LYNN HERSHMAN LEESON Retrospektive

Sammlung Falckenberg, Hamburg-Harburg 14. Juni – 11. Oktober 2015
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Lynn Hershman Leeson gilt als eine der ersten und einflussreichsten MedienkünstlerInnen im Kontext des feministischen Diskurses und eine Pionierin im Bereich interaktiver computer- und internetbasierter Medienkunst. Innerhalb der vergangenen vier Jahrzehnte hat Lynn Hershman Leeson immer wieder neu aufkommende, digitale Technologien in ihre Arbeiten einbezogen. Die Retrospektive ist als Special Show im Rahmen der Triennale der Photographie Hamburg zu sehen.

Der doppelte KIRCHNER

Kunsthalle, Mannheim | bis 31. Mai 2015
KATALOG_Der doppelte KIRCHNER

Kirchner, einer der weltweit bekanntesten deutschen Expressionisten, löste eine Vielzahl seiner Gemälde aus ihrem Keilrahmen, spannte sie anders herum wieder auf und bemalte sie erneut. Diese Rückseiten-Bilder stellen heute in Kunstwissenschaft und Kunsthandel ein heiß diskutiertes Thema dar. Die Kunsthalle Mannheim rückt sie gemeinsam mit dem Kirchner Museum in Davos und dem Kirchner Archiv in Wichtrach/Bern erstmals ins Zentrum einer Ausstellung.

FEMINISTISCHE AVANTGARDE der 1970er Jahre

Kunsthalle, Hamburg | bis 31. Mai 2015
KATALOG - Feministische Avantgarde der 1970er Jahre - 400

Mit Werken von mehr als 30 Künstlerinnen zeigt die Hamburger Kunsthalle in einer umfassenden Ausstellung einen Überblick über die Anfänge der internationalen feministischen Kunstbewegung. Anhand von über 150 Arbeiten aus der SAMMLUNG VERBUND, Wien zeigt die Ausstellung, wie Künstlerinnen in den 1970er Jahren zum ersten Mal in der Kunstgeschichte kollektiv ein eigenes „Bild der Frau“ kreieren.

PICASSO in der Kunst der Gegenwart

Deichtorhallen, Hamburg | bis 12. Juli 2015
KATALOG  Picasso in der Kunst der Gegenwart

Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens zeigen die Deichtorhallen Hamburg vom 1. April bis 12. Juli 2015 eine groß angelegte Ausstellung zum Thema »Picasso in der Kunst der Gegenwart«. Als Eröffnungspräsentation in der aufwendig sanierten und modernisierten Halle für aktuelle Kunst der Deichtorhallen ist die Schau dem überwältigenden Spektrum moderner und zeitgenössischer künstlerischer Sichtweisen auf Picasso gewidmet.

EMILE BERNARD – Am Puls der Moderne

Kunsthalle Bremen | bis 31. Mai 2015
Émile Bernard, Nachmittag in Saint-Briac, 1887

In Kooperation mit den Musées d‘Orsay et de l‘Orangerie in Paris präsentiert die Kunsthalle Bremen eine große Retrospektive des französischen Künstlers Emile Bernard (1868–1941), die erstmals auch sein kaum bekanntes Spätwerk einbezieht. Gezeigt werden hochrangige Leihgaben aus dem Musée d’Orsay und internationalen Sammlungen sowie aus dem Besitz der Nachfahren Bernards.

KEITH HARING – Gegen den Strich

Kunsthalle München | bis 30. August 2015
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Erstmals seit 15 Jahren in Deutschland und zum allerersten Mal in München zeigt die Kunsthalle eine Einzelausstellung über Keith Haring. Mehr als 160 Kunstwerke zeugen von der Vielfalt seines Schaffens: von seinen frühen Zeichnungen und Gemälden, den New Yorker Subway-Zeichnungen, gigantischen Leinwänden und Kunststoffplanen über bemalte alltägliche Gebrauchsgegenstände bis hin zu Skulpturen aus Holz und Metall. Dokumentarisches Material vervollständigt das Bild des Künstlers und Aktivisten. Die Exponate stammen aus amerikanischen und europäischen Museums- und Privatsammlungen – einige sind zum ersten Mal seit Harings Tod zu sehen.

Verzauberte Zeit – Cézanne, van Gogh, Bonnard, Manguin

Kunsthalle, Hamburg | bis 16. August 2015
Félix Vallotton (1865-1925) La Blanche et la Noire (Die Weiße und die Schwarze), 1913, Öl auf Leinwand, 114 x 147 cm, Hahnloser/Jaeggli Stiftung, Winterthur, Photo: Reto Pedrini, Zürich

In den Jahren 1906 bis 1936 schuf das Schweizer Ehepaar Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler mit Meisterwerken des Postimpressionismus eine einzigartige Sammlung moderner französischer Kunst, die bis heute einen legendären Ruf genießt. Die Ausstellung führt über 200 Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier der historischen Sammlung wieder zusammen und lässt das ehemalige Wohnhaus des Ehepaares, die Villa Flora in Winterthur, als einen unvergleichlichen Ort der Kunst, der Künstler und ihrer Sammler lebendig werden.

DIETER ROTH und die Musik

Hamburger Bahnhof, Berlin | bis 16. August 2015
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Im Hamburger Bahnhof wird die Ausstellung zur Musik im Schaffen von Dieter Roth ergänzt um ausgewählte Werke und Schallplatten von Künstlerinnen und Künstlern, die sich hinsichtlich ihrer Fragestellungen und Herangehensweisen an die musikalische Tradition mit Roths Arbeiten in Beziehung setzen lassen. Im Zusammenspiel mit Werken von George Brecht, Rodney Graham, Annika Kahrs, Ragnar Kjartansson & Alterazioni Video, Bruce Nauman, Nam June Paik, Markus Sixay, Die Tödliche Doris und Schallplatten aus dem Archiv Broken Music. Diese Werke zeugen vom bis heute anhaltenden Interesse bildender Künstler an der Musik. Die Ausstellung vereint – in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik / Fachhochschule Nordwestschweiz, Musik-Akademie Basel, Edizioni Periferia, Luzern und der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin – rund 200 Werke, von Papierarbeiten bis Installationen, sowie Tonaufnahmen und Dokumente, in denen Musik eine Rolle spielt.

ZERO – Let us explore the stars

Martin Gropius Bau, Berlin | bis 8. Juni 2015
ZERO-Katalog

Über 50 Jahre nach Gründung der ZERO-Bewegung widmet sich die Ausstellung sowohl den ersten Gründungskünstlern Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker, den ZERO nahestehenden internationalen Künstlern wie Yves Klein und Lucio Fontana, als auch den in Vergessenheit geratenen Künstlern wie Hermann Goepfert, Oskar Holweck oder Hans Salentin. Zum ersten Mal werden in großem Umfang Hauptwerke der internationalen Bewegung von 1957 bis 1967 zusammen gezeigt. Gleichzeitig präsentiert die ZERO Foundation in Berlin mit rund 200 Werken die bisher umfassendste ZERO-Ausstellung seit Bestehen der Bewegung.

JOCHEN GERZ – 75 Jahre

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Am SA 04 APR 15 wird der Konzeptkünstler Jochen Gerz 75 Jahre alt | Die Teilung der Welt in Künstler und Betrachter gefährdet die Demokratie, hat Jochen Gerz in einem Interview gesagt. Aus diesem Grund realisiert der Künstler Projekte im öffentlichen Raum, die mit einem Aufruf zur Beteiligung der Bürger starten. Eine seiner bekanntesten Arbeiten ist das – mit dem Bremer Roland-Preis für “Kunst im öffentlichen Raum” ausgezeichnete – Mahnmal gegen den Faschismus in Hamburg-Harburg.

Gerz lebt und arbeitet seit den späten 1960er Jahren in Paris. Zu seinen herausragenden Fähigkeiten gehört die Fähigkeit, einen hohen intellektuellen Anspruch mit den besonderen Bedingungen, Erwartungen und Möglichkeiten eines Kunstpublikums sowie einer engeren oder breiteren Öffentlichkeit zu verbinden. Verschiedene seiner Interventionen im öffentlichen Raum, vornehmlich in Frankreich (“Le monument vivant de Biron”, 1996; “Le Cadeau”, 2001), und in Deutschland (“Mahnmal gegen den Faschismus”, 1986; Hamburg-Harburg, “Mahnmal gegen Rassismus”, 1993; Saarbrücken) sind Beispiele einer rigorosen Haltung wider das Vergessen, die Ausgrenzung und für die Wahrung der Freiheit.