dem fast vollständigen druckgraphischen Œuvre des Künstlers eine der größten Beckmann-Sammlungen Deutschlands besitzt. Diese wird ergänzt durch Leihgaben aus bedeutenden deutschen und internationalen Museen und Privatsammlungen.
PAUL KLEE – Die abstrakte Dimension
Die Ausstellung mit retrospektivem Charakter umfasst 110 Werke des Künstlers aus allen Schaffensphasen – beginnend mit dem Jahr 1912 – und versammelt wertvolle Leihgaben aus zahlreichen renommierten Institutionen und Privatsammlungen in Europa und Übersee. Die präsentierten Werke gewähren Einblick in die entscheidenden Etappen von Paul Klees biographischer und künstlerischer Entwicklung: vom produktiven Dialog der 1910er-Jahre mit Künstlerkollegen in Paris und München über die berühmte Tunisreise von 1914, den Dienst als Soldat im Ersten Weltkrieg und das Bauhaus-Jahrzehnt von 1921 bis 1931, bis hin zu den Reisen nach Ägypten und Italien in den späten 1920er-Jahren und schliesslich dem opulenten Spätwerk der 1930er-Jahre. Neben den Hauptwerken werden bis jetzt nur selten ausgestellte und wenig bekannte Arbeiten gezeigt, die den Künstler in einem überraschend neuen Licht erscheinen lassen.
CHAGALL | Jahre des Durchbruchs 1911-1919
Die Ausstellung widmet sich dem Frühwerk Marc Chagalls. Gezeigt werden ca. 120 Gemälde aus den Sammlungen des Kunstmuseums Basel und der Stiftung Im Obersteg sowie hochkarätige Leihgaben aus Schweizer und internationalen privaten und öffentlichen Sammlungen, ergänzt durch dokumentarische ethnografische Fotografien des russischen Künstlers Solomon Judowin.
PETER SAUL – Pop, Funk und Anti-Helden
Die Sammlung Falckenberg präsentiert in den Phoenix-Hallen einen umfassenden Überblick über das bislang wenig beachtete surreale PopArt-Werk des US-Malers Peter Saul. Präsentiert werden rund 60 Arbeiten, darunter wegweisende Werkgruppen. Die Ausstellung wird durch eine umfängliche Präsentation mit Werken aus der Sammlung Falckenberg ergänzt. unter anderem von John Baldessari, Werner Büttner, André Butzer, Erró, Philip Guston, Mike Kelley, Martin Kippenberger, Paul McCarthy, John Miller, Manuel Ocampo, Albert Oehlen, Joyce Pensato, Raymond Pettibon, Richard Prince, Daniel Richter und Philippe Vandenberg.
GENIALE DILLETANTEN – Subkultur der 1980er
Sub-Kultur der 1980er Jahre in West- und Ostdeutschland: Im Albertinum Dresden trifft die westdeutsche Subkultur der 1980er Jahre auf die alternative Musik- und Kunstszene in der DDR jener Zeit. „Geniale Dilletanten“ lautete 1981 der absichtlich falsch buchstabierte Titel eines Musikfestivals in Berlin. Er wurde zum Synonym für die kurze Epoche des Aufbruchs der künstlerischen Alternativszene in Deutschland. Den Akteuren ging es um das unabhängige Produzieren von Platten, Konzerten und Ausstellungen, die Neugründung von Magazinen, Galerien und Clubs, aber auch um lautstarken Protest gegen den kulturellen Mainstream. Die Ausstellung präsentiert die große Bandbreite dieser Subkultur ausgehend von sieben Musikbands sowie Künstlern, Filmemachern und Designern.
MAX PECHSTEIN – Künstler der Moderne
Mit der Ausstellung „Max Pechstein. Künstler der Moderne“ präsentiert das Bucerius Kunst Forum erstmals das Schaffen des deutschen Expressionisten in einer Einzelschau in Hamburg. Sie würdigt den Künstler Max Pechstein (1881-1955) als wegweisenden Vertreter der Moderne und lässt sein vielschichtiges Werk vor dem Hintergrund verschiedener biografischer und geografischer Schwerpunkte neu aufleben.
EGON SCHIELE – Selbsthingabe und Selbstbehauptung
Als Auftakt zum Schiele-Gedenkjahr 2018 zeigt die Albertina eine umfassende Ausstellung von Egon Schieles Werk. Sie positioniert sein radikales Œuvre in einer zwischen Moderne und Tradition gespaltenen Epoche. 160 seiner schönsten Gouachen und Zeichnungen führen in ein künstlerisches Werk ein, das sein großes Thema in der existenziellen Einsamkeit des Menschen findet und in drastischem Gegensatz zu den Wertvorstellungen der Gesellschaft des Fin de Siècle steht.
KIRCHNER – Die Berliner Jahre
Die erstmals in der Schweiz gezeigte große Ausstellung zu den Berliner Jahren von Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938) präsentiert Kirchners Schaffen von 1912 bis 1914 in der pulsierenden Großstadt Berlin und auf der idyllischen Ostseeinsel Fehmarn anhand von rund 160 Gemälden, Pastellen, Zeichnungen, Druckgrafiken, Skizzenbüchern und einer Auswahl von Stoffarbeiten, Skulpturen und Fotografien. Die zwei gegensätzlichen Inspirationsorte markieren den Höhepunkt in Kirchners expressionistischem Werk.
LUCAS CRANACH DER ÄLTERE | Meister – Marke – Moderne
Als einer der Höhepunkte im Reformationsjahr 2017 widmet das Museum Kunstpalast in Düsseldorf dem berühmten Wittenberger Maler eine groß angelegte Werkschau. Zu sehen sind hochkarätige Exponate wie die lebensgroße „Venus“ aus St. Petersburg, Christus und die Ehebrecherin aus Budapest und der sogenannte Prager Altar, dessen weitverstreute Teile für die Laufzeit der großen Schau in Düsseldorf vereint werden. Weitere bedeutende Tafelbilder, Zeichnungen und Drucke dokumentieren die maßgebliche Rolle Cranachs bei der Verbreitung der Reformation und sein geschicktes Agieren im Dienste der bedeutendsten fürstlichen Auftraggeber des 16. Jahrhunderts.
Aufbruch FLORA – Postimpressionistische Meisterwerke
Die Ausstellung präsentiert rund 100 Gemälde und Skulpturen von 15 Künstlern aus der historischen Sammlung Hahnloser. In der Überzeugung, dass man am Puls der Zeit leben müsse, trug das Schweizer Ehepaar Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler zwischen 1906 und 1936 eine umfangreiche Sammlung postimpressionistischer Kunst zusammen. Durch ihre Werke und den freundschaftlichen Austausch, der Künstler und Sammler verband, wurde die Villa Flora, das Wohnhaus der Hahnlosers in Winterthur, zu einem Ort der Einheit von Kunst und Leben und des Aufbruchs in die Moderne. Ihre Strahlkraft wirkte sich über die Grenzen des privaten Mäzenatentums hinaus befruchtend auf das öffentliche Sammeln aus.
OTTO DIX – Der böse Blick – Düsseldorfer Jahre
Die intensiven Düsseldorfer Schaffensjahre des Künstlers von 1922 – 1925 bilden das Zentrum dieser 230 Werke umfassenden Ausstellung. Zu sehen sind Porträts, in denen er seine Mitmenschen schonungslos im Bild fixierte und vom Glanz und Elend der 1920er Jahre erzählen. Neben Gemälden, Aquarellen und Grafiken ist sein berühmter Radierzyklus „Der Krieg“ zu sehen, in dem Dix drastisch mit der modernen Kriegsmaschinerie des 1. Weltkrieges abrechnet.
MAGRITTE – Der Verrat der Bilder
Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dem großen belgischen Surrealisten René Magritte eine konzentrierte Präsentation, die sein Verhältnis zur Philosophie seiner Zeit abbildet. Es ist die erste große Einzelausstellung in Deutschland seit 20 Jahren. Die Kunstschau präsentiert Magrittes meisterhafte Bilderrätsel der 1920er- bis 1960er-Jahre und vereint rund 70 Arbeiten, darunter zahlreiche Meisterwerke aus bedeutenden internationalen Museen, öffentlichen und privaten Sammlungen.
PARIS BORDONE – Die Poesie der venezianischen Malerei
Die Poesie der venezianischen Malerei würdigt das umfangreiche Œuvre des venezianischen Malers Paris Bordone (1500-1571) im Schatten seines Lehrers Tizian und stellt es im Kontext herausragender venezianischer Künstler wie Palma il Vecchio und Lorenzo Lotto vor. Erstmalig werden dabei die Hauptwerke Paris Bordones in einer Schau zusammengeführt – eine derart umfangreiche Würdigung seines facettenreichen Werkes ist im deutschsprachigen und internationalen Raum bisher einmalig.
IMPRESSIONISMUS. Die Kunst der Landschaft
Eröffnungsausstellung Museum Barberini, Potsdam: Mit Gemälden von Künstlern wie Claude Monet, Auguste Renoir und Gustave Caillebotte widmet sich die Kunstschau den malerischen Erfindungen des Impressionismus und dem Naturverständnis der Moderne. Die Ausstellung zeigt, dass die impressionistischen Landschaften keineswegs spontane Stimmungsmalerei sind, sondern Experimentierfelder der Künstler. Präsentiert werden Meisterwerke im Kontext von 92 Gemälden, die aus 32 internationalen Museums- und Privatsammlungen stammen. Sie werden in Themenräumen gezeigt, die Bildreihen der wichtigsten Motive vorführen. Ein neuer Blick auf die impressionistischen Künstler und ihre obsessive Beschäftigung mit der individuellen Wahrnehmung von Licht und Natur.
PAULA MODERSOHN-BECKER Moderne
Das Bucerius Kunst Forum präsentiert eine konzentrierte Neubetrachtung des Werks der deutschen Ausnahmekünstlerin Paula Modersohn-Becker. Die Schau will durch gezielt gewählte – teils auch weniger bekannte – Gemälde und Zeichnungen einen neuen Blick auf das herausragende Werk von Paula Modersohn-Becker ermöglichen. Während Modersohn-Beckers eigenwilliger und avantgardistischer Stil zu ihren Lebzeiten als irritierend oder befremdlich empfunden wurde, gilt er heute als revolutionär und zukunftsweisend. Die Einzelausstellung veranschaulicht anhand von rund 80 Werken die singuläre Bedeutung ihres kurzen künstlerischen Schaffens in einer Zeit zwischen zwei grundverschiedenen Künstlergenerationen: den Spätimpressionisten und den Expressionisten.
CLAUDE MONET – Licht, Schatten und Reflexion
Zu ihrem 20. Geburtstag präsentiert die Fondation Beyeler CLAUDE MONET. Die Ausstellung ist ein Fest des Lichts und der Farben. Sie beleuchtet die künstlerische Entwicklung des französischen Malers von der Zeit des Impressionismus bis zu den berühmten Seerosenbildern. Die Ausstellung zeigt 62 Gemälde aus bedeutenden Museen Europas, der USA und Japans, darunter dem Musée d’Orsay, Paris; dem Metropolitan Museum, New York; dem Museum of Modern Art, New York; dem Museum of Fine Art, Boston und der Tate, London. Eine Besonderheit sind 15 Gemälde aus unterschiedlichem Privatbesitz, die äußerst selten öffentlich zu sehen sind und lange nicht mehr im Monet-Kontext gezeigt wurden.
VELÁZQUEZ Goldenes spanisches Zeitalter
El Siglo de Oro – das goldene Zeitalter der spanischen Kunst – zählt zu den bedeutendsten wie populärsten Kapiteln der europäischen Kulturgeschichte. Erstmals kann in diesem Sommer in Berlin die faszinierende Vielfalt der Malerei und Skulptur des 17. Jahrhunderts auch außerhalb Spaniens umfassend erlebt werden – mit über 150 Meisterwerken von Velázquez, El Greco, Francisco de Zurbarán und Bartolomé E. Murillo sowie bislang kaum bekannten Künstlern wie Alonso Cano und Gregorio Fernández.
GEORGIA O’KEEFFE – Die Sinnlichkeit der Welt
Das Bank Austria Kunstforum Wien zeigt – in Kooperation mit der Tate Modern, London, und der Art Gallery of Ontario, Toronto – die bisher größte O’Keeffe-Ausstellungstour außerhalb der Vereinigten Staaten. Mit der Präsentation von 85 Werken O’Keeffes – und weiteren 60 Fotografien von befreundeten Fotografen – von insgesamt 50 Leihgebern bietet die Ausstellung die Möglichkeit, das malerische Werk dieser Ausnahmekünstlerin vollständig kennenzulernen.
MAX BECKMANN in New York
Die Max-Beckmann-Kunstschau zeigt die besondere Verbindung des Künstlers mit New York City. Die Ausstellung umfasst 14 Gemälde, die Beckmann in New York von 1949 bis 1950 entwarf, sowie 25 Werke von 1920 bis 1948 aus New Yorker Sammlungen. Die Ausstellung versammelt mehrere Gruppen von ikonischen Werken, darunter Selbstporträts; Mythische, expressionistische Interieurs; Robuste, bunte Porträts von Frauen und Performern; Landschaften; Und Tyrannen.
OTTO DIX – Der Isenheimer Altar
Anlässlich des 125. Geburtstags von Otto Dix und der 500. Jährung der Entstehung des Isenheimer Altars untersucht die Ausstellung – als erste große Präsentation moderner Kunst des neu eröffneten Musée Unterlinden – den Einfluss des spätmittelalterlichen, 1512 bis 1516 entstandenen Meisterwerks von Matthias Grünewald auf das Schaffen von Otto Dix (1891–1969). Anhand von 100 Gemälden und Zeichnungen, von denen zahlreiche aus Privatsammlungen stammen und hier zum ersten Mal gezeigt werden, belegt die Ausstellung, dass Dix zeitlebens von Grünewald fasziniert war und sich in seinem Schaffen immer wieder neu mit dessen ungeheurer, für seine Zeit revolutionärer Bildsprache beschäftigte.