Glanz und Elend in der Weimarer Republik – Von OTTO DIX bis JEANNE MAMMEN

Schirn Kunsthalle, Frankfurt | bis 25. Februar 2018

Die Themenausstellung zur Kunst im Deutschland der Jahre 1918 bis 1933 vereint rund 200 Gemälde, Grafiken und Skulpturen von 62 bekannten sowie von bislang wenig beachteten Künstlerinnen und Künstlern, darunter Max Beckmann, Kate Diehn-Bitt, Otto Dix, Dodo, George Grosz, Carl Grossberg, Karl Hubbuch, Lotte Laserstein, Alice Lex-Nerlinger, Elfriede Lohse-Wächtler, Jeanne Mammen, Oskar Nerlinger, Franz Radziwill, Christian Schad, Rudolf Schlichter und Georg Scholz. Im Fokus der Ausstellung steht das Unbehagen einer Epoche, das sich in den Motiven und Inhalten wie auch in einem breiten stilistischen Spektrum zeigt. Direkte, ironische, wütende, anklagende und oftmals auch prophetische Kunstwerke verdeutlichen den Kampf um die Demokratie und zeichnen das Bild einer Gesellschaft in der Krise und am Übergang.

Gefeiert und Verspottet – FRANZÖSISCHE MALEREI 1820-1880

Kunsthaus Zürich | bis 28. Januar 2018

Das Kunsthaus Zürich zeigt die französische Kunst im Spannungsfeld zwischen der akademischen «Salonmalerei», die im Laufe des 19. Jahrhunderts ihrem Ende entgegenlief, und der sich davon emanzipierenden, individuellen Impulsen folgenden Malerei. Romantik, Naturalismus, Realismus und der Impressionismus kämpfen erbittert um die Gunst des Publikums. Wer damals geschmäht wurde, gilt heute als Star und umgekehrt. Anhand von etwas mehr als 100 Gemälden werden verschiedene Strömungen der französischen Malerei im 19. Jahrhundert einander gegenübergestellt. Dabei werden nicht nur starke Gegensätze, sondern auch Gemeinsamkeiten aufgedeckt.

MATISSE – BONNARD: Es lebe die Malerei!

Städel Museum Frankfurt, Ausstellungshaus | bis 14. Januar 2018

Zwei herausragende Protagonisten der Klassischen Moderne erstmals gemeinsam in Deutschland: Henri Matisse (1869–1954) und Pierre Bonnard (1867–1947). Im Mittelpunkt der groß angelegten Ausstellung steht die über 40 Jahre andauernde Künstlerfreundschaft der beiden französischen Maler. Beide setzten sich intensiv mit den gleichen künstlerischen Sujets auseinander: Interieur, Stillleben, Landschaft und besonders auch dem weiblichen Akt. Anhand von rund 120 Gemälden, Plastiken, Zeichnungen und Grafiken eröffnet die Schau einen Dialog zwischen Matisse und Bonnard und bietet damit neue Perspektiven auf die Entwicklung der europäischen Avantgarde vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

REBECCA HORN – Hauchkörper als Lebenszyklus

Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg | bis 02 April 2018

Rebecca Horn (geb. 1944) ist eine der wichtigsten, innovativsten und experimentierfreudigsten Künstlerinnen Deutschlands. Als Bildhauerin, Zeichnerin, Literatin, Filmemacherin, Video-, Installations- und Performancekünstlerin hat sie in den letzten Jahrzehnten ein umfassendes und stringentes Werk geschaffen, das eine eigene Poesie des Mechanischen entwirft. Für ihr Lebenswerk wurde sie 2017 mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis ausgezeichnet.

MAX BECKMANN. Welt-Theater

Kunsthalle Bremen | bis 04. Februar 2018

Motive aus dem Varieté, Zirkus und Jahrmarkt, von Akrobaten, Clowns und Schauspielern prägten das Werk Max Beckmanns von den frühen 1920er Jahren bis zu seinem Lebensende 1950. „Max Beckmann. Welttheater“ ist die erste Ausstellung, die sich diesem Aspekt im Werk Beckmanns umfassend widmet. Der Künstler wird in diesem Rahmen anhand bedeutender Gemälde, Skulpturen, Papierarbeiten und von ihm verfassten Theatertexten als „Theaterdirektor, Regisseur und Kulissenschieber“ vorgestellt. Ausgangspunkt sind die reichen Bestände der Kunsthalle Bremen, die mit ihren Gemälden und dem fast vollständigen druckgraphischen Œuvre des Künstlers eine der größten Beckmann-Sammlungen Deutschlands besitzt. Diese wird ergänzt durch Leihgaben aus bedeutenden deutschen und internationalen Museen und Privatsammlungen.

PAUL KLEE – Die abstrakte Dimension

Fondation Beyeler, Riehen b. Basel | bis 21. Januar 2018

Die Ausstellung mit retrospektivem Charakter umfasst 110 Werke des Künstlers aus allen Schaffensphasen – beginnend mit dem Jahr 1912 – und versammelt wertvolle Leihgaben aus zahlreichen renommierten Institutionen und Privatsammlungen in Europa und Übersee. Die präsentierten Werke gewähren Einblick in die entscheidenden Etappen von Paul Klees biographischer und künstlerischer Entwicklung: vom produktiven Dialog der 1910er-Jahre mit Künstlerkollegen in Paris und München über die berühmte Tunisreise von 1914, den Dienst als Soldat im Ersten Weltkrieg und das Bauhaus-Jahrzehnt von 1921 bis 1931, bis hin zu den Reisen nach Ägypten und Italien in den späten 1920er-Jahren und schliesslich dem opulenten Spätwerk der 1930er-Jahre. Neben den Hauptwerken werden bis jetzt nur selten ausgestellte und wenig bekannte Arbeiten gezeigt, die den Künstler in einem überraschend neuen Licht erscheinen lassen.